Jasper Fforde - In einem anderen Buch/Lost in a Good Book

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 97 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

  • So, nachdem mich in den letzten Tagen eine blöde Erkältung vom Mitschreiben abgehalten hat und ich nach der Arbeit fast direkt auf dem Sofa landete und nach ein paar Seiten immer einschlief, hoffe ich, dass ich am Wochenende im Buch endlich weiter komme.
    Denn es gefällt mir wieder sehr gut und es macht einfach Spaß, mit Thursday unterwegs zu sein. Auch wenn es bei ihr eigentlich nicht so spaßig ist, so auf der Suche nach dem ausgelöschten Ehemann...
    Aber Miss Havisham zum Beispiel fand ich super - ohne das Original zu kennen.
    Gleiches gilt auch für den Prozess. :breitgrins:


    Mitterweile bin ich bei Kapitel 22 oder so und ich hoffe, dass ich heute Abend dazu kommen, meine Notizen zu sortieren.

  • Bis Kapitel 27


    Das Wort "bloophole" gefällt mir ausgesprochen gut, wie auch das ISBN Positioning System :lachen: (Wie heißt denn Kapitel 26 auf deutsch?)


    Daphne Farquitt klingt vom Sprechrhythmus her genauso wie Barbara Cartland (die ja auch ähnliche Schnulzen verbrochen hat) - ob das beabsichtigt ist? Harris Tweed ist auch ein schöner Name. Den stelle ich mir auch immer in Karojacketts in Brauntönen vor :breitgrins:


    Die Buchspringübungen sind sehr amüsant zu lesen, mit all den kleinen Details und den verrückten Gestalten, denen man dabei so begegnet ... und natürlich darf auch ein bisschen Bürokratie nicht fehlen :elch:


    Hades hat eine fiese Schwester! :entsetzt: Kein Wunder, dass so viel böse Energie unterwegs ist. Aornis ist ein abgefahrener Name ... Wikipedia erzählt mir gerade, dass der erfunden ist. Wie man den wohl ausspricht (A-ornis im Deutschen, aber auf englisch?)


    Und noch ein Gedanke ist mir gekommen, aber vielleicht ist das auch ein bisschen allzuweit hergeholt: sind die Initialen AH bei den Hades-Geschwistern Zufall oder eine Anspielung auf Adolf Hitler als das personifizierte Böse?

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Bis Kapitel 31


    Man hätte ja fast damit rechnen können, dass die Schitts Thursday über den Tisch ziehen und der ganze Handel nur eine Finte war, um Jack freizubekommen, aber dass sie tatsächlich nicht die geringste Absicht haben, Landen und Thursday wieder zusammenzubringen und Thursday aus dem Weg räumen wollen, wenn sie sich nicht den rücksichtslosen Unternehmensinteressen beugen will, hat mich doch auf die Palme gebracht :grmpf:


    Trotzdem war es zuvor lustig, wie Thursday versucht hat, mit Chalk und Cheese im Auto Konversation zu machen :breitgrins: Und im "Raven" sah es genauso aus, wie ich es mir immer vorgestellt habe (nur unordentlicher, weil es ja die schittisierte Version des Gedichtes ist ...)


    Miss Havishams Rettungseinsatz mit Hilfe eines Waschetiketts war allerdings großes Kino. Vor allem die riesigen Waschmaschinen-, Bügeleisen- und Trocknersymbole totlach Also gibt es in der Riesenbibliothek sogar Platz für völlig nicht-literarischen "Lesestoff". Ob die auch eine Abteilung für WC-Enten-Etiketten und ähnliches haben? :elch: Also das Zeug, was man halt in der Not so auf dem Lokus liest, wenn sonst nix da ist? :breitgrins; Mr. Cullards hat sich jedenfalls gefreut, mal wieder Besuch zu bekommen.


