Ursula Poznanski - Elanus

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Kurzbeschreibung


    Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.


    Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
    Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.


    Drohnen, Überwachung, Manipulation, dunkle Geheimnisse – gekonnt webt Ursula Poznanski hochaktuelle Themen in ihren neuen Thriller. Die Spiegel-Bestseller-Autorin legt nach den Jugendbuch-Bestsellern Erebos, Saeculum, der Eleria-Trilogie (Die Verratenen, Die Verschworenen, Die Vernichteten) und Layers ihren neuen Jugendbuch-Thriller vor: Elanus.


    Mehr Infos und Extras zum Buch unter:
    http://www.elanus-buch.de


    [hr]


    Wer hat noch Lust, das neue Buch von Ursula Poznanski gemeinsam zu lesen? Bis Freitag könnt ihr euch noch auf ein Freiexemplar bei unserer Leserunde bewerben :winken:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Rezension zu ,,Elanus" von Ursula Poznanski


    Ursula Poznanskis neuestes Jugendbuch Elanus ist mit 416 Seiten am 22. August 2016 im Loewe Verlag erschienen.


    Inhalt:
    Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles. Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr. Drohnen, Überwachung, Manipulation, dunkle Geheimnisse – gekonnt webt Ursula Poznanski hochaktuelle Themen in ihren neuen Thriller. (Inhalt)


    Cover:
    Das Cover finde ich gleichermaßen interessant und gut. Es sieht super im Regal aus und passt auch sehr gut zu ,,Layers".


    Charaktere:
    Unser Protagonist Jona ist 17 Jahre alt, hochbegabt, intelligent und im Besitz eines Vollstipendiums für den Studiengang Technomathemaik an der Victor-Fanz-Hess Universität. Durch seine geringe Sozialkompetenz und dem eher launigen Verhalten fällt er jedoch nicht immer nur positiv auf. Er wird dem Leser aber immer sympathischer, da er im späteren Verlauf auch ein wenig normaler und sozialer wird.


    Im Laufe des Buches lernt Jona noch Marlene und Pascal kennen. Pascal ist der Nachbar seiner Gastfamilie und ein witziger und guter Kumpel für Jona. Marlene wiederum ist eine nette, zuerst unscheinbare Person, die wirklich sympathisch wirkt und super zu Jona passt.
    Die verschiedenen anderen Personen z.B die Gastfamilie oder der Rektor der Universität sind auch völlig authentisch gezeichnet. Alle ein wenig mysteriös, wobei erst am Schluss gelüftet wird, wieso.


    Meine Meinung:
    Wer mich kennt oder meine Rezensionen liest, weiß, dass ich ein großer Fan von Ursula Poznanski bin. Nicht nur weil ,,Saeculum" mich damals zum Lesen und zur Buchsucht gebracht hat, sondern auch, weil ihre Jugendbücher einfach großartig geschrieben sind! (Ihre normalen Thriller auch, wobei ich ihre Jugendbücher noch ein bisschen besser finde.)


    ,,Siebzehn und hochbegabt, dass es kaum noch auszuhalten ist. Vollstipendium, persönliche Einladung des Rektors und des Beirats der Schule, die wahrscheinlich hofft, sich einen zukünftigen Nobelpreisträger unter die Absolventen zu holen." S. 19


    Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sehr gut zu lesen. Fantastisch finde ich bei der Autorin immer, dass sie es schafft, sofort ab Seite 1 ein kontinuierliches, lebhaftes Kopfkino zu erzeugen. Der Leser ist direkt drin im Geschehen und fühlt sofort mit den Personen mit - oder fühlt auch erst mal Abneigung gegen ihn, da Jonas soziale Inkompetenz gleich auf den ersten Seiten gezeigt wird. Nun ja, wie dem auch sei, Spannung ist auf jeden Fall früh vorhanden.


    ,,Elanus sieht messerscharf, ist schnell und wendig, und bleibt an seinem Opfer dran bis zum Schluss ..." S.90


    Das Thema rund um Drohnen ist sehr aktuell, auch der Aspekt mit der Spionage. Das verbunden finde ich gelungen. Jonas Drohne hat einige Besonderheiten, so infiziert er seine ,,Spionage-Opfer" mit einer SMS durch eine Spyware, sodass die Drohne autonom den jeweiligen Menschen verfolgt und auch autonom, ohne zu lenken, wieder zu seinem Besitzer zurückkommt. Das finde ich schon sehr erstaunlich. Frau Poznanski geht auf die technische Umsetzung nicht sehr drauf ein, vielmehr wird es auf die Hochbegabung des Protagonisten geschoben, sich damit exzellent auszukennen.


