I. Die zwei Köpfe (bis S. 82)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nanu?!.

  • Hallo Ihr Lieben,


    tut mir leid, gestern abend habe ich überhaupt nicht mehr dran gedacht, dass ich die Threads noch eröffnen wollte :redface:


    Hier kommt unser erster Leseabschnitt. (Ich halte mich mehr oder weniger an die Einteilung im Buch.)


    Ich wünsche uns allen viel Spaß! :klatschen:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich hab mal angefangen, ihr auch?


    Ich rätsele gerade noch, ob ich den letzten Band gelesen habe oder hatte ich den etwa übersprungen? An Holly Munro kann ich mich überhaupt nicht erinnern :redface:


    Ansonsten kam mir nach der Wiederauffrischung schon recht bekannt vor, dass Lucy gegangen ist, etc. Hmpf, mein Gedächtnis. Furchtbar!


    Lucy und ihre Wohngemeinschaft mit dem Schädel, die natürlich überhaupt keine WG ist :breitgrins: , ist einerseits lustig, andererseits aber auch ein bisschen traurig, denn sie ist wirklich sehr allein. Den Schädel zähle ich jetzt mal nicht als Freund und ansonsten bleibt da anscheinend auch niemand übrig.
    Kein Vergleich zu den Zeiten mit Lockwood und George. Da herrschte zwar auch immer Chaos, aber das jetzt geht ja eher in Richtung Verwahrlosung.
    Wenn man den Gedanken mal weiterspinnt, was sollte aus Lucy werden, wenn sie nicht wieder zu ihren Freunden zurückkehrt? Entweder sie stirbt eines Nachts oder sie wird älter und kann ihrem Beruf irgendwann nicht mehr nachgehen und dann? Das passiert zwar so oder so, aber wenn sie mit den anderen zusammenwäre, würden sie zusammen sicher eine Lösung finden, zB eine Agentur mit Beratern, die wissen was sie tun und ihre jungen Agenten gut anlernen und unterstützen.
    Aber das ist jetzt alles ein bisschen zu weit in die Zukunft gedacht, ich weiß :zwinker:


    Nun also erstmal nur ein einziger Auftrag - ja klar :breitgrins:
    Aber Hauptsache, sie sind wieder zusammen unterwegs.
    Was das wohl für ein Auftrag sein wird? Warum engagiert die Chefin einer der größten Agenturen ausgerechnet Lockwood und schickt nicht eins ihrer eigenen Teams?

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**


  • Ich rätsele gerade noch, ob ich den letzten Band gelesen habe oder hatte ich den etwa übersprungen? An Holly Munro kann ich mich überhaupt nicht erinnern :redface:


    Oh, dann hast du ihn wohl wirklich ausgelassen, sonst könntest du dich bestimmt an Holly erinnern, denn zwischen ihr und Lucy hat es im letzten Band gewaltig gezickt. :breitgrins:


    Ich habe auch schon den ersten Abschnitt gelesen. Als erstes fiel mir auf, dass der Anfang aller Bücher wohl immer gleich ist: :rollen: Der Leser wird mitten in eine spannende gefährliche nächtliche Geister-Bannaktion hineinversetzt, bei der einiges schiefgeht, aber Lucy im letzten Moment natürlich alles rettet. Diesmal nur leider ohne Lockwood und George.


    Sehr erfreut war ich über die Gedächtnis-Auffrischung, als nochmal alles schön zusammengefasst wird, was am Ende des letzten Bandes geschah und warum Lucy bei Lockwood gekündigt hat. So richtig genau wusste ich das nämlich nicht mehr.


    Ansonsten finde auch ich, dass Lucy gerade ein sehr trauriges Leben führt (auch wenn das Chaos sehr humorvoll geschildert ist) und der Schädel als Mitbewohner reicht ja nun mal gar nicht, er ist ja keine menschliche Gesellschaft... So war ich froh, als Lockwood vor der Türe stand. Das Gespräch der beiden war süß. :herz:


    So etwas (dass Lockwood versucht, Lucy zurückzuholen/wieder anzuwerben) war natürlich zu erwarten, denn die Reihe heißt ja nach wie vor "Lockwood und Co.", und nun hoffe ich mal, dass unsere drei Agenten bald in bewährter Weise zusammen unterwegs sein werden. Wobei Holly (die ich im letzten Band gar nicht mochte) hoffentlich nicht zuviel dazwischenfunkt. Aber auf George und Anthony mag ich nicht verzichten.


