05 - Seite 354 bis 433 (einschließlich Kapitel 40)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Doris.


  • In diesem Abschnitt beginnen die ersten Mysterien sich zu entschleiern, worüber ich ganz froh bin. Es ist ja doch einiges, das im Dunkeln liegt, und wenn alles auf den letzten 30 Seiten aufgeklärt wird, kommt das meiste zu kurz und man ist ganz erschlagen von den vielen Erkenntnissen. Dann schon lieber früher anfangen und sich dem Wesentlichen angemessen widmen.


    Ja, ich finde, das macht Dicker doch ganz gut.


    Zitat

    Auf Seite 377 sagt Marcus' Mutter etwas sehr Tiefsinniges: "Wir sind die Montclairs. Und das wird immer so bleiben. Warum sollten wir das ändern wollen? Jeder ist anders, Markie, und vielleicht besteht darin das Glück: sich anzufreunden mit dem, was man ist." Schön gesagt und sehr richtig.


    Diese Stelle habe ich mir auch markiert. Ich fand das auch sehr schön, wie Marcus' Mutter das sagt.




    Der Vater von Markus war schon ziemlich blöd. Verständlich, dass er sich die Firma nicht in Aktien auszahlen wollte, er brauchte das Geld. Aber danach soviel Geld zusammenzukratzen und ohne Ahnung zu kaufen war schon eine Dummheit. Danach, als es darum ging die Aktien zu verkaufen, die er auf Anraten seines Chefs gekauft hatte auch noch zu behalten war stur und schon leicht dämlich.


    Stimmt, das war echt dämlich von Marcus' Vater. Aber er war einfach zu stolz, genau wie Saul, der auch zu stolz war, um seinem Vater alles zu erklären. Wie viel Unglück hätte sich vermeiden lassen, wenn dieser dumme Stolz auf allen Seiten nicht gewesen wäre!




    den Grund für das Sponsoring des Stadions (oh Mann ... er musste Patrick Neville beweisen, dass er auch ein toller Hecht ist, wie blöd!) und von der Ehekrise der Baltimores. Anita hat mir leid getan, zugunsten einer schicken Jüngeren beiseitegeschoben zu werden.


    Dass Saul das Stadion mit genau derselben Summe gesponsert hat wie Patrick für die Villa bezahlt hat, musste ja eine Bedeutung haben ;)


    Zitat

    Der letzte Satz des Abschnitts lässt Böses ahnen und geht genau in die Richtung, die ich befürchtet hatte. Luke.


    Luke schwebte ja die ganze Zeit wie eine düstere Wolke über Woody und damit über allen Goldmans. Es war uns allen ja klar, dass 3 Jahre keine besonders lange Zeit sind und dass da noch was kommen wird.

    Liebe Grüße, Lilli


  • Es gab die Baltimores, aber es gab nicht das Paar Goldman. Und jetzt sitzen sie da und wissen mit sich nichts anzufangen. Das ist tragisch.


    Aber so ergeht es leider vielen Paaren. Sind die Kinder aus dem Haus, fallen sie in ein tiefes Loch.


    Zitat

    der Inhalt der Tüte und des Tetaments sind noch offen....


    Da bin auch gespannt, ob noch was dazu gesagt wird. Neugierig bin ich auf jeden Fall ;)




    Eigentlich hat Saul, finde ich, aus kindischen Gründen aufs falsche Pferd gesetzt und alles verloren. In die Stadion-Sache hat er sich aus meiner Sicht hineingesteigert.


    Das mit dem Stadion hat er vielleicht deswegen gemacht, damit seine Söhne täglich an ihn erinnert werden. Damit sie sehen, wie großartig auch er ist, und nicht nur Patrick.

    Liebe Grüße, Lilli

  • Den Grund für den Stadiums-Namen fand ich etwas dünn, ehrlich gesagt. Dafür gebe ich doch nicht 6 Millionen aus :entsetzt: Da wäre mir auch noch was günstigers eingefallen.


    Das fand ich auch, besonders weil er all die Jahre eher immer vernünftige Entscheidungen getroffen hat, naja bis auch den Wettstreit mit seinem Bruder und die 12 Jahre schweigen zwischen sich und seinen Vater.


  • Die Kinder verlassen das Haus, werden erwachsen, gehen ihrer Wege. Das ist ein Moment, der für jedes Elternpaar einen Einschnitt bedeutet.
    Wer da nicht rechtzeitig für sich selbst sorgt, steht plötzlich einsam und alleine da. So ist es Saul und Anita ergangen. Die Kinder waren ihr Lebensmittelpunkt. Es gab die Baltimores, aber es gab nicht das Paar Goldman. Und jetzt sitzen sie da und wissen mit sich nichts anzufangen. Das ist tragisch.


    Das geht bestimmt vielen Paaren so wenn sich ihr Lebensmittelpunkt sehr lange Zeit um die Kinder dreht, dabei dachte ich das die beiden ja auch vor ihren Kindern ein tolles Paar waren und beide hatten tolle Jobs die sehr Lebensfüllend waren, hätte gedacht das sie es schaffen würden, weil ihr erster Sohn ja auch erst sehr spät kam, und sie es kannten zu zweit zu sein.


  • Dass Saul das Stadion mit genau derselben Summe gesponsert hat wie Patrick für die Villa bezahlt hat, musste ja eine Bedeutung haben ;)


    Das denke ich auch, die Frage bleibt noch was Saul dafür tun musste um an so viel Geld zu kommen.

  • Oh man merkt schon das sich das Buch dem Ende neigt, so langsam werden kleine Geheimnisse und Fragen aufgeklärt.


    Besonders Interessant fand ich zu lesen wie es zu den 12 Jahren schweigen zwischen Saul und seinem Vater kam, und auch warum es die Montclairs und Baltimores gab. Saul hat all die Jahre des Schweigens doch immer weiter für die Gunst seines Vaters gekämpft, besonders am Anfang während seines Studiums, und schon wider war es die Presse Schuld das mal wieder was anders dargestellt wurde als es war. Oh man hätten die alle doch viel mehr mit einander geredet, wie viele Missverständnisse sie so beiseite hätten räumen können.
    Sauls Vater hat aber trotz Sturheit seinen Sohn vermisst, wie er ihn endlich wieder in die Arme schließt als er von seinem Bruder zur letzten Rettung der Firma geholt wird. Ich fand auch das der Vater sehr fair ist als er jedem den gleichen Anteil der Firma gibt, so wie es immer sein sollte, das der Vater aber dann auch das Geld nimmt und nicht in Aktien umwandelt kann ich verstehen, er brauchte die Sichere Rente und wollte kein Risiko eingehen. Nur zu dumm das Markus Vater es viel später noch mal mit Aktien versucht mit der Hoffnung das gleich Glück zu haben wie damals sein Bruder, war aber auch fies vom eigenen Chef reingelegt zu werden.


    Jetzt wissen wir auch warum Saul das Stadion gesponsert hat, was für ein dummer rund, hätte von ihm so was nicht erwartet, aber das Ego schient den vernünftigsten Menschen Streiche zu spielen. Bin gespannt ob sich noch aufklärt woher er das Geld hatte.


    Es ist echt schade das die Goldman Gang nicht mehr gibt, und das sie kaum noch miteinander reden, naja jeder scheint seine Gründe dafür zu haben.


    Ich hab ja jetzt schon ein wenig Angst weiter zu lesen, Collens Mann kommt frei und wir wissen immer noch nicht ob Hillel hinter dem Doping steckt und was im Testament stand, mir schwant böses! :entsetzt:

  • Genau mein Reden, Nad! :winken:
    Die haben einfach nicht miteinander geredet. Einer meinte, schlauer als der andere zu sein.
    Das geht eben immer mal wieder nach hinten los....

    🐌


  • Ich glaube, Marcus ist als Erwachsener endlich auch draufgekommen. Ein Baltimore zu sein, muss nicht immer schön sein.


    Vielleicht verliert man auch im Streben nach anderen, vermeintlich besseren Familien auch das eigene Leben aus den Augen. Man kann vieles selbst beeinflussen (naja, zumindest in "unseren" Gefilden) und muss sich für keine Herkunft schämen. Es macht auf jeden Fall mehr Sinn, seine Energie auf sein eigenes Handeln zu Verschwenden als zum Schielen auf andere.
    Ich bin mir jedenfalls auch sicher, dass Markie verstanden hat, dass die Baltimores auch nicht das Gelbe vom Ei sind.



    Zitat

    Für mich ist Hillel derjenige, der Woody heimlich gedopt hat, aber ich komme auf keinen plausiblen Grund für sein Handeln. Vielleicht wollte er Woody nicht verlieren, denn als Footballstar wäre der weiter weg zu großen Vereinen gegangen.


    Da bin ich ganz bei Dir: für mich ist Hillel der Hauptverdächtige, was das Doping angeht. Und Deine Idee zum Grund finde ich ziemlich plausibel!

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Manche Eltern haben ein Problem damit, auf ihre langsam erwachsen werdenden Kinder zu hören. Sie tun sich schwer damit zu glauben, dass ihr Kind Dinge besser weiß als sie selbst. Schon kurios - schließlich haben sie es selbst zur Schule und in eine Ausbildung geschickt, damit es lernt.


    Allerdings, skurril ist es. Aber es ist eben auch schwierig, wenn die eigenen Prinzipien oder das Wissen auf den Kopf gestellt werden und man plötzlich auf den ehemaligen "Schutzbefohlenen" hören soll/ kann. Ich merke das bei meiner Mutter, der es zunehmend schlechter geht - sie will trotzdem das Heft in der Hand behalten und nimmt nur sehr schwer Ratschläge von mir an, die Veränderung für sie bedeuten. Manchmal kommt sie nach Monaten darauf zurück und ich habe den Eindruck, dass die Idee erst reifen musste (und dann auch nicht mehr so sehr als von mir kommend empfunden wird :zwinker:).

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Ich glaube, Väter haben da eher ein Problem als Mütter. Ich kenne es so, dass die Mamas stolz sind auf ihren Nachwuchs, während die Papas sich von den Kindern nichts sagen lassen wollen. Bei Marcus' Vater spielte vielleicht auch die knappe Zeit eine Rolle. Wenn er mehr Ruhe gehabt hätte, über den Rat mit den Aktien nachzudenken, wäre er möglicherweise darauf eingegangen.