Sabaa Tahir - Elias & Laia. Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von tári.

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    Zum Inhalt:


    Lang erwartete Fortsetzung von Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken: Das Schicksal hat Elias und Laia zueinander geführt und im Kampf gegen das Imperium geeint. Laia hat Elias vor der Hinrichtung bewahrt, und als Gegenleistung hilft Elias ihr, durch die Tunnel unterhalb von Schwarzkliff zu fliehen. Der Plan: Sie wollen die Stadt verlassen und den weiten Weg durch die Wüste bis nach Kauf einschlagen. Dort sitzt Laias Bruder im Gefängnis. Um ihn zu befreien, braucht Laia Elias‘ Hilfe. Auf ihrer Flucht bleibt kaum Zeit für die Frage, was sie außer dem gemeinsamen Feind noch miteinander teilen. Doch noch immer ist da dieses Gefühl, das sie vom ersten Moment zueinander hingezogen hat -


    Zur Autorin:


    Sabaa Tahir arbeitete nach dem Studium bei der Washington Post. Eine Recherche für die Zeitung inspirierte sie dazu, ihren ersten Roman Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken zu schreiben. Nun erscheint endlich die sehnlichst erwartete Fortsetzung.


    Meine Meinung


    Dystopische Fantasyreihen gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer. „Elias & Laia“ spielt zwar nicht auf der Erde sondern in einer fiktionalen Welt, die sehr pessimistische düstere Züge hat, mit einem bitterbösen Herrscher, der alle mit Gewalt und Grausamkeit unterdrückt und deshalb stark an Geschichten wie z.B. Panem erinnert. „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ ist der zweite Teil einer fünfteiligen Reihe der amerikanischen Autorin Sabaa Tahir.


    Die Geschichte schließt nahtlos an den ersten Teil „die Herrschaft der Masken“ an und man kommt anfangs kaum zu Atem vor Action. Ich musste mich deshalb ein paar Seiten erst mal wieder zurechtfinden. Aber dann war ich erneut gefangen von den starken Charakteren und der interessanten Fantasywelt.


    Elias und Laia können den Truppen des Imperators entkommen und beschließen auf ihrer Flucht, dass sie Laias Bruder aus den Fängen der Feinde befreien müssen. Aber der Kampf gegen die Kommandantin ist an Elias nicht spurlos vorübergegangen und das ganze Unternehmen droht deshalb zu scheitern. Sie benötigen jede Menge Hilfe und Unterstützung, wenn sie ans Ziel gelangen wollen. Und dabei ist es gar nicht klar, ob der Bruder überhaupt noch lebt.
    Elias beste Freundin Helena ist derweilen zum Blutgreif befördert worden und auf der Jagd nach den beiden Flüchtenden. Der Imperator hat ihre Familie als Druckmittel gegen sie eingesetzt und sie kennt Elias gut genug um seine Pläne zu durchschauen und sich ihm dicht an die Fersen zu heften.


    Das Buch ist sicherlich nichts für jüngere Leser. Die Altersgrenze 14 Jahre, die vom Verlag angegeben wird, sollte man in diesem Fall wirklich einhalten. Es ist eine rabenschwarze Welt, in der Tod und Folter zum Alltag gehören. Es sterben jede Menge Leute, zum Teil sind die Szenen wirklich blutig und erschüttern den Leser und die Protagonisten gleichermaßen. Ich hatte mehr als einmal den Eindruck es wäre eine jugendlichere Form der Abercrombie-Bücher um den Barbar Logan.


    Mir hat auch dieser zweite Teil ausnehmend gut gefallen. Neben den harten Abschnitten gab es natürlich auch ein paar zarte Gefühle für die weibliche Leserschaft. Einige Wendungen haben mich überrascht und die Autorin schafft es auch, neue Elemente in die ausgetretenen Fantasypfade zu bringen – so etwas schätze ich sehr. Ich hoffe sehr, dass der dritte Teil kein ganzes Jahr auf sich warten lässt und freu mich schon darauf.


    5ratten


    Titel angepasst. LG, Valentine

    :lesen:Das Labyrinth des Fauns - Cornelia Funke



    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()

  • Achtung: Spoilergefahr! Bitte nur lesen, wenn ihr den ersten Band schon kennt!


    Die Geschichte von Elias und Laia geht weiter. Nachdem sie aus Schwarzkliff fliehen konnten, wollen sie Laias Bruder aus dem Gefängnis befreien. Helena ist ihnen dabei jedoch dicht auf den Fersen. Und nicht nur das: Das Imperium droht ins Chaos zu stürzen, da verschiedene Parteien an die Macht streben.


    Das Buch knüpft nahtlos an den ersten Band an. Mir fiel es stellenweise etwas schwer, in die Geschichte hineinzufinden, da mir viele Details nicht mehr präsent waren und da hier leider auch wenig zusammengefasst wird. Idealerweise liest man die Bücher als direkt hintereinander. "Eine Fackel im Dunkel der Nacht" ist jedoch nicht der letzten Teil - laut Homepage der Autorin sollen mindestens noch zwei Bände folgen.


    Wie im ersten Teil konnte mich Sabaa Tahir mit ihrem mitreißenden Schreibstil begeistern. Auch die Welt, die sie erschaffen hat, ist interessant gestaltet und auf ihrer Reise lernen Elias und Laia einige spannende Charaktere kennen. Die Figuren gehören sicherlich weiterhin zu Tahirs Stärken, denn sie schafft es, ihnen Leben einzuhauchen - vom kleinen Sklavenjungen bis zum mächtigen Dschinn. Auffällig sind hierbei die vielen starken Frauen.


    Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Laia, Elias und Helena erzählt. Besonders Helenas Kapitel und auch die späteren von Elias lassen den Leser den Atem anhalten. Teilweise werden Folter- und Mordszenen geschildert, die für 14-Jährige vermutlich etwas zu heftig sind. Ich würde das Buch also eher älteren Jugendlichen oder Erwachsenen empfehlen.


    Alles in allem hat das Buch wieder viel Lesespaß bereitet und ich freue mich schon auf den nächsten Band (der leider erst 2018 erscheinen soll).
    5ratten + :tipp:

  • Fazit:


    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sodass ich einfach immer weiterlesen musste. Das habe ich so gar nicht erwartet. Und auch die Charaktere mochte ich wirklich gerne. Laia wurde ein großes Stückchen stärker, was mir wirklich gut gefallen hat. Einige Charaktere bleiben aber immer noch undurchsichtig und das macht es noch umso spannender. Es ist wurde noch lange nicht alles aufgedeckt.


    Bewertung:


    Das ist der zweite Teil der Reihe.


    Und ich bin wieder mitten im Geschehen und auf der Flucht mit Elias und Laia.
    Die Kapitel sind wieder zwischen beiden aufgeteilt. Manchmal schleichen sich auch andere Kapitel dazu, z. B. von Helena oder der Kommandantin. Diese sind sehr aufschlussreich.
    Die Flucht ist recht rasant und es passiert immer wieder was, so das mir nicht langweilig wird.
    Es ist wirklich spannend und bleibt das auch bis zum Schluss. Ich überlege immer wieder, wie es ausgehen könnte. Ein Plan bleibt auch in meinem Kopf, aber der wird am Ende wieder verworfen.


    Bei Elias vergesse ich immer wieder, wie stark er ist. Er würde eben hart trainiert und war eine Maske. Er hat einfach vieles verinnerlicht. Das zahlt sich auch in vielen Momenten aus.