    ,,Du denkst, keiner weiß, was du tust.
    Aber da irrst du dich.
    Es kann dich kein Vorhang schützen, und sei er noch so rot. Ich kenne dein Geheimnis.
    Vielleicht hast du ja Glück und ich bewahre es." S.91


    Eigentlich verstrickt sich Jona ganz ,,dumm" in diese Geschichte. So will er mit einer kleinen Rache jemanden bestrafen, doch diese läuft völlig aus dem Ruder. Fortan fürchtet Jona sogar um sein Leben, bis er erkennt, das noch viel, viel mehr dahintersteckt ...


    ,,Es war ein wunderschöner Flug, es waren herrliche Bilder von Wald und Herbstlaub und Sonnenschein auf Wiesen, die noch ein paar Tage lang grün sein würden. Jona genoss jede Minute.
    Er fing Elanus aus der Luft, hielt ihn auf der flachen Hand, bis die Rotoren zum Stillstand kamen. Strich mit der Hand über die glatte, leicht gewölbte Oberfläche." S. 413


    Fazit:
    Ursula Poznanski ist für ihre exzellenten Jugendbücher bekannt. Thema, Story und Charaktere stimmen auch hier wieder - letztendlich ein wahnsinnig spannendes Jugendbuch, das mir noch besser gefiel als das zuletzt erschienene ,,Layers".
    Ich bin mir auch bewusst, dass ich das Buch gerade furchtbar in den Himmel lobe - aber das hat es auch verdient. Traurig beurteile ich nur die Tatsache, dass sich die Jugendbuchleser wohl wieder ein Jahr auf ihr nächstes Buch gedulden müssen.
    Aber immerhin toll, dass im September ein weiterer Thriller von Poznanski und Strobel erscheint!


    5ratten

  • Spion unterwegs


    Jona war nach Rothenheim gefahren, denn er war eingeladen worden dort an der Uni zu studieren, Der Rektor selbst hatte ihn eingeladen, er freue sich auf ihn…


    Doch in Rothenheim angekommen musste er erst mal eine geraume Zeit auf Abholung durch seine Gastfamilie warten. Seine Eltern hatten auf diese Art der Unterbringung bestanden…..


    Jona ist erst 17, ein Ausnahmetalent. Doch leider wurde er auch schnell wütend, wenn etwas nicht so lief wie es sollte, bzw. er wollte. Und so hatte er mit seiner Gastfamilie keinen sonderlich guten Start…
    Seine Gastfamilie hieß Helmreich und das WLAN sei in seinem Zimmer einwandfrei, was für Jona fast lebenswichtig war…


    Eigentlich sollte Jona mit dem dritten Semester beginnen, lt. Rektor, doch er was ins erste gesteckt worden, was ihm gar nicht passte. So wurde er wütend und benahm sich sehr dumm….


    Auf dem Campus wollte er ein Mädchen für sich gewinnen, doch die hatte kein Interesse, und wieder tat er etwa sehr Dummes…


    Und dann war da noch Direktor Schratter, mit dem er unbedingt reden wollte, doch dieser war nie da…


    Warum betonte der Direktor so sehr, dass er sich auf Jona freue? Warum hatte Silvia Helmreich Jona am B Bahnhof so lange waren lassen? Warum wurde Jona so schnell wütend? Wieso hatte er bei seiner Gastfamilie keinen guten Start? Warum war der WLAN-Empfang für Jona so wichtig? Wieso war Jona doch zum ersten Semester eingeteilt worden statt, wie versprochen, zum dritten? Inwiefern benahm sich Jona dumm? Beide Male? Warum war Schratter nie da bzw. Hatte nie Zeit für Jona? Alle diese Fragen- und noch viel mehr - beantwortet dieses Buch.


    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, genau so, wie ich es von Ursula Poznanski gewohnt bin. Die Autorin schreibt unkompliziert, man muss sich nicht dauernd fragen, was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. In der Geschichte war ich schnell drinnen, auch wenn ich es nicht gut fand, dass Jona seine Mitmenschen so ausspionierte. Allerdings erwies sich das im Laufe des Buches auch als wichtig. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Am Ende geriet Jona gar in Lebensgefahr. Doch zum Glück war er nicht ganz ohne Freunde. Dieses Buch der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen und es bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl.


    5ratten

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Jona ist erst siebzehn und für sein Alter überdurchschnittlich intelligent. Er ist sogar ein richtiges Genie. Er kommt nach Rothenheim um dort zu studieren. Aufgrund seines Alters und seiner besserwisserischen Art hat er Schwierigkeiten Anschluss zu finden. Und an seinem ersten Tag in der Uni zeigt er sich nicht gerade von seiner besten Seite, seine ersten Feinde hat er sich gleich gemacht. Aber das macht nichts denn er hat seine Drohne mit der er jedem der ihm dumm kommt, beschatten kann. Bis er eines Tages etwas entdeckt das besser verborgen geblieben wäre.


