Jasper Fforde - Im Brunnen der Manuskripte/The Well of Lost Plots

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 61 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.


  • Achja, was ich noch vergessen habe: Bowden fehlt mir auch.


    Genau. Das wollte ich auch schon die ganze Zeit erwähnen. Er hat irgendwie so ein ausgleichendes Moment an sich, so ein Anflug von Normalität bis hin zur Langweiligkeit - das fehlt mir. :zwinker:

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers

  • Ich bin übers Wochenende trotz wenig Lesezeit bis einschließlich Kapitel 24 vorgedrungen.


    Also, die Sprunghaftigkeit der Geschichte bleibt uns wohl erhalten, aber ich habe das Gefühl, ich gewöhne mich langsam daran. Wir haben also eine Krimi, in dem sich Thursday aufhält und an dem sie nebenbei so ein bisschen rumschraubt; daneben eine Verschwörung innerhalb der Jurisfiktion, bei der bereits zwei Mitglieder ums Leben gekommen sind und ein Minotaurus frei herumläuft, man weiß nur nicht wo. Thursday hat Aornis im Kopf und kann sie nicht loswerden, weil sie nur eine Erinnerung ist - dafür verliert sie aber die Erinnerung an... wer war das noch? Dieser Krim-Soldat mit dem sie was hatte? Hm... :gruebel: :breitgrins: Und nebenbei wird ihr wieder mal der Prozess gemacht wegen ihres Eingreifens in Jane Eyre, das hat sie wiederum als Angehörige von SpecOps gemacht, als LitAgent.


    Hui, mir schwirrt echt der Kopf.... aber mit den einzelnen Szenarien hab ich eine Heidenspaß, und auf das kommts schließlich an. Besonders gerne verfolge ich die Szenen mit Randolph und Lola, die beiden sind echt klasse und es macht Spaß, sie in ihrer Entwicklung zu beobachten. Wer ein bisschen außen vor ist, ist Pickwick - aber ich nehme mal an, sie brütet fleissig. :elch:


    Jetzt bin ich mal gespannt, wer der Verräter in den Reihen der Jurisfiktion ist und ob Thursday den Krimi noch für die Veröffentlichung reif machen kann.

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers

  • Bis Kapitel 25


    Der Aufstand der Kinderreimfiguren ist witzig, allerdings fehlen mir da ein bisschen die Bezüge. Sicher weiß ich nur, wer Humpty Dumpty ist und natürlich die drei blinden Mäuse ("see how they run" kommt doch auch in "Lady Madonna" von den Beatles vor, bestimmt eine Anleihe!) Ist ja schon irgendwie skandalös, dass mündliche Überlieferungen solche Stiefkinder sind!


    Ich habe noch Solomon Grundy und Little Jack Horner ergoogelt ;)


    Der Papagei als Indikator für das Vyrus war ein schöner Lacher bei der sonst gar nicht so lustigen Spurensuche in Zenobia. (Oder heißt das auf deutsch anders? Im Original wird die "carrot" zum "parrot".) Perkins, Mathias und schließlich auch Snell tot, der Minotaurus wohl absichtlich freigelassen und ein womöglich sabotierter Rettungshut (auch so eine herrliche Idee :lachen: )... jetzt wird es doch noch kriminalistisch. Fragt sich bloß, wer dahintersteckt. Ich habe ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer.


    Uriah "Hope" aus "David Copperfield"? Heißt der nicht Uriah Heep (und ist der Namensgeber der Band)? War da etwa das Vyrus am Werk?


    Thursdays praktische Prüfung hatte es ganz schön in sich, meine Güte ... zwangsverheiratet und dann auch noch getötet zu werden, weil die Figuren in der stinklangweiligen Friede-Freude-Eierkuchenwelt von "Shadow" ganz ausgehungert nach Emotionen sind, wäre ein ziemlich blödes Schicksal gewesen! Und Hut ab, dass sie als bisher einzige die Mission erfolgreich abgeschlossen hat :daumen: Die eingleisige Sekretärin des Auktionators fand ich auch klasse. "Habe ich eigentlich einen Vornamen?" :elch:


    Ibb und Obb - sorry, Lola und Randolph - haben mächtig Charakter bekommen. Was für eine Dramaqueen! :lachen:


    Gar nicht zum Lachen ist hingegen Thursdays galoppierender Gedächtnisverlust und die immer übleren Gedächtnisfälschungen, die Aornis ihr einpflanzt. Ich hoffe doch sehr, dass sie sich davon befreien kann, bevor es zu spät ist. Und auch in Caversham Heights passieren komische Dinge. Erst der Unfall mit diesem Schablonenmenschen und dann das Textmeer direkt hinter der Tür :entsetzt: Heißt das, dass die Auflösung des Buches unmittelbar bevorsteht? Auch das würde bedeuten, dass Thursday machen sollte, dass sie da wegkommt. Oder ein bisschen mehr Pep in das öde Buch bringen muss, damit es noch ein Weilchen durchhält ...


    Immerhin ging es vor Gericht (vorerst?) glimpflich aus :schwitz: Rochesters Gastauftritt hat mir natürlich sehr gefallen :herz:


    Jurisfiction wartet immer noch auf Godot totlach und fragt sich, wie auch ich, wo Vernham Deane abgeblieben ist. Ob der etwas mit der Minotaurus-Sache zu tun hat?


    Miss Havishams Unfall hat mich ganz schön geschockt :entsetzt: Sie war mir richtig ans Herz gewachsen. Aber irgendwie passt es zu ihr, nicht bei einem Einsatz zu sterben, sondern beim erneuten Versuch eines Geschwindigkeitsrekords. Weiß jemand von Euch, ob sie in "Great Expectations" auch bei einem Brand ums Leben kommt?


    Was ich ganz am Rande toll fand: dass es für jede Sprache eine eigene Bibliothek gibt :herz:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Einschließlich Kapitel 27


    Thursdays praktische Prüfung ist phantastisch! Ich dachte, sie springt ins Buch, tauscht den Hund aus, ersteigert ein paar Schweine und fertig. Ja, denkste. :redface: Da kann man nur staunen, wie sie es geschafft hat aus dieser Situation so ungeschoren herauszukommen.
    Wie sich dann herausstellt, hat sie dafür sogar eine ausgezeichnete Note erhalten. Da wird einfach jeden Prüfling die gleiche Aufgabe gestellt. Aber, dass muss sich nun ja wohl ändern! :breitgrins:


    Die Entwicklung von Ibb und Obb, oh Verzeihung, von Lola und Randolph geht ziemlich schnell voran. Es ist köstlich, wie die beiden sich zoffen und vor dem jeweils anderen verbergen, was sie für ihn/sie wirklich fühlen. Sie können einem schon leid tun.


    Aornis und ihre Gedächtnislöschung ist leider recht erfolgreich. Gut dass Omi zur Stelle ist und Thursday immer wieder unterstützt. Es ist schlimm für sie all diese Szenen noch einmal zu erleben, aber wir erfahren dadurch eben endlich mehr. Nur leider, bringt Aornis ihre Erinnerungen ganz durcheinander. :grmpf:


    Der zweite Prozesstag, diesmal unter dem Vorsitz des Königs, verlieft ja ganz anders. Die kleine Haselmaus hat die Verhandlung fein aufgelockert mit ihrer Reiskorn-Blase. :breitgrins:


    Für Thursdays vorübergehenden Wohnsitz sieht es auch nicht so gut aus. Nun hat Jack einen Rüffel bekommen, weil er die Handlung ändern will. Dieser Herr, der das Schreiben unterzeichnet hat, wenn das mal nicht Hercule Poirot war. :zwinker:
    Aber sie geben nicht auf. Recht so!
    Woher nur der gefälschte Lieferwagen kam, der die Kreuzung verstopfte? Er wirkte so unwirklich und falsch. Ob die Schraube noch zur Aufklärung verhelfen wird.


    So langsam wird das Verschwinden von Deane seltsam. Ob er tot ist? Warum hat man ihn dann nicht, wie die anderen auch, als Unfallopfer hingestellt. Oder ist er untergetaucht? Ins Außenland geflüchtet? Auf mich wirkte er sehr sympathisch. Als Killer kann ich ihn mir gar nicht vorstellen. Harris ist da ja anderer Meinung. Hm. Miss Havisham kann es auch nicht glauben.