    Laia muss in diesem Teil einige Entscheidungen treffen, in der sie etwas vorausschauend ist. Das finde ich sehr gut, denn so entwickelt sie sich auch weiter. Sie denkt noch immer viel an ihren Bruder, der in Kauf ist, den sie retten möchte.


    Bei den weiteren Charakteren gibt es bis zum Schluss immer wieder mal Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet habe, so gar nicht. Hut ab.


    5ratten

    :leser:

  • Titel: KurzRezi: Eine Jagd zwischen Leben und Tod – das Abenteuer geht weiter!


    Bewertet mit 4 Sternen


    KurzRezi: ACHTUNG: Rezension kann Spoiler enthalten!


    Der Inhalt...


    Nach den Ereignissen im Imperium fliehen Elias und Laia, um in Kaufs Gefängnis, Laias inhaftierten Bruder Darin zu retten. Leichter gesagt, als getan, denn Helena, neuer Blutgreif und rechte Hand des neuen Imperators, ist ihnen dicht auf den Fersen - mit einem klaren Auftrag: ihren einst besten Freund zu finden und zu töten...


    Meine Meinung...


    Anfangs hatte ich enorme Probleme in die Geschichte zu finden. Die Handlung des ersten Teils war mir nicht mehr ganz so geläufig (da schon etwas länger her) und eine kurze Rückblende der Geschehnisse aus dem vorigen Band sucht man leider vergebens. Im Laufe der Zeit kamen die Erinnerungen aber zurück und ich war wieder völlig in der Welt von Elias und Laia gefangen. Spannung auf jeder Seite; Lügen, Liebe, Tod und Folter – das alles erwartet einen auf den knapp 500 Seiten dieser Fortsetzung. Besonders toll fand ich die Kapitel aus Elias Sicht. Ich mochte ihn schon im ersten Teil total gerne: Ein junger Mann, gefangen zwischen totalitären Zwängen und Andersdenken. Ich finde Elias ist ein wahnsinnig interessanter und vielschichtiger Charakter: Einerseits will er ein besserer Mensch werden; Leuten helfen und seine Vergangenheit am liebsten vergessen und ausradieren – doch andererseits lässt ihn sein Dasein als Maske nicht los. Sie ist wie ein Geist der ihm überall hin folgt. Los wird man ihn erst, wenn man sich seiner Vergangenheit, und vor allem seinen vergangenen Taten, stellt. Und vor genau dieser Aufgabe steht Elias. Laia war mir auch in diesem Band wieder sehr sympathisch. Ich bin immer noch erstaunt wie unermüdlich sie nach ihrem Bruder sucht – und zwar egal wer oder was sich ihr in den Weg stellt! Darin zu finden hat oberste Priorität, doch auch die hat ihren Preis. Laias Vertrauen wird in diesem Band auf eine harte Probe gestellt: Wer steht wirklich auf ihrer Seite und wer lügt? Auch ich hab bis zum Schluss nicht geahnt, wer hier ein falsches Spiel spielt und war sehr überrascht – da hat uns die Autorin wirklich aufs Glatteis geführt! Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Kapitel um Laia mit am uninteressantesten fand. Ich kann gar nicht sagen wieso, aber ich fand, dass Laia, im direkten Vergleich mit Band 1, etwas „lascher“ geworden ist. Sie war zwar immer noch stark und stur wie ein Esel, wenn es darum ging ihren Kopf durchzusetzen (Wuhu, Frauenpower!), aber dieses Feuer, dass in ihrer Brust brannte, war leider nur noch ein Flämmchen. Auch wenn man in diesem Zusammenhang erwähnen sollte, dass es hier an starken Frauen nur so wimmelt! Zum Beispiel Afya und Helena, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Besonders die Stammesfrau hat deutlich Courage gezeigt. Apropos Helena: Ich fand es toll, dass sie in diesem Band ihre eigene Stimme bekommen hat. Das hat sie mir noch einen Tick näher gebracht. Ihre Kapitel fand ich, neben denen von Elias, mit am spannendsten. Besonders ihre familiäre Situation und die Veränderungen des Landes durch den neuen Imperator waren sehr interessant zu beobachten – und natürlich wie Helena mit ihrer neu gewonnen Rolle als Blutgreif umgeht.


    Die Atmosphäre in Sabaa Tahirs Büchern ist wirklich sagenhaft einzigartig. Düster und geradezu bedrückend wird die Geschichte rund um unsere zwei Helden erzählt. Ein Setting wie aus 1001 Nacht, aber die Stimmung ist wirklich alles andere als „märchenhaft“. Achtung hierbei: Besonders die Folterszenen haben es in sich! Besonders zart besaitete Leute sollten sich dessen bewusst sein, dass hier nicht an Blut gespart wird (und die weiterhin skrupellose Keris macht das Ganze nicht gerade besser...). Ich, normalerweise auch eher kein blutiger Freund, fand die Stimmung allerdings perfekt und genau passend für eine Geschichte dieser Art: Dunkel, schonungslos ehrlich und eben einfach einzigartig. Auch Magie und Fantasie spielen in diesem Band, mehr denn je, eine Rolle. Sowohl Elias, als auch Laia entdecken auf diesem Gebiet neue Möglichkeiten... Toll, dass auch dies einen Platz findet.


    Die Dreiecks- oder vielmehr Vierecksgeschichte hielt sich Gott sei Dank sehr im Hintergrund. Ich kann also jeden beruhigen, der solch etwas bereits befürchtet hat! Ja, es wird in der Geschichte angeschnitten, allerdings ist der Stellenwert so minimal, dass es mich (als inoffizielle Vorsitzende des „Wir hassen Dreiecksbeziehungen“-Clubs ^^) kaum bis gar nicht gestört hat – zum Glück!


    Das Fazit...


    Keine Frage: Ein toller zweiter Band! Durch minimale Kritikpunkte konnte er mich nicht ganz so schwer begeistern wie „Die Herrschaft der Masken“, trotzdem hab ich mich rundum gut unterhalten gefühlt. Und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil! Der soll aber leider erst 2018 erscheinen. (*Geduld ist eine Tugend*^^)

  • Sabaa Tahir - Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht - ONE


    Elias und Laia sind auf der Flucht aus Schwarzkliff. Laia hat Elias Hinrichtung verhindert. Nachdem die mutige Kundige halb Schwarzkliff in die Luft sprengte und die Akademie dem Erdboden gleich machte, sind sie auf der Flucht. Noch mit Ascheregen im Haar, rennen sie der Freiheit entgegen. Ein letzter Gruß von Helena begleitet sie in die tiefen Tunnel, die wie ein Labyrinth unter der Maskenstadt nach Serra verlaufen. Welche Abzweigung ist die Richtige, welche bedeutet den Tod? Doch das Hallen von Fersengetrappel ringt ihnen eine schnelle Entscheidung ab, die schwarzen Garde ist dicht hinter ihnen.


    Die Auguren sagten ein neues Zeitalter voraus, denn der damalige Imperator würde seine Linie nicht fortsetzen. Die vier Anwärter, Elias, Helena und die düsteren Zwillinge Marcus und Zac mussten um den Titel kämpfen, nur zwei davon war es bestimmt zu überleben.