    Ich bin dermaßen begeistert von dem Buch, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Bisher kannte ich die Autorin nicht, was habe ich verpasst bisher.


    Der Leser bekommt nur Jonas Sichtweise mit. In der Ich-Form ist es aber nicht geschrieben. Jona ist ein schwieriger Character. Er ist furchtbar schlau, aber was er im mathematischen Bereich zuviel hat, fehlt ihm im zwischenmenschlichen. Er zeigt anderen ihre Unwissenheit auf und lässt gerne den Klugscheißer raushängen. Das kommt bei den anderen Studenten natürlich nicht gut an. Es wird dem Leser schwer gemacht ihn zu mögen. Aber gerade weil er so unperfekt ist fand ich ihn authentisch.


    Jona liebt seine selbstgebaute Drohne und mit ihrer Hilfe kann er andere Menschen beobachten. Nach einem dummen Streich seinerseits gerät er allerdings schnell in Schwierigkeiten. Und er wird immer schneller und tiefer in eine Sache hineingezogen die er noch nicht mal versteht. Schnell merkt er das er keinem mehr vertrauen kann. Was ich an dieser Stelle am besten fand war das der Leser genau wie Jona ratlos bleibt. Man hat zwar Vermutungen aber es tun sich immer neue Möglichkeiten auf. Und genau wie Jona weiß man nicht mehr wer von den ganzen Figuren nun mit drin steckt, denn die Autorin lässt sie alle verdächtig aussehen.


    Die Handlung ist sehr rasant, ständig passiert irgendwas, die meiste Zeit tappt man im Dunkeln. Es tun sich immer mehr Fragen auf und man hat den Eindruck das diese niemals beantwortet werden. Eher tauchen noch mehr Fragen auf. Das Buch war von der ersten Seite an spannend und bleibt es bis zum Ende auch. Manchmal steigert sich die Spannung sogar noch. Am Ende wird man zufrieden sein.
    Das Buch war für mich ein wahrer Page Turner und von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. Die anderen Bücher der Autorin werde ich mir jedenfalls auch noch alle besorgen.


    5ratten:tipp:

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Klappentext: "Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.


    Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
    Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr."


    Zu Anfang lernen wir Jona kennen, er ist aufgrund seines Studiums bei Gasteltern untergebracht. Jona wirkt auf den ersten Blick eher abstoßend! Vorlaut, unfähig sich zu integrieren, angeberisch...
    Doch im Laufe des Buches macht er eine positive Entwicklung mit und wird eigentlich recht charmant und sympathisch!
    Ursula Poznanski hat es geschafft mich während des Lesens so zu verwirren, dass man im Grunde nachher gar nicht mehr wirklich weiss, wem man nun trauen kann und wem nicht! Man fühlt sich irgendwann wie Jona und ist sich bei keinem und nirgends mehr sicher, ob man nun vertrauen kann oder nicht!


    Das Thema "Drohnen" und Überwachung im allgemeinen ist ja ein recht brisantes und aktuelles Thema und hier vollkommen spannend verpackt in einen Jugendthriller!
    Stellenweise geht die Richtung schon in das Thema Stalkerei!
    Der Schreibstil der Autorin ist wie immer gut zu lesen, spannend, fesselnd und unterhaltend!


    Die einzige Kritik, die ich hier anzubringen habe, war dann das Ende. Irgendwie war mir der Schluss zu banal und unspektakulär. Ausserdem kam dann alles recht flott... Das ganze Buch über steht man als Leser im Dunkeln und rätselt, was Jona denn jetzt eigentlich entdeckt hatte, dann wird alles recht flott aufgelöst, für meinen Geschmack ein paar Seiten zu flott. Trotzdem war es ein sehr gutes Buch, welches ich gerne weiterempfehlen kann!
    4ratten

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Jona bekommt ein Stipendium für eine Eliteuniversität. Seine Gastfamilie vor Ort ist ziemlich spießig, bei seinen Mitstudenten eckt er mit seiner besserwisserischen Art an. Nachts schickt Jona seine Drohne Elanus auf Erkundungstouren und macht dabei einige merkwürdige Entdeckungen.


