Lesen ist Luxus

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Es gibt 49 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von dubh.

  • Für mich ist Lesen eher eine Notwendigkeit, daher habe ich mit Nein gestimmt.


    Materiell betrachtet kann man einen Luxus aus dem Lesen machen, wenn es teure HC sein müssen. Ansonsten gibt es genügend Möglichkeiten, an günstigen Lesestoff zu kommen.


    Von der Zeit her betrachtet sehe ich es auch nicht als Luxus an. Irgendwann hat jeder Zeit, um etwas für sich alleine zu tun, und dann greife ich eben zum Buch. Für Leute, die immer stöhnen, sie würden sich den Luxus zu lesen gerne gönnen, wenn sie nur die Zeit fänden, trotzdem aber jede Soap im TV kennen, habe ich wenig Verständnis. Ich hatte auch schon Zeiten, als ich eine halbe Stunde früher aufgestanden bin, nur um wenigstens einmal am Tag lesen zu können. Aber als Luxus würde ich es trotzdem nicht bezeichnen. Das klingt in meinen Ohren wie eine Entschuldigung für manche Nicht-Leser. :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Doris

  • Hallo


    Ob Lesen nun Luxus ist oder nicht vermag ich aus dem Stehgreif nicht zu beantworten. Was mir jedoch aufgefallen ist war das der Thread sich eigentlich im falschem Forum befindet. Was nützt es Leser zu fragen ob lesen Luxus ist oder nicht. Es tut ja jeder.


    Ein Beispiel:
    Eine meiner Arbeitskolleginnen kam eines Morgens an und erzählte das sie am Vortag nur noch die Hände zusammenschlagen konnte als ihr Sohn mit den neuen Alufelgen für seine Karre aufgetaucht ist. Haben ja gerade mahl schlappe 2 200 € gekostet. N´Schnäppchen. Das umschreiben des Typenscheines inkl. Begutachtung kosten noch einmal knapp 450 € .


    Sicher, diese Beispiel zeigt jetzt natürlich nur den Finanzellen Aspekt obwohl der junge Schumi alles an seinem Nobel-Hobel selbst geschraubt, gelötet und geschweißt hat und somit nicht nur ein Wochenende in der Garage geschlafen haben dürfte.
    Aber genauso verwundert, wie ich die Sebringjunkis betrachte, schauen die mich an. Wie kann ich nur das ganze Wochenende Zuhause sitzen und Bücher in mich reinstopfen??
    Da ich keinen Sinn darin sehe Tausende von Euro in ein Auto zu stecken, das ja doch nicht mehr kann als auf einer Straße zu fahren und trotz seiner 200 PS im Stau auch nicht schneller vorankommt als meine kleine Micra Mouse, halte ich es schlicht und einfach für Luxus.
    Hingegen finde ich, auch wenn andere den Kopf darüber schütteln, nichts schlimmes daran mal 80-100 € für Bücher auszugeben.
    Wie ich auch beim durchlesen des Threads gemerkt habe ist die Finanzielle Komponente das kleinere Übel, so das mehr Augenmark auf die Zeit gelegt wird die man dafür aufwendet.
    Auch in diesem Bezug kann ich nicht viel sagen da ich, zumindest im Winter, wirklich die Möglichkeit habe am Wochenende zwischen 20 und (mit Lesenächten) 30 Stunden am Stück zu lesen.
    Staunenden Neidern sei jedoch gesagt das ich dafür einen nicht gerade geringen Preis zahle.


    Somit ist es immer Ansichtssache, und so wie bei allem im Leben macht's die Menge. Es steht jedem frei zu Lesen und man kann sich auch bei Freunden, Verwandten und Bekannten durchschnorren. Man muss ja nicht gleich eine Regalsprengende HC - Sammlung haben die jeden Statiker und Bausachverständigen das nackte Entsetzen ins Antlitz treiben würde.
    Der eine hat seine Luxuskarosse in der Garage stehen, der andere im Wohnzimmerschrank.


    Natürlich gibt es auch wichtigeres im Leben als lesen. Wenn Versicherungen oder Steuern oder dgl. fällig sind werden jene natürlich als erstes beglichen, und seine Vorliebe für Bücher muss man eben aus dem Mannshohen (und Chinesischen Mauer-langen) SUB befriedigen.
    Man weis nämlich nie ob nicht irgendwann einmal so ein kleiner Sebringjunki einem mit seiner Karre das Licht ausbläst...sei´s auch nur das Augenlicht. Oder auch die düstere Vergangenheit wiederkehrt in der "entartetes Gedankengut" auf Scheiterhaufen verbrannt wurde.
    Denn dann werden Bücher und natürlich auch das lesen selbst wirklich zum Luxus.



    Ca
    NtM

  • Lesen ist für mich definitiv zum Luxus geworden. Denn es fehlt mir sowohl an Geld um Bücher kaufen zu können, als auch an Zeit (prüfungsstress).
    Dabei ist lesen für mich sehr wichtig, denn nur so kann ich mich entspannen und abschalten. Gott sei dank ist mein SUB recht groß. So kann ich den erstmal auflesen. Neue Bücher gibt es bis August nicht.
    Ich sag euch es tut verdammt weh, wenn man sich selbst zwingen muss an der Buchhandlung vorbei zu gehen ! :sauer:

    It is the quality of one’s convictions that determines success, not the number of followers! *Remus Lupin*

  • Oh, das ist mal eine sehr interessante Frage.