    Und der Cardenio wurde auch aus der Bibliothek geklaut :pling: Interessant, dass verlorene Manuskripte auch verloren bleiben sollen. Und noch interessanter, wie Thursday und Tweed feststellen, welcher der beiden Tatverdächtigen echt ist, mit der perfiden Dialogfalle :lachen:


    Ein "Meet-and-Greet"-Besucher ist in der aktuellen Lage sicherlich das Allerletzte, was Thursday brauchen kann, aber ich glaube fast, dass das kein gewöhnlicher Besucher ist, wenn er erst ihren verschollenen Schlüssel findet und dann auch noch die rosa Matschepampe identifizieren kann. Dream Topping ist übrigens eine britische Tortencreme, so eine Art Sahneersatz zum Anrühren :lachen:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Bis einschl. Kapitel 16:
    Das Buch ist wieder herrlich skurril :breitgrins:


    Die Wiederholung mit Kaylieu läuft ja dann doch anders als gedacht; dass Kaylieu schlussendlich doch noch erschossen wird, tat mir leid, er war ziemlich unglücklich. Stig ist dafür umso cooler drauf, er hat mir sehr gut gefallen. Als sich die Realität vor der Anhörung verschiebt, habe ich mir zuerst noch nichts Dramatisches dabei gedacht, auch nicht, als Flanker nicht wusste, dass Thursday verheiratet ist. Damit, dass Landen regelrecht ausgelöscht wurde, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Was für ein Schock! Und dabei habe ich mich so für die beiden gefreut, dass sie ein Baby erwarten. Ich wusste doch gleich, dass man von einem Schitt-Wieauchimmer nichts gutes zu erwarten ist :grmpf:
    Das ist doch ein Alptraum, wenn man vor seinem Haus steht und es wohnen die Schwiegereltern drin, die einen nicht erkennen. Wenigstens konnte Thursday die beiden davon überzeugen, dass sie nicht ganz spinnert ist.


    Die Hoffnung ist ja nicht sehr groß, dass man diesen ganzen Mist wieder rückgängig machen kann, ausnahmsweise bin ich hier Hades' Meinung, dass man Goliath sicherlich nicht trauen kann, dass sie wirklich ihr Versprechen einlösen.


    Phodder und Kannon sind von Hasen gefressen worden?!? Ein Unfall bei Linoleum verlegen?!? Aha - da stinkt doch was gewaltig :breitgrins:


    Ich habe mich gefreut, als wir Mycroft und Polly wiederbegegnen; allerdings fand ich es schade, dass die beiden so schnell wieder verschwunden sind. Gut ist aber, dass Mycroft Thursday das Entroskop (wurde das so ins Deutsche übersetzt?). Wer steckt nur hinter all diesen Attacken? Goliath schließe ich aus, die wollen Thursday lebendig, um an Jack Schitt bzw. das Prosa-Portal zu kommen. Kann das wirklich Hades sein?


    Thursdays Gran ist auch eine coole Frau, von ihr würde ich gerne noch mehr lesen. Ich hoffe, sie hat recht mit ihrer Überzeugung, dass das Baby von Landen ist.


    Und Bowden Cable ist ein wahrer Freund, er fragt gar nicht lange, sondern hilft seiner Kollegin einfach und unkompliziert. Woher wusste Mrs Nakajima, dass Thursday in ihrer Wohnung auftauchen wird und dass Shitt-Hawse sich auf dem Korridor aufhält? Ist das wieder irgendeine Zeitschleife?


    Nun taucht Snell endlich mal in Natura auf, auch wenn er eigentlich eine fiktionale Figur ist. Na prima, jetzt erwartet Thursday noch ein Verfahren, weil sie das Ende von Jane Eyre verändert hat. In den Büchern scheint es genauso bürokratisch zuzugehen wie im Real Life :breitgrins: Und wenn das dann noch so zugehen soll, wie bei Kafkas "Prozess", dann gute Nacht :rollen:


    Nun bin ich gespannt, ob Thursday in der gigantischen Bibliothek (die würde ich ja gerne mal in echt sehen) ihrem Ziel, in Poes "Raven" zu gelangen, näherkommen kann. Die Grinsekatze mit ihrem schlechten Gehör macht ihr ja nicht viel Hoffnung, was die Werke von Poe angeht.


    Herrlich schräg ist auch die Abtretung von Tunbridge Wells an das russische Zarenreich - erinnerte mich ein wenig an Hongkong. Oder die Entschuldigungen für die Verzögerungen der Abfahrt im Gravitube, die sich ebenfalls verzögern :breitgrins: :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Ich verwette meinen Allerwertesten darauf, dass Kannon und Phodder nicht von ungefähr so heißen (cannon fodder = Kanonenfutter)!


    Das ist ja klasse totlach



    Ich lese auch total gerne von Thursdays und Landens Eheleben, der doch nicht männlichen Dodo-ine Pickwick und den spannenden News von Thursdays Schwangerschaft.


