Tobias O. Meißner - Das Paradies der Schwerter

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Breña.

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    Hallo zusammen,


    kennt jemand von euch dieses Buch ? Wenn ja wie findet ihr es und habt ihr auch schon andere Bücher von Tobias O. Meißner gelesen ?


    cu
    MicBo

    Einmal editiert, zuletzt von Bianca ()

  • Hi!


    Ich war mal so frech das hierrein zu verschieben das das Buch ja eigentlich Fantasy "sein sollte" (mehr dazu im nächsten Absatz) und die Chefin (nimue) nicht sagt ich tu nix :)


    Warum ich "sein sollte" sag? Weil es eigentlich zwar Fantasy ist, aber auch nur deshalb weil es in einer scheinbar "fiktiven Welt" spielt. Die Geschichte ist find ich nicht so typisch für Fantasy (zu. Auch wenn ich das Buch nicht kenne, klingt interessant ;)


    lg Stefan

  • Servus!


    Konnte einfach nicht mehr bis zur Leserunde warten. :rollen:


    "Kurzbeschreibung
    Sechzehn Männer kämpfen in Tobias O. Meißners Paradies der Schwerter gegeneinander - das Preisgeld ist mäßig, das Risiko dagegen hoch: Gekämpft wird nämlich auf Leben und Tod. Einige nehmen aus Abenteuerlust am Turnier teil, einige aus Gier, andere aus Lebensüberdruss, aus Verzweiflung oder Not. Schicksale kreuzen sich und Klingen, eine expressionistisch bildpralle Sprache erzählt von Jubel, Leid und Tod. Auch der Autor scheut kein Risiko, beim...."


    Rezension:


    Ja, in der Kurzbeschreibung steht ja schon so einiges.
    Eigentlich bin ich voll hoher Erwartungen an das Buch gegangen, wurde aber leider etwas enttäuscht und doch wieder nicht.
    In diesem Büchlein, soviel vorweg, gibt es keinen strahlen Helden. Das Ganze ist in einzelne Vorgeschichten um jeden einzelnen Charakter unterteilt, bis es im Tuniergeschehen mündet. Dieser ganze Kampf - sehr spannend geschrieben - stellt meiner Meinung nach, eine Metapher für unser Leben, das Leben der Menschen, da.
    Hauptsächlich herrschen Niedertracht und Profitstreben, das ehernste ist wohl noch Mitleid und Aufopferung, auch Weisheitsbestrebungen und Ruhemessehnsucht sind zu finden. Diese alle aber, müssen vor der unausweichlichen Realität, der Arena, ihren Rücken beugen.
    Wer gewinnt wird nicht verraten, obwohl eigentlich gewinnt das Gegenteil von Nichts, aber letztendes gewinnt eigentlich keiner, nicht mal der Veranstalter.


    Nun ja, am Besten ihr schaut es euch selber an.


    Dafür das mein Favourit nicht gewonnen hat, gebe ich dem Buch : 0 Leseratten


    Insgesamt aber, bekommt es: 4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


    Und das auch nur, weil der Anfang etwas nüchtern geschrieben war, sonst wären es 5 gewesen.


    Daraus folgt: Kaufen! Marsch, Marsch! :breitgrins:

    &quot;Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.&quot;<br />Konfuzius<br />

  • Auf der Literaturschock-Startseite las ich kürzlich die begeisterte Rezi von Nimue und - schwupps - landete das Buch in meinem Amazon-Einkaufskorb.
    Nun habe ich das Buch gelesen und bin restlos begeistert. Ein ungewöhnlicher, spannender und nachdenklich machender Roman. Wenn ich das nächste Mal ein Buch verschenken will, wird es "Das Paradies der Schwerter" sein.


    5ratten


    ***
    Aeria

  • Na sowas, ich habe mich hier ja noch gar nicht kundgetan :rollen:

    Meine Meinung:


    16 Kämpfer, die entweder sterben oder siegen. In der "Hölzernen Arena" wird erneut ein Turnier auf Leben und Tod veranstaltet, bei dem es nur einen Gewinner gibt. So unterschiedlich die Teilnehmer sind, so unterschiedlich sind ihre Waffen und Fähigkeiten. Junge Bauernsöhne gegen erfahrene Gladiatoren, Mörder gegen Helden, Wagemutige gegen Leichtsinnige. Alles bleibt dem Zufall überlassen, denn für die Zweikämpfe werden die jeweiligen Gegner von Organisator Gillet ausgelost. Das Schauspiel, das strengen Regeln folgt, beschreibt ein düsteres Szenario - und die Zuschauer schreien nach dem Blut der Kämpfer, wetten auf ihre Helden.


