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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dani79.

  • Hallo ihr Lieben!


    Hier startet die Leserunde zu "Das Paket" von Sebastian Fitzek.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und damit auf einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.
    Bitte beachtet auch die Hinweise zur Aktivität und Qualität.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.
    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.




    Hier könnt Ihr zum Inhalt vonSeite 9 bis 73 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich glaube es war eine schlechte Idee mit dem Buch in der Nachtwache anzufangen...
    Naja, nun ist es nicht mehr zu ändern, hoffentlich höre ich keine unheimlichen Geräusche...


    Das Buch hat mich jetzt schon völlig in seinen Bann gezogen. Erst Emmas Kindheit, mit Arthur, dann die Vergewaltigung, dass sie bei Konrad ist und dann dieses seltsame Paket. Am liebsten würde ich direkt weiterlesen.
    Nachdem ich den Prolog gelesen hatte, war ich der festen Überzeugung, dass ihre Eltern von Arthur getötet wurden. Was ja anscheinend nicht geschehen ist. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass sie sich den nur eingebildet hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er echt war, aber vielleicht irre ich mich auch komplett.


    Ihren Selbstversuch in der Psychatrie fand ich erschreckend, aber auch mutig. Kein Wunder, dass sie bei ihrem Vortrag so viel Gegenwehr bekommen hat, wundert mich nicht. Sie tut mir unglaublich leid, weil anscheinend niemand glaubt, dass sie vergewaltigt wurde. Ich frage mich, wie der Täter das alles arrangiert hat, weil sie muss ja schon in einem anderen Hotel oder so gewesen sein, als sie dachte oder vielleicht auch einem Bordelle? Das würde erklären, wieso das Zimmer nicht auffindbar ist und vielleicht hta die Nachricht im Spiegel ein voriges Opfer hinterlassen? Auf jeden Fall ist das Ganze mysteriös. Ich denke, dass sie auf jeden Fall vergewaltigt wurde, auch wenn alles gegen sie spricht.


    Ihre Angst und Paranoia kann ich danach nur zu gut verstehen und ich frage mich, was es mit dem Paket auf sich hat. Weil in dem Kapitel davor scheint sie angeklagt zu sein irgendwas getan zu haben. Sonst müsste Konrad ihr ja nicht helfen und sie wäre nicht in der Geschlossenen.


    Alles ist extrem mysteriös und spannend. Ich fühle mich wie elektisiert und würde am liebsten direkt weiterlesen.
    Der Schreibstil ist großartig und unglaublich fesselnd.

  • Es ist von Anfang an spannend, aber im Moment auch schwer zu durchschauen. Man weiß gar nicht so recht, was Realität ist und was nur in Emmas Kopf geschieht.


    Der Vater ist ein Choleriker, so dass Emma Angst vor ihm hat. Aber sie sehnt sich auch nach seiner Beachtung. Daher der ominöse Arthur. Doch dann ist da der Typ mit Helm.


    Irgendwann hat es dann eine Therapie gegeben.


    Nun ist sie Gastrednerin mit einer verblüffenden Offenbarung und danach in einem Hotelzimmer, das es angeblich nicht gibt. Sie hat das Zimmer genau untersucht und doch gibt es da den Spruch auf dem Spiegel. Aber es kommt noch schlimmer. Sie wird Opfer des „Friseurs“, der schon andere Frauen auf dem Gewissen hat. Wieso sind die anderen Frauen gestorben, Emma aber nicht?


    Sie landet in einer geschlossenen Anstalt, aber ihr Anwaltsfreund sorgt dafür, dass sie zu ihm in die Kanzlei kommt. Ungewöhnlich! Welche Interessen verfolgt er? Obwohl sich Emma bei ihm wohlfühlt, kommt mir dieser Mensch suspekt vor.


    Emma ist traumatisiert, aber sie ist mir bisher auch nicht besonders sympathisch, so dass sich mein Mitgefühl in Grenzen hält.


    Mal sehen, ob mein Bauchgefühl richtig ist.