    Der brütende Pickwick fand ich auch zu herzig.


    Noch ein paar kleine Randbemerkungen und (mögliche) Namenserläuterungen:



    Danke für die Aufklärung, bis auf Anne Hathaway war mir alles unbekannt :redface:



    Cool ist ja ihre Oma! Fit wie ein Turnschuh und ihre Lebensenergie scheint sie aus den langweiligsten Büchern der Welt zu ziehen.


    Das mit der Energie aus den langweiligen Büchern fand ich auch klasse.



    Chalk und Cheese - es gibt im Englischen die Redewendung "they are like chalk and cheese", um auszudrücken, dass zwei Menschen komplett unterschiedlich sind.


    Dedmen und Walken fand ich aber fast noch schöner :breitgrins:


    Die beiden Paarungen finde ich auch wieder klasse :rollen:


    Ach, im Deutschen heißt das "genichtet": gruseliges Wort. Naja, ist ja auch ein gruseliger Umstand. Sehr schön fand ich die gemeinsamen Erinnerungen von Thursday und Landen, allerdings hätte ich ebenfalls auf Hades verzichten können. Das hätte Thursday auch nicht gedacht, dass sie ihm mal Tee einschenken würde :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • Bis einschließlich Kapitel 23


    Der Ausflug nach Osaka war ja interessant. Eine praktische Reisemethode, die es da in Thursdays Welt gibt. Ich weiß ja nicht, ob die mir so gut bekommen würde... :breitgrins:
    Und die Suche hat auch gut geklappt, einfach sich vom Zufall leiten lassen. Dass sie dann dort gleich entdeckt wurde, war auch nicht wirklich verwunderlich.
    Toll fand ich die Anspielung auf Dorothy aus dem Wizard of Oz, als Thursday dann aus der Wohnung entkam: I don't think I'm in Osaka anymore. :breitgrins:


    Dass mir Miss Havisham gefällt, hatte ich ja schon geschrieben. Aber auch das Treffen mit der Cheshire Cat, die gar nicht mehr so heißt, war sehr lustig.
    In der Bibliothek stehen ale erdenklichen Bücher. Wie viele sind es? Nun, ich hab sie nie gezählt, aber mit Sicherheit mehr als zwölf!
    Und natürlich das wichtigeste Zitat, "We're all mad here".


    Der Ausflug mit Spike war auch, ähem, mal was Anderes. Ob er auch noch mal eine Rolle spielen wird? Oder ob das wirklich nur war, damit Thursday das Geld für ihren Vermieter zusammen bekommt?


    Ach ja, und die Zeitreise mit ihrem Vater. Ich schalte bei den Zeitreisen glaube ich irgendwie immer meine Logik ab, weil ich das Gefühl habe, das nicht ganz zu verstehen, wie das funktioniert. Dieses Hin und Her, schneller reisen, langsamer reisen, aber die Verfolger können sie dennoch finden... :gruebel:
    Aber gut, nachdem es auf diesem Weg nicht geklappt hat, Landen zu retten, bleibt Thursday wohl nichts anderes übrig, als den Weg in "The Raven" zu finden.


  • Und noch ein Gedanke ist mir gekommen, aber vielleicht ist das auch ein bisschen allzuweit hergeholt: sind die Initialen AH bei den Hades-Geschwistern Zufall oder eine Anspielung auf Adolf Hitler als das personifizierte Böse?


    :entsetzt: Das ist mir gar nicht aufgefallen. An einen Zufall glaube ich da nicht, das ist sicher Absicht.

    Einmal editiert, zuletzt von dodo ()


  • Eine praktische Reisemethode, die es da in Thursdays Welt gibt. Ich weiß ja nicht, ob die mir so gut bekommen würde... :breitgrins:


    Da bin ich mir auch nicht so sicher, ob mir die Reiseart bekommen würde :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Toll fand ich die Anspielung auf Dorothy aus dem Wizard of Oz, als Thursday dann aus der Wohnung entkam: I don't think I'm in Osaka anymore. :breitgrins:


    Oh, danke für die Erläuterung, das ist mir entgangen.


    Zitat

    Aber auch das Treffen mit der Cheshire Cat, die gar nicht mehr so heißt, war sehr lustig.


