Chevy Stevens - Those Girls

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Chevy Stevens hat hier einen Thriller geschaffen, der Anfangs wirklich unter die Haut geht. Die Schwestern Jess, Courtney und Dani sind 14, 16 und 17 Jahre alt, leben bei einem alkoholsüchtigen Vater, der gewalttätig ist. Seit ihre Mutter gestorben ist, leben sie in einem blanken Horror und haben große Angst davor, wieder in Pflegefamilien abgeschoben zu werden. Lieber ertragen sie die Prügel, wenn ihr Vater wieder besoffen ausrastet, bevor man sie wieder trennen würde. Bei einem entsetzlichen Streit eskaliert das ganze dann aber so, das die drei Schwestern fliehen müssen. Mit ihrem Pick-up landen sie gerade noch vor einem abgelegen Ort, bevor der Kühler raucht.Zwei junge Männer bieten ihre Hilfe an und der Alptraum geht weiter, diesmal landen sie in der wirklichen Hölle.


    Hier geht es um Gewalt und Misshandlungen von Frauen und jungen Mädchen, es geht um Verzweiflung und darum wie man in der größten Not zusammenhält und sich gegenseitig hilft.


    Der Schreibstil von Chevy Stevens ist gewohnt angenehm und sehr flüssig zu lesen. Die Emotionen der Protagonisten sind greifbar, man spürt die Angst, die Verzweiflung und ihre Hilflosigkeit. Die Protagonisten sind unterschiedlich beschrieben und jede ist auf ihre art authentisch und liebenswert.


    Leider gibt es einen Punktabzug von mir, da Chevy Stevens es leider nicht geschafft hat, die Spannung bis zum Ende zu halten. Desweiteren konnte ich viele Handlungen nicht mehr nachvollziehen und dann gab es einfach einige Längen, die man besser hätte füllen können. Anfangs konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil die Szenen wirklich grausam waren und man die bedrohliche Stimmung deutlich spüren konnte. Dann irgendwann war der Moment erreicht, wo ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich nicht wusste, in welche Gefahr sich die nächste begibt, vor lauter Naivität und Dummheit.


    Dennoch hat es mir sehr gut gefallen, auch mit einigen Schwächen.


    4ratten

  • Da ich ein großer Fan von Chevy und ihren Büchern bin, musste ich das Buch natürlich direkt haben und auch lesen.


    Das Buch beginnt direkt sehr spannend und man kann es einfach nicht aus der Hand legen, weil man schon ahnt, dass gleich etwas passiert und man neugierig ist, wie es weitergeht. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo es ein bisschen unspektakulär wird und es schwierig ist, das Verhalten der Protagonisten nachzuvollziehen. Und wenn man denkt, dass das nicht mehr gesteigert werden kann, verhält sich jemand noch dümmer. Zum Schluss wird es dann wieder spannend. Und dann ist das Buch auch schon zu Ende. Es liest sich flüssig und man ist schneller durch als man denkt.


    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, man hat jedoch deutlich gemerkt, dass Chevy zwischendurch die Ideen ausgegangen sind und alles sehr konstruiert ist. Meiner Meinung nach ist es ihr schwächstes Buch bisher.


    3ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:

    Too many cats, not enough recipes.

  • Cover:


    Mir ist das Cover gleich ins Auge gefallen. Die Stimmung des Buchs wird hier deutlich widergespiegelt. Man sieht eine Feder, die mitten auf einer Wiese liegt. Lediglich um die Feder sieht man die satten Farben, der Rest des Covers wurde eher dunkel gestaltet. Der Titel setzt sich gut vom dunklen Hintergrund ab.


    Inhalt:


    Die Autorin Chevy Stevens hat mich mit ihrem vorherigen Buch “That night” völlig überzeugt und daher war mir schnell klar, dass ich auch ihr neustes Werk “Those Girls” lesen und rezensieren möchte. Die Themen, die Chevy Stevens anspricht, sind schon an sich ziemlich grausam, anders kann man das nicht sagen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei junge Mädchen, die schon sehr früh auf eigenen Beinen stehen müssen. Ihr Vater ist immer mal gelegentlich Zuhause, und wenn er da ist, spricht er dem Alkohol extrem zu. Die Mädchen wachsen mit viel Gewalt auf. Schläge und Misshandlung stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Allein diese Tatsache hat mich schon ziemlich erschüttert, ich habe zum Glück nie solche Erfahrungen machen müssen. Andererseits ist es ein Thema, dass nicht verschwiegen darf. Leider fand ich nur ältere Zahlen in der Statistik, aber es ist mehr als erschreckend, dass in den USA 872.000(Stand 2005) Kinder misshandelt wurden und das sind nur die gemeldeten Fälle. Sicher gibt es da auch hohe Dunkelziffern. Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, es macht mich tierisch wütend, wenn ich überlege, wieviele Menschen, das kindliche Vertrauen auszunutzen und damit ihr ganzes Leben zerstören. Denn ich glaube nicht, dass man eine Misshandlung oder einen Missbrauch wirklich verarbeiten geschweige denn vergessen, kann. Nachdem die drei Schwester, Jess, Courtney und Dani jahrelang die Misshandlung stillschweigend über sich ergehen lassen, fliehen sie schlussendlich gemeinsam. Sie stehen sich sehr nah. Die Schwestern gehen alle arbeiten, um überhaupt über die Runden zu kommen, denn das Geld des Vaters reicht nie, auch nur ansatzweise, aus. Jess alias Jamie ist, mit ihren 14 Jahren, die Jüngste von ihnen. Sie ist recht schlau, gut in der Schule und Männern gegenüber eher misstrauisch. Courtney ist 17 Jahre alt und das “schwarze Schaf” unter den Schwestern. Irgendwie zieht sie die Probleme magisch an. Dani ist gerade volljährig geworden. Sie versucht sich so gut sie kann, um Jess und Courtney zu kümmern. Früh musste sie lernen, rational zu denken. Ihr Beschützerinstinkt ist ziemlich ausgeprägt. Ich mochte alle Charaktere auf ihre eigene Art doch recht schnell gerne, oftmals taten sie mir schlichtweg leid. Vor allem ihr Zusammenhalt in der schwierigen Zeit hat mich auch beeindruckt.


