Brandon Sanderson - Schatten über Elantel

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 42 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LizzyCurse.

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    zum Inhalt:


    Brandon Sanderson zählt zu den erfolgreichsten Fantasyautoren überhaupt – seine Romane »Elantris« und die Saga um »Die Nebelgeborenen« machten ihn international zum Superstar. Mit seinem neuen Roman »Schatten über Elantel« führt Sanderson in die Welt von Wax und Wayne, den ungleichen Helden und Ermittlern auf Seiten des Rechts. Die Stadt Elantel ist eine Metropole in Zeiten des Umbruchs, beherrscht von Technik, Magie – und dem Recht der Gesetzlosen. Hier stoßen Wax, Wayne und ihre Gefährtin Marasi auf eine dunkle Verschwörung, die ganz Elantel erschüttern kann. Und die Verbündeten machen sich daran, den Fall auf ihre ganz eigene Weise zu lösen ... In »Schatten über Elantel« begeistert Brandon Sanderson erneut mit der hochexplosiven Mischung aus High Fantasy, Western und feinem Humor, die seine Fans lieben.



    zum Autor:


    Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller, und seit seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.



    Meine Meinung:


    Seit Sturmklänge und Elantris bin ich ein Sanderson-Fan. Ich finde, er gehört zu den wenigen Fantasyautoren, die richtig neuen Wind in dieses Genre gebracht haben. Seine Romane sind ein bisschen wie Parabeln der menschlichen Gesellschaft - mit ein oder zwei phantastischen Elementen -aber trotz unbekannter Wesen und fremder Völker doch immer fokussiert auf die Charaktere und die politischen und gesellschaftspolitischen Strukturen.


    Auch in seinem neuesten Werk „Schatten über Elantel“ ist dies so. Er geht aber noch weiter und bringt diesmal Steampunk-Elemente, Wild-Wild-West-Flair und einen Krimi in die Geschichte mit ein. Das mutet auf den ersten Blick ziemlich schräg an und ich war gespannt, ob er den Spagat schafft. Außerdem wird das Buch angepriesen als Möglichkeit, in die Nebelgeborenen-Welt einzusteigen, die bereits in vorhergehenden Büchern eine große Rolle spielte.


    Das Buch ist eigenwillig, wie seine Helden und seine Heldin. Man muss sich auf Sandersons Stil einlassen und ich könnte mir vorstellen, dass es ein Weilchen dauert, bis man als Quereinsteiger so richtig in der Welt angekommen ist. Sogar ich als Kenner der ersten drei Bücher dieser Fantasywelt war überrascht, dass Sanderson einen richtigen Zeitsprung gemacht hat, durch den sich auch die technische und gesellschaftliche Veränderung erklären lässt.


    Mir hat die Geschichte gefallen. Ich mag es einfach, wie er seine Figuren beschreibt und ihnen spezielle aber auch widersprüchliche Eigenschaften und Charaktere gibt. Dadurch bleibt die Story überraschend und abwechslungsreich. Die Dialoge sind herrlich zu lesen und für mich immer ein Highlight in Sandersons Büchern. Ob es wirklich etwas für Neulinge ist, da bin ich unschlüssig. Es gibt schon einige Verweise auf zumindest den direkten Vorgänger. Und ich gestehe, dass ich kein Steampunk-Fan bin. Mir war nicht bewusst, dass die Welt sich in diese Richtung so stark weiterentwickelt hat.


    4ratten

    :lesen:





  • Ich war ehrlich gesagt regelrecht geschockt, dass Buch als "den Anfang einer neuen Reihe" zu bezeichnen, so wie es Piper getan hat. Man kann damit einfach nicht anfangen, ohne ein paar Ereignisse aus "Jäger der Macht" zu kennen! (ich habe das Buch schon vor einem guten Jahr im Original gelesen). Ich hab durch den ersten Band in der Reihe eigentlich erst in sein Steampunk Universum gefunden und konnte mit "Shadows of Self"/ Schatten über Elantel dann nahtlos anschließen und mich weiter mit den Figuren beschäftigen.
    Kurzum: Die Werbestrategie, die Piper gewählt hat, um den Verlagswechsel zu erklären, betrachte ich ein wenig mit Sorge.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Kurzum: Die Werbestrategie, die Piper gewählt hat, um den Verlagswechsel zu erklären, betrachte ich ein wenig mit Sorge.


    Die Werbestrategien mancher Verlage sind meiner Meinung nach einfach widersinnig und spielen mit den Erwartungen der Leser. Spätestens, seit jedes zweite Buch mit HdR oder GoT verglichen wird habe ich den Glauben an Klappentexte und Inhaltsangaben - vor allem bei Fantasybüchern - fast völlig verloren und verlasse mich nur noch auf Tipps von Leuten die ich kenne, Rezensionen von Leuten die ich kenne oder dem eigenen Gefühl nach Leseprobe.

    :lesen:





  • Den Vergleich ignoriere ich gekonnt. Entweder etwas hört sich vom KT her interessant ein und überzeugt mich vom Stil, wenn ich die ersten Seiten lese, oder es wandert zurück in das Regal im Buchladen.


    Aber bei Schatten über Elantel kann ich mir vorstellen, dass Mistborn Neulinge mit einem fetten Fragezeichen im Gesicht da stehen, und das find ich einfach schade, da die gesamte Welt einfach so detailreich und durchdacht ist, und alles hat, was mich jedenfalls in seinen Bann ziehen kann (Sanderson ist einer meiner Lieblinge. Ich konnte ihn in diesem Jahr auf der LBM sehen und war einfach nur beeindruckt <3)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Die Frage kann ich euch demnächst beantworten, ich werde nämlich das Buch als nächstes lesen, und zwar als Neuling; wobei ich schon eine Reihe von Sanderson schon kenne und schätze. Ich bin jedenfalls gespannt und werde euch meine Eindrücke schildern, so ganz ohne Vorwissen. Falls ich gar nichts mehr verstehe, frage ich einfach euch. :breitgrins:

    :lesen: Rebecca Gablé - Das Spiel der Könige


  • Die Frage kann ich euch demnächst beantworten, ich werde nämlich das Buch als nächstes lesen, und zwar als Neuling; wobei ich schon eine Reihe von Sanderson schon kenne und schätze. Ich bin jedenfalls gespannt und werde euch meine Eindrücke schildern, so ganz ohne Vorwissen. Falls ich gar nichts mehr verstehe, frage ich einfach euch. :breitgrins:


    Kennst du nur "Jäger der Macht" nicht oder auch die ersten ersten Drei Bücher aus der Mistborn Reihe? Sprich "Kinder des Nebels" etc? ;)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)


  • Kennst du nur "Jäger der Macht" nicht oder auch die ersten ersten Drei Bücher aus der Mistborn Reihe? Sprich "Kinder des Nebels" etc? ;)


    Ich kenne gar nichts aus der Mistborn-Reihe, bin also ein absoluter Frischling. Dafür kenne ich die Sturmlicht-Chroniken, das Beste, was ich seit langem im Bereich Fantasy gelesen habe. Bin schon ganz hibbelig wegen der Fortsetzung...

    :lesen: Rebecca Gablé - Das Spiel der Könige

  • Ich kenne gar nichts aus der Mistborn-Reihe, bin also ein absoluter Frischling. Dafür kenne ich die Sturmlicht-Chroniken, das Beste, was ich seit langem im Bereich Fantasy gelesen habe. Bin schon ganz hibbelig wegen der Fortsetzung...


    Auf die Fortsetzung warte ich auch schon ewig. :zwinker:

    :lesen:





  • Auf die Fortsetzung warte ich auch schon ewig. :zwinker:


    Na ja, nicht mehr lange. Auf englisch kommt sie im Herbst raus. Mit sagenhaften 1260 Seiten. Ich glaube, so ein fettes Buch hatte ich noch nie in meinem Bücherregal. Ich brauch das Ding auf englisch - auch wenn ich wahrscheinlich Monate benötigen werde, um da durch zu kommen <3 Aber ich liebe Sandersons Stil! Ich denke, dann kommt es irgendwann 2018 oder 2019 in deutsch ...
    Ich weiß nicht, wieviel Zeit sich Heyne für die Übersetzung nimmt - Für Calamity (aus seiner Reckoners-Reihe) brauchen sie jedenfalls noch bis nächstes Frühjahr, ehe es erscheint (ich hab beim Verlag nachgefragt).

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    Einmal editiert, zuletzt von LizzyCurse ()


  • Ich kenne gar nichts aus der Mistborn-Reihe, bin also ein absoluter Frischling. Dafür kenne ich die Sturmlicht-Chroniken, das Beste, was ich seit langem im Bereich Fantasy gelesen habe. Bin schon ganz hibbelig wegen der Fortsetzung...


    Dann lege ich dir unabhängig von Elantel Mistborn ganz ganz sehr ans Herz. Ich hätte es mir damals aufgrund der hässlichen Cover beinahe nicht gekauft und kam dann aus dem Fiebern und suchten nicht mehr heraus. Elant und Vin und Kel und Marsch sind einfach solch wunderbare Charaktere, man muss sie einfach lieben ;)

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  • Na dann werden das auf Deutsch wieder 2 Bände. :sauer:


    Dadrauf kannst du Gift nehmen. Words of Radiance hatte *nachschau* - 1086 - wir können von Glück reden, wenn sie es nicht durch drei teilen. Immerhin haben sie auch Brent Weeks aufgeteilt (in 2 Bücher bei 704 bzw. 912 Seiten) - da liegt eine solche Verlagsentscheidung durchaus im Bereich des Möglichen.

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  • Solange die beiden Bände dann zeitnah erscheinen, nehme ich das klaglos hin. :zwinker:


    Die letzten beiden sind glaub ich im Abstand eines halben Jahres erschienen - oder wars ein Dreiviertel? Auf jeden Fall lag keine allzu große Zeitspanne dazwischen ....

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  • "Schatten über Elantel" ist der fünfte Band der Reihe "Die Nebelgeborenen" von Brandon Sanderson. Dabei handelt es sich von Band 1 bis 3 um eine Staffel, ab Band 4 beginnt eine neue Staffel, deren 2. Band nun mit diesem Buch vorliegt. Schon ein bisschen wahnwitzig von mir, gerade mit diesem Band in die Reihe einzusteigen, ohne dass ich zumindest rudimentäre Vorkenntnisse aus Sandersons Mistborn-Universum habe. Aber: das Exeperiment ist geglückt, ich hab mich auch als Neuling sehr wohl mit dem Buch gefühlt und fand es einfach genial.


    Sanderson schafft mit seinem abgefahrenen Genremix aus klassischer Fantasy kombiniert mit vorherrschenden Gaslamp/Steampunk-Elementen, Western und Mystery-Thriller eine ganz besonderes Lesegefühl. Trotz der ungewöhnlichen Mischung erscheint der Roman wie aus einem Guss; ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, dass da irgendwas nicht zusammenpasst.


    Klar ist es von Vorteil, wenn man die Vorbände kennt, denn viele Ereignisse nehmen Bezug auf die Vergangenheit und die Figuren werden nicht neu eingeführt; der Autor ging beim Schreiben davon aus, dass Wax, Wayne & Co. bereits bekannt sind. Aber trotzdem bekam ich sehr schnell ein Bild von den Protagonisten und konnte mir einiges zusammen reimen, was wohl in den Vorgängerbänden schon passiert war. Wer hinsichtlich Spoiler empfindlich ist, dem empfehle ich, die Reihe bei Band 1 zu beginnen und die Reihenfolge einzuhalten. Mir macht es hingegen gar nichts aus, dass ich jetzt schon eine Ahnung habe, was in früheren Zeiten in Elantel so alles los war. Die verschiedenenen magischen Konzepte dagegen waren für einen Neuling schon eine Herausforderung; hier war ein Glossar am Ende des Buches recht hilfreich, aber ganz durchgestiegen bin ich trotzdem nicht. Kein Problem, denn die Handlung hat sich mir auch ohne dieses Wissen erschlossen.


    Die Geschichte ist eigentlich ein Mystery-Krimi; samt Polizeibehörde und mit Marasi einer Ermittlerin, die wir auf ihren detektivischen Streifzügen begleiten. Noch mehr Spaß macht es aber noch, Wax und Wayne als LeserIn zu begleiten. Diese beiden magischen Revolverhelden mischen das Etablishment auf und bieten eine ganz eigene Sicht auf Elantel. Während die Geschichte anfangs von spritzigen Dialogen und abenteuerlichen Verfolgungsjagden lebt, kommt zum Schluss ein tragische Note mit ins Spiel, die mich emotional völlig mitgerissen hat. Wahnsinn, wie der Autor da federleicht die Stimmungen wechselt und dabei nie eine ordentliche kriminalistische und zugleich phantastische Auflösung aus den Augen verliert.


    Mich hat Brandon Sanderson mit diesem Roman und seinem brillanten Schreibstil einmal mehr begeistert und fasziniert. Jetzt bin ich natürlich angefixt und werde so bald wie möglich auch die Bände 1 - 4 lesen, und gegen einen Band 6 hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden. Ein klare Empfehlung an alle Fantasy-Fans; für mich sind die Bücher von Brandon Sanderson das Beste, was die phantastische Literatur aktuell zu bieten hat.


    5ratten

    :lesen: Rebecca Gablé - Das Spiel der Könige

  • Der sechste Band heißt Bands of mourning und ist im neuen Piper Herbst Programm schon auf deutsch gelistet ;)

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    "Bänder der Trauer" :zwinker:


    Ich habe "Schatten über Elantel" letztlich gelesen und war sehr zufrieden. Anfangs dachte ich noch es wird mir etwas langweilig, aber das war dann ganz und gar nicht der Fall. In diesem Buch wird auch mehr Bezug auf die ursprüngliche Trilogie genommen, die ich ja sehr liebe und auch zweimal gelesen habe. Dummerweise merkte ich hier das ich schon wieder eine Menge vergessen hatte bei den ganzen Andeutungen. Es ist auch etwas neues mal zig Jahre nach solchen Ereignissen in die Welt danach zurückzukehren. Die Helden von eins sind nun Teil der Geschichte, von Mythen und Religion. Faszinierend. :smile:


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    "Bänder der Trauer" :zwinker:


    Es ist auch etwas neues mal zig Jahre nach solchen Ereignissen in die Welt danach zurückzukehren. Die Helden von eins sind nun Teil der Geschichte, von Mythen und Religion. Faszinierend. :smile:


    Ja gell? Das ist irgendwie total faszinierend, wenn man bedenkt, dass man selbst ja mit diesen Mythen- und Sagengestalten mitgefiebert hat und jeden einzelnen Tod betrauerte!
    Danach soll noch ein Buch in dieser Ära folgen und dann will der gute Sanderson eine neue Ära beginnen ;)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Ja super, das geht ja wie Brezlnbacken! :klatschen: Bis Herbst hab ich dann auch meine Hausaufgaben gemacht und die ersten Bände gelesen, damit ich weiß, wie die ganzen Götter und Mythen entstanden sind. :zwinker:

    :lesen: Rebecca Gablé - Das Spiel der Könige


  • Ja super, das geht ja wie Brezlnbacken! :klatschen: Bis Herbst hab ich dann auch meine Hausaufgaben gemacht und die ersten Bände gelesen, damit ich weiß, wie die ganzen Götter und Mythen entstanden sind. :zwinker:


    weißt du, ich bin neidisch auf dich ;) Du kannst die Bücher zum ersten Mal entdecken ^^
    Generell ist Sanderson sehr produktiv. Er schreibt parallel an mehreren Reihen, meist ein YA Projekt und ein High Fantasy Projekt zur selben Zeit (er hat mal gemeint, dass sei wie FastFood und ein edles Filetsteak xD)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)