    Helena ist nun Blutgreif des neuen Imperators, sein verlängerter Arm, der Elias zur Strecke bringen soll, sie soll Marcus helfen, Stärke zu demonstrieren.
    Die Insignie des Blutgreifs, der schwere Goldring, bringt Helena kein Glück, er schützt sie nicht vor dem grausamen Verhör, das die Kommandantin Keris Veturia anordnet. Sie weiß, das Helena Aquilla ihrem Sohn geholfen haben muss, doch weder Blut noch Schmerz brechen Helenas Loyalität zu Elias.


    So schnell, wie ein Atemzug das Blut in Wallung bringt, nimmt Helena, in ihrer Funktion als Brlutgreif, die Verfolgung auf. Sie muss ihn finden, bevor es die Kommandantin tut.
    Elias und Laia haben ein Ziel: In ein uneinnehmbares Gefängnis einbrechen und ihren Bruder Darin, nebst aller anderen Insassen zu befreien.
    Doch der Weg dort hin, ist wie ein Dorn und die Wüste sein giftiger Widerhaken.


    Mit Leidenschaft, Erhabenheit und Herzblut erzählt Sabaa Tahir ihre spannende Fortsetzung.
    Die Frauen in ihrer Geschichte sind stark und lassen sich nichts gefallen, sie sind Helden und Hoffnungsträger. Ihr Wille ist gnadenlos und ihre Magie ein großes Geheimnis.
    Explosiv und fesselnd, ein tollkühnes Abenteuer! Zündstoff in Buchform!



    5ratten:tipp:

  • Hallo Ihr Lieben,


    nach der sehr schönen Leserunde hier im Forum kommt hier auch meine Meinung:


    Im zweiten Teil der Fantasy-Reihe um Elias & Laia geht die Geschichte nahtlos weiter. Als Leser wird man mitten ins Geschehen geworfen und da bei mir die Lektüre des ersten Teils schon einige Zeit her war, habe ich doch etwas Zeit gebraucht, um mich wieder in die Welt und die Geschehnisse einzufinden. Rückblenden gibt es keine und es empfiehlt sich den ersten Band auf jeden Fall zumindest zur Hand zu haben, um schnell nachblättern zu können.


    Zum Inhalt möchte ich jetzt hier gar nichts schreiben, da das einfach spoilern würde und es definitiv keinen Sinn macht diesen Teil ohne Kenntnisse des ersten Bandes zu lesen. Da die Reihe es aber auf jeden Fall wert ist, kann ich nur empfehlen die Bände der Reihe nach zu lesen.


    Wie schon im ersten Band wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Laia und Elias erzählt. Im Unterschied zu Teil eins kommt hier noch die Perspektive von Helena mit dazu, was dem ganzen Buch noch mehr Geschwindigkeit gibt, da diese unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen jede für sich sehr spannend ist und man sich gar nicht entscheiden kann, welche Perspektive man unbedingt weiter verfolgen möchte. Gleichzeitig zeigt die Autorin damit auch wieder schön, dass keiner ihrer Charaktere wirklich richtig einzuschätzen ist und ich wurde doch einige Male von Wendungen überrascht, die ich so gar nicht erwartet hatte. Dabei zeigt sich auch wieder, dass man nicht einfach die Personen in gut und böse einteilen kann und einfach jeder irgendein Geheimnis oder eine versteckte Motivation für seine Taten hat.


    Insgesamt ist dieser Teil noch weniger etwas für schwache Gemüter. Die Welt, die die Autorin skizziert, ist ziemlich brutal und auch wenn zum Glück nicht genau ins Detail gegangen wird, sind die Andeutungen und Hinweise schon immer grausam genug. Gleichzeitig gelingt es Sabaa Tahir aber auch sehr gut immer wieder einen Funken Hoffnung zu zeigen und darzustellen, dass es auch in einer grausam brutalen Welt gute Seiten gibt, wie Liebe, Vertrauen, Freundschaft etc. Dabei zeigt die Autorin aber klar, in welchen Spannungsfeldern sich die Protagonisten bewegen und welche Konsequenzen sie jeweils für ihre Entscheidungen dann tragen müssen.


    Alles in allem ein tolles Buch und eine sehr gelungene Fortsetzung von Band eins. Einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch fast nicht mehr weg legen und musste unbedingt wissen wie es weitergeht. Zum Glück lässt die Autorin einen nicht mit einem richtig fiesen Cliffhanger zurück, sondern beendet die Geschichte soweit möglich sehr zufriedenstellend, trotzdem fiebere ich jetzt schon dem nächsten Teil entgegen (insgesamt sollen es wohl fünf Bände werden). Ich kann dieses Buch daher nur weiter empfehlen und vergebe volle 5ratten.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)


  • Darf ich fragen, was dann eine lange Rezi für dich ist? :zwinker: Ich finde deine Rezension eigentlich ziemlich ausführlich :smile:


    Normalerweise mache ich immer mehrere Unterpunkte: Inhalt, Charaktere, Geschichte, Schreibstil und Fazit. Die sind dann meist noch länger und noch einen Tick ausführlicher. Aus Zeitmangel hab ich dann mit den Kurzrezension angefangen, in der ich dann meine Meinung nicht gesondert zu den Themen aufschreibe sondern eher wild drauf los. Der Name passt nicht ich weiß, aber irgendwie weiß ich nicht wie ich es sonst nennen soll :breitgrins:

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    Inhalt:


    Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten -



    Cover & Klappentext:


    Das Cover hat mich schon mehr angesprochen, als dass Erste. Es sieht wieder der Story entsprechend historisch aus. Auch die Kampfarena ist wieder zu sehen. Das Oberhighlight: Der Titel glitzert golden. ♥


    Der Klappentext verspricht viel. Ich bin gespannt, wie die Story weiter geht! Auch interessant, dass Helena einen größeren Part spielen wird.



    Rezension:


    Bei diesem Buch hatte ich doppeltes Glück! Denn dieses Buch habe ich sowohl bei BlogDeinBuch als auch bei WasLiestDu gleichzeitig gewonnen!
    Das Gute für Euch dabei: Natürlich kann ich wenig mit 2 Exemplaren anfangen, daher darf nach Nachfrage beim Verlag 1 Exemplar verlosen! Also schaut demnächst auf dem Blog mal wieder vorbei. :)
    Kaum hab ich angefangen, diesen zweiten Teil zu lesen, das wurde man gleich vollgepackt mit neuen Ereignissen. Man war direkt in der Story drin, was ich an sich gut finde. Doch die Lücken zum ersten Teil waren noch ein wenig da. Ich mag es an Büchern, wenn sie eine kleine Rückblende haben, wo man noch mal die wichtigsten Infos aus dem ersten Band bekommt. Hier gab es aber leider kein Vorkapitel, was nun aber auch nicht soooo schlimm war. Naja, der zweite Band ist auf jeden Fall ebenso spannend und unterhaltsam, wie der erste Teil, wie wir meine Notizen zeigen. ;) Langweilig wird es selbst im Mittelteil nicht, wie ich es neuerdings in nahezu jedem anderen Buch im Moment erlebe. Ich bin wirklich positiv überrascht. Alle Charaktere und ihre Geschichte werden sehr gut beschrieben. Die Umgebung und das Feeling sind die ganze Zeit über greifbar. Alles in einem eine super Fortsetzung, mit einem Cliffhänger am Ende. Bleibt nun nur noch das sehnsüchtige Warten auf den dritten Teil! Es wird wohl auch noch einen vierten Teil geben, was mich wieder ein wenig nervt. ;) Wenn ich mich recht entsinne, hieß es erst, es wird eine Dilogie, richtig? Dritter Teil, okay. Aber ein Vierter? Dann vielleicht doch noch ein Fünfter? Auch wenn die Autorin wirklich gut schreibt, reicht es doch auch irgendwann, oder was meint ihr dazu? ;)
    Okay, genug geschwafelt: Absolute Leseempfehlung! ♥



    Fazit:
    Erstes Buch, erstes Highlight! Ein muss für alle Fans des ersten Teils!