  • Ich hab mich schon so lange auf das Buch und die Leserunde gefreut, deshalb musste ich jetzt natürlich gleich loslesen. Wie im anderen Thread schon erwähnt, war ich letztes Wochenende auf Fitzeks Jubiläumstour und dort hat er auch schon ein bisschen aus dem Paket gelesen. Insofern kannte ich jetzt einiges schon, aber das macht ja überhaupt nichts :smile:


    Ich finde, man ist gleich total in der Geschichte drin. Emma ist mir noch nicht so richtig sympathisch, auch wenn sie mir leid tut. Allein dieser Arthur im Schrank – supergruselig. Er scheint ja offenbar nicht real gewesen zu sein, aber können wir da wirklich sicher sein? Bei Fitzek muss man ja mit allem rechnen. Vielleicht ist Arthur auch der Friseur?


    Bei so einem Vater, wie Emma ihn hat, kann einem das Kind ja nur leidtun. Kein Wunder, dass sich daraus eine Psychose entwickelt. Dann noch der Überfall im Hotel, der Verlust ihres ungeborenen Kindes, der stalkende Ex und die Aufenthalte in der geschlossenen Psychiatrie – einmal als Experiment, einmal in Echt. Das ist schon fast mehr, als eine einzelne Person an schlimmen Dingen verkraften kann.


    Übrigens finde ich die Nachricht am Spiegel ziemlich interessant und unheimlich. Ich wäre gar nicht darauf gekommen, dass der vorherige Gast die Nachricht hinterlassen haben könnte und wäre an Emmas Stelle wohl auch ziemlich in Panik geraten. Fitzek hat dazu erzählt, dass einer Freundin genau das im Urlaub passiert ist und sie ihm daraufhin ein Foto schickte und schrieb „Hey, das könnte aus einem deiner Bücher sein“ und er so „gute Idee, danke“ :breitgrins:


    Was ich mich allerdings gefragt habe: Emma erzählt später, dass ihre Fachgebiete Paranoia und krankhaftes Lügen sind. Unter Paranoia leidet sie ja definitiv. Aber was, wenn sie auch vom Lügen betroffen ist? Ich vermute im Moment, dass die ganze Geschichte mit dem Hotelzimmer und dem Friseur vielleicht erfunden sein könnte (es gibt ja auch keine Beweise). Und zwar könnte sie es so erfunden haben, dass sie selbst glaubt, es sei real. Genau wie mit Arthur früher. Dazu passt auch die Äußerung des einen Mannes bei ihrem Vortrag: Woher will sie wissen, dass die Testperson (=sie selbst) nicht wirklich eine psychiatrische Störung hat? Sie könnte sich aus den Meldungen über den Friseur selbst eine Geschichte zusammengesponnen haben. Was meint ihr dazu?


    Zum Paket selbst kann ich noch nicht viel sagen, weil ich schon von der Lesung weiß, dass es einen Zusammenhang zwischen Paket und Friseur geben könnte. Mehr verrate ich nicht :zwinker:


  • Nachdem ich den Prolog gelesen hatte, war ich der festen Überzeugung, dass ihre Eltern von Arthur getötet wurden. Was ja anscheinend nicht geschehen ist. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass sie sich den nur eingebildet hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er echt war, aber vielleicht irre ich mich auch komplett.


    Das fasst meine Gedanken dazu gut zusammen. Ich war vom Ende des Prologs ziemlich schockiert, bin aber auch noch nicht überzeugt, dass damals nicht doch irgendetwas passiert ist.



    Ihre Angst und Paranoia kann ich danach nur zu gut verstehen und ich frage mich, was es mit dem Paket auf sich hat. Weil in dem Kapitel davor scheint sie angeklagt zu sein irgendwas getan zu haben. Sonst müsste Konrad ihr ja nicht helfen und sie wäre nicht in der Geschlossenen.