    The UA of W Cat :lachen:


    Zitat

    Ach ja, und die Zeitreise mit ihrem Vater. Ich schalte bei den Zeitreisen glaube ich irgendwie immer meine Logik ab, weil ich das Gefühl habe, das nicht ganz zu verstehen, wie das funktioniert. Dieses Hin und Her, schneller reisen, langsamer reisen, aber die Verfolger können sie dennoch finden... :gruebel:


    Ich glaube fast, es gibt dahinter gar keine stringente Logik, weil Papa Next ja komplett außerhalb des normalen Kontinuums herumschwirrt.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Bis einschließlich Kapitel 28


    Die Kunstausstellung fand ich zum Schreien komisch. So richtig aus dem Leben genommen. :breitgrins:
    Dieses Kunstgeschwafel und dann Thursdays lakonischer Einwurf: Das ist eine Zwiebel. Und dann noch Bowden, der den Mülleiner für ein Kunstwerk hält. totlach


    Dann will Thursday ihrer Mutter von dem Baby erzählen und die wusste sie es schon längst. Vor dieser Familie kann man doch nichts geheim halten. :zwinker:


    Die SO-5er scheint es nur so dahin zu raffen. Wie lange wohl die beiden neuen durchhalten?


    Wow, ich bin auch eine Zeitreisende, sagt Thursdays Vater! Auch wenn ich täglich nur einen Tag schaffe.
    8 Monate in nur 40 Minuten hinter sich zu bringen und dabei die Veränderungen in der Natur bewundern zu dürfen, würde mich aber auch reizen. :smile:
    Leider hat dann nichts so geklappt, wie es sollte und wir konnten eine wilde Zeitreiseverfolgung miterleben. Und abends wieder mal Besuch vom Vermieter. Geld muss her!


    Zitat

    Hat ihr Ehemann immer noch Existenzsorgen?


    Eine nette Umschreibung von Spike für Landens Nichtung.
    Der Grund für den nächtlichen Einsatz würde auch gut in unseren Motz-Thread über Paketdienste passen. :breitgrins:
    Spike war so überzeugend, dass ich auch glaubte, er verlange von Thursday, dass sie ihn erschießt. Mann, oh Mann. Aber sie schaffte es, trotz des anfänglichen Patzers. In Spikes Haut hätte ich nicht stecken wollen. Aber ... er musste davon überzeugt sein, dass sie es tun wollte. Ganz seine Rede!


    Sniper-Magazine und Great Underworld Hitmen? Was möchte ihm seine neue Freundin damit mitteilen? Oh, ich platze vor Neugier!


    Oh, mein Gott, jetzt soll Thursday auch noch Schuld am neuen Sponsor sein, weil sie diese verflixte Toastschnittchen gegessen hat. Schlimm genug, dass Hicks sie mit F beurteilt hat.
    Langsam tut Cordelia mir fast leid, wie sie immer hinter Thursday herjagen muss. Aber es nützt nichts, sie findet sie ja doch, auch wenn sie ihr auf der Toilette wieder entwischt.
    Marianne Dashwood erinnert mich direkt etwas an Miss Havisham, auch so ein Faible für moderne Sachen. Was sie sich so alles aus der Zukunft wünscht. :smile:


    Während der Vollversammlung der Jurisfikation taucht im Gespräch Mycroft auf. Gut, dass keiner weiß, dass sie mit ihm verwandt ist. Der Programmpunkt Rechtschreibung erfreut, scheint's, keinen.
    Dann hat Thursday ihren ersten Einsatz. Mr. Deanes Hinweis, sie möge sich nicht nur auf das ISBN-System verlassen, kann ich verstehen. Da könnte so einiges schief gehen.
    Gestaunt habe ich über das Magazin. Was man da alles bekommt! Wenn's sein muss sogar Hi-Tech-Ausrüstung. Naja, wenn man noch vor Beginn des Roman eingreifen muss, ist es halt erlaubt. Merkt ja keiner! Miss Havisham jedenfalls genießt den Einsatz.


    Grammasiten! Huch! Was es doch alles gibt. Da kann es dann schon passieren, dass aus einem 1000 Seiten Schmöker ein kleines Romanheftchen wird.
    Aha, alle Bücher, die unter Kontrolle gebracht wurden,haben also eine/n Jurisfiktion-Beauftragte/n. Was heißt denn hier unter Kontrolle gebracht? Dass die Figuren aus anderen Romanen Zutritt zur Geschichte haben und gefahrlos darin herumspazieren können. "Der Rabe" gehört sicher nicht in diese Kategorie.