  • Der fantastische Young- Adult- Roman „Elias&Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ von der Autorin Sabaa Tahir ist der zweite Band nach „Elias&Laia – Die Herrschaft der Masken“. Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, dass man bereits den ersten Teil gelesen hat.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten.


    Auch beim zweiten Band ist der Schreibstil von Sabaa Tahir wieder sehr angenehm. Mit ihrer bildhaften Sprache schafft sie es, dass bei mir beim Lesen Bilder im Kopf entstehen, sodass ich mir die unterschiedlichen Schauplätze und auch die Charaktere, die darin wandeln, gut vorstellen kann. Der Einstieg in „Elias&Laia- Eine Fackel im Dunkel der Nach“ erfolgt rasant. Man ist sofort wieder mitten im Geschehen und muss zusammen mit den beiden Protagonisten Laia und Elias vor Soldaten der Regierung fliehen. Kurze Rückblenden, die das bisher Geschehene zusammenfassen, sucht man hier vergebens bzw. sind diese wirklich nur sehr knapp gehalten. Dass ich den ersten Teil gelesen hatte, liegt schon etwas länger zurück, sodass ich mich erst mal an die gegenwärtige Situation gewöhnen musste. Aber nach ein paar Seiten ist die anfängliche Startschwierigkeit verflogen und ich war wieder mitten im Geschehen. Die Atmosphäre hat etwas bedrohliches und düsteres an sich, dies hat mir persönlich gut gefallen. Es passt zum Inhalt des Buches: hier wird von Machtgefügen, Intrigen, Kampf gegen den Widerstand aber auch den Kampf gegen das Imperium und auch von der Suche nach Elias von Seiten der Regierung berichtet. Viele gefährliche Situationen werden erzählt und nicht selten ist die Bedrohung spürbar. Nicht selten wird von Gewalt erzählt. Diese wird jedoch gekonnt in das Geschehen mit eingebunden, sie übernimmt nicht die Oberhand und dennoch ist die Gewalt deutlich spürbar. Besonders die Szenen im Gefängnis von Kauf sind durch Gewalt und Folter geprägt. Leser mit schwachen Nerven werden in diesen Passagen an ihre Grenzen gebracht. Auch ist das Buch durchweg spannend geschrieben, es passieren einige unvorhersehbare Wendungen und auch das Ende konnte mich überzeugen. Tahir schafft es auf vielen verschiedenen Ebenen Spannung zu erzeugen. Sei es der innere Konflikt der jeweiligen Protagonisten, die Flucht vor der Regierung, der geplante Befreiungsversuch von Laias Bruder oder auch die Dreiecksbeziehung zwischen Laia, Elias und Kinan – um ein paar Beispiele zu nennen. Mir hat gefallen, dass diese Liebesbeziehung nicht allzu viel Raum einnimmt, dass das Buch auch durch andere Aspekte bestehen kann. Die Autorin Tahir hat es nicht nötig, diese verzwickte Liebesbeziehung unnötig auszuschlachten oder ihr zu viel Raum in diesem Buch einzugestehen, sie kann auch durchaus Spannung durch vielseitigere Situationen erschaffen. Positiv möchte ich auch den durchdachten Plot hervorheben. Ich hatte das Gefühl, dass ein roter Faden erkennbar ist. Der Plot wirkte auf mich durchdacht, die Autorin hat sich bereits vor dem Schreiben des zweiten Bandes Gedanken gemacht, in welche Richtung das Buch verlaufen soll und was sinnvolle Wendungen sind.
    Im Vergleich zum ersten Band wird im zweiten Teil aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zu der jeweiligen Perspektive aus der Sicht von Elias und Laia kommt noch der Erzählstrang von Helena hinzu. Dies hat mir persönlich gut gefallen. Auch ist es sinnvoll, da Helena jetzt der Blutgreif des Imperators Marcus ist, erfährt man aus ihrer Sicht, was sich bei der Gegenseite zuträgt. Helena ist zusätzlich ein interessanter Charakter, der einen inneren Konflikt austrägt. Ich finde ihre Zerrissenheit ziemlich interessant. Helena bekommt den Auftrag, den Verräter Elias zu suchen und zu jagen und anschließend soll sie ihm an den Imperator überführen, damit dieser ihn öffentlich hinrichten lassen kann. Jedoch war Elias immer Helenas bester Freund, aber auf der anderen Seite ist sie dem Imperium treu ergeben und dann wird auch noch ihre Familie bedroht, wenn sie Elias nicht überführt. Diese innere Zerrissenheit wird gut dargestellt und umgesetzt. Laia hat sich im Vergleich zum ersten Teil auch weiterentwickelt. Sie ist nicht mehr das hilflose Mädchen, wie im ersten Band, welches noch total überfordert mit der Situation war. Sie ist reifer geworden und stellt sich ihrer Aufgabe. Dennoch ist sie immer noch recht passiv und ich hoffe, dass ihre charakterliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat: Ihre Gabe, die sich im Verlauf des Buches zeigt und auch weiterentwickelt. Ich finde, dies passt nicht ganz zur bisherigen Geschichte, dennoch bin ich gespannt, ob auch diese sich noch weiterentwickeln wird. Auch im zweiten Teil hat mir Elias wieder gut gefallen. Ich mag auch seinen inneren Konflikt. Er fühlt sich für das Leid verantwortlich, dass er unter den Leuten gesät hat, als er noch eine Maske war. Er hadert stark mit seiner Vergangenheit als Maske. Auch macht er eine interessante Wendung durch. Hier bin ich richtig gespannt, in welche Richtung diese neue Entwicklung gehen wird. Aber auch die Antagonisten zeigen eine Tiefgründigkeit und haben ihre persönlichen Motive, die sie leiten und sie zu ihrem Handeln bewegen. Allgemein fiebert man mit den Charakteren mit und umso trauriger ist es, dass man sich im zweiten Teil wieder von liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss. Ich finde es jedoch gut, dass Tahir ihre Charaktere nicht schont und es dadurch realistischer gestaltet. Was wäre ein Kampf ohne jegliche Verluste?
    Der Cliffhanger ist so gestaltet, dass man gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Dennoch kann man als Leser erst mal mit dem zwischenzeitlichen Ende leben. Ich jedoch warte jetzt schon sehnsüchtig auf die Weiterführung der Geschichte.


    Alles in allem konnte mich die Autorin Sabaa Tahir mit „Elias&Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ wieder überzeugen. Die Story ist durchdacht und man fiebert die ganze Geschichte mit den jeweiligen Protagonisten mit. Mich hat dieses fantastische Buch in seinen Bann ziehen können, sodass ich 5 Sterne vergeben möchte. Auch eine Leseempfehlung für Leser von Young- Adult- Romanen möchte ich aussprechen.


    5ratten

  • Besser als der erste Band: voll mit Action, Gefahr und Abenteuer!