    Vielleicht klagt sie auch jemanden an?
    Dass jemand, der so labil ist wie Emma in der Psychiatrie landet, überrascht mich wenig. Sie ist ja sogar schon davon überfordert, Pakete für Nachbarn anzunehmen. Wenn dann noch etwas Schlimmes passiert, dann brennen da sicherlich einfach die Sicherungen in ihrem Kopf durch.



    Sie wird Opfer des „Friseurs“, der schon andere Frauen auf dem Gewissen hat. Wieso sind die anderen Frauen gestorben, Emma aber nicht?


    Vielleicht weil sie gar kein Opfer des Friseurs wurde.



    Sie landet in einer geschlossenen Anstalt, aber ihr Anwaltsfreund sorgt dafür, dass sie zu ihm in die Kanzlei kommt. Ungewöhnlich! Welche Interessen verfolgt er? Obwohl sich Emma bei ihm wohlfühlt, kommt mir dieser Mensch suspekt vor.


    Er ist ihr jahrelanger Freund und möchte sie jetzt unterstützen - wobei auch immer. Ungewöhnlich finde ich in dem Zusammenhang nur, dass sie zu ihm gekommen ist und er sie nicht einfach aufgesucht hat. Aber sonst scheint er ein netter Typ zu sein. Aber man weiß ja nie, da hast du Recht :zwinker:

  • Also, eins muss man Emma lassen, Mut hat sie schon, wenn sie sich in eine geschlossene Psychiatrie einweisen lässt. Aber hätte ich das gesagt vor so vielen Kollegen, nee, ich glaube nicht. Das mit dem Friseur, das ist ja echt krass, aber wie kommt dort ein Hotelzimmer hin? Und wer ist die geheimnisvolle Russin? Ich glaube, die spielt noch eine Rolle!
    Jedenfalls sehr viel Spannung!

  • Und ich hab mal einen Rüffel wegen Vorpreschens bekommen... :elch:


    Spannend ist es ohne Zweifel. Auch ich glaube, dass Arthur echt war. Das wird zu lapidar erklärt, von wegen, dass sie sich ihn nur eingebildet hätte. Insgesamt gefällt mir bisher die Handlung. Gut finde ich, dass es um psychologische Themenfelder geht. Auch die Protagonistin ist mir sympathisch, weil sie selbst menschliche Abgründe zeigt.


    Ein bisschen Kritik muss ich schon auch üben:
    Ich weiß nicht, ob ich mich mit den kursiv gedruckten Gedankeneinwürfen anfreunden kann.
    Teilweise finde ich den Spannungsbogen zu sehr künstlich in die Länge gezogen. Darunter fällt auch die etwas anstrengende Zeitstruktur.
    Beide Techniken kenne ich aus anderen Krimis und sie gehen mir tendenziell auf die Dauer eher auf die Nerven als ihre erwünschte Wirkung zu erzielen.
    Die handelnden Personen sind mir (bis auf Emma) zu klischeehaft und oberflächlich gezeichnet.



    Was ich mich allerdings gefragt habe: Emma erzählt später, dass ihre Fachgebiete Paranoia und krankhaftes Lügen sind. Unter Paranoia leidet sie ja definitiv. Aber was, wenn sie auch vom Lügen betroffen ist? Ich vermute im Moment, dass die ganze Geschichte mit dem Hotelzimmer und dem Friseur vielleicht erfunden sein könnte (es gibt ja auch keine Beweise). Und zwar könnte sie es so erfunden haben, dass sie selbst glaubt, es sei real. Genau wie mit Arthur früher. Dazu passt auch die Äußerung des einen Mannes bei ihrem Vortrag: Woher will sie wissen, dass die Testperson (=sie selbst) nicht wirklich eine psychiatrische Störung hat? Sie könnte sich aus den Meldungen über den Friseur selbst eine Geschichte zusammengesponnen haben. Was meint ihr dazu?


    Eine interessante These, die Einiges erklären würde.
    Ich hoffe nicht, dass du uns damit auf die richtige Fährte gebracht hast (weil du das Buch ja schon kennst) :zwinker:!

