Tatjana Kruse - Der Gärtner war's nicht

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lilli33.

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    Kurzbeschreibung:


    Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen nicht sonderlich erfolgreich eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört – und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen …


    In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen – bis einer von ihnen tot aufgefunden wird.


    Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand – ihr Haus, ihre Regeln.


    All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep.


    Das Chaos ist perfekt!



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 09.06.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 26.05. Wer mag noch mitlesen?

    LIEBE GRÜßE<br />HEIMFINDERIN

  • Die beiden ungleichen Schwestern Konny und Kriemhild sind über 60 und führen seit kurzem eine Bed & Breakfast Pension, die leider nicht gut geht. Doch dann kommt der rettende Anruf von einem Musikproduzent, der verzweifelt kurzfristig einige Zimmer für eine Band braucht. Die Bandmitglieder sind ziemlich verwöhnt und haben fast an allem etwas auszusetzen und sind mit ihrem Essen ziemlich wählerisch. Doch das könnte für die beiden Schwestern super Werbung sein, wenn die Band zufrieden ist. Sie tun ihr bestmöglichstes, damit ihre Bed & Breakfast Pension gut abschneidet. Doch dann gibt es einen toten und alles ändert sich.



    Konny und Kriemhild sind Zwillingschwestern, doch sie sind total verschieden und scheinen sich recht gut zu ergänzen. Jede hat ihre Schwächen und Stärken und ich finde Tatjana Kruse hat mit den beiden lebensechte und tolle Charaktere erschaffen, die den Leser bei Laune halten. Konny schreibt nebenbei auch noch für eine Kolumne Beiträge und antwortet auf Leserbriefe und gibt uns damit ein paar Lebensweisheiten mit auf den Weg.



    Das Buch steckt voller skurrilen Handlungen, die einen immer wieder zum schmunzeln bringen und einen amüsiert über das Geschehen nachdenken lässt.



    Die kriminellen Machenschaften bleiben eher nebensächlich und werden aber stimmig aufgelöst. Da hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, das war mir ein bisschen zu einfach gestrickt.



    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sternchen für ein wirklich gutes Buch das mich sehr gut Unterhalten konnte.
    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Der Gärtner war’s nicht
    Tatjana Kruse


    Konny und Kriemhild führen eine Pension in der Provinz – leider nicht sehr erfolgreich! Als dann aber auch noch ein Mord geschieht erweisen sich die ungleichen Zwillingschwestern als wahre Meisterdetektivinnen. Unkonventionell, mit viel Herz und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen ermitteln sie, um zu beweisen, dass der Gärtner diesmal nicht der Täter ist (und der Butler auch nicht!)


    Tatjana Kruse hat hier ein neues Ermittlerduo vorgestellt, das weit entfernt sind von Coolness und High-Tech: diese Schwestern sind verschroben, schräg, selbstbewusst, lebenslustig, mit beiden Beinen am Boden, außergewöhnlich, lebensklug, charmant und einfallsreich – kurz: sie sind Frauen über 60! Unterstützt werden sie einerseits von Hr. Hirsch, dem Gärtner, der nach einem Schlaganfall unter Aphasie leidet und andererseits höchst tatkräftig von Amenhotep, einem Sphynx-Kater. Nachdem die Pension noch nicht wirklich Profit abwirft, schreibt Konny als Kummerkastentante für eine lokale Zeitschrift – ihre Kolumnen sind überaus lesenswert. Zitat daraus: „Wenn wir älter werden, sollten wir nicht jünger aussehen, sondern glücklich!“ (S 25)


    Ich habe das Buch wirklich genossen! Der Krimi selbst gerät ein wenig in den Hintergrund: es wird zwar gemordet und der Täter wird auch überführt, aber eigentlich war das der unwichtigste Teil des ganzen Buches! Viel lustiger und interessanter sind die witzigen und skurrilen Erlebnisse der Schwestern. Durch Wortwitz und Situationskomik wird der Krimi damit eher zu einer Komödie und ich konnte schmunzeln, kichern und manchmal von Herzen lachen!


    Es war mein erstes Buch von Tatjana Kruse, es wird sicher nicht mein letztes sein!
    Perfekt-lustige Lesestunden - daher 5 lachende Leseratten!