    Zu Beginn des Buches war mir Protagonist Jona wirklich unsympathisch. Er hält sich aufgrund seiner Intelligenz für überlegen und spricht Dinge immer direkt aus, ohne über die Konsequenzen seiner Handlung nachzudenken. Auch moralisch hat er keine Bedenken, seine Mitmenschen mit einer Drohne auszuspionieren und in ihre Privatsphäre einzudringen. Im Laufe des Buches wird die Spannung größer, so dass Jonas Eigenheiten mehr in den Hintergrund rücken und ich mich an ihn gewöhnen konnte. Er findet auch zwei Freunde, Marlene und Pascal, die beide nette, bodenständige Persönlichkeiten sind und die einen guten Gegenpol zu Jona darstellen.


    Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt fesselnd und gespannt verfolgt man die Handlung. Es werden immer wieder Andeutungen gemacht, jedoch ist die Geschichte irgendwann so verworren, dass ich nicht einmal genau sagen konnte, welches Rätsel nun eigentlich gelöst werden soll. Beim finalen und etwas klischeehaften Showdown wird dann zwar alles erklärt, ich war jedoch enttäuscht, da ich keine Chance hatte, selbst auf die Auflösung zu kommen. Auch das große Thema, dass alle Fäden verknüpft, war am Ende eher banal und langweilig.


    In früheren Werken von Ursula Poznanski ging es bereits um Computerspiele, LARP oder Geocaching, hier wendet sie sich den Drohnen zu. Ein spannendes Jugendbuch, das sein Potenzial jedoch leider nicht ausnutzt und meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.
    3ratten

  • Der 17jährige Jona bekommt einen Studienplatz an der renommierten Victor-Franz-Hess Universität angeboten.


    Er gilt als hochbegabtes Wunderkind und nimmt diese Chance gerne wahr.


    Vor Ort wohnt er bei Gasteltern, da seine leiblichen Eltern Sorge um seine sozialen Kompetenzen haben. Und wirklich ist Jona zwar außerordentlich intelligent, hat jedoch so seine Schwierigkeiten mit den zwischenmenschlichen Beziehungen. Allerdings weiß er um seine Schwachstelle, was ihn in meinen Augen schon gleich wieder sympathischer hat wirken lassen.


    Mit im Gepäck ist seine (geheime) selbstgebastelte und hochtechnologisierte Drohne, mit der er Menschen, deren Handy-Nummer er in ein spezielles, selbstentwickeltes Programm eingibt, beobachten kann.


    Diese Drohne ist sein ganzer Stolz und wird von ihm des öfteren eingesetzt. So auch, als er frisch an der Uni anfängt. Mehr durch Zufall spioniert er einem Mädchen hinterher und kommt dabei einigen Ungereimtheiten auf die Schliche, die er (fast im Alleingang) lösen möchte und welche seine Neugierde entfachen. Allerdings sticht er damit in ein Wespennest und bringt sich selbst ins Fadenkreuz dubioser Machenschaften.


    Der Roman ist durchweg flüssig und äußerst spannend geschrieben. Die Autorin versteht es, viel Raum für Spekulationen zu geben und viele verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, so dass man selbst permanent am rätseln und überlegen ist. Jona mit seinen Gefühlen und Gedanken hat mir gut gefallen. In manchen Situationen konnte ich es sehr gut nachempfinden, wie und warum er so reagiert, wie er reagiert. Das war für mich sehr lebensnah erzählt (auch, wenn ich keinen Hochbegabten kenne ;-))


    Allerdings war für mich das Ende nicht richtig gelungen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Auflösung zwar nicht unbedingt spektakulärer, aber dennoch ungewöhnlicher gewesen wäre, als es der Fall war.


    Zum Ende hin hatte man mehrfach die Hoffnung, dass man nun eine handfeste Fährte geboten bekommt und selbst auch auf die richtige Auflösung des Falles kommt. Irgendwie konnte das jedoch nicht zu meiner vollen Zufriedenheit gelöst werden. Zwar waren mehrere Eindrücke richtig und man hatte selbst den Eindruck, dass es evt. so und so sein könnte, aber immer die Ansätze als zu offensichtlich, zu merkwürdig oder ähnliches, verworfen.


    Entsprechend enttäuscht war ich persönlich dann letzten Endes vom recht simpel gestrickten Ende. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, war mir einfach nicht der richtige Kick an der ansonsten außergewöhnlichen Geschichte dran.
    Und auch das vielversprechende Thema Drohne und Überwachung bzw. Bespitzelung ist mir beim Lesen nicht mehr richtig präsent gewesen und ein bisschen in den Hintergrund gerutscht. Irgendwie ist es für meinen Geschmack, obwohl es in der Geschichte auch thematisiert wird, etwas zu kurz gekommen. Wenngleich es jedoch überzeugend behandelt wurde, als kurz die Rede auf z.B. das schlechte Gewissen bei solchen Handlungen kam.


    Alles in allem hat mir das Buch gefallen und ich habe es gerne gelesen, jedoch mit einem kleinen Abzug.