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />


  • Und wer ist die geheimnisvolle Russin? Ich glaube, die spielt noch eine Rolle!


    Der Verdacht kam mir auch und zwar genau in dem Augenblick, als sie sagt: "Pass auf, dass dir nichts passiert". Das ist die gleich Satzstruktur wie "Hau ab, bevor es zu spät ist". Und es ist der einzige grammatikalisch richtig gesprochene Satz von ihr. Verdächtig.

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />


  • Ich hoffe nicht, dass du uns damit auf die richtige Fährte gebracht hast (weil du das Buch ja schon kennst) :zwinker:!


    Kein Sorge, ich kenne nur den Teil, den wir jetzt schon gelesen haben und noch ein Kapitel mehr. Sonst weiß ich gar nichts. Fitzek hat da geschickt Stellen ausgewählt, die noch nichts verraten.


    Übrigens: Am ersten Leserundentag den ersten Abschnitt zu lesen empfinde ich nicht als Vorpreschen :zwinker:


  • Übrigens: Am ersten Leserundentag den ersten Abschnitt zu lesen empfinde ich nicht als Vorpreschen :zwinker:


    War doch nur ein Scherz, weil ich gestern Abend extra nur das erste Kapitel gelesen habe und mir dachte - "nein, ich lese nicht den ganzen Abschnitt und poste gleich vorpreschenderweise heute morgen um 5.00 Uhr" - und dann guck ich heute morgen, und es war schon ein Beitrag da :entsetzt:!
    (Kein Regelverstoß, ich weiß... :smile:)

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Übrigens - ich finde das Buch haptisch ganz toll. Am Anfang dachte ich, dass die Pappe wenig wertig wirkt, inzwischen finde ich aber das Design richtig gut (und passend sowieso).


    Nochmal zu Arthur: Wenn Emma sich ihn Einbildet, warum trägt er einen Motorradhelm?

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Ich stimme euch zu. Der Anfang hat es wirklich in sich! Gleich zwei einschneidende Ereignisse in Emmas Leben, und Fitzek bricht kurz vor dem Höhepunkt ab! Sowas erhöht doch ungemein die Spannung! Dazu noch das Experiment!
    Ich habe bisher alle Bücher von ihm gelesen und es würde mich nicht wundern, wenn Emma von ihrer Kindheit aus so gestört ist, dass sie bei den nachfolgenden Ereignissen Realität mit Wahn verbindet. Wahrscheinlich trägt Arthur deshalb auch einen Motorradhelm. Aber wie ich Fitzek kenne, liege ich bestimmt wieder total falsch mit meinen Vermutungen...

  • Ich habe den Abschnitt heute morgen im Zug von Berlin nach Hamburg gelesen und kenne zumindest die erwähnten Straßen ganz gut. Vor allem fahre ich jeden Tag am Savignplatz vorbei wo Emma gefunden wurde.


    Zum Prolog: Als Kind kann man sich ganz schön viel einbilden und wenn Eltern die Ängste der Kinder nicht ernst nehmen und so reagieren wie der Vater von Emma ist es natürlich besonders schlimm. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob Emma sich das alles eingebildet hat, oder ob Arthur doch real war ?



    Nachdem ich den Prolog gelesen hatte, war ich der festen Überzeugung, dass ihre Eltern von Arthur getötet wurden.

    Genau das habe ich auch gedacht.


    Bis jetzt kann ich ehrlich gesagt noch nicht viel sagen, weil die Charaktere noch recht oberflächlich beschrieben sind. Selbst Emma kann ich noch nicht einschätzen. Das Buch liest sich gut und es ist spannend, aber ich kann noch nicht einschätzen was real ist und was nicht. Vor allem bei Fitzek gibt es immer unerwartete Überraschungen.


    Selbstversuch in der Psychiatrie: Das ist sehr gewagt und auch gefährlich. Und wenn ich wüsste, dass die Patienten nicht richtig behandelt werden würde ich mich nicht in die Situation bringen wollen, dass ich mich selbst einweise. Mein Angst wäre, was ist wenn ich nicht mehr raus komme?