    Klappentext
    „Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden – und zu töten …“


    Gestaltung
    Da das Cover des ersten Bandes ein Männergesicht zierte, passt es nun natürlich wie die Faust aufs Auge, dass dem Betrachter beim zweiten Band ein Frauengesicht entgegenblickt. Die hellen Farben und Lichtpunkte finde ich dabei sehr cool, da das Cover so freundlich wirkt. Zudem passen die hellen Gelbtöne zum Setting des Buches, das an das alte Rom erinnert. Die Stadt und das Kolosseum am unteren Bildrand sind auch analog zum Cover des Vorgängerbandes wieder zu sehen, dieses Mal finde ich dies jedoch noch viel schöner, da man nun auch viele schöne Details entdecken kann. Mir gefällt es noch viel besser als das des ersten Bandes.


    Meine Meinung
    Der erste Band der „Elias & Laia“-Reihe ist eingeschlagen wie eine Bombe und ich habe vor allem die hohen Spannungs- sowie Actionanteile geliebt. „Die Herrschaft der Masken“ war ein rasantes Leseerlebnis, das die Messlatte für seinen Nachfolgeband ziemlich hochgelegt und dementsprechend anspruchsvolle Erwartungen in mir geweckt hat. Diese hat „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ für mich auch zufriedenstellend erfüllt, denn ich fand die Fortsetzung sehr gelungen.


    Auch in Band zwei wird es nämlich wieder spannend, actionreich und auch dramatisch! So sorgte die Handlung dafür, dass ich der Geschichte stets gebannt gefolgt bin. Ich hatte kaum Zeit, groß darüber nachzudenken, was als nächstes passieren könnte, denn ich war so gefangen genommen von der Handlung, dass ich mich einfach habe mitreißen lassen. Ich bin tief in die fantasiereiche Welt der beiden Protagonisten abgetaucht und habe ihre Geschichte sehr genossen, denn sie ist voll von dem, was ich so sehr liebe: Überraschungen, gefährlichen Abenteuern und ganz ganz viel Action! Es wurde mir nie langweilig!


    Zunächst brauchte ich einige Zeit, mich wieder in die Welt von Elias und Laia einzufinden, da dieser zweite Band nur wenig inhaltlich wiederholt (wer also die Handlung des ersten Bandes nicht mehr parat hat, sollte den Band nochmal querlesen). Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich mich aber schnell wieder zu Recht gefunden und mich an alle wichtigen Begriffe und Zusammenhänge erinnert. Toll fand ich, dass die Welt, die sich Autorin Sabaa Tahir ausgedacht hat, in diesem Band noch komplexer wird und dass wir Leser sie nun noch besser kennen lernen.


    Ich mag es sehr gerne, dass die Grundzüge dieses Buches an das antike Rom erinnern. Laias Kampf gegen das tyrannische Imperium liefert eine gute Grundlage, die viel Spannung und Konfliktpotenzial beinhaltet. Vor allem diese Konflikte fand ich beim Lesen sehr spannend. So gibt es nicht nur physische Auseinandersetzungen, sondern auch solche, die sich nur im Inneren einer Figur abspielen. Beide Aspekte fand ich sehr faszinierend und mitreißend. Beispielsweise war Helenas innere Zerrissenheit (sie soll ihren ehemaligen Freund Elias töten, hat aber aufgrund ihrer Verbindung Skrupel dies zu tun) für mich auch sehr packend, denn ihre Situation hat mich gefühlsmäßig sehr erfasst.


    Sabaa Tahir hat nicht nur Helenas Gefühle, sondern auch die der anderen gut dargestellt und transportiert. Die verschiedenen Empfindungen von Elias, Laia oder eben Helena konnte ich richtig gut nachfühlen und vor allem hat mich auch ihre Vielschichtigkeit beeindruckt. Beim ersten Band hatte ich noch kritisiert, dass die Figuren mich auf der Gefühlsebene nicht erreichen konnten, dies sah nun beim zweiten Band ganz anders aus! Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, mitgelitten und konnte ihre unterschiedlichen Emotionen auch sehr gut nachvollziehen, da es Gefühle sind, die jeder Mensch einmal hat. Dieses Stück „Normalität“ zwischen den phantastischen Handlungselementen fand ich zudem richtig toll, da es das Buch realistischer macht.


    Fazit
    Mit „Elias & Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ konnte Sabaa Tahir mich nun vollends überzeugen: eine spannende Handlung, die voller gefährlicher Abenteuer und Action ist trifft auf Figuren, die mich mitreißen können. Während die Charaktere mich im ersten Band auf der Gefühlsebene noch kaum berührt haben, ist dies im zweiten Band ganz anders! Die Konflikte, Gefühle und Erlebnisse der Figuren haben mich von der ersten bis zur letzten Seite an die Geschichte gefesselt!
    5 von 5 Sternen!
    5ratten
    Reihen-Infos
    1. Elias & Laia 01 – Die Herrschaft der Masken
    2. Elias & Laia 03 – Eine Fackel im Dunkel der Nacht
    3. ??? (erscheint voraussichtlich 2018 auf Englisch)
    4. ??? (erscheint voraussichtlich 2019 auf Englisch)

  • Ich fand das Buch auch wirklich richtig gut =) Ich hatte beide Bücher kurz hintereinander gelesen, was ich sonst eigentlich nicht mache, aber hier ging es einfach nicht anders ;)


    Laia und Elias sind auf der Flucht vor dem Imperium, mit einer Mission. Sie wollen Darin befreien, Laias Bruder, der der Schlüssel sein könnte für den Umsturz der Mächtigen. Derweil muss Helena sich als Bluthund behaupten und am Horizont erheben sich dunkle Wolken, die Intrigen mit sich bringen. Wem können die Freunde noch trauen? Wer ist Freund und wer Feind?


    Der zweite Band dieser Reihe beginnt genauso atemlos spannend, wie der erste endete. Ich wurde sofort von Elias und Laia mitgenommen auf eine Flucht durch die Katakomben der Hauptstadt und war folglich auch sofort wieder in der Geschichte drin, ohne dass ich es überhaupt bemerkte. Schließlich hatte ich alle Hände voll zu tun am Leben zu bleiben und den Feinden nicht in die Hände zu fallen! Die Autorin beginnt spannend, um die Leser an das Schicksal der beiden Protagonisten zu binden. Und das gelingt ihr sehr gut.
    In mehreren wechselnden Erzählperspektiven führt sie uns durch Buch. Da wären Elias und Laia. Alles wie gehabt und wie wir sie schon aus dem ersten Band kennen? Tja, ich habe jedenfalls leise gejubelt, als noch ein dritter Strang hinzu kam, nämlich der von Helena, vom Bluthund, die den Kontrast zu den beiden gesuchten Rebellen bildet und uns mit Neuigkeiten von der anderen Seite versorgt.
    Nach dem rasanten Anfang beruhigt sich die Handlung ein wenig. Doch von Langeweile kann keine Rede sein. Der Autorin gelingt der schmale Balanceakt zwischen dem Aufrechterhalten des Spannungsbogens, der charakterlichen Weiterentwicklung und der Raubtierfütterung. Raubtierfütterung? Nun, sie füttert uns informationsgierige Leser mit dem ein oder anderen interessanten Detail, die zumindest mir so manches Mal ein fassungsloses Ächzen entlockten.
    Auch wenn man schon am Anfang des Buches (oder am Ende des letzten Buches) wusste, wo die Reise in „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ hingehen würde, so verläuft der Plot keineswegs gradlinig und ich fühlte mich so einige Male, als hätte mich jemand von einem Moment auf den anderen unter eine kalte Dusche geschupst, so überraschend kamen für mich manche Ereignisse.
    Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll. Sie entführt uns in eine Welt, die über ein orientalisches Setting weit hinaus geht und ich fühlte mich von den ersten Seiten an zuhause. Die Bilder, die sie mir in den Kopf zauberte, waren teilweise wunderschön, teilweise atemlos und schrecklich.


    Sabaa Tahir schönt nicht. Weder in ihren Beschreibungen, noch im Geschehen um einige Protagonisten. So habe ich um mehrere Figuren gezittert. Namen zu nennen würde an dieser Stelle zu sehr spoilern, aber wir müssen uns ebenfalls von dem ein oder anderen liebgewonnen Charakter verabschieden, was ich nur folgerichtig finde, um ehrlich zu sein. Sie leben in einer grausamen Welt, die Opfer fordert und die Umstände, unter denen sie ihre Abenteuer bestehen müssen, sind auch nicht gerade hell und ungefährlich. In Folge dessen habe ich um jeden einzelnen Charakter gebangt.


    Ich war begeistert, zerstört, habe geweint und gelacht und bin mit einem gewaltigen Book-Hangover wieder aus den Seiten aufgetaucht. Das Buch lässt sich nicht anders als mit 5 Sternen bewerten, da in mir die Geschichte einerseits und die Charaktere auf der anderen Seite noch lange nachbrannten. Wie Fackeln im Dunkel der Nacht.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Im Rahmen der Februar-Leserunde lese ich:


    Sabaa Tahir - Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

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    Klappentext:


    Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten...


    Meine Leseeindrücke:


    Ich habe nun ca. die Hälfte gelesen und das ging schneller als erwartet. Das Buch beginnt direkt da, wo Teil 1 aufgehört hat - Elias und Laia flüchten aus den Katakomben von Serra. Ich habe Teil 1 vor ein paar Wochen erst gelesen und konnte mich daher ziemlich gut an die vorangegangenen Ereignisse erinnern: Elias entkam seiner Hinrichtung (unter Mitwirkung der Auguren und von Laia) und nun hat er Laia versprochen, sie nach Kauf zu begleiten, wo ihr Bruder Darin im Gefängnis einsitzt, und ihr zu helfen, diesen zu befreien.


    Nun wird also wieder ziemlich viel gekämpft und geflüchtet, was nicht uninteressant ist. Zwischendurch geht es manchmal sehr brutal zu (es gibt Folterungen). Zu den kapitelweise abwechselnden Sichtweisen von Elias und Laia kommt nun eine dritte, nämlich die von Helena, die mit der Verfolgung der beiden beauftragt ist und Elias zur Strecke bringen soll. Durch Helenas Kapitel erfahren wir die Sichtweise im Innern des Imperiums/der Martialen, die wir sonst nicht hätten, denn Elias und Laia sind ja nun zusammen unterwegs.


    Elias wurde zudem mit einem langsam wirkenden Gift vergiftet und ist dem Tode geweiht. Im Großen ist es ziemlich vorhersehbar, was passieren wird - sie werden Kauf erreichen und Darin befreien, und Elias wird ganz sicher nicht sterben. Nur wie das geschehen wird, ist nicht klar und ich hoffe, dass die Autorin noch ein paar Überraschungen bereithält. Besonders was Helena betrifft, scheint sich etwas anzudeuten, denn sie ist im Zwiespalt zwischen ihrer Treue zum Imperium und ihrer Liebe zu Elias. Das ist bis jetzt das Interessanteste am Buch. Sie hat ja noch ihre heilende Gabe in petto, die sie dringend entwickeln und beherrschen lernen sollte, wenn man an Elias' Zustand denkt...


    Laia dagegen wirkt ziemlich schwach, kann aber aufgrund der Umstände auch nicht viel tun. Aber sie entdeckt eine magische Gabe an sich, die noch nützlich werden könnte. Elias ficht seine eigenen Kämpfe mit seinem bevorstehenden Tod und seinen Schuldgefühlen aus.


    Soweit ganz gut, aber ein paar Kritikpunkte habe ich auch: stellenweise bleibt die Logik ein wenig auf der Strecke. Manchmal wird in einem Satz das eine gesagt und wenige Sätze später das genaue Gegenteil. Laia handelt manchmal sehr unverständlich und unbedacht. Manche Sätze sind in einem merkwürdigen Deutsch formuliert. Jetzt, auf S. 256, ist schon das zweite Mal die Rede von einem "Zeichensaal", in dem sich Leute treffen (in einem Palast). Was mag das wohl sein - ein Raum, in dem gezeichnet wird? Oder in dem Zeichen an die Wand gemalt sind? :zwinker: Oder wohl eher eine missglückte Übersetzung des englischen "drawing room", was eine Art kleiner Salon oder Empfangsraum ist - das würde vom Zusammenhang am besten passen, aber würde Sabaa Tahir als Amerikanerin und Einwanderertochter ein solches Wort benutzen? Wie auch immer, bei mir entsteht der Eindruck, dass Deutsch vielleicht gar nicht die Muttersprache der Übersetzerin ist, denn wie erwähnt gibt es noch mehr merkwürdig formulierte Textstellen.


    Außerdem fehlt mir im Buch eine Landkarte, es wird doch ziemlich viel herumgereist und manche Wege dauern viele Wochen, da wäre es gut zu wissen, wer wann wem wie nahe ist. Ein Glossar wäre auch nicht schlecht, da man doch einige der Begriffe mit der Zeit vergisst.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Ich bin mit dem Buch fertig und hier kommt mein abschließender Kommentar:


    Nach einigen Längen in der Mitte wurde es gegen Ende noch einmnal sehr spannend und rasant. Streckenweise war es mir fast zu unübersichtlich, hier habe ich wieder eine Landkarte oder einen Lageplan vermisst. Es gab einige Wendungen, die man so nicht voraussehen konnte, aber es trat auch einiges ein, das zu erwarten war. Einiges war sehr brutal. Insgesamt ist dieser zweite Band vom Charakter her doch ziemlich anders als der erste. Trotz des Titels "Elias & Laia" stiehlt Helena hier teilweise Laia (die über viele Kapitel sehr passiv bleibt) die Show. Ihre Aufgaben und Entscheidungen waren das eigentlich Interessante und Spannende. So, wie die Geschichte endet, wird es mit Sicherheit einen dritten Band geben, schätze ich mal. Ich werde den auch lesen, aber erst einmal habe ich genug von Elias, Laia und Helena.


    Bewertung:


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Achtung! Band 2 einer Reihe!!!


    Laia&Elias kommen aus unterschiedlichen Leben und doch vereint sie ein Ziel: Der Kampf gegen das Imperium! Laia hat Elias vor der Hinrichtung gerettet und nun sind sie gemeinsam unterwegs nach Kauf um ihren Bruder Darin aus den Fängen des Vorstehers zu retten und der Menschheit einen Weg aus dem Imperium zeigen zu können! Auch bleibt die undefinierbare Anziehungskraft zwischen den Beiden nicht verborgen....doch haben Elias&Laia eine Chance?


    Wie erging es mir mit dem Buch?


    Ich habe erst vor ein paar Wochen den ersten Band beendet und war damals mega begeistert! Die ganze Geschichte um Laia und Elias war etwas neues für mich und mit so vielen tollen Elementen gespickt, dass man es garnicht glauben kann, wenn man erst die letzte Seite gelesen hat und auch dieser Trend soll im zweiten Band fortgesetzt werden!
    Laia hat Elias aus den Fängen des Todes gerettet, vor dem Todesschlag von Helena - dem neuen Blutgreif - und nun sind sie gemeinsam auf den Weg zum Gefängnis nach Kauf um Darin zu retten! Doch stellt sich während der ganzen Reise die Frage, ob Darin wirklich noch am Leben ist und was aus ihm geworden ist! Was macht ein so schreckliches Gefängnis wie Kauf aus den Menschen, die ihm zum Opfer fallen? Wird Darin stark genug sein oder wird am Ende alles umsonst gewesen sein?
    Aber auch während der Reise werden unsere zwei Helden vor viele neue Probleme gestellt, von denen manche unüberwindbar scheinen und vielleicht auch sind!
    Allen voran erhebt sich ein Wesen, dass einem Gänsehaut bereitet. Also zumindest war es bei mir so! Aber die Spezies hat mir schon immer eine gewisse Art Respekt und Kribbeln beschert und so soll es auch hier nicht anders sein! Aber ich möchte noch nicht verraten um was es geht, ihr müsst es schon selbst herausfinden!
    Das Buch zeigt den Kampf von Laia und Elias gegen das Unbekannte, das Unüberwindbare und gegen soviel mehr noch! Wie lang wird ihre Hoffnung auf einen Ausweg bestehen bevor es der endgültigen Resignation weicht und alles aussichtlos erscheint?
    Auch hat die Autorin diesmal eine dritte Sichtweise eingearbeitet und zwar gibt es "Helena"-Kapitel! Denn auch sie hat es nicht einfach! Als Blutgreif muss sie dem Imperator dienen und soll ihre erste Liebe und besten Freund jagen und töten! Doch wird sie dafür stark genug sein? Wird sie die Grausamkeit aufbringen können Elias den Tod zu bringen? Behalten die Auguren recht und wird Helena Aquilla gebrochen?


    Vieles erschließt sich während des Buches, vieles bleibt offen, aber eines kann ich mit Bestimmtheit sagen! Es ist durchwegs spannend, nervenaufreibend und überraschend! Auch wenn einige Fäden durch die Kommandantin gezogen werden, ist nicht alles so wie es scheint. Denn es gibt jemanden, der soviel größer ist als sie, soviel mehr Macht besitzt als sie!


    Diejenigen, die den ersten Band geliebt haben, werden auch den zweiten mit Begeisterung lesen! Begebt auch auf neue Abenteuer mit Elias&Laia......es lohnt sich auf alle Fälle!!!


    Abschließend möchte ich meine Rezension mit einem tollen Zitat:


    Wo Leben ist, ist Hoffnung.

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    Darum geht's:
    Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten -
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    Meine Meinung:
    Der zweite Band rund um die Geschichte von Elias und Laia knüpft direkt dort an, wo Band 1 endete: die Flucht vor den Martialen. Man wird sofort in die Geschichte gezogen und würde das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ab der ersten Seite geht es nervenaufreibend los und diese Spannung bleibt der Geschichte auch während der ganzen 512 Seiten erhalten und steigert sich besonders zum Ende hin nochmal zu einem Höhepunkt. Durch zahlreiche Wendungen und unerwartete Plottwists bleibt die Geschichte unvorhersehbar, dramatisch und ergreifend. Doch der Preis dafür ist hoch. Die Autorin schreckt nicht davor zurück, ihre Figuren bluten oder gar sterben zu lassen und treibt sie wieder und wieder an ihre Grenzen.


    Schon in Die Herrschaft der Masken hat mich die Welt, in der die Geschichte sich abspielt ,unglaublich fasziniert. Regiert von Terror und Gewalt ist sie einerseits erschreckend und erscheint unglaublich trostlos, andererseits zwingt sie ihre Bewohner auch jeden Tag dazu, sich weiterzuentwickeln, sich dem Schrecken zu stellen und an ihm zu wachsen. Diese Gewaltherrschaft zeigt sowohl das Schlechte wie auch das Gute, das in den Menschen existiert, denn wo es Gewalt und Unterdrückung gibt, gibt es auch Mitgefühl, Freundschaft und die Bereitschaft, zu kämpfen und die Schwächeren zu verteidigen. Dieser im Buch gezeigte Kontrast regt zum Nachdenken an, denn oft verwischen auch in dieser Geschichte die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Viel wichtiger ist es hier, die Beweggründe zu hinterfragen.


    Auch die Charaktere wachsen an den vor ihnen liegenden Aufgaben, Herausforderungen und Problemen und bekommen so sogar noch mehr Tiefe als schon in Band 1. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Elias, Laia und Helena erzählt und gibt somit einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der drei Protagonisten. Obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen oder für etwas anderes kämpfen, sind ihre Schicksale doch miteinander verknüpft. Jeder dieser drei Charaktere hat mit einem inneren Konflikt zu kämpfen, dem er sich stellen muss. Helena steht beispielsweise zwischen ihrer Familie und ihrer Pflicht als neuer Blutgreif und ihren Gefühlen für Elias. Während der Geschichte muss sie immer wieder Entscheidungen treffen, die sie dazu zwingen, sich für eine Seite zu entscheiden und der anderen den Rücken zu kehren. Schon in Band 1 fand ich sie unglaublich stark, doch hier wird ihre Stärke und Loyalität noch einmal auf eine neue Probe gestellt. Als Blutgreif unter dem neuen Imperator Marcus liegt viel Verantwortung auf ihren Schultern und sie muss stets wachsam sein, um nicht geradewegs in eine Falle zu laufen.
    Elias und Laia sind gemeinsam unterwegs und kommen sich bei ihrer Flucht näher. Trotzdem bleibt die Romantik größtenteils Nebensache und lässt Platz für die eigentliche Handlung. Elias und Laia kämpfen nun für das gleiche Ziel, nämlich die Befreiung von Darin - Laias Bruder - aus dem Gefängnis Kauf. Während ihrer Reise müssen sie sich einigen Problemen stellen und auch sie tragen beide noch den Kampf mit ihrem Gewissen aus. Beide haben schon Fehler gemacht, die sie bereuen und am liebsten rückgängig machen würden, doch trotzdem können sie sich keine Verschnaufspause erlauben und müssen ständig an ihre Grenzen gehen. Zusammen bringen sie jedoch das beste des jeweils anderen zum Vorschein. Diese emotionsgeladene Atmosphäre geht auch am Leser nicht spurlos vorbei.


    Die Magie, die auch im Ansatz schon in Band 1 thematisiert wurde, verwebt sich hier immer mehr mit der Handlung und beeinflusst nun auch zunehmend die Figuren. Obwohl nun immer klarer wird, in welche Richtung sich die Geschichte noch entwickeln wird, bleibt trotzdem der Eindruck, als wäre alles möglich.
    Zum Ende hin bleiben zudem einige Fragen offen, die mich freudig Band 3 entgegenfiebern lassen. Ich bin gespannt, welche Steine die Autorin ihren Figuren noch so in den Weg wirft.