    5ratten

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()

  • Inhalt:
    Die beiden Schwestern Konny und Kriemhild haben von ihren Eltern ein Haus geerbt, was sie zu einem kleinen Bed & Breakfast umgebaut haben. Doch leider geht die Pension nur sehr schlecht.
    Da freut es die beiden natürlich umso mehr, als sich eines Tages eine 5-köpfige Band ansagt, die allerdings vegan ernährt werden wollen.
    Die beiden stellen sich der Herausforderung, doch was dann passiert mit dem hätten sie in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Von den Bandmitgliedern wird einer ermordet und zu allem Überdruss befindet sich inkognito auch noch ein Hotelkritiker im Haus.


    Meine Meinung:
    Bei dieser Lektüre besteht wirklich Bauchmuskelkatergefahr! Ich habe noch nie soviel gelacht, wie bei diesem Buch. Natürlich sind die Charaktere sehr überspitzt dargestellt, doch das macht hier den Reiz aus, wenn man sich das alles noch dazu bildlich vorstellt.
    Ich könnte alleine ein Buch füllen mit lustigen Sätzen, Zitaten und Lebensweisheiten daraus.
    Konny und Kriemhild sind einfach der Hammer obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Um die beiden kümmert sich liebevoll Herr Hirsch der Gärtner des Anwesens.
    Natürlich will man wissen, wie es ausgeht und wer der Mörder oder die Mörderin war, aber das war für mich nicht vorrangig, ich habe einfach nur die Geschichte genossen und herzhaft lachen können.
    Solche Bücher muß es für zwischendurch auch geben. Daher bedauere ich es sehr, noch kein anderes Werk von Tatjana Kruse zu kennen.
    Da ich aber von der Lektüre mehr als begeistert war, wird sich das mit Sicherheit schnell ändern.


    5ratten


    LG Karin

  • Die K&K-Schwestern Konny und Kriemhild haben von ihrer Lieblingstante Barbara, die mit 102 verstorben ist ein Haus geerbt, aus der sie, da sie ja von etwas leben müssen, eine Bed & Breakfast-Pension gemacht. Zusammen mit ihnen lebt der Gärtner und Mann für Alles Friedrich-Maximilian Hirsch, der nur seinen Aufsitzrasenmäher braucht um glücklich zu sein, von den Beiden, respektvoll mit Herr Hirsch angesprochen, in diesem Haus. Und natürlich der Nacktkater Amenhotep, Konnys ein und alles. Turbulent wird es, als die Band Cordt mit ihren 5 Mitgliedern im Haus einchecken. Dazu noch Dr. Holger Bettenberg; Klaus, ein früher Bekannter von Konny und Luigi, der Geldeintreiber. Als dann der junge Bandleader Leon Cordt einem Verbrechen – oder war es ein Unfall? - zum Opfer fällt, gerät nicht nur das Leben der Schwestern fast aus den Fugen.


    Außergewöhnliche, etwas schräge Protagonisten mit ihren Stärken, Fehlern und Schwächen haben mein Kopfkino gleich zu Beginn ans Laufen bekommen. Besonders die Schwestern Konny und Kriemhild haben sich bald in mein Herz geschlichen, obwohl die Beiden sehr unterschiedlich sind. Konny, klein und rund, mit ihrer lebensbejahenden Art, die als selbstständige Journalistin nie einen Pfennig für´s Alter auf die Seite gelegt hatte und jetzt mit ihrer Kolumne als Kummerkasten-Konny etwas dazu verdient. Kriemhild, groß und hager, die mit ihrem Kommodore alt werden wollte, der nur viel zu früh verstarb und sie sich jetzt um das leibliche Wohl der wenigen Gäste der Pension kümmert. Aber auch Amenhotep, der Kater, der sich wie es scheint, als Chef fühlt und am liebsten auf den Gesichtern von Damen ruht. Und natürlich Herr Hirsch mit seiner Aphasie, der zu spektakulären Wortschöpfungen neigt. Ich liebe sie alle.


    Der Humor und die Situationskomik nehmen in dieser Geschichte neben der kriminellen Handlung einen großen Raum ein. Die Sprüche gerade von Konny sind einzigartig und passen immer auf den Punkt. Ich hatte die meiste Zeit beim Lesen die Mundwinkel nach oben gezogen. Aber auch die Ermittlungen, die die beiden Damen anstellen, können sich sehen lassen. Erst ganz zum Schluss wird klar, wer der wirkliche Täter ist.


    Wer von Blut, Mord und Totschlag lesen will, der ist hier verkehrt. Wer sich aber auf einen humorigen Kriminalfall mit ungewöhnlichen Personen einlassen will, der sollte hier sofort zugreifen.


    5ratten

  • Mir hat das Buch auch super gefallen:


    Zwei hellwache Schwestern im besten Alter, nämlich Ü60, sind die Heldinnen der neuen Reihe von Tatjana Kruse: die Journalistin Konny und Krimhild, Witwe des Kommodore (nach der Lektüre wissen Sie Genaueres über ihn). Und wer die Autorin kennt, der weiß, dass sie sogenannte Cosy-Krimis schreibt, Krimis der eher beschaulichen Art. Trotzdem sollte man beim Lesen aufpassen, nämlich vor allem darauf, dass man vor Lachen nicht vom Sofa rutscht, an Originalität und Humor ist die Autorin nämlich nicht zu übertreffen. Nach dem schwäbischen, auch schon in Rente befindlichen Kommissar Siggi Seifferheld und der zwar noch mit beiden Beinen im Berufsleben stehenden, aber nicht mehr superjungen Opernsängerin Pauline Miller nun also zweieiige Zwillingsschwestern, die in einem geerbten Haus eine Pension eingerichtet haben, die nun, nach gut einem Jahr, zum ersten Mal ausgebucht ist.


    Vor allem mit Mitgliedern einer Rockband, aber dazu noch mit weiteren Herren ganz spezieller Couleur - und dann hält auch noch der Tod - und zwar in durchaus brutaler Weise - Einzug. Da sind Konny, Krimhild und nicht zuletzt ihr Faktotum Herr Hirsch, ein vom Leben gebeutelter ehemaliger Bankangestellter, gefordert! Oder war es am Ende einer von ihnen. Denn jeder Hausbewohner - aber wirklich jeder - hatte einen Grund bzw. eine Option (wenn auch längst nicht alle gleich stichhaltig waren), diesen Mord zu begehen.


    Dazwischen passiert eine Menge Verwirrendes, vor allem jedoch Unterhaltsames und wie nicht anders von Tatjana Kruse gewöhnt, wird jeder, aber auch wirklich jeder Erzählstrang aufgedröselt und zwar ganz besonders genüsslich!


    Wieder ein toller, unterhaltsamer Krimi mit jeder Menge Alleinstellungsmerkmalen, wie wir es von Tatjana nicht anders kennen. Konny, Krimhild und Herr Hirsch sind einfach nicht zu toppen! Ich bin wieder begeistert und freue mich auf ihr nächstes Abenteuer, wen auch immer es diesmal treffen wird. Obwohl schon im besten Alter, wünsche ich den Dreien noch ein mehr als langes Leben - in zahlreichen Bänden dieser neuen, wunderbaren Serie!
    5ratten

  • Tatjana Kruse - Der Gärtner war´s nicht


    "Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört – und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen."


    Die ungleichen Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild, betreiben eine kleine Bed&Breakfast-Pension in ländlicher Idylle - soweit zur "Ähnlichkeit".
    Das "K&K" ist auf zahlungskräftige Gäste angewiesen, da kommt die Mehrfach-Buchung einer Rockband gerade recht. Standesgemäß fahren "The Cordt" in dicken Limos vor und besetzen fast die ganze Pension. Mit ihren Sonderwünschen belagern sie Konny und Kriemhild, Zimmertausch und Umdekorierung, Klangschalen-Yoga und Vegane Ernährung. Ein geistiger "roter Teppich", führt zum Keller, denn "Keller" heißt jetzt Proberaum.
    Der letzte Gast sieht aus wie Cary Grant, hat aber nicht dessen Manieren.
    Die meisten Frauen, würden diese Paradeexemplar der männlichen Kaste, mit Kusshand vom Balkon schubsen, aber in der hormongesteuerten Konny findet er ein leichtes Opfer. Doch Sterne "verglühen" in 30 Sekunden und Konny denkt wahrscheinlich heute noch, sie hätte es geträumt..
    Was aber leider kein Traum war, ist der unkenntliche Tote vor der Haustür, er war Gast in diesem Haus und sein Mörder ist nicht weit. Die Polizei verdächtigt natürlich unangenehm schnell.
    Einige Dauerbewohner der Pension fordern die Geduld und Phantasie der Gesetzeshüter heraus:
    Herr Hirsch - der Gärtner, der es nicht war, würde für die beiden Schwestern alles tun. Nachdem er, durch einen Schlaganfall, seine Kommunikationsfähigkeit verlor, gaben sie ihm einen Aufsitzrasenmäher und ein Heim.
    Der Kommodore fuhr einst zur See, jetzt navigiert er nur noch durch das Bullauge der Dachkammer. Er und seine Frau Kriemhild haben ein sehr loyales Verhältnis zueinander.
    Eine gewisse Dame aus dem Souterrain, deren Identität, wegen der Überraschung, beschwiegen wird. ;-)


    Konny und Kriemhild ermitteln in verwegener Bedrängnis und überschreiten die Grenzen zu Legalität. Ihre Pension - Ihr "Faustrecht". "In Vino Veritas" denkt sich Konny und serviert ein ganz besonders starkes Gebräu..
    (Arsen und Spitzenhäubchen lässt grüßen..)