  • Inhalt:


    Nachdem ich “Layers” gehört hatte, was mir leider nicht zugesagt hat, wollte ich gerne noch einmal ein Buch der Autorin lesen, um mir eine Meinung bilden zu können. Ich hatte Glück und durfte dieses Buch, in einer Leserunde diskutieren. Alleine das hat schon sehr viel Spaß bereitet. In ihrem neusten Thriller “Elanus” verbindet sie sehr aktuelle Themen wie den Einsatz von Drohnen und die damit verbundene Überwachung mit düsteren Geheimnissen und Verschwörungen. Ich bin ganz ehrlich, mir ist die Entwicklung der Technik in dieser Hinsicht ein wenig befremdlich. Mir behagt es nicht, dass man Menschen in jeglicher Situation überwachen kann, wenn es gewollt ist. Es schränkt die Privatssphäre zu stark ein. Wir begleiten Jona, den Protagonisten des Buchs, durch seinen Alltag. Gerade zu Beginn der Geschichte hatte ich keinerlei Sympathie für ihn übrig. Er erscheint selbstbewusst, arrogant und rechthaberisch. Wie man sich gut vorstellen kann, eckt er durch sein Verhalten überall an und findet kaum Kontakt zu seinen Mitstudenten. Jona ist hochintelligent, hat aber sehr wenig Sozialkompetenz. Schnell hatte ich das Gefühl, dass er sich durch seine überdurchschnittliche Intelligenz auch für einen besseren Menschen hält, was natürlich vollkommener Blödsinn ist. Seine Entwicklung, die er innerhalb der Geschichte durchläuft, hat mir jedoch sehr zugesagt. Man spürt, wie er versucht sich zu ändern, auf einige wenige Menschen versucht zuzugehen und ihnen letztendlich sogar richtig nahesteht. Wichtig zu erwähnen sind auch die beiden Charaktere, mit denen sich Jona anfreundet: Marlene und Pascal. Pascal erscheint recht unbedarft, hat viel Humor und ist sehr offen. Ich mochte ihn sofort gerne leiden. Marlene ist anfangs ein wenig verschlossen, zeigt nur wenig Facetten von sich. Ihre Beziehung zu Jona entwickelt sich für mich ein wenig zu plötzlich bzw. wird zu schnell positiv verändert.


    Aufbau, Struktur & Stil:


    Die Handlung wird aus Sicht von Jona, aber leider in der dritten Person geschildert. Ich vermute ja, dass ich mich anfangs besser in ihn und seine Lage hätte hineinversetzen können, wenn sie in der Ich-Perspektive erzählt würde. Das ist aber wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt. “Elanus” hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und die Autorin versteht es wirklich, mit ihrer Geschichte zu fesseln. Sie baut unzählige Wendungen ein, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Wie bei kaum einem anderen Buch habe ich hier intensiv gerätselt und überlegt, was wohl hinter all den Ereignissen stecken könnte, wie sie ausgelöst werden. Ursula Poznanski bezieht den Leser sehr mit in ihre Handlung ein, dass hat mir richtig gut gefallen. Die Spannung wird konstant aufgebaut und zieht sich durch das ganze Buch. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und ich konnte der Handlung durchweg gut folgen. Am Ende waren sogar ein Teil meiner Spekulationen richtig, von der restlichen Auflösung hingegen wurde ich überrascht.


    Fazit:


    “Elanus” ist eine spannende Geschichte voller Verschwörungen, in die die Autorin wunderbar aktuelle Themen wie die Überwachung per Drohne eingebaut hat. Für mich ist es ein gelungenes Buch, das ich Euch gerne ans Herz lege !!


    Ich gebe gute vier von fünf Funkelchen.

  • Inhalt:


    Jona ist ein 17-jähriger Geek der mit großem mathematischen und technischen Wissen aber defizitärem Sozialverhalten. Als er ein Stipendium an einer Elite Uni erhält ist er aufgeregt, wenngleich er auf Wunsch seiner Eltern bei einer Familie leben soll, da sie ihm nicht zutrauen, mit seinen Kommilitonen klar zu kommen.


    Jona entspricht anfangs den Erwartungen seiner Eltern und fällt an der Uni direkt unangenehm auf, obwohl er sich Mühe gibt, sich in das Familienleben einzufügen. Die Familie wirkt anfangs spießig, aber nach und nach wird sie immer unheimlicher. Jona fühlt sich bald bedroht und ausspioniert, dabei ist er derjenige, der alle anderen ausspioniert, und zwar mit seiner Drohne Elanus.


    Zum Glück hat er es geschafft, doch ein paar Freunde zu finden, aber kann er sich auf die verlassen?