    Wenn die Große Bibliothek nur eine von viele ist, was ist dann mit Büchern, die im Original in einer anderen Sprache geschrieben sind. Kommen die dann in mehreren Bibliotheken vor? Oder Bücher, die öfter übersetzt wurden, gibt es dann von jeder Ausgabe ein Buch dort? Gibt es Verbindungen zwischen den einzelnen Bibliotheken? Ach, ich möchte noch so viel wissen...


    Miss Havishams Helm war das also. Ich denke inzwischen, dass es nicht mehr zu leugnen ist, dass UltraWord irgend etwas mit den Toden zu tun hat. Möchte jemand verhindern, dass es eingeführt wird? Vielleicht das alte Betriebssystem?
    Oh Mann, wie traurig! Wie soll es denn ohne Miss Havisham weitergehen? :sauer: Und wie sie dann Thursday sagt, dass sie glaubt, dass Männer doch nicht so schlimm sind. :traurig: Und dann ändert sie sogar noch ihren eigenen Schluß.


    Oh je, dann hatte Thurs den totalen Durchhänger. Und so viel Alkohol, oh, oh. Gut das Omi noch rechtzeitig kam, bevor sie und Arnold noch Blödsinn gemacht hätten. Der Ärmste hat es auch nicht leicht.


    Der Leuchtturm, als ich schon alle Felle davonschwimmen sah, kam endlich die Wendung. Aber das war erst der Sieg in ihrem Kopf, noch muss sie mit der echten Aornis fertig werden.
    Und Landen ist wieder da - wenn auch nur in ihren Erinnerungen und Träumen. Jetzt gehts bergauf!


  • Jetzt bin ich mal gespannt, wer der Verräter in den Reihen der Jurisfiktion ist und ob Thursday den Krimi noch für die Veröffentlichung reif machen kann.


    Ich hoffe, es legt ihnen niemand mehr Steine in den Weg. Den armen Jack würde ich es wünschen. Und was würde denn sonst aus Arnold. :sauer: Nein, den dürfen sie nicht wieder in die Textsuppe werfen. Er müsste mindestens eine schöne Rolle, mit netter Freundin, in einem anderen Buch bekommen.




    Der Aufstand der Kinderreimfiguren ist witzig, allerdings fehlen mir da ein bisschen die Bezüge. Sicher weiß ich nur, wer Humpty Dumpty ist und natürlich die drei blinden Mäuse ("see how they run" kommt doch auch in "Lady Madonna" von den Beatles vor, bestimmt eine Anleihe!) Ist ja schon irgendwie skandalös, dass mündliche Überlieferungen solche Stiefkinder sind!


    Ich habe noch Solomon Grundy und Little Jack Horner ergoogelt ;)


    Bei den Arbeitsbedingungen wundert es mich, dass sie erst jetzt streiken. Wie die Buchfiguren auf sie heruntersehen, ist nicht schön. Das ist ja schon Rassismus. :rollen:


    Danke für die Verlinkung, Valentine. Humpty Dumpty kannte ich und auch Solomon Grundy, der ist mir schon mal über den Weg gelaufen. Aber die Mäuse und Little Jack Horner sagten mir eher nichts.



    [..] und ein womöglich sabotierter Rettungshut (auch so eine herrliche Idee :lachen: )... jetzt wird es doch noch kriminalistisch.


    In der deutschen Ausgabe heißt er SchleuderHelm.



    Die eingleisige Sekretärin des Auktionators fand ich auch klasse. "Habe ich eigentlich einen Vornamen?" :elch:


    Oh, ja, das war auch eine Meisterleistung von Thursday. Einfach den Tisch verschieben! Aber die Bedenken, die der Auktionator und seine Sekretärin hatten. Tja, wenn man seine ausgelatschen Wege verlassen muss, erfordert das schon Mut. Ich fand es auch so rührend, wie sie ihren Chef fragt, ob sie auch einen Vornamen hätte. :smile:



    Immerhin ging es vor Gericht (vorerst?) glimpflich aus :schwitz: Rochesters Gastauftritt hat mir natürlich sehr gefallen :herz:


    Ich bin mir sicher, dass war ein ausgezeichneter Schachzug des Greifen ihn persönlich auftreten zu lassen. Diese zu Herzen gehende Aussage muss einfach das Ruder rumreißen. Sogar die Herzkönigin wollte nicht mehr köpfen. :breitgrins:



    Was ich ganz am Rande toll fand: dass es für jede Sprache eine eigene Bibliothek gibt :herz:


    :daumen:


  • Dieser Herr, der das Schreiben unterzeichnet hat, wenn das mal nicht Hercule Poirot war. :zwinker:


    O ja, ganz bestimmt sogar!


