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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kiba.

  • Ich bin nun auch schon eine Weile durch, hatte über die Feiertage aber wenig Gelegenheit, über das Geschehene nachzudenken und hier mitzudiskutieren. Aber jetzt.


    Viyeki ist für mich das Mondkalb des Jahres. Also, der schnallt ja wirklich überhaupt nichts. Vor seinen Augen findet eine Verschwörung statt - er merkt nichts. Sein Meister mittendrin - er hinterfragt nicht einmal die Gründe oder vertraut ihm einfach, nein, er muss die große Show abziehen und die Delegation anstelle von Yaarike begleiten. Vielleicht gab es ja einen verborgenen Grund, warum Yaarika mit nach draußen wollte, sicherlich wollte er die Situation unter Kontrolle behalten oder ähnliches. Als Viyeki drauf kommt, muss er natürlich mit Selbstmord drohen, natürlich mit dem familiären Artefakt - was für eine unreife Aktion. Also irgendwie wird er nicht mehr mein Liebling, obwohl ich ihn anfangs für sehr sympathisch und ausbaufähig hielt.


    Ja, diese ganze Sache mit dem eingestürzten Berg, das war natürlich Überraschung und Schock, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber recht gut gemacht von Tad Williams, weil somit ist eine Patt-Situation geschaffen und die Handlung kann, ohne eindeutige Auflösung, an dieser Sollbruchstelle stoppen. Dass der Konflikt an sich nicht gelöst ist, ist schon klar; aber im Grunde wünsche wir uns ja eine Handlung, in der viel mehr der aus Osten Ard bekannten Figuren eine Rolle spielen, und so hat Williams uns einfach nur dieses temporeiche Appetithäppchen mit zwei Gruppierungen hingeworfen, und wir habens gefressen. :breitgrins: Aber das opulente Mahl kommt sicher dann im Herbst, wo wir dann diesen, aber auch vielen weiteren Protagonisten wieder begegnen werden. Damit bin ich übrigens beim Stichwort, denn:

    Ja gell? Ich hab da ja schon so meine Erfahrung machen müssen mit diversen Fantasybüchern. Also zeigt mir die Leiche! Auch, dass Williams extra noch mal betont hat, dass der Sarg leer war, stimmte mich doch arg argwöhnisch.


    Da bin ich ganz bei euch, für mich ist Suno'ku noch lange nicht tot. Tad Williams ist ein echter Spezialist darin, tote Figuren wieder auferstehen zu lassen - ich sag nur Orlando. :teufel: Und wenn sie nicht wirklich tot in ihrem Sarkophag ist und alle das gesehen haben, dann kann das nur bedeuten, dass er sie wieder an geeigneter Stelle aus dem Hut zaubern möchte. Ganz sicher.


    Portos Geschichte fand ich am Ende dann auch sehr berührend; zunächst fand ich es schon mal sehr spannend und aufregend, wie er mit seinen Kameraden den Riesen zur Strecke brachte. Dass er zum Ritter geschlagen wird, hab ich ihm gegönnt, samt der dazugehörigen finanziellen Ausstattung. Dann aber diese wahnsinnig emotionale Szene mit Endri, da hat Williams ganz schön mit unseren Gefühlen gespielt. Tja, Endri war am Ende dann mehrfach Kanonenfutter, dabei wollte er doch nur nach Hause.


    Tja, wer ist jetzt nicht angefixt, die neue Reihe zu lesen? Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt darauf und werde natürlich auch noch in die Leseprobe hinein blinzeln, auch wenn es vermutlich keine großartigen Erkenntnisse bringt.

    :lesen: Susanne Gerdom - Haus der tausend Spiegel

  • Ja, der Baumeister wollte ihren Tod sicher nicht. Aber so ganz ungelegen kommt er natürlich nicht. Sie wäre eine mächtige Gegnerin gewesen und hätte den Plänen sicherlich nie zugestimmt.


    Ich sehe das auch so, dass Suno'ku eigentlich nicht sterben sollte, aber ihr vermeintlicher Tod gar keine so ungünstige Entwicklung für verschiedene Nornenführer war.


    Klasse fand ich ihre Begegnung mit Isgrimnur - in einem anderen Leben wären die beiden vielleicht Freunde geworden... :zwinker:

    :lesen: Susanne Gerdom - Haus der tausend Spiegel

    Einmal editiert, zuletzt von Miramis ()

  • Nachdem das mehr als einmal im Buch erwähnt wurde, wird da sicher was draus. Fragt sich nur ob das Positiv oder Negativ für alle Beteiligten wird.


    Ich hab mich zwischenzeitlich gefragt, ob Suno'ku nicht selbst Menschenblut in ihrem Stammbaum haben könnte, so außergewöhnlich, wie sie sich verglichen mit den anderen Nornen verhält.

    :lesen: Susanne Gerdom - Haus der tausend Spiegel


  • Mir hat vor allem gefallen, dass das Buch damit wieder mit den beiden aufhört, mit denen es begonnen hat und damit einen Kreis geschlossen hate. Bezeichnend finde ich dabei, dass eigentlich kaum etwas erreicht wurde, sondern dass vor allem viele Leben auf beiden Seiten verloren wurden.


    Das hast du schön in Worte gefasst, Lyren! :zwinker:

    :lesen: Susanne Gerdom - Haus der tausend Spiegel

  • Viyeki ist für mich das Mondkalb des Jahres. Also, der schnallt ja wirklich überhaupt nichts.


    Du triffst den Nagel so was von auf den Kopf. :bang:

    :lesen:


    Bryan Stevenson - Ohne Gnade

    Intrige - Robert Harris




  • Ich hab mich zwischenzeitlich gefragt, ob Suno'ku nicht selbst Menschenblut in ihrem Stammbaum haben könnte, so außergewöhnlich, wie sie sich verglichen mit den anderen Nornen verhält.


    Ich fand ja, dass sie eine typische Nornen-Opfermutige war. Die beste und stärkste von ihnen. Wie eine Tochter der Königin habe ich sie gesehen.



    Klasse fand ich ihre Begegnung mit Isgrimnur - in einem anderen Leben wären die beiden vielleicht Freunde geworden...


    Sie haben sich zumindest respektiert - jeder auf seine Weise. Zu Freundschaft war Suno glaub ich gar nicht fähig. Das hat sie gar nicht interessiert.

    :lesen:


    Bryan Stevenson - Ohne Gnade

    Intrige - Robert Harris



  • So, in in der Mittagspause habe ich es endlich geschafft, die letzen Seiten dieses Abschnitts zu lesen.
    Und irgendwie lässt es mich ein bisschen unbefriedigt zurück...geht es da nur mir so?
    Alle haben so hart gekämpft, so viele mussten sterben, und dann stürzt einfach ein Teil des Berges vor das Tor und damit hat sich der ganze Krieg? Wer den Einsturz wohl herbeigeführt hat? Und warum brauchte es dann überhaupt diese Unterredung, wenn die Nornen es eh geplant hatten? Und inwiefern war diese Kommunikation, die die Sitha empfohlen hat, jetzt noch von Bedeutung?


    Meint ihr Suno'ku ist wirklich tot? Ich hoffe ja nicht, irgendwie mochte ich sie. Falls doch verstehe ich nicht ganz, was ihr Tod hier für eine Bewandtnis hatte?
    Immerhin lebt Porto noch. Was es wohl noch mit der geheimnisvollen Figur auf sich hat, die er dort gefunden hat? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Detail nicht mehr wichtig ist.


    Mal schauen, was der letzte Abschnitt noch so bringt, ich hoffe, es werden noch ein paar Fragen beantwortet und vielleicht begegnen wir ja noch mal Simon und Miriamel?


    Edit: Mir fällt gerade auf, dass der Fünfte Teil auch noch zum vierten Abschnitt gehört, da muss ich wohl fix mal weiter lesen, bevor ich mich spoiler :breitgrins:

  • Edit: Mir fällt gerade auf, dass der Fünfte Teil auch noch zum vierten Abschnitt gehört, da muss ich wohl fix mal weiter lesen, bevor ich mich spoiler :breitgrins:


    Ich habe zwei Kapitel zusammengefasst, da sonst ein Abschnitt nur 40 Seiten gehabt hätte. :zwinker:

    :lesen:


    Bryan Stevenson - Ohne Gnade

    Intrige - Robert Harris



  • Ich habe zwei Kapitel zusammengefasst, da sonst ein Abschnitt nur 40 Seiten gehabt hätte. :zwinker:


    Das macht ja auch voll Sinn, ist mir nur erst gar nicht aufgefallen. Aber jetzt bin ich auch ganz durch :-)


    Ich fand es super, dass wir noch eine Erklärung von Yaarike bekommen haben, was eigentlich vorgefallen ist. Er hat alles wirklich sehr geschickt eingefädelt, dass muss ich schon sagen.
    Viyeki war bei seinen Nachforschungen ja sehr hartnäckig, aber genau diese Beharrlichkeit mag ich an ihm. Er wird sicher mal ein würdiger Nachfolger. Ich hoffe, dass er vielleicht seine Frau noch los wird, die geht echt mal gar nicht. Geht sie als Adlige eigentlich auch irgendeiner Tätigkeit nach?


    Das Porto Endri dann doch noch den Kopf abhauen muss war irgendwie traurig. Aber mit der neuen Bestattung konnte er jetzt wenigstens noch mal Abschied nehmen und auch sicher gehen, dass er nicht noch durch die Gegend irrt. Porto werden wir wohl leider nicht wieder begegnen, wenn Simon und Co in den neuen Bänden schon Großeltern sind...aber ja vielleicht seinem Sohn.