    Ach, Thursday! Die Ärmste. Immerhin kann sie Landen in ihren Träumen gegegnen. Er hilft ihr mittels ihrer Erinnerungen aus dem Unterbewußtsein auf die Sprünge, so dass sie herausfindet, wer hinter ihr her ist.
    Und dann kommt die absolute Erleichterung in Form ihres Bruders Joff, der die Angelegenheit mit Miles klarstellt. Uff! Da haben die beiden ihre Wohnung als Liebesnest benutzt. :smile:


    :entsetzt: Das ist mir gar nicht aufgefallen. An einen Zufall glaube ich da nicht, das ist sicher Absicht.


    Dass beide die Initialen A. H. haben, glaubte ich, sei zur Verwirrung gedacht. Auf diesen Zusammenhang bin ich gar nicht gekommen. Klar! Das leuchtet ein. Es ist doch immer eine Bereicherung, wenn man in einer Leserunde liest. :smile:

  • Ich glaube fast, es gibt dahinter gar keine stringente Logik, weil Papa Next ja komplett außerhalb des normalen Kontinuums herumschwirrt.


    Ja, das muss wohl so sein. Der Vater ist so außergewöhnlich, der kommt gegen die Zeit und die Logik an. Damit kann ich leben! :zwinker:




    Die Kunstausstellung fand ich zum Schreien komisch. So richtig aus dem Leben genommen. :breitgrins:
    Dieses Kunstgeschwafel und dann Thursdays lakonischer Einwurf: Das ist eine Zwiebel. Und dann noch Bowden, der den Mülleiner für ein Kunstwerk hält. totlach


    Ach ja, die Ausstellung und die Zwiebel :breitgrins:
    Das war sehr lustig. Wobei es ja durch das Kunstwerk des Neanderthalers und Oma Next' Auftreten und Eingreifen auch ein bisschen ernster wurde.

  • gelesen: Kapitel 25


    Die Zeitreise mit ihrem Vater fand ich toll und eigentlich gar nicht so unlogisch. Das einzige, was da nicht so ganz schlüssig ist, ist die Sache mit dem Kreisverkehr, wenn man die Gegenwart überholt hat. Aber sei's drum. Die Jagd durch die Zeit war super!


    Schön finde ich auch immer wieder den Rückgriff auf ein ganz alltägliches Leben: Ärger mit dem Vermieter, Versorgung von Pickwick,... Ich bin schon sehr gespannt, wann und was da aus dem Ei schlüpft.


    Spaß mit Spike - so kann man eine Geisterjagd auch bezeichnen totlach. Ich fand es total durchsichtig, dass Thursday nur deshalb auf Spike schießen soll, dass der Geist denkt, dass seine "Wohnung" gleich zerstört wird. Währenddessen hab ich fieberhaft nachgedacht, wie sein Tod bei der Gelegenheit abzuwenden sei - auf eine Platzpatrone bin ich dabei irgendwie nicht gekommen [Blockierte Grafik: https://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/g070.gif].
    Witzig fand ich auch die Hinterlassenschaften von Spikes Angebeteter... :breitgrins:



    Die Kunstausstellung fand ich zum Schreien komisch. So richtig aus dem Leben genommen. :breitgrins:
    [...] Und dann noch Bowden, der den Mülleiner für ein Kunstwerk hält. totlach


    Das fand ich auch sensationell, weil ich bei der Beschreibung selber dachte, dass der Mülleimer ebenfalls ein Kunstwerk ist :err:.



    :entsetzt: Das ist mir gar nicht aufgefallen. An einen Zufall glaube ich da nicht, das ist sicher Absicht.


    Das glaub ich auch; zumal am Anfang ja die Rede von den drei bösartigsten Personen der Welt die Rede gewesen ist und bist jetzt nicht aufgeklärt wird, wer das tatsächlich alles ist (Hades ist wohl eine davon).



    So, ich habe zwei Horrorwochen vor mir, in denen ich weder zum Lesen noch zum Posten komme. Vielleicht schaffe ich heute noch den Rest und schreibe etwas dazu. Wenn nicht, wünsche ich euch allen viel Spaß und Gelächter bei der restlichen Lektüre!

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Bis einschl. Kapitel 25:
    Miss Havisham ist ja eine Marke - und ihr Fahrstil sehr gewöhnungsbedürftig :breitgrins: :breitgrins: Kein Wunder, dass sie in Thursdays Welt bereits berühmt-berüchtigt ist. Wie sie Thursdays Vermieter den Kopf zurechtrückt, war auch klasse. Und ihre Rivalität mit der Roten Königin und der Klopperei bei dem Schlussverkauf - herrlich totlach


    Der Prozess war eindeutig sehr kafkaesk - und der Staatsanwalt ist schlussendlich der Depp bei der Sache. Lachen musste ich auch bei dem Prozess "Odysseus gegen Polyphemus", der nach Thursdays Sache drankommen sollte.


    Hm, was ich von diesem Yorrick Kaine halten soll, weiß ich ja noch nicht so recht. Politiker vollziehen niemals solche drastischen Wendungen in ihren Ansichten, daher traue ich ihm nicht. Ich frage mich die ganze Zeit, ob er vllt. auch noch eine Rolle als Thursdays Gegner spielen wird.


    Die Kunstausstellung war herrlich schräg :breitgrins: Ich dachte auch zuerst, der Mülleimer wäre ein Kunstgegenstand. Gefreut habe ich mich über Gran Nexts Auftritt.


    Schade, dass der Versuch von Thursdays Vater, Landens Nichtung rückgängig zu machen, nicht geklappt hat. Wenigstens konnten sie Lavoisier entkommen. Und immerhin wissen die beiden jetzt, dass Lavoisier korrupt ist. Aber wie kann man ihm das beweisen? Ich hoffe, sie schaffen es irgendwie noch. Diese rasante Reise durch die Erdgeschichte hat mich beim Lesen ganz schwindlig gemacht, obwohl das sicherlich ziemlich faszinierend ist.


    Dass Thursday zusammen mit Spike in einen Einsatz geht, darauf habe ich die ganze Zeit schon gewartet, ich mag Spike irgendwie und hoffe sehr, dass es mit Cindy diesmal klappt. Der Einsatzort war ganz schön gruselig; das gefällt mir übrigens an den Büchern so gut, dass der Autor die unterschiedlichen Situationen jeweils passend beschreiben kann, wie der bekloppte Prozess gegen Thursday oder hier die gruselige Atmosphäre der Kirche mit ihrem Friedhof.


    Lachen musste ich bei Spikes Aussage, dass jedes Böse meint, es sei das das einzige Böse auf der Welt und wenn es dann gefangen wird, feststellen muss, dass er dieses vermeintliche Privileg mit tausend anderen bösen Wesen teilt :breitgrins: Dem aktuellen bösen Geist geht es nicht anders, er dachte ebenfalls, so leicht könnte er nicht eingefangen werden.


    Herrlich fand ich auch Spikes Erklärung, dass sein Staubsauger ein besonderes Modell sei und zusätzlich eine kleine Bürste für die Treppenteppiche hätte und Thursday fragt, ob er auch böse Geister in den Treppenteppichen gefunden hätte - dabei benötigt er die kleine Bürste nur zur gründlichen Reinigung :breitgrins:
    Und Thursday ist jetzt hoffentlich erstmal ihren Vermieter los. Wieso ist er eigentlich so scharf auf Pickwick?


    Na bravo, nun bin ich mal gespannt, wie lange es dauert, bis es die Runde macht, dass Thursday von Miles schwanger ist :rollen:


    Und wie es mit Thursdays Ausbildung weitergehen wird. Ich muss gestehen, ich bin ein bisschen ungeduldig, andererseits bin ich auch nicht scharf darauf, dass Thursday so schnell in Poes Raben gelangt, wer weiß, was sie dort erwarten wird.


    Lachen musste ich ja bei der Aufgabenverteilung innerhalb der Jurisfiction, dass Mycroft bei Sherlock Holmes aufgetaucht ist :breitgrins: Und dass das ISBN-Nummern nicht nur wegen der Katalogisierung eingeführt wurden.


    Spannend fand ich auch Mariannes Erklärungen, welche Nachteile es hat, wenn ein Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, dass diese Figuren viel weniger geistige Freiräume haben.

    Liebe Grüße

    Karin


  • Und Thursday ist jetzt hoffentlich erstmal ihren Vermieter los. Wieso ist er eigentlich so scharf auf Pickwick?