    Zanks These könnte zum Teil richtig sein. Ich meine sie lebt in Berlin. Sie muss doch das Hotel kennen und selbst wenn bei ihr quick Check in gemacht wurde und sie die Schlüsselkarte vorher erhielt muss sie doch irgendwie zum Hotel fahren. Wie kann sie denken sie sei im Hotel und ist irgendwo ganz anders ? Vor allem im Zimmer müssen doch das Logo vom Hotel sein und sie hat ja auch die Shampoos im Bad benutzt also hoteleigene Produkte.... Irgendetwas ist komisch.


    Nehmen wir an sie wurde vergewaltigt, wieso ist sie noch am Leben ? Denn Serienmörder haben meisten ein Schema und wenn der Täter Prostituierte vergewaltigte und sie danach tötete warum dann auch nicht sie ?


    Dann die Nachricht im Spiegel. Schon gruselig. Wer hat es da geschrieben ? Eine der Opfer, oder jemand ganz andere? Oder sie hat sich das eingebildet... Ich jedenfalls hätte ein Foto davon gemacht.


    Das Paket ist schon bei ihr angekommen. Mich wundert es aber, dass sie es überhaupt angenommen hat, weil als der Postbote da ist wird ja geschildert wie verrückt sie sich gemacht hatte, als sie für eine Nachbarin ein Päckchen gegengenommen hat und wie unerträglich es für sie war nicht zu wissen wann die Nachbarin bei ihr im Haus klingelt um ihr Paket abzuholen.... Aber wenn sie so ein Wrack ist und total Paranoid wieso nimmt sie das Paket überhaupt an ???


  • Selbstversuch in der Psychiatrie: Das ist sehr gewagt und auch gefährlich. Und wenn ich wüsste, dass die Patienten nicht richtig behandelt werden würde ich mich nicht in die Situation bringen wollen, dass ich mich selbst einweise. Mein Angst wäre, was ist wenn ich nicht mehr raus komme?


    Ich sehe das wie du und hätte mich an Emmas Stelle auch niemals in so eine Situation begeben. Andererseits braucht es manchmal einfach solche Leute, die außergewöhnliche und auch gefährliche Dinge tun, um etwas zu verändern. Wir haben im Buch ja schon schön gesehen, was sonst passiert: Bei jeder anderen Person wäre jetzt ihr Geisteszustand in Frage gestellt worden, nur damit die aufgedeckten Missstände kleingeredet werden können.



    Aber wenn sie so ein Wrack ist und total Paranoid wieso nimmt sie das Paket überhaupt an ???


    Gute Frage! Damit wir ein spannendes Buch zu lesen haben? :breitgrins:


  • Ich sehe das wie du und hätte mich an Emmas Stelle auch niemals in so eine Situation begeben. Andererseits braucht es manchmal einfach solche Leute, die außergewöhnliche und auch gefährliche Dinge tun, um etwas zu verändern.


    Ich denke auch, Selbstversuche sind bei Ärzten (historisch gesehen) relativ häufig.




    Gute Frage! Damit wir ein spannendes Buch zu lesen haben? :breitgrins:


    Sie war kurz abwesend, um über die Folgen der Annahme nachzudenken, dann hat's ihr der Postbote in die Hand gedrückt.
    Postboten sind darin Meister, Pakete loszuwerden: Auch ich hatte kürzlich ein Paket für einen Nachbarn in der Hand, für den ich keinesfalls etwas angenommen hätte. Als ich es merkte, war der Postbote über alle Berge (er hatte mich dreist angelogen, dass es für mich wäre :grmpf:).

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    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />


  • Postboten sind darin Meister, Pakete loszuwerden: Auch ich hatte kürzlich ein Paket für einen Nachbarn in der Hand, für den ich keinesfalls etwas angenommen hätte. Als ich es merkte, war der Postbote über alle Berge (er hatte mich dreist angelogen, dass es für mich wäre :grmpf:).


    totlach
    Das hatte ich noch nicht. Aber ich habe mal für eine Nachbarin eine Sendung (Versandapotheke) angenommen. Wie üblich hat der Postbote mir gesagt, er wirft ihr einen Zettel in den Briefkasten. Dann habe ich mehrere Tage meine Wohnung nicht verlassen (keine Angststörung, sondern Studentenstress) und wunderte mich, warum sie denn gar nicht vorbei kommt, um das Paket abzuholen. Als ich das nächste Mal meinen Briefkasten öffnete, wusste ich warum: Die Benachrichtigung "Ihre Sendung liegt bei Zank" lag in meinem Briefkasten. :rollen:

  • Nachdem ich den Prolog gelesen hatte, war ich der festen Überzeugung, dass ihre Eltern von Arthur getötet wurden. Was ja anscheinend nicht geschehen ist. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass sie sich den nur eingebildet hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er echt war, aber vielleicht irre ich mich auch komplett.


    Mir kam es auch eher so vor das Arthur echt war, ist aber nur so ein Gefühl, bin jetzt schon gespannt auf die Auflösung.

  • Übrigens finde ich die Nachricht am Spiegel ziemlich interessant und unheimlich. Ich wäre gar nicht darauf gekommen, dass der vorherige Gast die Nachricht hinterlassen haben könnte und wäre an Emmas Stelle wohl auch ziemlich in Panik geraten. Fitzek hat dazu erzählt, dass einer Freundin genau das im Urlaub passiert ist und sie ihm daraufhin ein Foto schickte und schrieb „Hey, das könnte aus einem deiner Bücher sein“ und er so „gute Idee, danke“ :breitgrins:


    Was ich mich allerdings gefragt habe: Emma erzählt später, dass ihre Fachgebiete Paranoia und krankhaftes Lügen sind. Unter Paranoia leidet sie ja definitiv. Aber was, wenn sie auch vom Lügen betroffen ist? Ich vermute im Moment, dass die ganze Geschichte mit dem Hotelzimmer und dem Friseur vielleicht erfunden sein könnte (es gibt ja auch keine Beweise). Und zwar könnte sie es so erfunden haben, dass sie selbst glaubt, es sei real. Genau wie mit Arthur früher. Dazu passt auch die Äußerung des einen Mannes bei ihrem Vortrag: Woher will sie wissen, dass die Testperson (=sie selbst) nicht wirklich eine psychiatrische Störung hat? Sie könnte sich aus den Meldungen über den Friseur selbst eine Geschichte zusammengesponnen haben. Was meint ihr dazu?


    Das ist ja interessant, hätte ja nicht gedacht das so was wirklich jemand macht. Ist echt gruselig, und auf das Zimmermädchen kann man sich auch nicht verlassen, man sollte doch meinen das sie alles säubern bevor ein neuer Gast einzieht.


    Ich finde es auch alles etwas komisch, vielleicht hast du recht, würde so manches erklären und sie war ja schon als Kind mal in Behandlung.

  • Gut finde ich, dass es um psychologische Themenfelder geht. Auch die Protagonistin ist mir sympathisch, weil sie selbst menschliche Abgründe zeigt.


    Oh ja das hat mich auch sehr gefreut mal wieder so einen Thriller von ihm zu lesen, finde das auch immer spannend und die anderen Bücher von Fitzek die in diese Richtung ging fand ich auch echt gut.


  • Das ist ja interessant, hätte ja nicht gedacht das so was wirklich jemand macht. Ist echt gruselig, und auf das Zimmermädchen kann man sich auch nicht verlassen, man sollte doch meinen das sie alles säubern bevor ein neuer Gast einzieht.


    Fitzek meinte, das wäre sogar ein relativ geläufiger "Scherz". Manche schreiben einfach nur "Hallo" oder malen eine Sonne und andere schreiben eben mal eine gruselige Botschaft. Genau in der Hoffnung, dass der Zimmermädchen aufgrund des Zeitdrucks nicht ganz so genau putzt.