    Fazit:
    Elias und Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht konnte mich komplett überzeugen und gehört auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr. Es geht spannend, emotionsgeladen und nervenaufreibend weiter und durch einige unerwartete Wendungen und Plottwists bleibt es unvorhersehbar. Die Charaktere werden öfters auf die Probe gestellt und wachsen somit ständig an den neuen Herausforderungen über sich hinaus. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte vollständig in ihren Bann zu ziehen. Ich bin begeistert! Von mir gibt es absolut verdiente 5 von 5 Sterne.

  • Worum geht's?


    Elias war eine Maske, nun ist er ein Gejagter. Nicht nur seine Mutter, die Kommandantin von Schwarzkliff, trachtet ihm nach dem Leben, auch der Imperator hat seinen Blutgreif auf ihn angesetzt - Elias' beste Freundin Helena.


    Laia ist es gelungen, Elias vor der Hinrichtung zu bewahren und ihn für die Rettungsaktion zu gewinnen, ihren Bruder aus dem Gefängnis in Kauf zu befreien. Auf der Reise dorthin entdeckt sie an sich selbst eine neue, beunruhigende, aber auch mächtige Fähigkeit.


    Helena hat viel verloren und noch immer viel zu verlieren. Als rechte Hand des Imperators steht sie unter dessen Befehl und soll eine Mission ausführen, die ihr unmöglich erscheint: Elias töten.


    Was mich neugierig gemacht hat:


    Der erste Band von "Elias und Laia" war 2015 mein Jahreshighlight und demnach war "Eine Fackel im Dunkel der Nacht" eine mehr als heiß ersehnte Fortsetzung, die ich unbedingt lesen wollte.


    Wie es mir gefallen hat:


    Es ist immer schwer, an ein geniales Buch anzuknüpfen. "Die Herrschaft der Masken" hatte mich unglaublich fasziniert, und ich habe den zweiten Band mit gemischten Gefühlen beendet.
    In einigen Punkten hat Sabaa Tahir sich noch mal übertroffen, in anderen war ich ein wenig enttäuscht von den Entwicklungen.


    Ich konnte gut wieder in die nahtlos fortgeführte Handlung hineinfinden, mich aber nicht an alle Details erinnern und hätte an der einen oder anderen Stelle einen kleinen Rückblick brauchen können.


    Eine der größten Stärken der Geschichte ist die unterschwellige Bedrohung, die niemals ganz verschwindet, die Spannung und das Wissen, dass die Autorin ihre Charaktere niemals schont und sie immer wieder große Opfer bringen lässt. Dieser Linie bleibt auch Band 2 treu - wieder muss man mitbangen, mitleiden und auch Abschied nehmen.


    Die Hintergrundwelt bleibt so schillernd wie atmosphärisch, so detailliert wie erbarmungslos. Da unsere Protagonisten viel unterwegs sind, lernen wir in diesem Teil ganz neue Schauplätze kennen wie die Oasenstadt Nur oder Kauf, das düstere, todbringende Gefängnis, in dem Laias Bruder inhaftiert ist.


    Was die Charaktere angeht, findet eine gewisse Verschiebung statt.
    Helena bekommt ihre eigene Ich-Perspektive, was mich sehr gefreut hat. Ihre Geschichte wird dadurch noch vielschichtiger, weil man Einblicke in ihre Gefühlswelt bekommt.
    Dafür war Laia für mich nicht so greifbar wie noch im ersten Band - vielleicht eben gerade dadurch, dass Helena nun gegen sie als Figur stärker wirkt. Laia ist ein wenig passiv geworden und man hat das Gefühl, dass sie leicht in den Hinterhalt zu locken ist und sich etwas hängen lässt.


    Nicht so gut gefallen haben mir die neuen Fantasyelemente: Laia entwickelt eine Fähigkeit, die in meinen Augen irgendwie nicht so gut zur Atmosphäre des Buches passt, und Elias verbringt viel Zeit in der Zwischenstatt, wo er toten Seelen begegnet, die nicht weiterziehen können. Letzteres ging mir persönlich zu sehr in Richtung Mystery und wäre als Handlungsstrang nicht zwingend gebraucht worden.
    Generell habe ich das Gefühl, dass die Geschichte sich in viele unterschiedliche Stränge aufgesplittet hat und man aufpassen muss, dass einem nichts entgeht. Da sind die Dschinns und der Nachtbringer, die Vergangenheit von Laias Eltern im Widerstand, die verzwickte Beziehung zwischen Helena und Elias, Darins Bedeutung für die Kundigen und sein geheimes Wissen, die Zwischenstatt und alles, was sich dort mit der Seelenfängerin abspielt, die Intrigen der Kommandantin, Marcus' Schachzüge, die Auguren, ... - in jedem Fall eine komplexe Reihe.


    Obwohl einzelne Aspekte diesmal meinen Geschmack nicht so getroffen haben, wie Band 1 es geschafft hat, ist auch der zweite Teil ein beeindruckender Roman, den ich gern gelesen habe.


    (Für wen) Lohnt es sich?


    Für alle, die Band 1 mochten, ist dieses Buch natürlich ein Muss. Ich denke nach wie vor, dass es frühestens ab 14 Jahren geeignet ist.
    Den Auftakt der Reihe sollte man gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

    In einem Satz:


    Mit "Elias und Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht" legte Sabaa Tahir eine würdige Fortsetzung vor, die Helenas Geschichte mit in den Fokus nimmt, voller unerwarteter Wendungen steckt und trotz kleinerer Kritikpunkte in ihren Bann ziehen kann.


  • Elias beste Freundin Helena ist derweilen zum Blutgreif befördert worden und auf der Jagd nach den beiden Flüchtenden.


    Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen und finde gerade sehr interessant, dass Helenes Titel auf Deutsch Blutgreif heißt. Ein Greif ist ja doch ein sehr imposantes Tier und ich würde wahrscheinlich gar nicht hinterfragen, ob der Titel angebracht ist.
    Auf Englisch ist Helene nämlich der Blood Shrike. Da ich nicht wusste, was ein shrike ist, habe ich nachgesehen. Das ist eigentlich ein mittelgroßer Singvogel, der auf den ersten Blick sehr unspektakulär aussieht. Im Gegensatz zu anderen Singvögeln ist der shrike aber ein Fleischfresser und was ihn besonders macht, ist seine Art Tiere zu töten und zu fressen. Sie sind zum Beispiel dafür bekannt, ihre Opfer zuerst zu erschlagen und dann auf Dornen aufzuspießen, um sie sich für später aufzuheben. Deswegen wird er im Englischen wohl auch butcher bird genannt. Gesehen habe ich das nicht, aber ich kanns mir vorstellen.
    Diese Details und Symbolik gehen meiner Meinung nach in der Übersetzung verloren. Auf Deutsch heißen die Vögel übrigens "Würger".


    Edit: Übrigens gefällt mir nicht, wieso in den deutschen Übersetzungen das "Elias & Laia" vorangesetzt wurde. Die Titel würden doch auch wie bei den Originalen alleine ganz gut funktionieren oder?

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

    Einmal editiert, zuletzt von tári ()

  • Blutwürger führt aber auch eher zu falschen Assoziationen :breitgrins: da sieht man mal wieder die Schwächen einer Übersetzung.


    Warum der Titel so gewählt wurde... Keine Ahnung. Ich mag die jetzigen Untertitel sehr gerne und könnte sie mir gut als Haupttitel vorstellen. Aber das scheint ein genereller Trend bei Jugendbuchreihen zu sein. Im Englischen haben die das alle nicht nötig und im Deutschen wird irgendwas dazu konstruiert. :rollen: