Thomas Schweres - Die Abbieger

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Überzeugender Ruhrgebiets-Krimi mit einer ordentlichen Prise Humor und herrlich schrägen Typen


    Klaus-Werner "Klausi" Lippermann hat die Nase voll: Akribisch hat der Buchhalter die Zeit ermittelt, die er in all den Jahren auf der Fahrt zwischen seiner Heimat Dortmund und seiner Arbeitsstelle in Duisburg durch unnötige Staus und Behinderungen auf der Autobahn A 40 verloren hat. Doch jetzt ist Schluß, jetzt muss sich etwas ändern und vor allem muss endlich jemand dafür bezahlen. Und so entführt er zusammen mit seinem Komplizen Freddy den Chef von Strassen.NRW, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.


    Das Buch ist der inzwischen vierte Fall mit Kommissar Georg "Der Spaten" Schüppe und dem Reporter Tom Balzack. Nachdem mir der Vorgänger "Die Abdreher" durch die vielen behandelten Aspekte und Stränge teilweise etwas überfrachtet vorkam, konzentriert sich die Geschichte hier wieder konsequent auf sein Hauptthema und treibt die Geschichte ohne große Schnörkel und mit nur wenigen, aber gelungenen Abschweifungen voran.


    Die Ausgangsidee ist herrlich absurd, trägt die Geschichte aber bis zum Ende ohne große Durchhänger und hält ihr hohes Niveau, ohne, das ihr dabei die Luft ausgeht.


    Dabei bleibt das Buch trotz der vielen skurrilen Momente bzw. Protagonisten und dem durchgehenden humorvollen Unterton doch die ganze Zeit über immer auch ein echter und vor allem spannender Kriminalroman, der seine Geschichte absolut ernst nimmt und ihr bis zum überzeugenden Ende treu bleibt.


    Wer spannende und zugleich abgedrehte Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten.




    Nachdem Georg Schüppe und Tom Balzack zuletzt auch kleine Gastauftritte im Buch "Datengrab" von Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge hatten, kommt es hier zu einem Gegenbesuch und kleineren Querverweisen. Netter Spaß für Fans und Kenner beider Buchreihen.


    5ratten :tipp:

    "Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert" Erasmus von Rottersdam (1469-1536)

  • Das ist ja mal eine originelle Idee :lachen: Ein bisschen musste ich an den Film "Falling Down" denken, wobei der Typ dann im Stau Amok läuft. Das hier klingt, außer für den Entführten, deutlich sozialverträglicher :elch:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Im Buch gibt es zwei Kaninchen mit Namen Molly und Whitey, die werden das mit dem sozialverträglich wohl etwas anders sehen. :breitgrins:

    "Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert" Erasmus von Rottersdam (1469-1536)

  • Diesen Krimi habe ich jetzt auch gelesen, er scheint der letzte der Reihe zu sein, da Georg Schüppe am Ende seine Sachen packt und schon lange nichts Neues von Thomas Schweres erschienen ist.
    ech hat das Buch oben schon gut präsentiert. DIe Erzählidee ist ausgesprochen originell und trägt auch gut durchs ganze Buch. Manchmal nerven mich in Schweres' Romanen diese Ruhrgebiets-,Frauen. und auch Migrantenklischees. Mir ist immer dabei unwohl, ob das noch Satire oder doch eher ernst gemeint ist.
    Aber für jeden, der im Ruhrgebiet lebt, ist es eine Genugtuung, mal diese grausame Verkehrssituation auf der A 40 und den benachbarten "Schnell"straßen auf diese witzige Weise angeprangert zu sehen.