    Zitat

    So langsam wird das Verschwinden von Deane seltsam. Ob er tot ist? Warum hat man ihn dann nicht, wie die anderen auch, als Unfallopfer hingestellt. Oder ist er untergetaucht? Ins Außenland geflüchtet? Auf mich wirkte er sehr sympathisch. Als Killer kann ich ihn mir gar nicht vorstellen. Harris ist da ja anderer Meinung. Hm. Miss Havisham kann es auch nicht glauben.


    Ich mag Deane auch, vor allem seine Selbstironie fand ich sympathisch. Ich hoffe auch, dass er nicht der Bösewicht ist.


    Zitat

    Wenn die Große Bibliothek nur eine von viele ist, was ist dann mit Büchern, die im Original in einer anderen Sprache geschrieben sind. Kommen die dann in mehreren Bibliotheken vor? Oder Bücher, die öfter übersetzt wurden, gibt es dann von jeder Ausgabe ein Buch dort? Gibt es Verbindungen zwischen den einzelnen Bibliotheken? Ach, ich möchte noch so viel wissen...


    Lauter berechtigte und interessante Fragen! Ob Jasper Fforde das selber weiß? Vielleicht müssen wir mal seine Website inspizieren, die ist ziemlich detailliert.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Lauter berechtigte und interessante Fragen! Ob Jasper Fforde das selber weiß? Vielleicht müssen wir mal seine Website inspizieren, die ist ziemlich detailliert.


    Das ist eine gute Idee! Wenn ich aus Leipzig zurück bin, werde ich mich da mal genauer umsehen.

  • Bis Ende


    Ich musste das Buch jetzt noch schnell zu Ende lesen, weil ich es nicht mitschleppen möchte. Und weil ich wissen musste, wie es ausgeht.


    Tja, von meinen Voraussagen sind doch nicht alle eingetreten. Auf das Baby müssen wir immer noch warten. :popcorn: Aber das Ei ist geschlüft! :klatschen: Landen muss warten bis das Baby da ist. Immerhin ist er wieder in Thursday Träumen und Erinnerungen. Ich hoffe doch, dass wir ihn irgendwann zurück bekommen.


    Die letzten Kapitel sind nur so dahin geflogen. Lola bekommt eine Rolle und Randolph trautert still im Kämmerchen. Ach, verflixt, der Kerl ist aber auch lahm. :rollen: Um Jacks Zukunft und natürlich der des Romans steht es auch nicht gut. Dieser neuer Plotschmied ist doch eine Pfeife. Prometheus meint es ja gut, aber er ist doch ein klein wenig unpassend in dieser Geschichte. Aber toll, dass er sich angeboten hat Jack zu helfen. :breitgrins:


    Ja; endlich ist es so weit. Mrs. Bradshaw tritt auf. :elch: Ich wusste doch, sie muss groß sein. Aber DAS habe ich nicht erwartet. WOW! Respekt, Bradshaw! Nun, wo die Liebe hinfällt.
    Am besten fand ich die Frage von Mrs. Bradshaw, woran Thursday es gemerkt hätte. :breitgrins:
    Die König Salomon GmbH fand ich auch gut. König Salomon, alias Kenneth, hat gut zu tun. Rechtschreib-Änderungsgenehmigungen sind da noch ganz harmlose Sachen. Wie er Zhark abgefertigt hat. :daumen: Aber über die Drei Leser Regel wusste auch er nichts.


    Nun, wenn alle Prophezeiungen der Hexen bisher in Erfüllung gegangen sind, dass muss Thursday doch noch Protokollführerin werden. Endlich erfahren wir, was die letzten Worte von Snell waren. Die Drei Leser Regel ist entschlüsselt und die Übeltäter enttarnt. Harris Tweed. Pfui! Wieder mal Macht und Geld. Naja, es war ja klar, dass es einer der Agenten war, dann lieber Harris als Deane.