    Eine "comichaft übertriebene Grausamkeit" (FAZ) konnte ich nicht feststellen, obwohl natürlich die Kämpfe mit ungeschönten Worten geschildert werden, ohne dabei trashig oder geschmacklos zu werden. Tobias O. Meißner lässt sich Zeit damit, den Turnierbeginn einzuläuten. Alle 16 Protagonisten werden mehr oder weniger ausführlich vorgestellt, ihr Lebens- oder Leidensweg angerissen und so findet der Leser seine Lieblinge, manche sind ihm egal, von anderen wiederum hofft er, dass sie schnellstmöglich im Kampf umkommen.


    Die gebundene Ausgabe bietet im Gegensatz zu dem Taschenbuch noch einen interessanten Untertitel: Eine Geschichte über Kampf, Zufall und das Gegenteil von Nichts. Auch Tobias O. Meißner überließ sein Buch dem Zufall. Sieger und Verlierer wurden einzig durch ein Würfelspiel bestimmt und so nahm nur Fortuna auf den Ausgang des Turniers Einfluss. Der Autor nahm ihrer Entscheidung hin und schrieb ein Buch, bei dem nicht so kommt, wie man es normalerweise erwartet. Auf wenigen Seiten erlangen die Charaktere genug Tiefe, um mit ihnen leiden zu können - was ihre Schicksale nur noch tragischer macht. Sprachlich hat es eine FAZ Rezension auf den Punkt gebracht: "Meißner hat ein triviales Muster zu einer nicht mehr überbietbaren literarischen Höhe gesteigert", und auch wenn die FAZ schreibt, dass niemand dieses Buch ohne Verstörung lesen könnte, muss ich der Zeitung recht geben.


    Der Schrecken liegt in der Sinnlosigkeit der Kämpfe und der Faszination des Publikums, was "Das Paradies der Schwerter" zu einem autenthischen Roman macht, denn auch uns dürstet es immer wieder nach "Brot und Spielen" und man fragt sich, wie fern uns eine "Hölzerne Arena" wohl noch ist.


    5ratten

  • Inhalt: Am achten Tag des achten Monats findet in der befestigten Stadt ein Kampfturnier statt. 16 Kämpfer werden darin um Leben und Tod und am Ende vielleicht um einen goldenen Stirnreif kämpfen. Doch es ist schwierig noch so viele interessante (und bekannte) Kämpfer zusammenzubekommen, welche die Zuschauermassen anlocken ... trotzdem finden 16 Männer auf unterschiedlichste Weise den Weg zur Hölzernen Arena, wo der Wettkampf stattfindet und schließlich beginnt und für die meisten mit dem Tod enden wird.


    Meine Meinung: Inhaltlich kann das Buch nach Lektüre des Klappentextes nicht sonderlich überraschen, aber deswegen habe ich es auch nicht gelesen.


    Die (simple) Geschichte entfaltet über die Seiten eine sehr düstere Atmosphäre und wie man sicher vermutet ist das Ganze von blutigen Kämpfen durchzogen und hinter vielen Seiten lauert der Tod. Die Welt ist auf keinen Fall eine angenehme Welt. Es ist eine unmenschliche Welt. Das Leben eines Kämpfers – eines Menschen? – bedeutet kaum etwas oder schon nichts. Es ist schon seltsam zu lesen das ein solches Kampfspektakel als familienfreundlich gilt und viele Leute ihre Kinder mitbringen, weil ja frommerweise keine nackten Frauen in der Arena gezeigt werden. ... vieles hinterlässt ein verstörendes, ja ungutes Gefühl besonders natürlich ob der Sinnlosigkeit des Sterbens im Turnier.


    Auf den ersten circa 200 Seiten ist das Buch im übrigen nur leidlich spannend. Denn hier verfolgen wir die verschiedenen Wege der Kampfteilnehmer bis zu dem Turnier und bei 16 Teilnehmern ist das keine kurze Angelegenheit. Es sind nette Häppchen, die man auch zwischendurch gut lesen kann, aber noch nicht geeignet viel Spannung aufzubauen. Erst als das Turnier beginnt wird es spannend. Man hofft für seine Sympathieträger und/oder Favoriten und weiß doch, dass vieles unglücklich enden wird und es nicht viel Hoffnung gibt. Das Turnier selbst bleibt so spannend. Und am Ende gibt es einen Gewinner ... doch kann man hier wirklich noch von einem Sieger reden? Eher nicht, auch das Ende empfand ich als bedrückend und hoffnungslos, der Welt angemessen.