    Was das für ein Auftrag ist, darauf bin ich auch gespannt.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

    Einmal editiert, zuletzt von kaluma ()

  • @dani
    Ich glaube auch, Holly hättest du nicht vergessen, die konnte wohl kaum einer leiden und am allerwenigsten Lucy..
    Wollte alles besser wissen, Miss Perfect, die den Jungs fantastische Brötchen schmiert und die Bude aufräumt und so hübsch anzusehen..
    Für mich war das der bis jetzt spannendste Band, dass musst du unbedingt nachholen..

  • Lucy scheint sich als Freiberuflerin einen gewissen Namen gemacht zu haben, aber so richtig glücklich wirkt sie nicht. Mit dem Ausstieg bei Lockwood hat sie nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde verloren. Ihre jetzige Existenz wirkt ziemlich trostlos, nicht nur, weil sie mit eher nicht so fähigen Teams zusammenarbeiten muss.


    Gut, dass es immerhin den Schädel noch gibt :breitgrins: Ein sehr netter Gesprächspartner ist er zwar nicht, aber ich liebe diese Schlagabtausche zwischen den beiden und muss auch den Übersetzern wieder mal ein Lob aussprechen, weil die Dialoge (nicht nur zwischen Lucy und Mr. Totenkopf) auch in der deutschen Version so echt wirken.


    Der Geist der Emma Marchment war ja von der extra-gruseligen Sorte :entsetzt: Und Lucy mehr oder weniger allein auf weiter Flur mit ihr, bloß um am Ende auch Ärger zu kriegen, weil sie sich nicht erst das OK von dem doofen Farnaby geholt hat :rollen:


    Der Kopf ist ja ein fieser Fund, und diese Entsorgungsanlage fand ich auch ziemlich gruselig irgendwie ...


    Mit Lockwood vor Lucys Tür hätte ich in dem Moment gar nicht gerechnet, aber ich habe mich gefreut, ihn wiederzusehen :smile: Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern konnte, dass Lucy gegangen ist, weil prophezeit war, dass sie seinen Tod verschulden würde. Kam das im 3. Band vor und ich habe das nur vergessen? :redface:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Lucy ist gerade ein wenig allein auf sich gestellt, ich bin ja nicht wirklich glücklich mit ihrer Entscheidung, aber, wenn sie der Meinung ist, sie wäre eines Tages für Lockwoods Tod verantwortlich, nur, weil es ihr ein Geist gesagt hat, dann kann sie ebenso gut in der Agentur Lockwood bleiben, was, wenn Lockwood stirbt, nur weil sie nicht da war..
    Das wird natürlich nicht passieren, aber bei so etwas, kann sie nichts richtig machen..
    Dieses "Rottwell-Team" geht ja gar nicht, Lucy macht alles alleine, weil der Rest die Hosen voll hat, wegen des erwachsenen Beraters.
    Bericht erstatten und Befehle aus sicherer Entfernung schreien..pffft..und dann auch Stullen essen und so tun, als würde er auf die Eisenspäne aufpassen, dabei versteckt er sich nur dahinter..was eine Niete..ich frage mich immer wieder, warum die Erwachsenen den begabten Kindern und Jugendlichen nicht mehr Respekt und Dankbarkeit entgegenbringen.
    Das Schlüsselwort fiel: Unabhängige Mitarbeiterin..ich habe mir gleich gedacht, ha, wie lange dauert es wohl, bis Locky ankommt und sie anheuert.
    Hat er dann auch wohl getan..