    Deane ist Thursday Rettung. Auf dieses Versteck wäre ich nie gekommen. Wahrscheinlich auch kein anderer. :smile: Mimi und Deane haben sich dort häuslich eingerichtet. Wenn die beiden nicht gewesen wären, hätte es schlimm gestanden um Thursday.
    Mir war gar nicht klar, dass über die Einführung von UltraWord abgestimmt werden würde. Ich glaubte, die Einführung wäre bereits beschlossene Sache. Es war ziemlich knapp geworden am Ende. Aber letztendlich hat das Gute wieder gesiegt, ja, nicht ganz, aber doch weitgehend. Diesen Kaine werden wir auch noch schnappen.
    Gut das UltraWord vom Tisch ist, das hätte ich auch nicht haben wollen und dabei machte es anfangs so einen tollen Eindruck, aber halt nur wenn man ihm Wertarbeit vorsetzte. Aber mal ehrlich, für die bereits bestehenden Bücher wäre es toll, da könnte sogar ich mich für einen E-book-Reader erwärmen. :breitgrins:


    Der/Die Große Panjandrum, also so ein großer Zampano-Verschnitt, hat es dann geregelt und jeder hatte ein Bild seiner ureigensten Vorstellung von ihr/ihm vor Augen. Klasse.
    Sogar für Lola und Randolph gab es ein Happy End. Und ich glaube auch Jack war am Ende mit der Entwicklung seiner BuchWelt zufrieden. Somit ist allen geholfen.
    Bleibt die letzte Frage zu lösen: Wer hat Godot umgebracht.


    Fortsetztung folgt! :eis:

  • Ich meld mich mal kurz. Ich hänge etwas hinterher und komme im Moment nicht so voran, wie ich das gerne hätte.
    Daher bin ich erst im 10. Kapitel. Aber es macht immer noch Spaß mit Thursday, v.a. beim "Ausflug" mit Miss Havisham hab ich mich sehr amüsiert.
    Ich hoffe, dass ich bald weiter komme und werde dann auch in meinen Notizen nachschauen und was dazu schreiben.


  • Ich meld mich mal kurz. Ich hänge etwas hinterher und komme im Moment nicht so voran, wie ich das gerne hätte.
    Daher bin ich erst im 10. Kapitel. Aber es macht immer noch Spaß mit Thursday, v.a. beim "Ausflug" mit Miss Havisham hab ich mich sehr amüsiert.
    Ich hoffe, dass ich bald weiter komme und werde dann auch in meinen Notizen nachschauen und was dazu schreiben.


    Das nennst du hängen? Ich stecke im 3. Kapitel - mit viel Spaß, aber eben langsam. Zur Zeit lese ich nur nachts, ich komme anders nicht dazu.... Aber ich lese auf jeden Fall weiter, weil es mir wir wirklich gefällt!

    🐌

  • Ich bin nun auch durch - bis Ende.


    Dass Mrs Havisham sterben musste, fand ich sehr traurig. Ich hab sogar gegoogelt und herausgefunden, dass sie auch in "Große Erwartungen" an den Folgen eines Brandes stirbt. Also war es wohl unausweichlich... :traurig:


    Faszinierend fand ich Thursdays Begegnung mit Aornis am Leuchtturm; das war eine sehr intensive Szene und mit dem Monster in Thursdays Unterbewusstsein nochmal mit einer unerwarteten Wendung ausgestattet.


    Thursday ohne Mrs Havisham, das fühlte sich seltsam an. Ihr neuer Job ist ja nicht das Gelbe vom Ei, aber den macht sie nicht lange. Sie deckt schließlich die UltraWord-Verschwörung vor großem Publikum auf, wird gleich noch zur neuen Protokollführerin und das Große Pajandrum wird plötzlich als letzte Instanz aus dem Hut gezaubert. Das war mir einfach viel zu sehr übers Knie gebrochen, damit bin ich überhaupt nicht zufrieden.


    Daher muss ich mich wohl mit ein paar Spotlights innerhalb der Geschichte begnügen; so zum Beispiel die rührende Szenen, als Pickwick Thursday ganz stolz ihr Küken zeigt :herz:, die witzige Aufdeckung der Identidät von Mrs Bradshaw :breitgrins: und die glückliche Wiedervereinigung von Lola und Radolph. Das alles hat mir gut gefallen und ich hab mich prächtig amüsiert, aber der "Lost Plot" lässt sich für mich einfach nicht ausblenden.


    So witzig und spritzig die Ideen von Jasper Fforde sind, mit dem wirren und für mich unübersichtlichen Erzählstil konnte ich mich bis zum Ende nicht anfreunden. Mir gehts im Grunde wie mit dem ersten Band, den hab ich mit dem gleichen Gefühl aus der Hand gelegt, während Band 2 mir doch viel gefälliger erschien. Ob ich bei Band 4 wieder mit an Bord bin, das kann ich nicht garantieren, mal sehen...

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers

  • Bis Ende


    Thursdays Besäufnis anlässlich des Abschieds von Miss Havisham konnte ich ihr nicht übelnehmen, obwohl das angesichts ihrer Schwangerschaft natürlich keine gute Idee war. Aber nett von Arnie, so anständig zu bleiben. Über den "du musst erst den Korken rausziehen"-Moment hab ich sehr geschmunzelt :breitgrins:


    Aornis und der Leuchtturm - war schon fast ein surreales Kapitel, aber gut. Vor allem, weil wir jetzt endlich den blöden "mindworm" los sind und Thursday sich endlich wieder an Landen erinnern kann.


    Prometheus' kleiner Gastauftritt als Möchtegern-Krimifigur war klasse. Und er bedient bei Zorba's :lachen: Braucht jemand einen Ohrwurm? :elch:


    Dass es sich bei Mrs. Bradshaw nicht um einen Menschen handelt, wusste ich, wie gesagt noch. Entzückend, wie Thursday in der Situation cool und höflich bleibt. Und ich mag Colonel Bradshaws altmodische Kolonialzeit-Abenteuerbuch-Ausdrucksweise sehr. Ich hoffe, das kommt auch im Deutschen ein bisschen rüber.


    Was es tatsächlich mit dem UltraWord-Update auf sich hat, ließ mir die Haare zu Berge stehen - ein Buch, dass sich nach dreimaligem Lesen selbst sperrt; der Tod jeglicher Ausleihkultur und ein Taschenfüller für den Hersteller. Kotzwürg! Hier verpackt Fforde m.E. geschickt eine gewisse Kritik an rücksichtsloser Gewinnorientierung und seelenloser Massenproduktion und Automatisierung.


    Dass Tweed unser Verräter ist, hat mich ziemlich enttäuscht. Von Yorrick Kaine hatte ich hingegen nichts anderes erwartet als fiese Machenschaften. Ich hatte ziemliche Angst, dass der Bellman sich bis zum Schluss nicht überzeugen lässt, dass da was faul ist.


    Die Bookie-Verleihung als Kulisse für den Showdown fand ich herrlich, vor allem, dass jeder der hunderttausend Tische sozusagen in der ersten Reihe steht. Die Kategorien waren der Knaller, vor allem "Best Dead Person ..." :autsch:


    Dass am Ende auch noch das Große Panjandrum erscheint und sich als Frau herausstellt, war ein hübscher Abschluss für das nervenaufreibende Finale. Thursdays Gegenüberstellung der alten und der neuen "Welt" am Beispiel der Lerche war ja haarsträubend und ich heilfroh, dass sie den Tod jeglicher Phantasie und Poesie noch mal verhindern konnte. Und neben Lolas Rettung hat mich auch gefreut, dass die Kinderreimfiguren auch endlich zu ihrem Recht gekommen sind.


    Gab es in Euren Ausgaben auch noch Kapitel 34a über den "BookStorm"? Bei mir steht etwas von exklusivem Bonuskapitel für die US-Ausgabe, aber das kann natürlich auch wieder ein Fforde-Gag sein. Das fand ich ganz nett zu lesen, hätte es aber nicht unbedingt gebraucht. Der eigentliche Schluss mit der Frage, wer jetzt eigentlich Godot getötet hat, gefiel mir besser.


    Dafür war die Danksagung ziemlich lustig, und in meiner Ausgabe gibt's obendrein noch ein paar "Werbeanzeigen", unter anderem für Ferien auf Tara bei Rhett und Scarlett :breitgrins: Atlanta wird auch zweimal täglich abgefackelt :elch:

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    (Agnès Varda)

    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()


  • Harris Tweed. Pfui! Wieder mal Macht und Geld. Naja, es war ja klar, dass es einer der Agenten war, dann lieber Harris als Deane.


    Das ist wohl wahr. Dass Deane zum einen Thursday so genial unterstützt hat und zum anderen auch noch sein Glück gefunden hat, war klasse!


    [quote author=yanni]Ich glaubte, die Einführung wäre bereits beschlossene Sache. [/quote]


    Das dachte ich auch ...


    Zitat

    Aber mal ehrlich, für die bereits bestehenden Bücher wäre es toll, da könnte sogar ich mich für einen E-book-Reader erwärmen. :breitgrins:


    Das stimmt, da waren schon coole Features dabei. Aber durchsichtige, unausgegorene Charaktere wie diesen Lieferwagenfahrer oder diese unglaublich technische Beschreibung des Schmetterlings braucht ja auch kein Mensch.



    Faszinierend fand ich Thursdays Begegnung mit Aornis am Leuchtturm; das war eine sehr intensive Szene und mit dem Monster in Thursdays Unterbewusstsein nochmal mit einer unerwarteten Wendung ausgestattet.


    Die fand ich auch ziemlich eindrucksvoll.


    Zitat

    Sie deckt schließlich die UltraWord-Verschwörung vor großem Publikum auf, wird gleich noch zur neuen Protokollführerin und das Große Pajandrum wird plötzlich als letzte Instanz aus dem Hut gezaubert. Das war mir einfach viel zu sehr übers Knie gebrochen, damit bin ich überhaupt nicht zufrieden.


    Echt? Das hat mich überhaupt nicht gestört, im Gegenteil. Vielleicht hat das Fforde sogar ein bisschen ironisch gemeint wie in Band 1 das übertriebene Autorennen, wer weiß ...


    Die Szene mit Pickwicks Küken war wirklich süß!


    Zitat

    So witzig und spritzig die Ideen von Jasper Fforde sind, mit dem wirren und für mich unübersichtlichen Erzählstil konnte ich mich bis zum Ende nicht anfreunden. Mir gehts im Grunde wie mit dem ersten Band, den hab ich mit dem gleichen Gefühl aus der Hand gelegt, während Band 2 mir doch viel gefälliger erschien. Ob ich bei Band 4 wieder mit an Bord bin, das kann ich nicht garantieren, mal sehen...


    Schade! Aber klar, Fforde ist schon sehr speziell. Meinen Humornerv hat er diesmal sowas von getroffen, und auch den Stil fand ich weder wirr noch unübersichtlich, aber ich versteh auch, wenn Du das anders empfunden hast.


    Noch schnell was zu den "Gaststars", die uns bei der Preisverleihung begegnen (Hamlet, Othello, Macbeth Graf Dracula und Heathcliff setze ich jetzt mal als bekannt voraus, und Uriah Heep kennen wir schon ...):


    - Dorothy: die Hauptfigur im "Zauberer von Oz" (nehm ich zumindest an)
    - Boo Radley: menschenscheuer Nachbar in "Wer die Nachtigall stört"
    - Jacob Marley: (verstorbener) Geschäftspartner von Scrooge aus Dickens' "Weihnachtslied", dort spielt auch Tiny Tim mit als Sohn von Dickens' geplagtem Sekretär
    - Jay Gatsby: aus "Der große Gatsby" von F. Scott Fitzgerald
    - Mr. Darcy: der Angebetete aus "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen
    - Scout Finch: die Hauptfigur und Erzählerin in "Wer die Nachtigall stört"
    - Bathsheba Everdene, Tess Durbeyfield, Jude Fawley: Hauptfiguren in Thomas Hardys Romanen "Am grünen Rand der Welt", "Tess von den d'Urbervilles" und "Herzen in Aufruhr" ("Jude the Obscure")
    - Edwin Drood: Titelfigur von Dickens' unvollendetem Roman "Das Geheimnis des Edwin Drood"

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    (Agnès Varda)

  • Ich bekomme die Zitierfunktion leider im Moment nicht hin, daher eben so.


    Valentine , war es im Original ein Schmetterling. In der deutschen Ausgabe war es eine Lerche. Und an ein Kapitel 34a kann ich mich auch nicht erinnern. :sauer:
    Die Werbeanzeigen gibt es in meiner Ausgabe auch, im Original, die fand ich köstlich! :smile:
    Schade fand ich, dass man nichts mehr über das Küken zu lesen bekam.


  • Valentine , war es im Original ein Schmetterling. In der deutschen Ausgabe war es eine Lerche.


    Oh nein, wie peinlich ... das war natürlich eine Lerche, sorry. Ich hatte parallel kurz zuvor einen Zeitungsartikel über Schmetterlinge gelesen :redface: Ich habe das mal korrigiert.


    Zitat

    Und an ein Kapitel 34a kann ich mich auch nicht erinnern. :sauer:


    Dann war das wohl doch kein Gag mit der Exklusiv-Anmerkung.


    Zitat

    Die Werbeanzeigen gibt es in meiner Ausgabe auch, im Original, die fand ich köstlich! :smile:


    Die sind echt gigantisch. Schade, dass sie nicht in allen Ausgaben drin sind.


    Zitat

    Schade fand ich, dass man nichts mehr über das Küken zu lesen bekam.


    Ich hoffe, das kommt im nächsten Band wieder vor. Davon gehe ich aber eigentlich aus.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich komme gerade kaum zum Lesen, abends bin ich so müde, dass ich bereits nach wenigen Zeilen einschlafe :redface: Es liegt aber eindeutig nicht am Buch.


    Bis einschl. Kapitel 7:
    Bah, wenn die Grammasites einen erwischen, ist das ziemlich unschön, mir wäre da auch sehr mulmig. Ich musste echt lachen, als Miss Havisham erklärt, vor was sie sich wirklich fürchtet: vor dem Questing Beast, Big Martin ... und Grießpudding :breitgrins: Ebenso musste ich lachen, als sie und Thursday die Grammasites in die Flucht singen :breitgrins: Oder bei Miss Havishams Antwort auf Thursdays Frage, warum die Grammasites geringelte Socken tragen würden totlach


    Klasse ist auch die Auffangstation für die mythischen Kreaturen - das alles ist echt ziemlich durchorganisiert.


    "A unicorn isn't for page twenty-seven, it's for eternity."


    Der Minotaurus ist gruslig, auch wenn das durch den Joghurt, seiner Nahrung geschmälert wird - weil das Verfüttern von griechischen Jungfrauen dauerhaft zu teuer ist totlach


    Das Buch ist wieder herrlich bekloppt und ich hoffe, dass ich am Wochenende mal ein Stück voran komme.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Bis irgendwo im Kapitel 10: :breitgrins:


    Ohoh, als es darum ging, wieder mal bei Miss Havisham mitzufahren, hätte ich auch die größten Bedenken gehabt und nach einer oder mehrerer passenden Ausreden gesucht :breitgrins:


    Putzig fand ich den Igel und die Schildkröte, die sich bei Thursday beschwert haben wegen ihrer Eselsbrücke. Und die vom Aussterben bedrohten Buchstaben waren auch köstlich.


    Nun bin ich gespannt, was bei dem Treffen der Jurisfiction rauskommen wird.

    Liebe Grüße

    Karin


  • Putzig fand ich den Igel und die Schildkröte, die sich bei Thursday beschwert haben wegen ihrer Eselsbrücke.


    Da hat Thursday was angerichtet, dabei wollte sie nur helfen. Tja, man muss halt zwei Mal überlegen, ob man dabei nicht anderen eine Grube gräbt. Aber sie hat ja gleich versucht das Problem aus der Welt zu schaffen. :smile:


  • Da hat Thursday was angerichtet, dabei wollte sie nur helfen. Tja, man muss halt zwei Mal überlegen, ob man dabei nicht anderen eine Grube gräbt. Aber sie hat ja gleich versucht das Problem aus der Welt zu schaffen. :smile:


    Bei der Szene habe ich mir überlegt, wieviel Auswirkungen ihr Tun oder ihre Tipps an die Bewohner der Buchwelt überhaupt haben werden.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Es tut mir leider, aber ich werde mich diesmal hier ausklinken, ich komme zur Zeit kaum zum Lesen und nach ein paar Minuten fallen mir die Augen zu. Da ich parallel noch eine Leserunde habe, bei der ich hinterherhinke und ab morgen eine weitere Leserunde moderiere, weiß ich nicht, wann ich hier weiterlesen kann :redface:


    Am Buch liegt es jedenfalls nicht.

    Liebe Grüße

    Karin