Anne Barns - Apfelkuchen am Meer

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dreamworx.

  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Merle ist eine gelernte Konditorin und BWL-Studentin. Sie beschließt spontan, nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat, nach Juist zu reisen und dort den Sommer über in der Konditorei "Strandrose" zu arbeiten.
    Eine Freundin hatte ihr von einer Apfelrosentorte vorgeschwärmt, die sie dort gegessen hatte. Aber eigentlich kennt niemand außerhalb Merles Familie das Rezept....
    Bei der Gelegenheit kann Merle auch ihre Oma Enna besuchen, die, nachdem die einige Jahre in den USA gelebt hatte, wieder nach Juist zurückgekehrt ist.
    Sehr schnell verliebt sich Merle in die Insel und ihre Bewohner. Und ein Insulaner hat es ihr besonders angetan: Jannes - mit dem sie schon als Kind befreundet war...
    Bei der Suche nach dem Bäcker der Apfelrosentorte entdeckt Merle, dass es bei der Geschichte um den Tod ihrer Tante Undine ein paar Ungereimtheiten gibt. Was ist damals wirklich geschehen?


    Apfelkuchen am Meer ist ein Roman, der mich von Beginn an gepackt hat. Merle war mir sofort sympathisch und ihre komplette Familie habe ich direkt ins Herz geschlossen.
    Die Beschreibungen von und in Juist sind einfach zauberhaft, die Menschen liebenswert.
    Der Begriff "Töwerland", also "Zauberland" trifft hier wirklich zu.
    Man möchte direkt den nächsten Urlaub auf Juist buchen und im Café Strandrose sitzen oder das Meeresleuchten genießen!
    Natürlich ist es ein typisches Buch mit Happy-End Garantie, aber auf dem Weg dahin ist nicht alles nur eitel Sonnenschein.
    Gerade Undines Geschichte geht wirklich ans Herz!


    Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird!


    Abgerundet wird das Buch durch ein Rezept für eine Apfelrosentorte und für eine leckere Apfelbutter.
    So kann man sich einen kleinen Juist-Urlaub immer wieder selbst nach Hause holen.


    Autorin im Titel eingefügt, Grüsse illy

    Einmal editiert, zuletzt von illy ()

  • Geheimnisvolle Apfelrosentorte


    Die 29-jährige Merle lebt in München und steht kurz vor dem Abschluss ihres BWL-Examens. Früher hat sie ihrem Vater in der Bäckerei ausgeholfen, bevor diese schließen musste, doch sie arbeitet nebenher in einer Schnellbäckerei im Verkauf und gibt ab und an Konditorenkurse. Mit Friseurin Conny hat sie eine nette Nachbarin und Freundin, die mit ihr durch dick und dünn geht. Freund Felix kontrolliert sie nach Strich und Faden, bis es Merle zu bunt wird und sie ihn einfach vor die Tür setzt. Jetzt muss eine Luftveränderung her, so ist es ganz gut, das Merle den Sommer über einen Ferienjob im Strandcafé auf der Insel Juist ergattern konnte. Ihre Mutter kommt von der Insel und auch ihre Großmutter lebt seit einem Monat wieder dort. Kaum in Juist angekommen, fühlt Merle sich gleich wie zuhause und wird auch von den Einheimischen recht freundlich willkommen geheißen. Anstatt wie geplant als Bedienung zu arbeiten, hilft sie Laura, der Besitzerin des Cafés, in der Konditorei und zaubert mit ihr köstliche Torten und Kuchen, mit denen sich so allerhand Menschen auch zu Gefälligkeiten überreden lassen. Während Merle immer mehr zu einem Teil von Juist wird, erfährt sie von den Einheimischen vieles über ihre Tante Undine, der sie sehr ähnlich sieht und die vor Jahren gemeinsam mit ihrem Vater im Meer ertrunken ist. Aber um Undine gibt es ein Geheimnis, und dieses will Merle unbedingt herausfinden. Dabei bekommt sie auch Hilfe von Jannes…


    Anne Barns alias Andrea Russo hat mit ihrem Buch „Apfelkuchen am Meer“ einen wunderschönen und warmherzigen Roman vorgelegt, der den Leser ab der ersten Seite abtauchen lässt und erst wieder zum Vorschein bringt, wenn das Buch gelesen ist. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und schnell steht man als unsichtbarer Schatten von Merle mitten im Geschehen, begleitet sie bei ihren Unternehmungen und hört ihren Gedanken zu. Die Landschaftsbeschreibungen von Juist sind so bildhaft, dass der Leser sich regelrecht in die Insel verliebt, den Wind in den Haaren spürt und von einem Tag im Strandkorb 392 träumt, in den man sich so schön einigeln und aufs Meer schauen kann. Die ständige Erwähnung der herrlichen Kuchen und Torten lässt einem andauernd ein Loch in den Magen brennen und der Leser ist versucht, die nächste Konditorei in Angriff zu nehmen, um der Verlockung nachzugeben.


    Die Charaktere sind sehr vielfältig und liebevoll ausgearbeitet, der Leser hat schnell das Gefühl, den einen oder anderen gut zu kennen. Die verschiedenartigen Eigenheiten, das nötige Lokalkolorit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Inselbewohner werden wunderschön dargestellt und vermitteln das Gefühl einer einzigen großen Familie, die aufeinander achtgibt. Merle ist eine sympathische junge Frau, die in der Liebe bisher nicht so viel Glück hatte. Sie ist fleißig, geradeheraus, offen und ehrlich, dabei hilfsbereit, entscheidungsfreudig und zupackend. Merle ist sehr zielstrebig und hofft, eines Tages ihren Traum von einer eigenen Konditorei in die Tat umzusetzen. Freundin Conny ist eine fidele lustige Person, die ebenso schnell Nägel mit Köpfen macht wie Merle. Sie ist einfallsreich und sich außerdem für nichts zu schade, wenn sie gebraucht wird. Agata ist eine nette Frau, die fernab ihrer Heimat auf Juist Geld für die Familie verdient. Jannes und sein Bruder Ole führen die örtliche Surfschule und sind „alte Bekannte“ aus Merles Kindheit. Beide sind sehr offene junge Männer mit dem richtigen Humor und einer zupackenden Art. Auch die übrigen Protagonisten stützen die Handlung mit ihren unterschiedlichen Berufen und Beziehungen untereinander und geben dem Ganzen den Rahmen einer zusammengewachsenen Gemeinschaft.


    „Apfelkuchen am Meer“ ist ein wunderschöner Urlaubsroman um traurige Geheimnisse, Liebe und starke Frauen, der keine Minute Langeweile aufkommen lässt und den Leser am Ende mit einem Glücksgefühl und mit einem grummelnden Gefühl im Magen entlässt auf der Suche nach einem Stück Köstlichkeit. Absolute Leseempfehlung für einen wahren Pageturner!