    Bei der Beschreibung von Lucys Wohnung und das sie zufrieden damit ist, weil sie ja eh die meiste Zeit nicht anwesend ist, alles herumliegt, Tassen gespült werden müssen, bevor man jemanden zum Tee einladen kann, das plötzlich, aber vorrübergehende schlechte Gewissen, wegen der Unordnung, hat mich spontan an Sergeant Barbara Havers erinnert, die in der ausgebeulten Cordhose, selbstgeschnittenen Haaren und eben solch einer "Wohnsituation", die ihr trotzdem genügt.. (Elizabeth Georges - Inspector Lynley-Reihe)


    Dieser Harold Mailer, aus der Vernichtungsbrennerei, ob der den Schädel als solchen in Lucys Rucksack erkannt hat? Immerhin hat sie das alte Quatschmaul mitgenommen, er wurde ja richtig ernst.. "Das ist ein Ort der Hölle.."


    Dann bin ich mal gespannt, wie es weitergeht..
    :leser:


  • Mit Lockwood vor Lucys Tür hätte ich in dem Moment gar nicht gerechnet, aber ich habe mich gefreut, ihn wiederzusehen :smile: Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern konnte, dass Lucy gegangen ist, weil prophezeit war, dass sie seinen Tod verschulden würde. Kam das im 3. Band vor und ich habe das nur vergessen? :redface:


    So genau wurde es auch gar nicht beschrieben, erst jetzt hat der Autor mit eingebunden, was ich genial fand, man hatte trotzdem das Gefühl, es genauso gelesen zu haben.. (Merken halt nur wir, weil, Schwarmintelligenz.. :zwinker:) Muss aber irgendwas dran sein, denn ich konnte mich, genau, wie ihr, an das Ende nicht mehr genau erinnern..
    Das mit der Prophezeiung denke ich, ist so erwähnt worden, ich kann mich natürlich auch irren..

    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()


  • Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern konnte, dass Lucy gegangen ist, weil prophezeit war, dass sie seinen Tod verschulden würde. Kam das im 3. Band vor und ich habe das nur vergessen? :redface:


    Es kam tatsächlich vor, dass ihr prophezeit wurde, sie könnte für Lockwoods Tod verantwortlich sein. Wobei es natürlich ebenso sein kann, wie SABO es auslegt: nämlich dass sie das gerade durch ihre Abwesenheit wird...
    Allerdings glaubte ich mich zu erinnern, dass sie hauptsächlich, oder auch, wegen Holly gekündigt hat. Muss ich wohl nochmal im vorigen Band nachschauen.


    Bei der Beschreibung von Lucys Wohnung und das sie zufrieden damit ist, weil sie ja eh die meiste Zeit nicht anwesend ist, alles herumliegt, Tassen gespült werden müssen, bevor man jemanden zum Tee einladen kann, das plötzlich, aber vorrübergehende schlechte Gewissen, wegen der Unordnung, hat mich spontan an Sergeant Barbara Havers erinnert, die in der ausgebeulten Cordhose, selbstgeschnittenen Haaren und eben solch einer "Wohnsituation", die ihr trotzdem genügt.. (Elizabeth Georges - Inspector Lynley-Reihe)


    totlach Da ist was dran!



    Dieser Harold Mailer, aus der Vernichtungsbrennerei, ob der den Schädel als solchen in Lucys Rucksack erkannt hat? Immerhin hat sie das alte Quatschmaul mitgenommen, er wurde ja richtig ernst.. "Das ist ein Ort der Hölle.."


    Ersteres habe ich mich auch gefragt.
    Etwas unheimlich war mir in dieser Vernichtungsanlage auch zumute. Und für den Schädel ist das natürlich ein Ort der Hölle. Wenn Lucy nicht gleich aufgewacht wäre, hätte Harold den Schädel womöglich auch gleich noch in den Ofen geschmissen, in der Meinung, dies sei noch eine Quelle, die zur Vernichtung ansteht... :entsetzt:

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    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.


  • Es kam tatsächlich vor, dass ihr prophezeit wurde, sie könnte für Lockwoods Tod verantwortlich sein. Wobei es natürlich ebenso sein kann, wie SABO es auslegt: nämlich dass sie das gerade durch ihre Abwesenheit wird...