    Wenn man von dem ausgeht, was ich im Monat so für meine Bücher berappe, dann ist lesen bestimmt ein Luxus. Aber gut - andere kaufen exessiv Schuhe, Klamotten, ect pp. Also bin ich unter Umständen mit meiner Lese - / Buchkaufsucht noch recht günstig davon gekommen.


    Was die Zeit angeht, die ich für lesen aufbringe - nun, andere sitzen in der gleichen Zeit vor dem TV und schauen sich stumpfsinnige Dinge an.


    Ich denke, diese Frage kann man nicht unbedingt mit einem Ja oder einem Nein beantworten. Es kommt halt immer auf den einzelnen an, wie er es so sieht. :breitgrins:


    Liebe Grüße,
    Vanessa

    &lt;b&gt;&lt;u&gt;Aktion Buchkauffrei bis zum 17.08.06 - dank Wette. Bisher läuft es ausgesprochen gut *g*&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;<br /><br />Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch der D-Zug sein, der auf dich zugerast kommt.<br /><br />http://www

  • auch für mich ist lesen wegen der Zeit, die ich dafür aufwende, Luxus. Allerdings würde ich mir die Zeit für diesen Luxus als allerletztes nehmen lassen - will heissen: ich würde erst an anderen Stellen Aktivitäten verkürzen, um mir die Möglichkeit zum Lesen zu erhalten.


    Genau wie ich zuerst an anderen Ecken Geld einsparen würde, um mir Zugang zu Lesefutter zu verschaffen bzw. den Zugang zu behalten.

  • Das Lesen an sich bei uns ist meiner Meinung nach "normal"... anders sieht es da mit den 3. Weltländern aus. Wenn man dort lesen kann, ist es Luxus. Muss man also von der Seite des Betrachters sehen.

    [b]
    <br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod, und manche,
    <br />die sterben, verdienen das Leben. Kannst Du es ihnen geben?
    <br />Dann sei nicht so schnell mit einem Todesurteil bei der Hand.&quot;
    <br />
    <br />(Gandalf zu Frod

  • Lesen - sofern es nicht geschäftlich ist - fällt für mich in den Bereich "persönliche Freizeitaktivitäten". Und die sind für mich Luxus, weil ich neben Job, Family + Haushalt kaum dazu komme. Um mir mehr Zeit für meinen eigenen Kram abzuknapsen, müsste ich vermutlich das Schlafen nahezu vollständig einstellen.

  • Lesen an sich ist zum Glück kein Luxus mehr. Jeder Mensch, der lesen kann, hat alle Möglichkeiten an gute Literatur zu kommen (Internet, Bibliothek, etc.).
    Wenn die Frage aber so gemeint ist, was Lesen für mich ist, dann gebe ich zu, dass es für mich dem Luxus sehr nahe kommt. Es ist einfach wunderschön, mit einem guten Buch einen Nachmittag zu verbringen.

  • Ich denk auch, dass heutzutage jeder die Möglichkeit hat zu lesen, wenn er das will. Wie schon erwähnt: Book Crossing, Internet, Bibliotheken etc.


    Ansonsten stimme ich meinem Vorposter zu: für mich ist lesen auch etwas, das man mit Kaviar essen und Sekt trinken vergleichen könnte!

  • Ja, ich denke schon, dass Lesen Luxus ist!


    1. Bücher sind nicht wirklich günstig- vor allem gebundene Ausgaben kosten meist ein kleines Vermögen.
    Okay, okay, man kann darauf entgegnen, dass es ja Büchereien (die inzwischen auch kostenpflichtig sind), etc gibt und auch sonst einige Möglichkeiten um auf günstigerem/kostenlosen Wege an Bücher zu kommen... Aber mal ehrlich: die meisten Viel-LeserInnen hegen und pflegen ihre Bücher- sprich, sie wollen sie auch besitzen.


    2. Zeit und Ruhe zum Lesen zu finden ist auch ein bisschen Luxus.
    Auch hier könnte man einwenden, dass es halt ein Hobby ist und während andere sonstwas machen, liest unsereins halt. Aber es gehört schon ein freier Kopf dazu und Arbeitszeiten, die einem entspanntes Lesen ermöglichen - oft sogar eine schöne Leseecke um sich so richtig gemütlich in seine Lektüre zu versetzen, einzutauchen.


    Also ich glaube, dass es auch hier bei uns Menschen gibt, für die Lesen Luxus ist - natürlich in keinster Weise vergleichbar mit Menschen in armen Ländern mit hoher Analphabetenrate. Wobei es eben auch eine Definitionssache ist - z.B. fängt es schon damit an, wieviel denn so (an Büchern) verschlungen wird...
    Und da sind wir hier eindeutig schon ein Luxus-Beispiel. :zwinker:

    Liebe Grüße

    Tabea