Alyssa Sheinmel - Faceless

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Autorin: Alyssa Sheinmel
    Titel: Faceless
    Verlag: Scholastic Ltd.
    Seiten: 346
    Erschienen: 7. Januar 2016
    Sprache: Englisch (bisher nicht auf Deutsch erschienen)
    Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


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    Klappentext:


    When Maisie is struck by lightning, her face is partially destroyed. She's lucky enough to get a face transplant, but how do you live your life when you can't even recognize yourself any more? She was a runner, a girlfriend, a good student ...a normal girl. Now, after a single freak accident, all that has changed. As Maisie discovers how much her looks did and didn't shape her relationship to the world, she has to redefine her own identity, and figure out what 'lucky' really means.


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    Meine Meinung:


    Maisie ist eine gute Schülerin und die beste Läuferin ihrer Schule. Außerdem hat sie einen tollen Freund, der sie zum Prom eingeladen hat. Doch als sie eines Morgens joggen geht, schlägt ein Blitz direkt neben ihr ein und zerstört nicht nur ihr Gesicht sondern ihr ganzes bisheriges Leben. Trotz Gesichtstransplantation hält sie sich nun für einen Freak.


    Durch den Verlust ihres alten Gesichts, merkt Maisie erst, wie hübsch sie vorher ohne die Narben und die Nase einer Toten war. Ist sie noch dieselbe Person wie vor dem Unfall? "Maisie 2.0" kann nicht mehr laufen, weil ihre Muskeln nicht mehr mitspielen, sie ist ständig müde und unkonzentriert wegen der vielen Medikamente, so dass ihre Note absacken und ihr Freund kümmert sich nur noch aus Mitleid um sie.


    In dem Buch geht es in erster Linie um das Thema Identität und Identitätsfindung, was sicherlich alle Jugendlichen in irgendeiner Weise betrifft. Sensibel nähert sich die Autorin Maisies Gefühlen und lässt den Leser Einblicke in ihre Welt haben. Ohne zuviel verraten zu wollen, ist das Buch doch auch trotz aller Traurigkeit und Wut sehr berührend und positiv. Durch die Macht der Freundschaft und eine Selbsthilfegruppe findet Masie nach und nach wieder zu sich selbst.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin beeindruckt davon, wie die Autorin es schafft, eine emotionale Verbindung zwischen dem Leser und Masie aufzubauen. Nur das Ende (vor allem zwischen Masie und ihrem Freund) war mir persönlich etwas zu "happy" und damit leider etwas unglaubwürdig und konstruiert. Ähnliche Geschichte wie bei Deborah Froeses "In meiner Haut".


    4ratten