    Pickwick ist ein Dodo der Version 1.2 und damit eine Seltenheit, weil man davon nicht viele verkauft hat.

  • Die Episode mit der Zwiebel und dem Mülleimer auf der Kunstausstellung hat mir auch sehr gut gefallen. Wenn ich etwa an Beuys und seine "Fettecke" denke, die versehentlich von der Museumsputzfrau entsorgt wurde, ist es ja gar nicht so weit hergeholt, einen Abfalleimer für Kunst zu halten :zunge:


    Dass sich aufgeklärt hat, wieso Miles' Zeug sich in Thursdays Wohnung befindet, ohne dass das heißt, die beiden hätten was miteinander, hat mich sehr beruhigt. Und es sei Joffy gegönnt ;)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)


  • Die Namenspaarungen der SpecOps-Agenten finde ich einfach zu schön. Nachdem jetzt auch Dedmen und Walken etwas zugestoßen zu sein scheint, haben wir Lamb & Slaughter :lachen: (Ich hoffe, da sind die Namen nicht auch am Ende Programm, so vertrottelt sich die beiden auch anstellen!)


    Stimmt, das hatte ich ganz vergessen, ich hoffe auch, dass Lamb und Slaugther nicht Programm sind. Köstlich wie dämlich die beiden sich anstellen. Allerdings ist es auch ganz schön fies, dass sie erst durch Thursday erfahren, was mit ihren Vorgängern passiert ist.



    Die Leistungsbeurteilung war allerdings eine Frechheit! Flanker ist wirklich das, worauf sich sein Name im Englischen reimt :grmpf:


    Diesem Flanker traue ich nicht, wer weiß, ob er nicht auch ein falsches Spiel spielt.

    Liebe Grüße

    Karin


  • Dieses Kunstgeschwafel und dann Thursdays lakonischer Einwurf: Das ist eine Zwiebel. Und dann noch Bowden, der den Mülleiner für ein Kunstwerk hält. totlach


    Ja, die Zwiebel war herrlich :rollen:



    Spike war so überzeugend, dass ich auch glaubte, er verlange von Thursday, dass sie ihn erschießt. Mann, oh Mann. Aber sie schaffte es, trotz des anfänglichen Patzers. In Spikes Haut hätte ich nicht stecken wollen. Aber ... er musste davon überzeugt sein, dass sie es tun wollte. Ganz seine Rede!


    Ich war ebenfalls etwas irritiert, warum Spike plötzlich von Thursday verlangte, ihn zu erschießen, nachdem er vorher noch darum gebetet hat, lebendig aus der Sache rauszukommen.



    Sniper-Magazine und Great Underworld Hitmen? Was möchte ihm seine neue Freundin damit mitteilen? Oh, ich platze vor Neugier!


    Hier bin ich auch gespannt, was sie ihm mitteilen will :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • Fertig mit dem Buch:
    Seufz, nun ist das Buch zu Ende und Landen ist immer noch genichtet :sauer: Aber gut, ich denke, momentan ist noch nichts verloren. Und ich bin so froh, dass Thursdays Vater nicht zu Dream Topping im All wurde, auch wenn die Vorstellung, dass er irgendwann der Vater bzw. Mutter neuen Lebens werden würde, schon was für sich hatte. Aber ich hätte ihn wirklich vermisst. Als Thursday sich von ihm verabschiedet, dachte ich wirklich, das war es - am liebsten hätte ich mitgeheult :breitgrins: Ich habe keine Ahnung, wie er es geschafft hat, immer noch in unserer Welt zu sein, ich war viel zu erleichtert, um das genauer zu lesen.


    Aber jetzt erstmal noch ein paar Seiten zurück: witzig fand ich, wie sich Vernham Deane vorstellt, inklusive Softcover und Buchpreis :breitgrins:


    Wer mir auch richtig gut gefallen hat, ist Tweed Harris - ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass er unter seiner rauhen Schale gar kein so übler Typ ist. Seine Erklärung zum Brunnen der Manuskripte fand ich spannend und ich bin mir nicht sicher, ob es darunter wirklich nichts mehr gibt.


    Thursdays Ins-Buch-Springen wird immer besser, noch ein bisschen Übung - die nächsten Monate hat sie ja Zeit - dann landet sich auch auf den negativen Seiten und nicht mehr im Cover.


    Grammasit - herrlich totlach Bei manchen Büchern wäre so ein Adjektivfresser gar nicht übel, die nur so überborden vor überflüssigen Adjektiven. O.k., und wir erfahren auch gleich, wie man es verhindern kann, dass man sich diese Grammasiten in das eigene Bücherregal holt :breitgrins:


    Warum Miles' Klamotten in Thursdays Wohnung rumliegen, klärt sich jetzt auch - hach, da bin ich aber erleichtert, denn nun ist es klar, dass Landen der Vater des Kindes ist. Süß, wie sich Joffy mit seiner Schwester freut, obwohl er nichts versteht.


    Ich hatte wirklich gehofft, Schitt-Hawse und Lavoisier würden ihr Versprechen einhalten, aber Scheibenkleister, sie spielen ein ganz falsches Spiel. Und dabei ging die Rückholung von Jack Schitt so glatt über die Bühne, ich hatte mit deutlich mehr Schwierigkeiten gerechnet. Ich hoffe sehr, dass Thursday wirklich eines Tages die Möglichkeit erhält, die Schitts und Lavoisier in einen ganz furchtbaren Roman zu "beamen".


    Glücklicherweise bekommt Miss Havishman mit, was Thursday für einen Alleingang durchgezogen hat. Auf die Idee, mit der Waschanleitung in einem Kleidungsstück zu türmen, ist auch genial - und zeigt aber auch, wie gut Havishman ist; wie Tweed sagt, es gibt nicht viele Personen, die mit weniger als 100 Wörter den Ort wechseln können.


    Ach, das Werk Cardenio wurde also aus der Großen Bibliothek gestohlen? Dass Kaine eine fiktive Figur ist, darauf wäre ich nie gekommen. Und mit Thursdays brillanter Idee, ihn mit einem wechselnden Dialog zu verwirren, war genial. Diesem Untier (wie wird denn das Questing Beast ins Deutsche übersetzt?) hätte ich nicht unbedingt begegnen wollen. Der melancholische Buchhund war auch witzig. Ich bin gespannt, ob Harris und Buchhund Kaine noch gefunden haben.


    Dass der rosa Schleim essbar ist, darauf wäre ich ebenfalls nicht gekommen - so lohnt sich der Termin mit Cordelias Gewinnern doch noch für Thursday. Und David bringt Thursday sogar auf die zündende Idee und ermöglicht ihr die Flucht. Herrlich von Cordelia, wie sie um weitere PR in der Zukunft feilscht :breitgrins:


    Nicht Hades selbst, sondern seine Schwester steckt hinter dem rosa Schleim und den Angriffen auf Thursday. Diesmal hat sie zwar verloren, aber sie ist ein ernstzunehmender Gegner. Fies, dass sie Erinnerungen auslöschen und abrufen kann, wie sie will. Ich hoffe nur, Acheron hat nicht noch mehr Geschwister oder Verwandte, die auf Rache aus sind.


    Der Plan, dass Thursday sich selber erschießen muss, um die Welt zu retten, ist ganz schön perfide - aber ihr Vater erscheint wieder im richtigen Moment :herz: Im Endeffekt wird dann ja doch alles gut.


    Der Vorschlag ihrer Eltern, dass Thursday erstmal untertaucht, kann ich nur begrüßen; ich hatte sowieso schon die ganze Zeit Angst um das Baby. Der Vorschlag, dass sie in unserer Welt abtaucht, hatte zwar erstmal was Verlockendes, aber sich an nichts mehr erinnern zu können, das hätte ich dann doch auch etwas heftig gefunden. Da finde ich die Lösung, sich samt Dodo und Ei bei Miss Havisham bzw. Mary einzuquartieren, besser. Ich finde es echt schräg und witzig, welches Eigenleben die Romanfiguren führen :breitgrins:


    Jetzt hat Thursday (hoffentlich) erstmal Ruhe und ist vor Aornis, Goliath und Lavoisier sicher. Außerdem kann sie weiter von Miss Havisham lernen und sich in Ruhe einen Schlachtplan überlegen, denn ihre Erinnerungen sind ja alle noch da. Und in ihrer realen Welt hat sie mit Lady Hamilton eine weitere Verbündete.


    Mir hat dieses Buch noch besser als der erste Teil gefallen und ich freue mich schon auf den dritten Teil.

    Liebe Grüße

    Karin