    Die Sprache beschreibt nicht zuviel und nicht zuwenig. Sie gibt genauso viel an Beschreibung wie man braucht um sich ein Bild / die Handlung vorstellen zu können. Dabei empfinde ich sie als sachlich und schnörkellos, was aber zu der Geschichte passt und zur Atmosphäre beiträgt.


    Es ist für mich auf viele Weisen ein experimentelles und ungewöhnliches Buch. Es ist düster und lässt mich schlucken. Es ist auch überraschend. Doch irgendwie fand ich es auch gut.


    Zum Schluß sei noch zu bemerken, dass ich die Platzierung der Seitennummerierungen lustig fand – und ungewöhnlich – so wie das Buch eben.


    Bewertung: 4ratten


    [size=3pt]BTW: Das war die 10. SLW-Rezi[/size]

  • Zum Inhalt läßt sich nicht mehr sagen, ohne zu spoilern, daher will ich mich dazu auch nicht äußern.


    Ich fand es mitreißend. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem es so lange gedauert hat, alle Protagonisten vorzustellen und bei dem schon klar war, daß man sich die übrigen Personen in den Vorstellungskapiteln gar nicht merken muß, weil sie entweder nicht mehr auftauchen oder am Ende des Kapitels schon tot sind. Und da das Turnier auf Leben und Tod geht, war damit zu rechnen, daß der Blutzoll dort hoch sein würde - was sich auch bestätigt hat. Die Beschreibung der Turnierkämpfe mußte ich in einem Rutsch durchlesen, aber unter Ausschaltung von Bildern im Kopf, denn die detaillierten Kampfbeschreibungen waren zum Teil doch ganz ordentlich. In diesen geballten Duellsituationen wirkte das viel intensiver als ich es sonst in Fantasybüchern empfinde. Natürlich habe ich selber jeweils Vermutungen über die Kampfausgänge angestellt und dabei versucht, meine persönlichen Sympathien unberücksichtigt zu lassen und stattdessen nach "dramaturgischen" Aspekten zu entscheiden. Das hat auch nur bedingt funktioniert, hat aber trotzdem Spaß gemacht.


    Zustimmen kann ich aber auch der hier schon geäußerten Bewertung als düster und bedrückend, das habe ich auch so empfunden. Und ich bin ebenfalls der Meinung, daß das Turnier zwar einen Gewinner, aber keinen Sieger hatte ...


    Aldawen

  • Ich bin euren spannenden sowie beeindruckenden Rezensionen gefolgt und habe nun auch dieses Buch gelesen. Ich bin zu Beginn mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangetreten, teilweise, weil ihr es als düster und bedrückend beschrieben habt, aber auch weil ich noch nie ein Buch gelesen habe, welches fast ausschließlich von Kämpfen auf Leben und Tod handelt.


    Schon als die 16 Teilnehmer und ihr Leben teilweise sehr ausführlich beschrieben wurden ging es viel um Kampf und Gewalt. Aber durch die bunte Mischung der Kampfteilnehmer und ihre unterschiedlichen Lebenswege hat mir der Anfang sehr gefallen und natürlich will man nach der Hälfte des Buches auch wissen, ob sein Favorit stirbt, oder der Sieger ist, der den Goldenen Stirnreif erhält und lebend aus der Hölzernen Arena schreitet.


    Dann kam es zur Auslosung der Teilnehmer und schließlich zum Kampf. Obwohl alles sehr detailliert beschrieben wurde, war ich von dem Geschilderten nicht komplett abgestoßen. Wer mich abgestoßen hat, dass waren die Zuschauer, die Reichen und Geschäftsmänner, die alle nur auf Profit aus waren...


    Hervorheben möchte ich gerne die zwei Wettpaten Hains und Jupiter. Sie brachten Abwechslung in das Geschehen und ich war immer mit Eifer dabei, mit ihnen zuwetten und zu sehen wer von uns daneben lag und wer einen richtigen Tipp abgegeben hatte.


    Meinen Vorpostern kann ich mich nur anschließen. Auch für mich ging aus dem Turnier kein Sieger hervor. Im Endeffekt haben alle verloren, auf die eine oder andere Weise.


    5ratten


    Zum Schluss möchte ich noch anmerken, das ich froh bin, dass Tobias O. Meißner nur 16 Teilnehmer ins Turnier geschickt hat. Mehr hätte ich mir dann auch nicht merken bzw. auseinander halten können. :breitgrins:

  • Meine Meinung:


    Der Achte des Achten um acht Uhr ist ein ganz besonderer Moment – der Beginn eines Kampfturnieres auf Leben und Tod in der Hölzernen Arena der Befestigten Stadt, ausgetragen von sechzehn Teilnehmern.


    Diese sechzehn Kämpfer der unterschiedlichsten Coleur reisen jeder auf seine Art und Weise zu diesem Turnier an; ein Weg, auf dem der Leser bereit Gelegnehit hat, die Figuren und ihre Bewerggründe, die zur Teilnahme an diesem Kampf geführt haben, näher kennenzulernen. Eine interessante Vielfalt an Charakteren ist es, die uns hier begegnen. Und ebenso unterschiedlich wie die Figuren selbst sind auch ihre Waffen und Kampftechniken, mit denen sie im Turnier antreten wollen. Vom Schwertkämpfer über den Rapierfechter, vom waffenlosen Kampfschüler über den stockbewaffneten Mönch, vom Dolchkämpfer über den Besitzer eines geheimnisvollen „Pflugs“; sie alle rechnen sich Chancen auf den Sieg aus und der Autor erzählt die Vorgeschichte eines jeden sehr ausführlich – wusste er doch selbst am Beginn noch nicht, wer letztendlich das Turnier gewinnen würde.


    Die zweite Hälfte des Romans dreht sich dann ausschliesslich um das Turnier selbst, und ich muss gestehen, dass ich diesen Teil in einem Zug durchlesen musste, so spannend war das. Tobias O Meißner legte die Kampfpaarungen und –ausgänge per Würfel fest und liess so die Handlung vom Zufall bestimmen. Genauso ist es auch im Turnier; ein Losverfahren entscheidet darüber, wer mit wem kämpft, und es kommen teilweise sehr abenteuerliche Kampfpaarungen zustande.


    Die Atmosphäre der Kampfarena ist ein gelungenes Szenario; das Publikums, das mit den Kämpfern mitfiebert und seine Favoriten hochleben lässt, während es die Unbeliebten auspfeift, ist ein wichtiges Element in der Geschichte und übt seine ganz eigene Macht aus. Etliche Randfiguren haben ein Schicksal, das eng mit denen der Kämpfer verknüpft ist und werden daher besonders beleuchtet.


    Die Kämpfe selbst gestalten sich als grausam-bizarres Schauspiel, dessen Faszination sich aber weder die Zuschauer noch der Leser entziehen kann. Dabei versäumt es der Autor nicht, gleichzeitig auch die Sinnlosigkeit dieses Sterbens vor Augen zu führen, und ich empfand bei jedem gewonnenen Kampf gleichzeitig den Verlust einer weiteren Figur, je nach Sympathie mal mehr, mal weniger tragisch.


    Kann es bei solch einem Spektakel überhaupt einen Sieger geben? Wenn überhaupt, dann sind das die Geschäftsleute, die durch das Turnier zu erklecklichen Einkünften kommen, aber selbst die Aura des Turnierveranstalters, der immer fleissig am Rechnen ist, verliert durch widrige Umstände mit der Zeit an Glanz.


    Bleibt festzustellen, dass dieser Roman etwas besonderes ist, sowohl vom Inhalt her als auch vom Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat und Lust auf mehr Meißner macht.


    5ratten

    :lesen: Susanne Gerdom - Haus der tausend Spiegel

  • Puhh ;) ich kram das hier einfach mal hoch, da ich es gestern zu Ende gelesen hab, und auch mal was posten will ;)


    also zu erstmal muss ich sagen ich lese ja noch nit so lange und so viel :redface:


    naja, am Anfang war es ein bisschen komisch, aber nach den ersten Kapitel hab ich wenigstens mal verstanden wie das so läuft und ab da wurde es auch immer interessanter!!!!


    ich fands klasse, wie er die Charakter einzeln vorstellt! ist ja jedes für sich schonmal eine eigene kleine Geschichte.. und so gehts dann auch immer weiter, spannend dann auch immer zu sehen wie sie doch manchmal zusammenhängen, die diversen Personen ;) z.B: der Retter und die Tochter...


    naja und wenn man dann denkt man weiß wie es weitergeht, und was kommt (zb: ging ich fest von einem Brüderduell aus) kommt es dann doch ganz anders...


    nachdem ich jetzt diverse alte Themen und leserunden dazu gelesen hab ist mir auch klar warum! Er hat ja das komplette Buch wirklich dem Zufall überlassen und alles ausgewürfelt!!! So wohl die Paarungen als auch deren Ausgang!! SEHR GEIL!! das erklärt das alles dann natürlich. Und als ich jetzt auch noch die diversen Kommentare von Tobias dazu gelesen hab, muss ich sagen: Sehr gelungen!!!