    Das Chaos ist perfekt? Nein, das Chaos hat Methode.


    Tatjana Kruse schreibt den perfekten "Who done it-Krimi", eine Screwball-Dramödie mit Herz, Mantel und Aufsitzrasenmäher (Degen). Spannung à go­go!
    Strapaziert die Lachmuskeln und die Nerven. Ein absoluter Pageturner!
    Sehr gute Unterhaltung, mit einem Mord kontra ländlicher Idylle.
    Konny und Kriemhild, sind die künftigen Krimi-Zwillinge, die im wahrsten Sinne des Wortes, durch dick und dünn gehen.
    Ich bin begeistert und freue mich schon auf den 2. Teil!


    5ratten

  • Die K&K-Schwestern ermitteln


    Irgendwo in der süddeutschen Provinz: die Schwestern Kriemhild und Konny, beide über sechzig, betreiben mehr schlecht als recht eine Bed & Breakfast-Pension. Die Gäste bleiben aus und damit auch die dringend nötigen Einnahmen. Kein Wunder, dass Konny aus dem Häuschen ist, als sich eine komplette Band in ihrer Pension einquartieren will. Zusätzlich steigt noch der attraktive Holger Bettenberg bei ihnen ab, der mit seinem Aussehen wie Cary Grant und seiner sonoren Stimme bei Konny für weiche Knie sorgt. Kriemhild sieht das alles deutlich pragmatischer. Als jedoch in der Pension ein Mord geschieht, entwickeln die Schwestern ungeahntes kriminalistisches Gespür.


    Meine Begegnung mit den K&K-Schwestern war auch meine erste Begegnung mit den Büchern von Tatjana Kruse. Da mich Konny und Kriemhild so gut unterhalten haben, wird es aber garantiert nicht bei diesem Buch von der Autorin bleiben. Der Schreibstil ist unterhaltsam und voller Humor, es gab während des Lesens genügend zum Lachen. Teilweise gelingen der Autorin regelrechte Slapstick-Einlagen. Gut gefallen hat mir dabei, dass der Humor nicht platt wirkt.
    Aufgelockert wurde der Roman zusätzlich von den Einschüben der Kummerkasten-Konny: Konny schreibt nebenher eine Ratgeberkolumne für eine Zeitung, in der es um Themen geht, die die ältere Generation bewegen.


    Die Beschreibung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen: Konny und Kriemhild sind Zwillingsschwester und so verschieden wie Tag und Nacht. Während Konny über eine freundliche und diplomatische Ader verfügt, wirkt Kriemhild eher verkniffen und sagt öfters geradeheraus ihre Meinung, was in manchen Momenten nicht ganz so gut ankommt. Aber es gibt auch durchaus Situationen, in denen ihre Direktheit absolut angebracht ist. Aber je mehr man von Kriemhild erfährt, umso sympathischer wurde sie mir.


    In jedem Fall haben beide Schwestern ein großes Herz, haben sie doch Herrn Hirsch, ihren früheren Bankberater, nach dessen Schlaganfall bei sich aufgenommen. Der Ärmste ist seit seiner Krankheit Aphasiker, was eigentlich weniger komisch ist, aber wenn er die neuen Gäste mit „Gabelstapler“ begrüßt, muss man einfach lachen. Zudem ist Herr Hirsch ein Charakter, den man einfach gern haben muss. Dummerweise fungiert er bei den Schwestern als Gärtner und eine Art Butler, was ihn in den Augen der Polizei zum Verdächtigen Nummer 1 in Bezug auf den Mord macht.


    Die Bandmitglieder, Holger Bettenberg und auch die Kommissarin Klum sind ebenfalls gut gelungen, zumal der erste Eindruck manches Mal täuscht.


    Alleine die Figuren machen den Roman schon lesenswert, so dass bei mir die Krimihandlung beinahe in die zweite Reihe zurückgetreten ist. Wobei auch dieser Teil gut von der Autorin gelöst wurde, immerhin war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, wer denn nun der oder die MörderIn sein könnte bzw. welche Spuren in Verbindung mit dem Mord stehen und welche den Leser – und die Schwestern – in die Irre führen sollen.