    Ich fand es insgesamt schade, dass alles sehr kriegslastig war und leider kaum altvertraute Charaktere vorkamen. Trotzdem war es schön, wieder in die Welt von Osten Ard einzutauchen und ich freue mich schon auf die neuen Bände.

  • Zitat

    Ich fand es super, dass wir noch eine Erklärung von Yaarike bekommen haben, was eigentlich vorgefallen ist. Er hat alles wirklich sehr geschickt eingefädelt, dass muss ich schon sagen.
    Viyeki war bei seinen Nachforschungen ja sehr hartnäckig, aber genau diese Beharrlichkeit mag ich an ihm. Er wird sicher mal ein würdiger Nachfolger. Ich hoffe, dass er vielleicht seine Frau noch los wird, die geht echt mal gar nicht. Geht sie als Adlige eigentlich auch irgendeiner Tätigkeit nach?


    Über ihre Tätigkeit wissen wir ja noch gar nichts. Stimmt auffallend. Aber ich denke, die Nornen sind ein so organisiertes Volk, dass sie schon irgendeiner Tätigkeit nachgehen wird. Nur welcher - da bin auch ich gerade ziemlich überfragt ... Vielleicht erfahren wir es ja in den nächsten Bänden?


    Zitat

    Das Porto Endri dann doch noch den Kopf abhauen muss war irgendwie traurig. Aber mit der neuen Bestattung konnte er jetzt wenigstens noch mal Abschied nehmen und auch sicher gehen, dass er nicht noch durch die Gegend irrt. Porto werden wir wohl leider nicht wieder begegnen, wenn Simon und Co in den neuen Bänden schon Großeltern sind...aber ja vielleicht seinem Sohn.

    Wenigstens war es endgültig, Endri wird denke ich mal nicht mehr in seiner Ruhe gestört *seufz*
    Ich denke schon, dass wir Porto noch einmal wieder sehen werden. Er ist ein Ritter - da stehen ihm nun viele Wege offen *grübel*


    Kriegslastig, ja - aber irgendwie hat mich das kaum gestört, weil so viel menschliches in der Geschichte vorkam <3

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Kriegslastig, ja - aber irgendwie hat mich das kaum gestört, weil so viel menschliches in der Geschichte vorkam <3


    Ging mir ähnlich. Es war halt einfach ein Nachhall vom Engelsturm. Als Gegenpart kann man gut die Leseprobe zum nächsten Teil lesen. :zwinker:

    :lesen:


    Bryan Stevenson - Ohne Gnade

    Intrige - Robert Harris



  • Ging mir ähnlich. Es war halt einfach ein Nachhall vom Engelsturm. Als Gegenpart kann man gut die Leseprobe zum nächsten Teil lesen. :zwinker:


    Oh ja! Das hab ich noch vor mir. Ich bummel es mit Absicht ein wenig raus, weil ich nicht solange warten will *lach* Aber ich werds mit Sicherheit die Tage noch lesen =)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Ich habe sie schon gelesen, und ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen...
    *ganzzappeligbin*

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren


  • Ich fand es insgesamt schade, dass alles sehr kriegslastig war und leider kaum altvertraute Charaktere vorkamen. Trotzdem war es schön, wieder in die Welt von Osten Ard einzutauchen und ich freue mich schon auf die neuen Bände.


    Vor allem dass wenig bekannte Charaktere vorkamen soll wohl auch dazu dienen, neue Leser an die Reihe heranzuführen. Und das ist denke ich mit dieser Variante ganz gut gelungen...




    Viyeki ist für mich das Mondkalb des Jahres. Also, der schnallt ja wirklich überhaupt nichts.


    Jepp, sehe ich ganz genau so. Insofern ist es vermutlich ganz gut, dass sein Meister ihn noch etwas unter die Fittiche nehmen kann...

    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... - We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

  • Zitat

    Jepp, sehe ich ganz genau so. Insofern ist es vermutlich ganz gut, dass sein Meister ihn noch etwas unter die Fittiche nehmen kann...


    jep, ich bin so gespannt darauf, was aus ihm geworden ist, wenn ich das nächste Buch zur Hand nehme!

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Jetzt bin auch ich bis zu diesem Ende gekrochen.


    Was für ein Komplott. Eigentlich fand ich es nicht so richtig glaubwürdig. Viel zu viele Unwägbarkeiten bei diesem Erdrutsch. Nun ja. Da bleiben auf jeden Fall noch viele Fragen offen für die nächsten Teile!


    Ja, und Portos Besuch bei Endris Grab - grausig und traurig zugleich. Schlimm.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr