Traci Chee - Das Buch von Kelanna - Ein Meer aus Tinte und Gold

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Traci Chee - Ein Meer aus Tinte und Gold - Carlsen


    Sefia wächst in einer Welt ohne Lesen und Schreiben auf, einer Welt ohne Buchstaben und Worte. Sefia hatte keine Freunde und durfte nie ein normales Kind sein. Aus Sicherheitsgründen, die nur ihre Eltern kennen, wohnt sie im Keller und den Weg zum Geheimgang kennt sie blind, allabendlich dieses Weg abzugehen ist ihr ein spielerisches Ritual. Sie hüten da so ein "Ding", es riecht nach Leder und Wald..
    Erst verschwindet ihre Mutter und dann findet sie ihren Vater ermordet auf. Jemand, der auf Schatzsuche war, aber keine Information über dessen Verbleib erhielt, hat ihn grausam ermordet. Doch Sefias Vater, klebt die Wahrheit noch immer an den Lippen, mit keinem Wort verrät er das kostbare Gut, das Sefia jetzt in ihrem Rucksack trägt und mit ihrem Leben beschützt. Allein die Tante Nin weiß davon, seit dem Attentat sind die beiden unzertrennlich, doch eines Tages wird auch sie entführt. Sefia kann kämpfen wie ein Löwe und die Suche nach ihrer Tante, bestimmt ihren Tagesablauf.
    Sefia befreit einen stummen, von Kämpfen gezeichneten Jungen, er ist schnell wie der Wind und treu wie Gold.
    Dieser Schatz ist ein Buch und plötzlich ergeben die seltsamen Zeichen für Sefia einen Sinn, sie bringt sich selbst das Lesen bei.
    Irgendeine selbsternannte höhere Instanz, hält es für richtig, die Menschen nicht an diesem Wissen teilhaben zu lassen. Unter dem Deckmantel des Friedens wird ein unglaubliches Geheimnis gezüchtet. Das Buch, das Sefia und Archer mit ihrem Leben verteidigen, birgt die Geschichte, von allen, die jemals existiert haben und werden.
    Das Geschriebene ist immer wahr! So wahr, dass sich Sefia selbst im Buch wiederfindet.
    "Bist du jemand, der liest, oder der, über den geschrieben wird?"


    Ein Jugendbuch der tausend Abenteuer, Legenden und Märchen, über alles legt sich der Zauber der Buchstaben. Eine tollkühne Geschichte mit einer starken Heldin.
    Das Buch ist ein echter Eyecatcher, mit dem tollen Gold-Design, sieht es aus, wie eine Schmuckausgabe. Der Carlsen-Verlag hat sich viel Mühe gegeben, einfach wunderschön!


    "Wie eine Revolverkugel, wie eine Explosion aus Schießpulver und Trauer, Schuld und Wut stürzte Sefia sich über den Schreibtisch. Ihr Messer blitzte auf. Papier flatterte hoch, wie aufgescheuchte Vögel."


    "Dies ist ein Buch!"


    4ratten

  • Ein Meer aus guten, spannenden Ideen und etwas Verwirrung im Mittelteil


    Klappentext
    „Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Sie führen sie nicht nur auf eine gefährliche Reise, sondern auch an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt. Gemeinsam wollen sie Nin finden – und den Tod von Sefias Vater rächen.“


    Gestaltung
    Atemberaubend, einfach atemberaubend! Ich liebe es, dass der Schutzumschlag passend zum Titel des Buches golden schimmert! Auch passt das Motiv auf dem Cover hervorragend zum Buch und dessen Inhalt. Besonders toll finde ich, dass das Buch auch im Inneren ganz besonders gestaltet ist, denn auf den Seiten finden sich immer wieder Fingerabdrücke, durchgestrichene Zeilen oder andere kleine Details. Diese gehören zur Geschichte und machen das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.


    Meine Meinung
    Schon allein die optische Gestaltung war für mich ein triftiger Grund, dieses Buch zu lesen. Dass dann zusätzlich noch das Lesen und Bücher in „Ein Meer aus Tinte und Gold“ eine wichtige Rolle spielen, hat mich nur noch mehr bestätigt: dieses Buch MUSS ich lesen. Und ich bin froh, dass ich es getan habe, denn Traci Chees Buch ist sehr außergewöhnlich und faszinierend. Ich muss aber auch sagen, dass mich dieses Buch ein wenig zwiegespalten hat, denn es gab auch Aspekte, die mir nicht so gut gefallen haben.


