Michael Hesemann - Jesus von Nazareth, Archäologen auf den Spuren des Erlösers

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Michael Hesemann ist ein tief gläubiger Katholik. Aus dieser Sicht ist seine Spurensuche des historischen Jesus an dessen Wirkstätten geschrieben. Hesemann hat sich selbst in den Nahen Osten aufgemacht und alle Orte, die mit dem Erlöser in Verbindung gebracht werden, besucht.


    Dabei kann er missionarischen Eifer nicht gänzlich unterdrücken. So versucht er stellenweise auch den Leser von der christlichen Botschaft zu überzeugen, eben weil er selbst bedingungslos glaubt. Vieles ist davon sicher seinem Enthusiasmus zuzuschreiben, vor allem wenn er die Wirkung, die manche Heiligtümer während seiner Reise auf ihn machen, sehr persönlich beschreibt.


    Wem das nicht stört beziehungsweise wer darüber hinweg sehen kann, dem werden in diesem für Laien aufbereitete Sachbuch interessante Erkenntnisse in christlicher Archäologie dargeboten. Wissenschaftlichen Anspruch erfüllt die Präsentation der momentanen Faktenlage allerdings nicht. Dafür fehlen Fußnoten oder präzise Quellenangaben im Text. Im Anhang findet sich natürlich ein ausgiebiges Literatur- und Quellenverzeichnis, nur kann dieses nicht mit den im Text aufgestellten Behauptungen verknüpft werden.


    Trotzdem versteht es Hesemann sehr gut, dem Leser die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu Jesu Lebzeiten nahe zu bringen. Er stellt in einer chronologischen Reihenfolge anhand der Evangelien die einzelnen Lebensabschnitte des Messias zusammen und verknüpft sie wie schon erwähnt mit real existierenden Orten im Heiligen Land. Dabei versucht er auf verständliche Weise scheinbare oder wirklich vorhandene Widersprüche bei den einzelnen Evangelisten zu erklären.


    Fazit: Eine vom persönlichen Glauben des Autors geprägte Darstellung der neutestamentarisch bekannten Geschehnisse rund um Jesus Christus. Durchaus lesenswert!