    Aufbau, Struktur & Stil:


    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, welche einzelne Zeitabschnitte darstellen. Alle Abschnitte werden aus der Ich-Perspektive geschildert, jedoch wechseln die Charaktere, aus deren Sicht, die Handlung erzählt wird. Anfangs bin ich da ehrlich gesagt, aufgrund der Namensänderung ein wenig durcheinander gekommen, das hat der Spannung jedoch nicht verringert. Durch die Perspektive konnte ich zu den Protagonisten sehr schnell eine intensive Verbindung aufbauen, wobei mir auch die anderen Schwestern durchaus am Herzen lagen. Die Autorin hat einen wunderbar bildlichen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat, mich in die Szenen hineinzuversetzen und auch die Ängste der Charaktere nachzuempfinden. Nachdem ich das Buch begonnen hatte zu lesen, habe ich es innerhalb sehr kurzer Zeit beendet. Die Spannung wird konstant aufgebaut, man befindet sich auch gleich mitten im Geschehen. Zwischenzeitig war es im Mittelteil mal ein wenig vorhersehbar, wie die Entwicklung stattfinden würde, im letzten Teil des Buchs hat mich die Autorin hingegen durch Wendungen in der Handlung auch wieder überraschen können.


    Fazit:


    “Those Girls” ist eine fesselnde Geschichte, die wirklich schaurige, entsetzliche Details preisgibt. Es hat ein paar kleinere Mankos, dennoch kann ich das Buch empfehlen !!


    Ich gebe vier von fünf Funkelchen.

  • Meine Meinung:


    Mich könnte mein erstes Chevy Stevens Buch nicht überzeugen. Das hat mehrere Gründe.


    Zunächst plätschert die Handlung so vor sich hin. Obwohl klar ist, daß die Mädchen schon zu diesem Zeitpunkt einiges an Gewalt erleben mussten, konnte es mich einfach nicht berühren. Es wirkte für mich so auf Drama konstruiert. So gewollt darauf hin arbeiten das einem die drei unbedingt leid tun sollen. Da es in der Realität viel zu viele Kinder gibt die aus so einem Leben nicht fliehen können tut mir dieser Punkt sehr leid. Aber ich finde das Stevens das einfach nicht gut transportiert hat.

    Nachdem die Schwestern fliehen konnten, gibt es dann einen Punkt den ich sehr gelungen fand. Sie wiegen sich endlich in einer gewissen Sicherheit, doch dann merken sie das eine Gefahr auf sie zurollt. Dieses Gefühl das eine Bedrohung im Hintergrund lauert. Das war echt gut beschrieben. Da kam für mich auch die erhoffte Spannung auf. Leide flaute das dann recht schnell wieder ab. Wieder geschehen eigentlich unfassbare, schlimme Dinge. Doch auch hier, es berűhrte mich nicht. Die weitere Handlung war dann auch eher wie ein überzogene Hollywooddrama. Ich finde es prinzipiell gut, wenn Opfer von Gewaltverbrechen eine Stimme bekommen, wenn sie in Romanen oder andren Medien nicht nur die Opferrolle zugeschrieben bekommen. Aber mir persönlich war das alles zu reißerisch dargestellt. Wie erwähnt wirkte alles auf mich so, das ich immer sehen konnte was ich als Leserin fühlen sollte.

    Das Ganze las sich problemlos an einem Abend weg. Es war jetzt kein riesiger Flop, aber ich denke nicht, daß es mir noch lang in Erinnerung bleiben wird. Ein Buch der Autorin liegt noch auf meinem SUB. Mal sehen also, wie s mir da noch ergehen wird.


    Für ganz ok gibt's 2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    I'm Vergleich zu andren drei Ratten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe.,fällt Those Girls deutlich ab. Daher der Abzug von einer halben Ratte.

  • Valentine

    Hat den Titel des Themas von „Chevy Stevens - Those Girls - Was dich nicht tötet“ zu „Chevy Stevens - Those Girls“ geändert.