    Das ist natürlich auch ein Interpretationsansatz!


    Zitat

    Allerdings glaubte ich mich zu erinnern, dass sie hauptsächlich, oder auch, wegen Holly gekündigt hat. Muss ich wohl nochmal im vorigen Band nachschauen.


    Explizit war Holly nicht der Grund, soweit ich mich erinnere, aber wahrscheinlich hat sie auch ihren Teil dazu beigetragen.


    Der Vergleich mit der Havers'schen Wohnsituation ist wirklich gut :breitgrins:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)


  • Es kam tatsächlich vor, dass ihr prophezeit wurde, sie könnte für Lockwoods Tod verantwortlich sein. Wobei es natürlich ebenso sein kann, wie SABO es auslegt: nämlich dass sie das gerade durch ihre Abwesenheit wird...


    Das ist natürlich auch ein Interpretationsansatz!


    Zitat

    Allerdings glaubte ich mich zu erinnern, dass sie hauptsächlich, oder auch, wegen Holly gekündigt hat. Muss ich wohl nochmal im vorigen Band nachschauen.


    Explizit war Holly nicht der Grund, soweit ich mich erinnere, aber wahrscheinlich hat sie auch ihren Teil dazu beigetragen.


    Der Vergleich mit der Havers'schen Wohnsituation ist wirklich gut :breitgrins: Aber irgendwie finde ich es schlimm, dass Lucy praktisch kein Privatleben mehr zu haben scheint.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich glaube nicht, dass Lucy sich von Holly hat verdrängen lassen, ihre alte Gemütlichkeit konnte ihren Platz nicht mehr einnehmen, seit Miss Perfect-ich koche/putze/schleime-und-sehe-dabei-mühelos-hinreißend-aus, da war..
    Zu lesen auf S 87
    Es war der Geist der raunenden Maske, der sich unter dem Kaufhaus Aickmere, als blutüberströmter Lockwood, Lucy in Prophezeiung offenbarte..

  • Hallo zusammen. Ich hoffe ihr habe nichts dagegen wenn ich bei euch mitlese. Das Buch habe ich ja schon längst gelesen (übrigens für mich der beste Band überhaupt, ihr werdet noch lesen warum :breitgrins:), ich konnte einfach nicht noch 6 Wochen mit der Lektüre warten. Aber mit euch noch mal alles Revue passieren lassen, möchte ich schon gerne.


    Explizit war Holly nicht der Grund, soweit ich mich erinnere, aber wahrscheinlich hat sie auch ihren Teil dazu beigetragen.


    Lucy ist nicht wegen Holly gegangen. Die beiden hatten sich damals im Kaufhaus ausgesprochen. Lucy war damals so stinkesauer das sie damit dem Poltergeist unabsichtlich noch mehr Kraft spendete, und wegen Lucy wäre die Sache damals fast schief gelaufen. Deswegen hat sie immer noch ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre Gefühle nicht unter Kontrolle hatte.
    Sie ist wegen der Prophezeiung des Geistes gegangen. Der hatte gesagt das Lockwood wegen ihr sein Leben verlieren wird. Und ich glaube ja das sie ihn liebt (sie weiß es selbst noch nicht :zwinker:) und nichts riskieren will.
    Auf der letzten Seite des letzten Bandes sagte sie dass sie die Agentur verlassen wird, sagte aber keinem den wahren Grund dafür.


    Ich fand Lucy auch so schrecklich einsam und noch introvertierter als sonst. Fast noch schlimmer als am Anfang des ersten Bandes, bevor sie zu Lockwood kam. Sie will es nicht gerne zugeben, aber die Leute von Lockwood und Co. sind ihre Familie. Aber Lucy ist immer so stur, sie läuft noch mit dem Kopf durch die Wand. Mir hat das gar nicht gefallen dass sie das wirklich durchgezogen hatte mit der Kündigung. Und Lockwood hat mir gefehlt :redface:
    Erstaunt war ich darüber dass der Schädel mittlerweile wirklich hilfreich ist bei der Geisterbekämpfung. Und das auch noch freiwillig. Der tut doch nie was freiwillig. Und er scheint auch an Lucy zu hängen. Und sie an ihn, zugeben würde sie das aber nie.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • nanu, Du bist herzlich willkommen :smile: Und danke für die Detailaufklärung zum Ende von Band 3, ich hätte sonst noch mal nachsehen müssen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hoffe, das klappt beim Hörbuch mit den Abschnitten. Ich schreibe in jedem Fall immer, an welcher Stelle ich mit Hören aufgehört habe.


