Susanne Gerdom - Die Erwählten von Aranea Hall

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Sunita.

  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Kurzbeschreibung:


    Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internet »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy« verbringt, erfährt sie von der »verborgenen Geschichte der Welt«, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften »Arachne« und »Nadir« - und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für »Arachne« ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 14.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 31.03. Wer mag noch mitlesen?

  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    "Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internat »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy«, verbringt, erfährt sie von der verborgenen Geschichte der Welt, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften Arachne und Nadir – und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für Arachne ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?" (Quelle: ueberreuther Verlag)


    Meine Meinung:


    Dies ist nicht mein erstes Buch von Susanne Gerdom und wird auch hoffentlich nicht mein letztes sein. Mit "Dracyr - Das Herz der Schatten" hatte sie damals mein Leserherz begeistert und seitdem habe ich begeistert einen Roman nach dem anderen verschlungen.


    Ein Jugendroman mit Fantasyanteilen und dann noch in einem Internat... das verspricht auf jeden Fall eine Menge Lesespaß. Das Cover verheißt viel Spannung und mir gefällt, wie das Spinnennetz dort hineingearbeitet worden ist. Der offizielle Klappentext, der auf Verlags- und Verkaufsseiten zu finden ist, verrät für meinen Geschmack leider viel zu viel. Allerdings lautet der tatsächliche Klappentext auf dem Buch ganz anders und ist meines Erachtens viel besser - mir macht er auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen.


    Die Handlung beginnt ohne große Einleitung und wird aus der Sicht von Liv erzählt. Das verschafft mir zum einen einen wunderbaren Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, zum anderen weiß ich so nur genauso viel wie sie und tappe gemeinsam mit ihr im Dunkeln auf der Suche nach Antworten.


    Liv selbst gefällt mir sehr gut; sie ist eine starke, junge Frau. Sie setzt sich gerne von der Masse ab und geht ihren eigenen Weg. Das zeigt sie nicht nur durch ihren besonderen Look, sondern auch durch ihr Verhalten. Sie fühlt sich alleingelassen und verraten von ihrer Familie. Und das nach allem, was sie in letzter Zeit durchgemacht hat. Der schwere Unfall hat sie ziemlich aus der Bahn geworfen, doch ihre Mutter hat ihr nicht einmal Zeit gelassen, sich von ihren Freunden zu verabschieden, so schnell hat sie sie nach Aranea Hall abgeschoben. Vor allem ihr Freund Tom fehlt ihr und niemand hat ihr gesagt, wie es ihm geht, denn auch er hat mit in dem Unfallwagen gesessen.


    Die weiteren Charaktere finde ich ebenfalls sehr interessant; wirklich nahegekommen ist mir von ihnen aber keiner, was ich ein bisschen schade finde. In der Geschichte liegt der Fokus ganz klar auf Liv.


    Lange werde ich als Leser im Unklaren gelassen, was sich tatsächlich hinter der Schule verbirgt. Natürlich tun sich Vermutungen auf, die zum Teil dann auch bestätigt werden. Zum Ende hin erfährt die Geschichte dann einen Tempowechsel und die Autorin gibt förmlich Vollgas. Viele Dinge werden aufgeklärt und teilweise geht mir das fast zu schnell. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sich ein Teil der Geschehnisse auf einen zweiten Band erstreckt hätte.


    Inhaltlich scheint sich die Autorin aber auf jeden Fall die Option auf eine Fortsetzung offengehalten zu haben. Die meisten Geheimnisse werden zwar gelöst, vollständig aufgeklärt ist die Handlung aber nicht. Gerne würde ich mehr von Liv lesen und hoffe, dass dann auch die anderen Charaktere mitsamt ihren besonderen Fähigkeiten mehr Facetten bekommen.


    Fazit:


    Mit "Die Erwählten von Aranea Hall" hat mich Susanne Gerdom in eine spannende Welt entführt, in der es durchaus fantastische Aspekte gibt. Mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil hat sie mich gut unterhalten durch die Handlung geführt, von der ich gerne noch einen Nachschlag hätte. Diesbezüglich hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung.


    4ratten

  • Die 16-jährige Liv wird in ein Elite Internat abgeschoben und denkt aber eher an eine Besserungsanstalt, da sie wirklich sehr abgelegen ist und nur durch eine Fähre zu erreichen ist. Als sie dort ankommt, denkt sie nur noch über ihre Flucht nach. Nach dem sie dann aber doch ein paar Freundschaften geschlossen hat und zu ihrem alten Freundeskreis keinen Kontakt aufbauen kann, weil es kein Netz gibt, lebt sie sich dann doch irgendwie ein und es gefällt ihr sogar. Sie hinterfragt nichts, egal was passiert, und egal wie merkwürdig es ist. Genau das hat mich am meisten an ihr gestört, da wir sie eigentlich ganz anders kennen lernen und es so gar nicht zu ihrem Charakter passt.


    In der Bibliothek gibt es ein Deckengemälde, auf dem sich zwei Orden bekämpfen. Was sind das für Orden und was hat das mit dem Internat zu tun?


    Der Klappentext hat mich eigentlich sofort begeistert und ich wollte mehr über Aranea Hall erfahren und über begabte Schüler, die dort ihre Fähigkeiten entfalten können. Aber das alles war dann nur nebensächlich am Rande geschildert und hat das Buch dann eigentlich nicht hergegeben. Das Buch war zwar ganz angenehm zu lesen, aber es konnte mich nicht fesseln, da die Handlungen nicht wirklich spannend waren. Viele Handlungsstränge wurden aufgegriffen und dann aber fallen gelassen und zu vieles, das ich nicht nachvollziehen konnte, haben die Handlungen in die länge gezogen, ohne das eigentlich viel passiert ist.


    Im letzten viertel des Buches ist dann doch was passiert, aber eben viel zu viel auf einmal und für meinen Geschmack dann doch zu Fantasylastig und alles wurde viel zu schnell und einfach erledigt. Die besonderen Gaben wurden für mich eher unrealistisch dargestellt und sie waren auch viel zu spät in der Geschichte zu finden. Für meinen Geschmack war das einfach zu wenig und es wurde viel Potenzial einfach verschenkt.
    Liv hat mir zwar als Protagonistin gefallen, aber ihre Handlungen waren mir oft zu kindisch. Die anderen Charaktere haben gut für Abwechslung gesorgt, aber waren mir zu Farblos. Sie spielten zwar mit, aber blieben eigentlich bis zum ende Randfiguren.


    Das Buch konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es erwartet hatte.


    3ratten

  • Gebundene Ausgabe: 375 Seiten
    Verlag: Ueberreuter Verlag (17. März 2017)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3764170707
    empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
    Preis: 16,95€
    auch als E-Book erhältlich


    Toller Genre-Mix

    Inhalt:
    Nach einem schweren Autounfall wird die 16-jährige Liv gegen ihren Willen nach Aranea Hall verfrachtet, ein Internat, das auf einer winzigen Insel im Ärmelkanal liegt. Hier trifft sie auf die zickige Schulhofkönigin Kaj, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Und der Bad Boy Jayce ist ganz offensichtlich hinter Liv her. Schon bald kommt Liv dahinter, dass auf Aranea Hall seltsame Dinge vor sich gehen. Doch wem kann sie trauen?


    Meine Meinung:
    Ich kann nur empfehlen, weder die Buchbeschreibung noch den Klappentext zu lesen. Denn diese Texte versprechen mal wieder einen etwas anderen Inhalt, als das Buch zu bieten hat. Enttäuschung beim Leser ist so bis zu einem gewissen Maß vorprogrammiert. Am besten lässt man sich einfach überraschen, wobei man natürlich für alles offen sein sollte. Dann steht dem Lesevergnügen nichts im Weg.


    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Zusammen mit Liv, die genau so ahnungslos ist wie der Leser, entdeckt man nach und nach Aranea Hall und was sich dort tut. Anfangs geht es etwas langsam voran, dafür lernt man aber Liv gut kennen.


    Ich mochte die Protagonistin auf Anhieb. Sie ist sehr rebellisch und will sich nicht unterordnen. Am liebsten würde sie sofort wieder von der Insel verschwinden, doch wie sollte sie das anstellen und wohin sollte sie gehen, wo ihre Mutter sie doch abgeschoben hat? Mir hat es sehr gut gefallen, dass Liv sich nicht einschüchtern lässt, sondern immer einen lockeren Spruch zu erwidern weiß. Sie scheut auch vor Schimpfwörtern nicht zurück, was ich normalerweise nicht so sehr mag, hier aber perfekt passt.


    Der Schreibstil ist jugendlich leicht und wie immer bei Susanne Gerdom sehr bildhaft. Ich finde ihn einfach toll. Die Seiten fliegen nur so dahin, selbst wenn gar nichts Aufregendes passiert. Besonders die Dialoge, an denen die Ich-Erzählerin Liv beteiligt ist, fand ich klasse. Dieses Mädchen ist so schlagfertig und sarkastisch, dass man ständig schmunzeln muss.


    Es dauert recht lange, bis man erahnen kann, in welche Richtung die Handlung führt. Ich will daher gar nichts dazu verraten, sondern es jedem selbst überlassen, wild zu spekulieren. Nur so viel: Für mich hielt die Autorin manche Überraschung bereit. Die wenigsten Ereignisse konnte ich vorhersehen. Auch war es mir nicht von vornherein möglich, zu entscheiden, wer zu den Guten gehört und wer zu den Bösen. Immer wieder musste ich meine Ansichten revidieren.


    Am Ende kommt es zu einem rasanten Show down. Die wichtigsten offenen Fragen werden geklärt, sodass man das Buch als Einzelband lesen kann. Allerdings gibt es durchaus Potenzial für eine mögliche Fortsetzung, die ich sehr gerne lesen würde.


    ★★★★☆


    Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ueberreuter Verlag und leserunden.de für das Rezensionsexemplar.

  • Dazu gibt schon hier einen Thread :winken: Können die beiden zusamengebastelt werden?

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.

  • Die Erwählten von Aranea Hall


    Die 16jährige Liv kommt nach einem Unfall nach Aranea Hall. Sie glaubt erst, dass es sich dabei um eine Besserungsanstalt handelt und stellt dann fest, dass es eine höchst luxuriöse Schule für Schüler mit besonderen Begabungen ist.
    Es ist eine Internatsgeschichte, eine Liebesgeschichte natürlich auch, ein wenig Mythologie und dann auch noch der seltsame Kampf zwischen verschiedenen Geheimgesellschaften. Eine vielversprechende Mischung also!


    Das Cover ist schön gestaltet, der Klappentext macht neugierig. Susanne Gerdoms Erzählstil ist locker und unkompliziert, man kommt leicht in die Geschichte.
    Der Grundgedanke der Geschichte lässt auf eine spannende Mischung aus Fantasy und Verschwörung/Thriller hoffen!

    Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht fesseln. Das mag auch daran liegen, dass Fantasy nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist und ich gehöre auch nicht wirklich zur Zielgruppe, die dieses Buch anspricht!


    Die Geschichte plätschert 260 Seiten lang dahin, viele Handlungsstränge werden begonnen, nur kurz erwähnt und dann nicht weiterverfolgt. Es gibt nur wenig greifbare Hinweise, manche Handlungen sind unlogisch oder recht unverständlich.

    Ein wenig zu spät für meinen Geschmack, nämlich erst auf den letzten 100 Seiten, überschlagen sich dann die Ereignisse. Einiges wird erklärt, anderes taucht völlig überraschend auf - wie zum Beispiel Livs besondere Begabung (die taucht wirklich aus dem Nichts auf und hätte einer Einführung lange vorher bedurft!)
    Vieles bleibt unbeantwortet, alles zusammen wirkt irgendwie zusammengestückelt. Guter Grundgedanke, leider ist die Umsetzung nicht mein Fall.
    Hätte ich das Buch nicht im Rahmen der Leserunde gelesen - ich hätte aufgegeben...


    2ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


    :verlegen:

    Vernunft, Vernunft...

  • Liv wird von ihrer Mutter auf ein Internat geschickt. Sie ist wütend und enttäuscht und fühlt sich abgeschoben. Eigentlich will sie schnellstmöglich wieder abhauen, doch die Lage von Aranea Hall auf einer einsamen Insel, die nur per Fähre erreichbar ist, macht ihre diesbezüglichen Pläne schnell zunichte.
    Also schaut sie sich das Internat erst einmal genauer an. Und da tauchen schnell viele Fragen auf. Um was für eine Schule handelt es sich hier? Merkwürdige Unterrichtsfächer, geheimnisvolle Aufgaben, mysteriöse besondere Begabungen… alles sehr rätselhaft!


    Ich lese eigentlich jedes Buch von Susanne Gerdom, ohne groß auf den Klappentext zu achten. Diesen hier habe ich sogar vorab gelesen und war dementsprechend besonders gespannt, ließ die Beschreibung hier doch eine sehr spannende Geschichte erwarten.
    Die Umsetzung konnte mich dann jedoch leider nicht so richtig überzeugen, mir fehlte ein wenig der rote Faden in der Handlung.
    Zu Beginn bleibt die Geschichte noch relativ ruhig, es werden zwar viele Fragen gestellt und somit einige Rätsel aufgebaut, die Spannung wird immer höher – doch dann verpuffte sie für mich irgendwann leider völlig. Die Handlung wird dann zwar sehr actionlastig, es gibt plötzlich viele Informationen und Antworten, die sich dann aber doch nicht als Wahrheiten erweisen. Der Leser wird hier hin und her geschleudert und ich kam teilweise wirklich kaum noch mit, wer hier auf welcher Seite steht und vor allen Dingen, warum bzw. welche Seiten es überhaupt gibt!


    Die Protagonisten konnten leider für mich auch nichts mehr herausreißen, Liv empfand ich als ziemlich begriffsstutzig und die anderen blieben mir einfach zu blass und nichtssagend und dadurch teilweise auch völlig unglaubwürdig.


    Leider hat mich dieses Buch also nicht wirklich abholen und mitreißen können, obwohl mir der Grundgedanke durchaus gefallen hat, aber irgendwie verzettelt sich die Handlung zu sehr und so saß ich am Ende saß ich ziemlich irritiert da, da ich einfach ganz andere Erwartungen an das Buch gehabt hatte.


    2ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Klingt gut! Ich versuche mehr von deutschen Autoren zu lesen und YA + Fantasy + Internat könnte was für mich sein. :)