    Meine Meinung:




    Wie in ihren anderen Büchern schafft es die Autorin auch hier, eine bedrohliche, geheimnisvolle Atmosphäre herzustellen, und zwar mit einfachsten Mitteln. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit über aufrecht erhalten, der Leser wird immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen.


    Ich muss zugeben, dass es mir nicht leicht fiel, mich in Jona hineinzuversetzen, erstens bin ich aus dem Alter längst raus, zweitens bin ich kein Junge, und drittens bin ich kein Wunderkind. Im richtigen Leben könnte ich mir so einiges nicht vorstellen, was im Buch beschrieben wird, aber bei Fiktion ist mein Maßstab doch wesentlich großzügiger, und wenn man sich darauf einlässt, ist alles irgendwie schlüssig. Jona schießt eben ständig hoch über das Ziel hinaus, aber das ist stimmig mit dem Charakter, den er darstellt.


    Die Lösung war vollkommen überraschend. Man hatte zwar die Vermutung, dass eine bestimmte Sache mit allem zusammenhing, aber keinen Schimmer wie, und warum.


    Die Charaktere der Hauptdarsteller werden gut beschrieben, und sie alle machen eine Entwicklung durch, insbesondere Jona, der es auch am nötigsten hat. So ist er einem am Schluss nicht mehr ganz so unsympathisch wie am Anfang, aber Lieblingspotential hat er nicht.


    Wer nach einem spannenden Jugendbuch sucht kann hier bedenkenlos zugreifen.


    4ratten

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

  • Toller Protagonist, tolle Sogwirkung, aber etwas offensichtlich


    Klappentext
    „Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.


    Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
    Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.“


    Gestaltung
    Der Kreis auf dem Cover, der eine Drohne symbolisieren könnte, sieht aus wie ein Auge, was so richtig gut zur Geschichte, in der es um Überwachung geht, passt. Besonders toll finde ich, dass man den Kreis fühlen kann, denn er ist mit Spotlack versehen und hervor gehoben. Es fühlte sich richtig cool an. Auch die Schrift des Titels glänzt, während der Rest des Covers sich wie normales Papier anfühlt. Mir gefallen vor allem auch die Farbgebung (es sieht richtig unheimlich aus, dass über dem gelben Kreis oben, das Grün dunkler ist!) und die Schlichtheit des Covers, da es so hervorsticht und sehr erwachsen wirkt.


    Meine Meinung
    „Elanus“ ist der neue Thriller für Jugendliche von Erfolgsautorin Ursula Poznanski. Nachdem ich von ihr bereits „Layers“ gelesen habe und mir ihr flüssiger Schreibstil sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich auch zu „Elanus“ greifen. In ihrem neuen Buch geht es um den Protagonisten Jona, der mit seinen gerademal 17 Jahren, ein Stipendium für eine Eliteuni bekommen hat. Er lebt bei einer Gastfamilie, den Helmreichs. Jona hat neben seinem Faible für Mathematik und Technik ein außergewöhnliches Hobby: er hat eine Drohne gebaut sowie eine dazugehörige App programmiert, mit der er ganz einfach Leute ausspionieren kann. Alles was er dazu braucht ist die Handynummer und eine Antwort auf eine SMS von ihm. Schon kann er Elanus – so der Name seiner Drohne – losschicken. Doch Jona ahnt nicht, was er mit seinen nächtlichen Drohnen-Streifzügen lostritt.


    Auch in „Elanus“ kann Ursula Poznanski wieder durch ihren unvergleichlichen Schreibstil, der einen unglaublichen Sog auf die Leser ausübt, überzeugen. Die Sätze sind weder verschachtelt, noch zu kurz, sondern genau richtig und sind dabei aufgrund der für Jugendliche angemessenen Wortwahl leicht zu lesen. Die Augen fliegen geradezu über die Zeilen. Dazu trägt auch die spannende Handlung bei, die nach Jonas erstem Drohnenflug so richtig Fahrt aufnimmt. Es war sehr aufregend zu verfolgen, wie Jona sich durch seine Neugier immer tiefer in Schwierigkeiten begibt und sich dessen nur langsam bewusst wird. Durch seine Drohne wird Jona Zeuge verschiedener Gespräche und Geschehnisse, die zunächst nicht zusammenzuhängen scheinen, doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto ersichtlicher werden die Verbindungen der verschiedenen Menschen, die Jona beobachtet und mit denen er zu tun hat.


    So spannend die Verknüpfungen, Jonas steigende Unruhe und die Überlegungen um die Zusammenhänge auch waren, so war für mich dennoch schon sehr früh in der Geschichte klar, was Sache war. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, damit jeder seine eigenen Vermutungen aufstellen und den Sog der Geschichte genießen kann, aber ich habe schon recht früh geahnt, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Wer genau alles in „der Sache“ mit drin steckte, konnte ich zwar nicht im ganzen Ausmaß erahnen, aber das, was geschehen war, konnte ich mir zusammenreimen. Manche Verbindungen, die Jona angedeutet, aber deren Gedankengänge er nicht weiter verfolgt hat, waren für mich offensichtlich, sodass ich am Ende nicht sonderlich überrascht war, sondern nur in meinen vorausgeahnten Vermutungen bestätigt wurde.


    Nichtsdestotrotz war das Ende sehr spannend, da es einem kleinen Showdown glich. Hier hat die Autorin nochmals ziemlich gefährliche Situationen für den Protagonisten eingebaut, die mich das Ende sehr schnell haben verschlingen lassen und die mich um Jona haben bangen lassen. Ich hatte das Gefühl, als wäre das Ende viel zu schnell gekommen und vorbei gegangen. Seitenlang habe ich verschiedene Drohnenflüge, Jonas Überlegungen und Vermutungen sowie Nachforschungen verfolgt, mitgerätselt, mitgefiebert und dann fielen alle Puzzleteile zusammen. Das war sehr aufregend.


    Jedoch gab es zwischendrin auch manchmal einige Spannungstiefs, die mich nicht ganz so an die Seiten gefesselt haben, wie der Rest der Geschichte. So war es beispielsweise gerade in der Romanmitte etwas monoton, wenn Jona stets zur Uni ging, dann wieder spätabends/nachts seine Drohne fliegen lies, dann wieder zur Uni ging, dann wieder die Drohne fliegen lies… Die Entdeckungen bei den Flügen waren meist zwar spannend, aber irgendwann fühlte es sich an wie ein Alltagstrott.


    Jona war allerdings ein sehr spannender Charakter. Gerade zu Beginn hat er mich mit seinen trockenen Sprüchen, seiner Arroganz, seiner leichten Genervtheit von den anderen und seinem Sarkasmus oft zum Lachen gebracht. Er hatte wirklich passende Retourkutschen für die anderen parat und keinen Hehl daraus gemacht, dass alle Welt ihn für sozialunverträglich hielt. Dies wurde zwar im Verlauf der Handlung etwas weniger, da Jona eine Entwicklung vollzieht, aber dennoch kam seine sarkastische Ader immer mal wieder zum Vorschein. Jonas Entwicklung fand ich dabei sehr beeindruckend. Vom arroganten, überheblichen und selbstbewussten Genie wird er zu einem für seine Verhältnisse fürsorglichem jungen Mann, der Freunde findet sowie auf diese vertraut und sich auch eingesteht, dass er nicht unfehlbar ist.


    Fazit
    „Elanus“ ist ein toller, spannender und packender Jugendthriller aus der Feder von Ursula Poznanski, der mich vor allem durch seinen grandiosen Protagonisten überzeugen kann. Jona ist sarkastisch sowie klug und wird vom arroganten Klugscheißer zu einem auf sein Umfeld bedachtem, jungem Mann. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Handlung zwischendurch etwas monoton war und es für mich recht vorhersehbar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde.
    4 von 5 Sterne!
    4ratten
    Reihen-Infos
    Einzelband

  • Meine Meinung:


    Ich finde es immer wider interessant das Ursula Poznanski sich aktuellen Sachen unsere Zeit widmet und in ihren Büchern mit einbezieht.
    In ihrem neuen Jugendroman befasst sie sich mit Drohnen, die ja zur Zeit immer mehr Aufmerksamkeit bekommen, und der von uns bestimmt schon so eine gesehen hat.
    Das mag ich sehr an ihre Büchern.


    Hier geht es um selbst gebastelte Drohne von unseren Protagonisten Jona.
    Jona ist ein Überflieger, ziemlich schlaues Kerlchen der sich sehr gut mit Zahlen aus kennt, und nicht nur das er eine Drohne selbst gebastelt hat, er hat auch eine Software entwickelt um seine Drohne, die auf dem Namen Elanus hört, auf Spionage Flüge zu bestimmten Menschen schicken kann.
    Jona kommt zwar gut mit Zahlen klar, aber leider dafür nicht so gut mit Menschen, er tut sich sehr schwer mit der zwischenmenschlicher Beziehung.
    Und das hat ihn mir am Anfang ziemlich unsympathisch gemacht, aber sehr klugen Menschen sagt man so was ja öfters nach.
    Deswegen scheint er auch am Anfang keine Skrupel zu haben Elanus dafür zu verwenden um andere Menschen aus zu horchen und ihre Geheimnisse gegen sie zu verwenden.
    Aber man sollte ja nicht in Müll anderer Leute suchen, und so kommt es das Jona da in was reingerät wo er besser die Finger von gelassen hätte.


    Mehr zum Inhalt will ich auch gar nicht verraten, denn es ist echt spannend geschrieben.
    Die Worte, Seiten und Kapitel rasen nur dahin, und man Fiebert mit Jona mit was die Menschen um ihn rum zu verbergen haben.
    Auch schön war zu lesen das sich Jona während der Geschichte weiterentwickelt und einen doch so langsam an Herz wächst.


    Fazit:


    Leider hat mir am Ende die Auflösung vom allem nicht so gut gefallen, hätte mir da was anderes gewünscht, aber sonst war es echt ein spannendes Jugendbuch, und Ursulas Poznanskis Schreibstil ist wie immer schön und flüssig zu lesen. Für Jugendliche sehr gut geeignetes Buch.


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Jona ist ein siebzehnjähriger hochintelligenter Junge, der ein Stipendium an einer Eliteuniversität in Rothenheim bekommen hat. Mit im Gepäck ist Elanus, seine selbst gebaute Drohne. Diese ist durch eine von ihm entwickelte Software in der Lage, mit Hilfe der Handynummer von Personen, sich an deren Fersen zu heften. Diese Art der Beobachtung macht Jona großen Spaß, denn mit sozialen Kontakten hat er es typischerweise aufgrund seiner Intelligenz nicht so und eckt dabei öfters vor allem bei älteren Kommilitonen an. Aus Spaß steckt er 3 Personen, darunter auch Linda, in die er sich verliebt hat, heimlich Zettel in die Taschen, auf denen steht, dass er deren Geheimnis kenne. Am nächsten Morgen gibt es an der Uni einen Toten und auch Jona scheint plötzlich in Lebensgefahr zu schweben…..


    „Elanus“ ist der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski. Es ist mein erstes Buch der Autorin und wird wohl nicht mein letztes sein. Als Leser findet man sehr schnell in die Geschichte hinein, eigentlich ist man es schon auf der ersten Seite. Obwohl das Buch über 400 Seiten hat, hätte ich es am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt. Unter einem Thriller stelle ich mir zwar dennoch etwas anderes vor, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich das Buch und die Handlung absolut spannend gefunden habe.


    Mit Jona, dem Hauptprotagonisten, bin ich anfangs nicht wirklich warm geworden. Seine überhebliche und arrogante Art anderen Menschen gegenüber fand ich überhaupt nicht schön, er ist aber wahrscheinlich trotzdem aufgrund seiner Hochbegabung realistischer dargestellt als man es als Leser glauben möchte. Im Laufe der Handlung lernt er jedoch seine Verhaltensweisen ein wenig positiv zu verändern und kann sich sogar mit dem Nachbarsjungen Pascal sowie der Kommilitonin Marlene anfreunden. Trotz seiner Hochbegabung und Intelligenz fand ich so manche Handlungsweisen von ihm einfach nur kindisch, unbedacht und sogar für ihn lebensgefährlich. Hier merkte man stark, dass er immer noch erst 17 Jahre alt ist und sich biologisch mitten in der Pubertät befindet.


    Die Handlung war von der ersten Seite an spannend. Ein kleine Flaute an Spannung gab es dafür im Mittelteil, wogegen das Ende wieder eher explosiv und rasant war. Es blieben keine Fragen offen, was ich sehr gut fand. Manch einer wird mit der Auflösung des Buches nicht so zufrieden gewesen sein, man hätte etwas Spektakuläreres erwarten können, aber da die Handlung rund war, wurde ich für meinen Teil als Leser durchweg zufriedengestellt.


    Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen, wie ein Jugendbuch eben sein sollte. Begriffe und fachliche Belange, was die Drohne Elanus angeht, wurden gut und auch für Laien nachvollziehbar erklärt und gekonnt von der Autorin in die Handlung eingeflochten. Nebenbei bekommt man als Leser hier auch noch ein interessantes und aktuelles Thema präsentiert. Spannung gibt es von Beginn an und mit so mancher Wendung habe ich nicht gerechnet. Die Auflösung ließ sich zwar gegen Ende des Buches erahnen, dennoch schaffte es Ursula Poznanski, hier noch einmal die Spannung zu steigern.


    Für mich war „Elanus“ ein gelungenes Jugendbuch, ich wünschte, zu meinen Zeiten hätte es so spannende Jugendliteratur schon gegeben.
    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.


    4ratten

    Liebe Grüße Yvonne<br /><br /><br />Lesen heißt&nbsp; durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )<br /><br />Mein Buchblog <br />Ein Anfang und kein Ende