    Was mir besonders zugesagt hat war, dass in dem Buch (z.B. an den Seitenrändern) Fingerabdrücke oder andere Kleinigkeiten zu finden waren, die die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht haben, da sie den Rätselfaktor enorm erhöht haben. Beispielsweise fanden sich auch Zahlen im Text, deren Bedeutung ich sehr gerne herausgefunden habe. Hatte ich das Rätsel um die Ziffern gelöst, war das Ergebnis sehr bezaubernd und wundervoll. Da jeder selber auf des Rätsels Lösung kommen soll, nur so viel: gerade in Hinsicht auf die Handlung und den Inhalt dieses Buches war das Ergebnis richtig zauberhaft. Diese kleine Besonderheit mit der inneren Gestaltung und dem kleinen Rätsel hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen und war definitiv mein Highlight, weil das Lesen so zu einem Erlebnis wurde!


    Auch hat mir die Idee des Buches gut gefallen, denn es geht darum, dass in der Welt der Protagonistin Sefia Bücher eigentlich so gut wie nutzlos sind, da nur sehr wenige Menschen lesen können und um die Bedeutung der Buchstaben wissen. Diesen Weltentwurf fand ich sehr spannend. Gekoppelt wurde diese Idee an eine Fantasywelt, die mir Ninjas, Seeräuber und vieles mehr präsentiert hat. Ich hatte richtig viel Spaß, diese Welt zu erkunden, weil sie etwas absolut Neues ist.


    Nach den ersten 100 Seiten wurde das Buch allerdings etwas verwirrend und schwer überschaubar. Zum Handlungsstrang um Sefia und ihren männlichen Counterpart Archer kamen noch andere hinzu, die für den Leser zunächst augenscheinlich nichts mit Sefias Geschichte zu tun haben. So habe ich das Buch gelesen und hatte dabei den Eindruck, verschiedene nebeneinander verlaufende Geschichten, die unabhängig voneinander sind, zu lesen. So war ich etwas irritiert und auch verwirrt, weil ich zunächst mit manchen Figuren (abgesehen von Sefia) bzw. Handlungsstängen noch gar nichts anfangen konnte und so gar nicht wusste, woran ich war. Ich habe mich beim Lesen dann auch stets nach den Zusammenhängen zum Handlungsstrang von Sefia gefragt. Diese Zusammenhänge wurden dann zwar langsam ersichtlich, indem ein paar Handlungsstränge zusammengeführt wurden, aber trotzdem hat dies ungefähr bis zur Hälfte gedauert. Danach wurde es dann auch wieder leichter, der Geschichte zu folgen.


    Was ich an der Handlung jedoch sehr mochte, waren die spannenden Momente, die immer wieder eingestreut wurden. So gab es beispielsweise den ein oder anderen Kampf, der die Geschichte rasant gemacht hat. Gerade das Ende hat mir diesbezüglich sehr gut gefallen, da es ein großes, spannendes Finale war, in dem so viel auf einmal geschehen ist, dass ich den letzten Abschnitt sehr schnell weggelesen habe und am liebsten gleich zur Fortsetzung gegriffen hätte. Allerdings wurden am Ende auch geballt alle (oder zumindest viele, denn ein wenig wurde für die Fortsetzung offen gelassen) wichtigen Informationen und Enthüllungen eröffnet. Ich hätte es angenehmer gefunden, wenn die Lösungen der Geheimnisse etwas ausgeglichener auf die Handlung verteilt worden wären.


    Fazit
    Mit „Ein Meer aus Tinte und Gold“ taucht der Leser in eine Welt ein, die einfach Spaß macht mit ihrer tollen Grundidee, dem Setting und der besonderen inneren Gestaltung, die ein Rätsel für den Leser bereit hält. Allerdings ist der Mittelteil auch etwas schwer überschaubar aufgrund der vielen Handlungsstränge. Hier hätte die Geschichte etwas mehr zueinander finden müssen. Das Ende war dafür dann aber ein spannendes, rasantes Finale, das mich auf den Folgeband hoffen und gebannt warten lässt.
    Knappe 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos
    1. Ein Meer aus Tinte und Gold
    2. ???
    3. ???

  • KurzRezi: Außen HUI, innen PFUI!

    ACHTUNG: Rezension kann Spoiler enthalten!

    Der Inhalt...


    Seit ihre Eltern gestorben sind, schlägt sich Sefia zusammen mit ihrer Tante Nin durch's Leben. Als diese jedoch von seltsamen Gestalten entführt wird, macht sich Sefia kurzerhand auf die Suche nach ihrer Tante. Mit einem seltsamen Gegenstand in ihrem Rucksack (und ihrem einzigen Hinweis auf Nins Verbleib) begibt sie sich auf eine gefährliche Reise, bei der sie auf andere Menschen, Magie, Geheimnisse und neue Wahrheiten trifft.


    Meine Meinung...

    EiEiEi, war das ein K(r)ampf mit diesem Buch. Da sieht man mal: Es ist nicht alles Gold was glänzt! Und das obwohl mich die ersten 50 bis 60 Seiten wirklich begeistern konnten! Alleine schon die ersten Worte „Dies ist ein Buch. Du bist der Leser. Sieh genau hin.“ mit der zusätzlichen versteckten Botschaft darin – mein Detektiv-Ich war direkt Feuer und Flamme :D Aber dann... Tja, was dann? Die Geschichte wurde wirr und viel zu viel Handlungsstränge mit viel zu vielen verschiedenen Charakteren kamen zur Sprache. Erst waren es nur Sefia und Archer, aber plötzlich kam noch Lon hinzu, Tanin und die Jägerin, Kapt'n Lee und seine Mannschaft, Holden Lac... Irgendwann war es wirklich zu viel des Guten und ich habe mich mehrfach dabei ertappt wie ich zurückblättern musste, um zu verstehen wer genau da gerade sprach und was für eine Rolle er in der Geschichte spielte. Besonders die Kapiteln um die Strömung fand ich deswegen teilweise wirklich anstrengend (!) zu lesen. Leider kann die Geschichte an sich auch nicht wirklich punkten. Es beginnt spannend mit einer Entführung, mündet aber schnell in eine wirklich öde „Verfolgungsjagd“ (wenn man das als solches überhaupt bezeichnen konnte). Ab dem Moment, in dem Sefia Archer findet, verliert die Geschichte leider deutlich an Fahrt. Das liegt aber keineswegs an Archer! Ganz im Gegenteil: Ihn empfand ich als spannendsten Charakter, auch wenn ich über das, vor Klischee nur so triefende Ende in dem auch er eine große Rolle spielt regelrecht die Augen verdrehen musste... Sefia selbst blieb mir leider bis zum Ende viel zu blass. Sie hatte keine Ecken und Kanten – über sie kann ich am Ende so gut wie nichts sagen, weil sie mir charakterlich in keinster Weise aufgefallen ist. Und auch die sich anbahnende Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen; ganz niedlich, aber eben wie jede andere gewöhnliche Jugendliebelei... Denn wer hätte das gedacht: Auch dieses Jugendbuch (wie so jedes Zweite auf dem Markt) kommt mal wieder nicht ohne rote Wangen und schüchternen Blickkontakt aus. Dabei hab ich bis zum bittere Ende gehofft und gebetet, dass es einfach nur rein freundschaftlich zwischen ihnen bleibt – aber nö. Leider nicht. Positiv zu sehen ist allerdings, dass das Liebesgeplänkel deutlich im Hintergrund gehalten wird. Einen Hoffnungsschimmer gab es also doch noch.
    Eigentlich ist dieses Buch das perfekte Beispiel dafür, dass ein tolles Cover und eine sagenhaft schöne und spannendes Innengestaltung noch lange kein gutes Buch machen. Ganz im Gegenteil: Auf fast jeder Seite habe ich mich gefragt „Ergeben die Hinweise am Ende einen Sinn?“. Und das, liebe Kinder, sehen wir nach der nächsten Maus; sprich: So gut wie nichts was man sich während des Lesens gefragt hat wird geklärt. Nein, man wird mit tausenden Fragen zurückgelassen und mit einem riesigen Fragezeichen auf der Stirn. Für einen „engagierten“ Leser irgendwie maßlos enttäuschend, finde ich.
    Zwischendurch musste ich mich enorm zwingen weiterzulesen. Wenn es kein Buch für eine Leserunde gewesen wäre, wüsste ich auch nicht, ob ich es nicht doch unterbrochen hätte. Das Problem war einfach, dass man zwischendrin Kapitel hatte die total spannend und interessant waren, man dann die nächste Seite umblätterte - in freudiger Erwartung da weiterlesen zu können wo es aufgehört hatte - und sich plötzlich wieder ganz woanders befand, z.B. auf offenem Meer auf der Strömung. Sowas nimmt einem beim Lesen leider regelrecht den Wind aus den Segeln. Zumal es ziemlich viele Kapitel gab, die einfach lahm und verwirrend waren (oder in denen Sefia und Archer mal wieder wie durch Zauberhand ohne einen bloßen Kratzer aus einer mehr als brenzligen Situation entkommen konnten – nicht das erste Mal!) und den Lesefluss damit extremst gestört haben. Einfach nur Schade, wenn man bedenkt, dass die Grundidee und die Welt in der Sefia lebt mehr als spannend und interessant ist. Nur die Umsetzung leider weniger.