    Ich bin bis zu der Stelle gekommen, als Lockwood Lucy in ihrer kleinen Wohnung besucht und sie sich daran erinnert, wie ihre letzten gemeinsamen Tage in der Portland Row verlaufen sind.


    Ich war ja gespannt, wie das Buch diesmal beginnen würde, da ja bisher die Bücher immer mitten in einem Auftrag der Lockwood-Agentur gestartet haben. Der Autor bleibt dem treu und wir sind tatsächlich direkt mitten in einem Auftrag; und man merkte nicht direkt, dass sie - leider - nicht mehr bei Lockwood ist. Ich musste schon ein wenig seufzen, als ihr neues Team, wenn auch nur zeitweise, vorgestellt wurde. Mit solchen Amateuren zusammenzuarbeiten ist echt eine Zumutung.


    Der Geist der toten Emma Marchment (?) war gruselig, da man sie nur mit in einem Spiegelbild erkennen konnte.


    Der Schädel ist ja schon eine ziemliche und gehässige Quasselstrippe, aber als er Lucy ihre Einsamkeit vorhält, muss ich gestehen, dass er recht hatte. Und spätestens seit Lockwood bei Lucy aufgetaucht ist, hoffe ich so sehr, dass sie am Ende des vierten Teils wieder Teil der Agentur sein wird und wieder in die Portland Row zieht.


    Als Lucy fragt, wie es Holly geht und Lockwood nachfragt "Wer?", war das für mich ein innerer Vorbeimarsch :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Das passiert zwar so oder so, aber wenn sie mit den anderen zusammenwäre, würden sie zusammen sicher eine Lösung finden, zB eine Agentur mit Beratern, die wissen was sie tun und ihre jungen Agenten gut anlernen und unterstützen.
    Aber das ist jetzt alles ein bisschen zu weit in die Zukunft gedacht, ich weiß :zwinker:


    Lach nicht, darüber habe ich mir heute auch schon Gedanken gemacht :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Sehr erfreut war ich über die Gedächtnis-Auffrischung, als nochmal alles schön zusammengefasst wird, was am Ende des letzten Bandes geschah und warum Lucy bei Lockwood gekündigt hat. So richtig genau wusste ich das nämlich nicht mehr.


    Da war ich auch nicht böse drum, so ganz habe ich das ebenfalls nicht mehr zusammenbekommen.



    Wobei Holly (die ich im letzten Band gar nicht mochte) hoffentlich nicht zuviel dazwischenfunkt. Aber auf George und Anthony mag ich nicht verzichten.


    Ich nehme zur Not auch Holly wieder in Kauf.



    Gut, dass es immerhin den Schädel noch gibt :breitgrins: Ein sehr netter Gesprächspartner ist er zwar nicht, aber ich liebe diese Schlagabtausche zwischen den beiden und muss auch den Übersetzern wieder mal ein Lob aussprechen, weil die Dialoge (nicht nur zwischen Lucy und Mr. Totenkopf) auch in der deutschen Version so echt wirken.


    Ich muss gestehen, ich habe mich ebenfalls gefreut, dass wenigstens der Schädel noch bei ihr ist.



    Und Lucy mehr oder weniger allein auf weiter Flur mit ihr, bloß um am Ende auch Ärger zu kriegen, weil sie sich nicht erst das OK von dem doofen Farnaby geholt hat :rollen:


    Ich habe überlegt, warum die Erwachsenen eigentlich alle so überheblich sind - ist das vielleicht der Frust, weil sie ihre Gabe verloren haben und dadurch eigentlich wissen, dass sie den Jugendlichen gegenüber eigentlich dadurch schlechter stehen.



    Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern konnte, dass Lucy gegangen ist, weil prophezeit war, dass sie seinen Tod verschulden würde. Kam das im 3. Band vor und ich habe das nur vergessen? :redface:


    Ich glaube, die raunende Maske hat irgendwas in der Richtung angedeutet.


    nanu?!
    Ah, danke für die Zusammenfassung der Gründe für Lucys Weggang.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Lach nicht, darüber habe ich mir heute auch schon Gedanken gemacht :breitgrins:


    Wenn man sich die erwachsenen Berater hier so anschaut, wäre das wohl gar nicht so unangebracht!

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich habe überlegt, warum die Erwachsenen eigentlich alle so überheblich sind - ist das vielleicht der Frust, weil sie ihre Gabe verloren haben und dadurch eigentlich wissen, dass sie den Jugendlichen gegenüber eigentlich dadurch schlechter stehen.


    Ich denke immer das kommt weil sie auf die Hilfe der Kinder angewiesen sind. Wenn man mal genau darüber nachdenkt sind die Erwachsenen nutzlos. Und ich denke dass sie das auch wissen. Was tun sie schon groß außer in Schutzkreise hocken und Befehle bellen? Würdet ihr euch in eurem Job gerne von Kindern belehren lassen? Ich finde dass die Geschichte durch solche Nebensächlichkeiten wie das Kräftemessen zwischen Kind und Erwachsener an Glaubwürdigkeit gewinnt. Jonathan Stroud denkt einfach an alles :herz:

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Huhu ihr Lieben,


    ich freue mich, dass ich jetzt auch endlich in die Leserunde einsteigen konnte. Ich habe bislang nur den ersten Teil gelesen, aber ich hoffe, dass ich schnell aufholen werde.


    Man wird ja wieder direkt ins Geschehen hineingeworfen. Ich wusste noch ungefähr, wie der letzte Band endete und von daher kam ich ganz gut rein. Im ersten Moment dachte ich tatsächlich, Lucy würde wieder mit Lockwood und George zusammenarbeiten, aber ich wurde schnell eines besseren belehrt. Der Fall, den sie da bearbeitete, hatte es ja ganz schön in sich. Lucy war ziemlich leichtsinnig, aber sie hat es - mithilfe des Schädels - irgendwie hinbekommen. Hut ab. Die anderen waren längst nicht so mutig, aber ich kann es auch verstehen.
    Unmöglich fand ich es allerdings, dass alle drei einfach nach unten gegangen sind, statt Lucy zu helfen. Unglaublich.


    Lucy scheint mir nicht wirklich glücklich zu sein. Klar, sie hat ne eigene Wohnung, hat gut zu tun und ist damit auch noch sehr erfolgreich, dennoch merkt man schon, dass sie in Wirklichkeit sehr einsam zu sein scheint. Der Schädel ist zwar ihr "WG-Partner", doch trotzdem kann das nicht sehr gesund sein, sich Tag für Tag mit so einem Miesepeter abzugeben.


    Die Dialoge zwischen den beiden fand ich dennoch wieder mal super. Schön bissig, humorvoll und amüsant. Hoffentlich bleibt es so.


    Dass Lockwood plötzlich vor ihrer Tür stand, mitsamt ihrer Unterwäsche, hat mich doch ein bisschen überrascht, wobei ja klar war, dass sie irgendwann wieder aufeinandertreffen werden. Ich bin gespannt, was für ein Fall das ist. Klingt ja alles sehr mysteriös.


    Holly ist ja eine Person, auf die ich gut und gerne verzichten könnte. Sie ist mir einfach zu perfekt. Sie ging mir im letzten Band schon gehörig auf die Nerven und ich befürchte, dass es auch diesmal nicht anders sein wird.


    Um George mache ich mir ehrlich gesagt ein bisschen Sorgen. Warum ist er so merkwürdig? Verkraftet er die Trennung von Lucy nicht oder steckt noch etwas anderes dahinter? EIn Expriment vielleicht?

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch