5. Abschnitt: El Tigre - Scorpion Ranch

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von yanni.

  • Hab jetzt doch das Buch beendet.
    Der letzte Abschnitt hat mir nicht so gefallen muss ich sagen.


    Im Endeffekt frage ich mich einfach nur noch was der Autor sagen wollte.


    So viele Tote - immer wieder das Meer, die Schiffe - die Tod bringen.


    Was soll das.


    Habe wirklich etwas ganz anderes erwartet. Halt viel direkteren Konflikt zwischen den beiden Parteien und auch viel mehr Wissen darüber.
    So war es ein Buch voller Charakterstudien. Allerdings waren mir die Charaktere dazu zu übertrieben. Alle mit tragischen Momenten in der Kindheit. Und immer wieder Tote...
    Und über LaJoy erfährt man leider viel zu wenig. Warum grade er so geworden ist, wie er ist.
    Theoretisch mag ich solche Charaktestudienbücher, aber hier ist irgendwas nicht gelungen. Zu viel schwarz und weiss, zu extreme Schicksale.
    Es gab immer wieder mal interessante Passagen, aber wirklich gut war es dann trotzdem nicht. Hatte mir grade vom Ende mehr versprochen. Und nicht schon wieder Meer, Schiff, Tote.-... ist dann halt auch mal ausgereizt.


    Alma war dann ja tatsächlich schwanger. Ich hätte sie ja schütteln können, wie sie immer wieder Alkohol trinkt. :grmpf:
    Und dann dem Typ hinterherjammern - so toll war diese Beziehung dann ja auch nicht, dass man daran festhalten müsste. :rollen:
    Und dann auch noch immer wieder mit ihm ins Bett am Anfang der Schwangerschaft. wischendurch will sie sogar in der 20sten Woche abtreiben!!!!!!!!!!! :grmpf:
    Der Gipfel ist, dass sie das Kind nach dieser BEVERLY benennt. Herrje.
    Und Fisch und Krabben etc. hat sie auch die ganze Zeit gegessen. Zwischendurch hatte ich mal den Eindruck sie entwickelt sowas wie ein Gewissen, als sie das tote Schwein betrachtete - aber das war wohl nix. Über 5000 Schweine wurden abgeschlachet!!!

    Da kam der Unfall ja grad recht. Hmmmm. Aber was wollten sie dann mit den Klapperschlangen anstellen, wo doch alles schon vorbei war.


    Da ich jetzt mit so vielen Pausen gelesen habe - wer waren nochmal die Toten Laurie und Todd :redface: :redface: :redface:


    Und mit wem ist Anise zusammen - haben sie sich am Ende dann noch getrennt - Rita bringt die Asche auf die Insel. :rollen:
    Also - eigentlich waren alle nur schwarz, oder dunkelgrau. Aber dabei viel zu stereotyp, als dass es hätte interessant sein können.


    Man hätte bestimmt mehr aus der Geschichte machen können.


    So schnell werde ich mich wohl nicht wieder an einen Boyle heran wagen.

    Viele Grüsse,

    Weratundrina


  • Alma war dann ja tatsächlich schwanger.


    Na, wenigstens das kam so, wie wir es erwartet hatten.


    Die Sache mit den Klapperschlangen fand ich völlig hirnlos. LaJoy interessierte sich überhaupt nicht dafür, was er dem Ökosystem antut. Er wollte nur Almas Bemühungen zunichte machen. Kindisch und gefährlich, denn die Insel war doch weiter ein Ausflugsziel. Wer rechnet schon damit dort plötzlich auf Klapperschlangen zu stoßen.


    Sarkastisch war dann schon mehr die Angelegenheit mit den Waschbären. :rollen: LaJoy hätte sich in seinem nassen Grab kringelig gelacht, wenn er davon erfahren hätte.



    Da ich jetzt mit so vielen Pausen gelesen habe - wer waren nochmal die Toten Laurie und Todd :redface: :redface: :redface:


    Ich weiß grad nicht, wenn du damit meinst. Wo sind die denn aufgetaucht?



    Und mit wem ist Anise zusammen - haben sie sich am Ende dann noch getrennt - Rita bringt die Asche auf die Insel. :rollen:


    Sie war bis zum Ende mit LaJoy zusammen. Aber ich weiß, welche Stelle du meinst, weil ich auch erst stutzt und dachte Anise hätte nun einen anderen. Das war etwas verwirrend ausgedrückt. Als LaJoy davon sprach, dass Anise jemanden hätte, meinte er sich damit.
    Naja, dass Rita die Asche auf die Insel bringt, ist gar nicht so abwegig. Für Anise war es lange Zeit ihr Zuhause und am Ende hat sie für die Schweine dort gekämpft.




    Ich hatte auch mehr in diese Richtung erwartet, daher tat ich mich teilweise etwas schwer mit dem Buch. Schade ist eben, dass man gerade von LaJoy nicht erfährt, was ihn antrieb oder eben mehr aus seinem Leben. Die Sache mit dem Flyer ging mir zu schnell und zu radikal. Da steckt mehr dahinter.
    Zu viele Personen mit ähnlich schwierigen Hintergrund, die hier aufeinander treffen.
    Das mit den Essensgewohnheiten fand ich jetzt nicht so schlimm wie du, weil ich denke, dass es eben auch Menschen gibt, die nur auf Fleisch verzichten, weil sie gegen das Töten von Tieren aus Massenzuchthaltung sind. Trotzdem aber Milch, Eier und Wildfang tolerieren.


    Alma erscheint mir jedoch recht unverantwortlich, was den Umgang mit ihrem Kind betrifft. Der Alkohol und dann so spät über einen Abbruch nachzudenken. :entsetzt: Warum sie Vegetarierin geworden ist, habe ich gar nicht herauslesen können. Vielleicht, weil es gerade mal "in" war?


    Warum er die Paladin untergehen ließ, erschließt sich mir leider auch nicht. Wie du schon schriebst, recht viele Untergänge.


    Vielleicht wollte Boyle deutlich machen, dass die Menschen auf beiden Seiten doch recht ähnlich sein können und man oft über das Ziel hinausschießt. Was ist schon Gut und Böse? Kommt immer auch auf den Blickwinkel an.

  • Im Endeffekt ein Buch, was ich schulterzuckend ad acta lege...
    Schade eigentlich, es hatte doch recht vielversprechend angefangen.

    Viele Grüsse,

    Weratundrina

  • Huhu,


    auch wenn ihr schon durch seid, kommen hier noch meine Eindrücke. Ich bin Mitten im letzten Abschnitt.


    Gerade wurde von Laurie und Todd gesprochen, wieder ein Untergang vor der Küste, der aber irgendwie in keinem Zusammenhang steht, bis auf den Satz, Alma hat davon durch einen Zeitungsartikel gehört.


    Dave scheint ja nun mächtig an Lebenssinn zu verlieren, seine Geschäfte laufen zwar aber er hat nichts zu tun. Seine Pseudo Tierschutz Organisation geht aufgrund der negativen Publisity den Bach runter und hier merkt man einmal mehr dass es ihm nicht um die Tiere sondern um sich und seine Selbstdarstellung geht.


    Alma befindet sich im Gefühlschaos und auch wenn es hier ziemlich krass dargestellt wird, ich kann es schon nachvollziehen. Sie scheint ganz ohne wahre Freunde zu sein, ihr geglaubter Halt Tim (egal wie die Beziehung war) bricht weg und sie steht vor einer Tatsache die ihr Leben vollkommen verändert. Sie war dem Alkohol ja nie wirklich abgeneigt, wie oft hier und da mal ein Schluckl zur Beruhigung getrunken wurde, das stellt sie eben nicht so einfach ab, und die Reaktion mit dem Abbruch war doch auch nur eine Reflexhandlung nach dem Auszug von Tim.
    Also ich erinnere mich an Hormonschwankungenen in meiner Schwangerschaft, da waren weniger schlimme Dinge wie z.B. die Marke der Weihnachtsmänner ausschlaggebend für Weltuntergangsstimmung...
    Ja sie ist krass gezeichnet, wie viele Figuren hier, aber das mag ich an Boyle, er zeigt die bizarr und merkwürdig die Menschen handeln und argumentieren. Auch wenn Alma z.B. gern ein Weltverbesserer wäre, so ist sie doch viel zu stark in diversen (Klisch-)gesellschaftlichen Normen und Erwartungen gefangen (z.B. die Kostümfrage vor Gericht, die Kleiderwahl zu anderen offiziellen Anlässen etc.)


    Ich bin gespannt wie es ausgeht...


    Grüße
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%

  • So, nun habe ich es auch endlich geschafft. Das Ende war ja dann doch irgendwie kurz und schmerzlos, Dave und Co sterben bei einem Schiffsunglück, hm.. nun ja. Alma geht es gut, bis auf Tim hat sie doch alles erreicht. Auch ich weiß nicht so recht, was mir das Buh jetzt sagen soll.


    Geschafft, juhu. :breitgrins:


    Grüße
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%