    Das Fazit...


    Ich glaube man merkt es bereits: Ich habe einfach überhaupt nicht in die Geschichte eintauchen können. Stellenweise war es ziemlich langweilig und eintönig und ich musste mich zwingen das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Da kann dann die tolle Gestaltung des Buches auch nicht drüber hinwegtrösten... 2 Sterne

  • Klappentext:
    "Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Sie führen sie nicht nur auf eine gefährliche Reise, sondern auch an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt. Gemeinsam wollen sie Nin finden – und den Tod von Sefias Vater rächen."


    Meine Meinung:
    Ich hatte doch recht hohe Erwartungen an das Buch, vor allem vermutlich, weil mich das Cover so wahnsinnig angesprochen hat. Es ist sehr liebevoll gestaltet. Leider habe ich beim Lesen ziemlich schnell gemerkt, dass mich die Handlung nicht fesseln kann. Die Geschichte hat mich eher verwirrt, als gefangengenommen. Anfangs gibt es für meinen Geschmack viel zu viele Personen, die hier in die Handlung eingeführt werden. Das war der erste Punkt, der mich beim Lesen immer wieder hat stocken lassen, denn ich musste regelmäßig zurückblättern, um die Charaktere überhaupt zuordnen zu können. Die Autorin lässt auch verschiedene Handlungsstränge parallel laufen, die mich oftmals mehr durcheinander gebracht haben, als dass sie Spannung aufbauen konnten. Gegen Ende des Buchs erhält man schon einige Antworten, es gibt Verbindungen, die erklärt oder aufgelöst werden, dennoch hatte ich hier so oft, wie es eher selten der Fall ist, große Fragezeichen in den Augen, weil ich die Entwicklungen in der Geschichte nicht nachvollziehen konnte. Ich finde das wirklich sehr schade, denn beispielsweise die Protagonistin des Buchs und ihre Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Auch die Idee des Buchs hat mich wirklich angesprochen. Die Autorin geht auch wunderbar bildlich auf viele der geschildeten Szenen ein, sodass es mir gut gelang, sie mir vor Augen zu halten. Nichts destotrotz habe ich immer wieder den Faden verloren. Ich werde die Reihe wohl eher nicht mehr weiterverfolgen, was ich wirklich schade finde.

  • Inhalt
    Zusammen mit ihrer Tante Nin befindet sich die Waise Sefia auf der Flucht. Sefia lebt in einer Welt ohne Schreiben und Lesen, ohne Buchstaben. kaum jemand weiß überhaupt, dass Buchstaben existieren. Doch als ihr Vater ermordet wird, erhält sie ein Buch. Als schließlich auch ihre Tante entführt wird, versucht sie alles um diese zu finden. Dabei rettet sie einen stummen Jungen und beide begeben sich auf ein gefährliches Abenteuer.


    Meine Meinung
    Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Alleine der Weltenentwurf konnte mich faszinieren. Denn eine Welt ohne Buchstaben kann ich mir einfach nicht vorstellen.
    Als Sefias Tante entführt wird, fängt Sefia an sich mit dem Buch, das sie wie einen Schatz hütet zu befassen und bringt sich selber das Lesen bei. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihr das zu leicht fiel, aber dennoch mochte ich es.


    Der Plot an sich ist überraschend und voller toller Wendungen. Allerdings wird er aus verschiedenen Perspektiven geschildert und manchmal waren es mir einfach zu viele. Mal wird das Geschehen aus dem Buch beschrieben, mal das der "echten" Menschen, die aber auch in dem Buch stehen. Das hat mich beim Lesen ziemlich verwirrt. Alles war etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen.
    Dadurch hatte ich vor allem zu Beginn extreme Probleme überhaupt in die Geschichte hineinzufinden, was mir einiges an Lesespaß genommen hat.