    Das Buch ist ein unterhaltsamer Cosy-Krimi, der bei mir für kurzweiliges Lesevergnügen mit einigen Lachern gesorgt hat. Ich freue mich, dass es eine Fortsetzung mit den sympathischen Schwestern geben wird und hoffe, dass auch Herr Hirsch wieder mit von der Partie sein wird.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Liebe Grüße

    Karin

  • So langsam macht ihr mich echt neugierig auf das Buch. Zuerst dachte ich, das wäre mir bestimmt zu albern, aber wenn ich mir angucke, wer hier alles schwärmt, könnte ich direkt in Versuchung kommen ...

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Die Provinzpension der beiden älteren Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild läuft schlecht. Da scheint es doch wie ein Wink des Schicksals, dass sich plötzlich seit langer Zeit Gäste ankündigen. Leider hätte niemand ahnen können, dass daraufhin die Ruhe der Provinz durch einen Mord jäh beendet wird...


    "Der Gärtner war's nicht" ist ein Roman, der sich das Wort "Humor" in riesengroßen Buchstaben auf die Fahnen geschrieben hat. Denn Tatjana Kruse schreibt pointiert und voller Witz. Das beginnt bereits mit den herrlich schrägen Kapitelüberschriften und zieht sich durch das gesamte Buch, bei dem man gefühlt auf jeder Seite laut auflachen oder wenigstens schmunzeln muss.
    Eine weitere Stärke des Buches sind seine Charaktere. Hier wurde die perfekte Balance zwischen überzeichnet und gefährlich nahe an der Realität gefunden. So wirken manche Charaktere fast schon wie Parodien des Klischees, beziehungsweise der Macke, die sie bedienen.
    Leider kann der kriminalistische Aspekt des Buches das hohe Niveau nicht halten. So entwickelt sich jene Komponente sehr zögerlich etwa in der zweiten Hälfte des Buches, um erst in den letzten Seiten voll aufzutrumpfen. Im Vergleich zur humoristischen Seite des Buches bleibt die kriminalistische nur durchschnittlich.


    So kann ich "Der Gärtner war's nicht" zwar eingefleischten Krimifans nur bedingt empfehlen, denn hier liegt nicht die Stärke des Buches. Diese liegt wie gesagt klar im humoristischen Aspekt, der derart stark und gut gelungen ist, dass sich "Der Gärtner war's nicht" hiermit vom Durchschnitt deutlich abhebt. Wer mal herzhaft lachen möchte und das passende Buch dazu sucht – hier wäre eines!


    4ratten

    Hier wird gesubt und gesammelt! :-)

  • Taschenbuch: 316 Seiten

    Verlag: Insel Verlag (10. April 2017)

    ISBN-13: 978-3458362654

    Preis: 10,95 €


    Witzig, skurril und auch tiefsinnig


    Inhalt:

    Die K&K-Schwestern Konny und Kriemhild sind über sechzig und betreiben eine kleine Pension, womit sie sich mehr schlecht als recht über Wasser halten. Als eines Nachts ein Gast tot vor der Haustür liegt, lösen Konny und Kriemhild den Fall auf ihre Weise.


    Meine Meinung:

    Ich finde Tatjana Kruses Schreibstil einfach grandios. Sie schreibt locker, aber auch mit ausgewählten Worten. Sie schreibt witzig, dabei aber auch tiefsinnig. Das Zusammenspiel stimmt hier einfach.


    Wer einen hochspannenden Krimi erwartet, ist bei den K&K-Schwestern allerdings verkehrt. Der Fokus liegt weniger auf dem Kriminalfall als auf den Charakteren, die auf welche Art auch immer darin verwickelt sind. Allen voran die grundverschiedenen Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild, die eine lebenslustig und immer gut drauf, die andere stets griesgrämig und verbissen. Konny schreibt auch Kummerkastenkolumnen für die örtliche Zeitung, die wir zwischendurch zu lesen bekommen und die die Story noch bereichern.


    Zu den Zwillingsschwestern bekommt man schnell einen Draht, aber auch die anderen Charaktere erscheinen recht plastisch und gut vorstellbar. Selbst die fiesen, missmutigen, nörgelnden Personen kann man leicht ins Herz schließen.


    Fazit:

    Sprühender Wortwitz, skurrile Charaktere - ein feiner "harmloser" Krimi, der keine schlaflosen Nächte bereitet, dafür umso mehr Vergnügen..


    Die Reihe:

    1. Der Gärtner war’s nicht!

    2. Meerjungfrauen morden besser

    3. Manche mögen’s tot


    ★★★★★

    Liebe Grüße, Lilli