    "Der Grundgedanke war, KEINE persönlichen Favoriten zu haben.
    Häufig merkt man Geschichten an, daß es wichtige Hauptfiguren und unwichtige Nebenfiguren gibt. Die Unwichtigen sind nur Kanonenfutter und sterben schnell ("He's dead, Jim"), die Wichtigen überleben selbst einen Atomschlag unbeschadet. Aber so funktioniert die Welt nicht wirklich, oder?"


    ich glaub mehr muss man dazu nicht mehr sagen ;)


    Mir persönlich gefiel nur der Schluss nicht, und zwar gar nicht ;) ist mir zu offen ;(


    trotzdem sehr zu empfehlen!!!

  • Das Paradies der Schwerter beschreibt ein Turnier auf Leben und Tod, dem Sieger winkt ein wertvoller Preis. 16 Kämpfer mit Schwertern oder anderen Waffen ausgerüstet müssen in jeweils ausgelosten Paarungen gegeneinander antreten, um den Gewinner zu ermitteln.


    Das Konzept mit dem Tobias O. Meißner an dieses Buch herangegangen ist, finde ich ziemlich faszinierend. Er hat sich nicht von eigenen Sympathien leiten lassen, sondern dem Zufall die Entscheidung überlassen, welcher Kämpfer jeweils eine Runde weiterkommen sollte. Wenn man das vorher weiß, zögert man natürlich selber auch damit, seine Sympathien zu verteilen, da man keine Ahnung hat, ob der eigene Lieblingsheld auch nur den ersten Kampf überstehen wird. Leider gibt es viel zu viele sympathische Kämpfer und es ist von Anfang an klar, dass es vermutlich nur einen Überlebenden geben kann.


    Die Hälfte des Buches macht allerdings sowieso die Vorgeschichte aus. In jeweils einem mehr oder weniger kurzen Kapitel erfahren wir von den Beweggründen eines jeden Kämpfers, sich auf das Turnier einzulassen. Das Ganze ist sprachlich vollkommen okay, und auch wenn man durch die hohe Anzahl gleichberechtigter Hauptfiguren (16 Kämpfer, teilweise mit Anhang und der Veranstalter) nur kurze Einblicke in die einzelnen Charaktere bekommt, genügt dass völlig, um mehr als einmal zu hoffen, dass beide Kämpfer die Runde überleben mögen. Das an Rollenspiele erinnernde Konzept und die gut geschilderten Kämpfe mit den unterschiedlichsten Waffen reißen einen dabei trotzdem jedes Mal mit. Dazu kommt immer wieder ein wenig Amüsement auf, wenn einige Mitstreiter sich zwar regelkonform, aber unerwartet verhalten und das System somit unterwandern, während man dann noch den Veranstalter beobachtet, wie auch dadurch zu seiner Bestürzung die ganze Veranstaltung immer mehr den Bach hinuntergeht.


    Am Ende hat man ein paar Stunden interessanter Lesezeit verbracht und außerdem noch deutlich vor Augen geführt bekommen, was für eine sinnlose Verschwendung von Leben doch diese Brot-Und-Spiele-Kämpfe sind


    4ratten

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • Hallo, eure Rezensionen hören sich ja toll an! Habe gerade mal bei Amazon geschaut, da gibts das Buch leider gar nicht mehr neu. Nur gebraucht und zwar in der Taschenbuchausgabe für 24 Euro!!! Wie kommt das denn? Wird es nicht mehr verlegt? War die Auflage so gering?
    Finde das schade, denn 24 Euro für ein Taschenbuch sind mir definitiv zu teuer...

    Ein Buch ist ein Freund, der deine Fähigkeiten aufdeckt; <br />es ist ein Licht in der Finsternis und ein Vergnügen in der Einsamkeit;<br />es gibt, und es nimmt nicht.<br />&lt;b&gt;Mosche Ibn Esra &lt;/b&gt;<br /><br />:leser: &lt;b&gt;Der An

  • :freu: Ich habe es gerade für sage und schreibe 8,84€ bei Amazon geschossen :freu:

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&WCF_AMPERSAND"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&WCF_AMPERSAND" Gandalf in &WCF_AMPERSAND"Die Gefährten&WCF_AMPERSAND", J.R.R. Tolkien


  • :freu: Ich habe es gerade für sage und schreibe 8,84€ bei Amazon geschossen :freu:


    Oh, ist das günstig? Ich wusste gar nicht, dass es so selten ist. Gut, dass mein Hardcover es bei mir sauber und trocken hat :breitgrins:


    Gratuliere Räuberchen! Und ganz viel Spaß beim Lesen :winken:

  • Danke schön :knuddel: Ich freu mich, je mehr ich darüber gehört habe, umso neugieriger wurde ich - aber es war mir bisher auch immer zu teuer :breitgrins:

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&WCF_AMPERSAND"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&WCF_AMPERSAND" Gandalf in &WCF_AMPERSAND"Die Gefährten&WCF_AMPERSAND", J.R.R. Tolkien


  • Eigentlich bin ich voll hoher Erwartungen an das Buch gegangen, wurde aber leider etwas enttäuscht und doch wieder nicht.


    Das bringt mein persönlich Fazit auch so ziemlich auf den Punkt.
    Es war jetzt zwar nicht ganz der Geniestreich, mit dem ich gerechnet hatte, aber trotzdem sehr, sehr gut und (obwohl die Handlung ja von Anfang an klar ist) doch etwas anders als erwartet.



    Auch Tobias O. Meißner überließ sein Buch dem Zufall. Sieger und Verlierer wurden einzig durch ein Würfelspiel bestimmt und so nahm nur Fortuna auf den Ausgang des Turniers Einfluss. Der Autor nahm ihrer Entscheidung hin und schrieb ein Buch, bei dem nicht so kommt, wie man es normalerweise erwartet.


    Ha! Wisst ihr, dass ich mir sowas in der Art fast gedacht habe? Ich habe sogar schon überlegt, den Autor zu fragen, ob er die Teilnehmer vielleicht wirklich so ausgelost hat wie im Buch beschrieben.



    Das Konzept mit dem Tobias O. Meißner an dieses Buch herangegangen ist, finde ich ziemlich faszinierend. Er hat sich nicht von eigenen Sympathien leiten lassen, sondern dem Zufall die Entscheidung überlassen, welcher Kämpfer jeweils eine Runde weiterkommen sollte.


    Aber woher wisst ihr das eigentlich? In meiner TB-Ausgabe findet sich diesbezüglich kein Hinweis. Oder hat Tobias O. Meißner es auf Literaturschock einmal erzählt?


    Die Atmosphäre erinnerte mich an Todesmarsch von Richard Bachmann alias Stephen King. Dort geht es um eine medial groß aufgezogene "Wanderung" in Amerika, bei der von den hundert freiwilligen Teilnehmern jeder erschossen wird, der länger als ein paar Sekunden stehen bleibt - so lange, bis nur noch einer übrig ist. Ein relativ ähnliches Konzept also, wobei ich zugeben muss, dass ich die Atmosphäre bei King noch eindringlicher, noch beklemmender und furchteinflößender fand und das Buch insgesamt eine intensivere Wirkung auf mich hatte.


    Dennoch hat mich auch das Paradies der Schwerter sehr in seinen Bann gezogen und Tobias O. Meißner gehört seither auf jeden Fall zu den Autoren, die ich im Auge behalte. :daumen:


    4ratten

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  • Hallo Bluebell,


    schade, dass es Dich nicht zu 100% überzeugt hat - aber immerhin 4 Ratten :breitgrins:



    Aber woher wisst ihr das eigentlich? In meiner TB-Ausgabe findet sich diesbezüglich kein Hinweis. Oder hat Tobias O. Meißner es auf Literaturschock einmal erzählt?


    Wir hatten damals eine Leserunde zum Buch und Tobias hat das in dem Zusammenhang erzählt.


    Liebe Grüße
    nimue


  • Wir hatten damals eine Leserunde zum Buch und Tobias hat das in dem Zusammenhang erzählt.


    Ach! Eine autorenbegleitete Leserunde, das wäre bei diesem Buch ja toll gewesen. Da werde ich gleich mal suchen, danke für den Hinweis!

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