    Dabei fand ich viele Entwicklungen wirklich spannend und empfand das Buch als nicht völlig schlecht. Allerdings konnte ich auch Sefias Handlungen nicht immer nachvollziehen. Dafür fand ich die sich entwickelnde Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen, den sie rettet sehr schön dargestellt. Und auch die anderen Figuren konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich manche als etwas überflüssig empfunden habe.


    Der Schreibstil gefiel mir gut. Alles ist atmosphärisch geschrieben und lässt sich leicht und locker lesen. Dabei ist alles so geschrieben, dass es zu dem Setting passt. Denn das Ganze wirkt ein bisschen wie eine Geschichte aus "Tausend und einer Nacht" und hat etwas magisches.


    Das Ende lässt viele Fragen offen, aber insgesamt gefiel es mir zum Ende hin besser, sodass ich neugierig auf die Fortsetzung bin, auch wenn ich da wohl zuerst auf die ersten Meinungen warten werde.


    Fazit
    Die Grundidee des Buches war nach meinem Geschmack. Leider hat mich vor allem zu Beginn vieles verwirrt und ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, sodass ich nur drei Sterne vergeben kann.

  • Erster Satz:
    "Rotröcke waren auf der Straße."


    Meine Meinung zum Buch:
    Zuallererst ist mir, wie sicher vielen anderen auch, dieses wunderschöne Cover aufgefallen. Aber es ist nicht nur von außen ein absoluter Traum, sondern auch von innen. Geheimnisvolle Wörter hinter vereinzelten Seitenzahlen, blutige Fingerabdrücke, ein Buch im Buch.


    Ich hatte bereits im Vorfeld einige negative Meinungen zu dem Buch gelesen/gehört und konnte mich diesen Meinungen zum Glück nicht anschließen. Dieses Buch hat mir, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, sehr gut gefallen.


    Die Idee die Traci Chee hatte, eine Welt zu erschaffen, in der nur auserwählte Menschen lesen und schreiben können. hat mir unglaublich gut gefallen und mich als Buchnerd natürlich auch sehr bewegt. Die Story ist sehr komplex und man muss einfach am "Ball" bleiben um dieses Werk zu verstehen. Es gibt viele Charaktere, Geschichten die irgendwann zusammen laufen und Piraten. Ein bunt gemischter Haufen der mir unglaublich gut gefallen hat. Ich selbst hatte nicht wirklich Probleme der Story zu folgen, dennoch bleiben am Ende sehr viele Fragen offen. Einziges Manko: die ständigen Verwicklungen von Archer & Sefia. Man kann kaum verschnaufen, denn schon wartet die nächste Hürde auf die beiden. Es wird dadurch zwar nie langweilig, aber mir persönlich war es teilweise too much.


    Sefia mochte ich als Hauptprotagonistin sehr gerne, auch wenn sie einen sehr eigenwilligen Charakter hat, und man sicher nicht all ihre Entscheidungen Gut heißen kann, passt sie und ihre unglaublichen Fähigkeiten als Diebin sehr gut zur Story. Für so ein junges Mädchen ist sie unglaublich taff. Aber auch ihr Begleiter hat es Faust dick hinter den Ohren. Archer ist ein Krieger wie er im Buche steht. Er hat eine krasse Hintergrundstory, lässt sich davon aber nicht unterkriegen.


    Traci Chee hat einen interessanten und anspruchsvollen Schreibstil, der für ein Jugendbuch doch ziemlich ungewöhlich ist.


    Fazit:
    "Ein Meer aus Tinte und Gold" von Traci Chee hat mir unglaublich gut gefallen. Die Story ist alles andere als vorhersehbar und an einiges Stellen sicher auch sehr frustrierend, dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und die Geheimnisse rund um das Buch aufzudecken. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

  • Ein Meer aus Tinte und Gold (Traci Chee)
    Erschienen:
    25. November 2016
    Seitenzahl: 480
    Verlag: Carlsen Verlag
    Hardcover: 17,99 €
    ISBN: 9783551583529
    Die Autorin
    Traci Chee studierte Literatur und Kreatives Schreiben in Santa Cruz und San Francisco. Sie liebt Buchkunst, Kunstbücher und Gedichte, versucht sich aber auch im Klavierspielen und der Eiermalerei. Mit ihrem blitzschnellen Hund lebt sie in Kalifornien. »Ein Meer aus Tinte und Gold« ist ihr Jugendbuchdebüt.
    Ein Meer aus Tinte und Gold
    Sofias Eltern werden ermordet und das Mädchen schafft es nur mit knapper Not den Einbrechern zu entkommen. Nun kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Doch dann werden sie erneut überfallen und Nin entführt. Sofia ist verzweifelt, was soll sie nur tun? Aber ihre Eltern haben für den Fall der Fälle vorgesorgt. Sie haben Sofia trainiert, sodass sie überleben kann. Und helfen soll ihr dabei ein Buch. Jedoch lebt die junge Frau in einer Welt, in welcher Bücher verboten sind, daher kann sie auch nicht lesen. Doch sie spürt die magische Verbundenheit zu dem Buch und kann es nicht aus der Hand geben, ganz egal welche Gefahr es birgt. Mit der Zeit beginnt sie die Buchstaben lesen zu lernen und trifft auf der Suche nach Nin auf einen stummen Jungen, der voller Geheimnisse steckt.
    Fazit
    Was für ein unglaubliches Cover!!! Nicht nur, dass ein Buch auf dem Cover abgebildet ist, weshalb es natürlich jeder Buchliebhaber unbedingt haben muss. Das Buch ist zudem in einem golden glänzenden Schutzumschlag. Auf dem Buch des Covers befinden sich ein Schiff und eine dunkle Gestalt, aus welchem Buchstaben emporsteigen. Allein dieses Cover konnte mich einfangen. Als ich dann auch noch den Klappentext las, auf welchem es um Sofia geht, deren Eltern zusammen mit ihrer Tante Nin ums Überleben kämpfen. Sofias Tante wird entführt und schnell wird klar, dass Sofia sie nur mit Hilfe eines Buches wiederfinden kann.
    Besonders gut gefallen, haben mir die anders gestalteten Seiten in der Mitte des Buches, welche eine andere Geschichte erzählen, als die Reise von Sofia und dem stummen Jungen, welche auf der Suche nach Nin sind. Diese beiden Handlungsstränge machen den Roman abwechslungsreich und ansprechend, auch wenn mir die Handlung rund um Sofia von Beginn an am besten gefallen hat.
    Der Schreib- und Erzählstil des Buches ist einfach und ansprechend, sodass ich wenig Mühe hatte, der Handlung zu folgen. Leider ließ für meinen Geschmack die Spannung zur Mitte des Romans zu ziemlich ab. Etwa ab Seite 160 hatte ich immer mehr Mühe am Ball zu bleiben und das Buch nicht aus der Hand zu legen. Auch verwirrten mich einige Dinge immer mehr, auch bedingt durch die beiden Handlungsstränge. Der zweite Teil des Buches, konnte mich schon wieder mehr überzeugen. Hier gefiel mir auch Sofia besser.
    Alles in allem kein schlechter Roman, der sicher an der ein oder anderen Stelle noch ausbaufähig ist.
    3ratten
    http://immer-mit-buch.blogspot…r-aus-tinte-und-gold.html

  • Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den wunderschönen Umschlag und das sehr auffallende Cover. Auch der Inhalt des Klappentextes hat mir sehr zugesagt. Somit war klar, dass ich das Buch lesen will.
    Leider musste ich schon nach kurzer Zeit fest stellen, dass das Buch und ich keine Freunde werden. Die Geschichte ist mir zu sehr hin und her gesprungen.
    Mir fehlte leider zu 80% vom Buch der Überblick und das ließ auch schnell mein Interesse und die Spannung sinken. Sehr schade, denn ich hatte wirklich mit etwas Tollem gerechnet.


    Das Buch und der vorangegangene Hype haben soviel versprochen, was bei mir leider nicht gehalten wurde, deswegen bleibe ich doch etwas enttäuscht zurück.
    Wenn ich es nicht in einer Leserunde hier gelesen hätte, hätte ich es vermutlich einfach abgebrochen. So wurde es wenigstens zu Ende gelesen in der Hoffnung, dass es sich am Ende noch dreht...
    Aber leider war auch dies nicht der Fall!


    Alles in allem leider absolut kein Buch für mich!
    1ratten

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.