4) Seite 307 bis Ende

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Darkage-Castle.

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    LG, Dani


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  • So, jetzt ist es klar. Emily ist zufrieden, auch wenn alles nicht ganz so kam, wie sie es wollte. Wer nicht zufrieden ist, bin ich. Denn ich finde das Ende regelrecht doof. Emily, die Verbrecherin, kommt mit ihren Lügen davon. Und Stephanie diese doofe Tussi – also anders kann ich es wirklich nicht ausdrücken – wird vielleicht sogar noch angeklagt. Was man nicht weiß. Denn im Grunde hat die Autorin das Ende offen gelassen. Auch etwas, was mir gar nicht gefällt.


    Ich frage mich tatsächlich ob jemand wirklich so blöd sein kann, wie diese Stephanie. Denkt sie hat eine beste Freundin, was sich als Irrtum herausstellt. Und dann lässt sie sich von dieser Person wieder einwickeln. Wie doof muss man sein, um das zu glauben, was Emily über Sean erzählt? Ich will den Mann nicht in den Himmel heben, aber er ist in dieser Geschichte immer noch der unschuldigste. Gut, er hat sich von Emily einwickeln lassen, den Versicherungsbetrug zu begehen. Und er hat geglaubt, dass seine Frau tot ist. Was sollte er sonst glauben, da er nicht wusste, dass sie einen Zwilling hat?


    Wozu war eigentlich der Mord an dem Versicherungsermittler gut? Der war total überflüssig. Das hätten die beiden genauso aufklären können, wie Emily es letztendlich der Polizei gegenüber getan hat. Und wie doof muss man sein, dass man hilft, wenn die Freundin sagt, dass sie einen Mord begangen hat?


    Mir gefällt einfach nicht, dass Emily mit einer solch haarsträubenden Geschichte davongekommen ist. Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Sache aufgeklärt wird.
    Auch wenn mir das Ende nicht gefällt, ich kann nicht abstreiten, dass das Buch durchaus spannend war.


    Meine Rezi folgt...


    Ich werde natürlich die Kommentare hier weiterhin lesen und evtl. meinen 'Senf' dazugeben.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • ENDLICH hab ich dieses Buch geschafft! Ein offenes Ende - nicht das schlechteste Ende!


    Im letzten Teil passiert noch einiges - und fast nichts davon gefällt mir:


    Erst erzählt Sean seine Sicht der Dinge und es ist nichts Überraschendes dabei - er ist fad, feige und ohne Rückgrat. Er hat Angst vor Emily und auch gleichzeitig Angst, sie zu verlieren. Emily rächt sich an ihm und anstatt sich dagegen zu wehren, geht er im Endeffekt auf Tauchstation.


    Stephanie überrascht wieder einmal mit ihrer extremen Dummheit! Ich verstehe ja, dass man für eine Freundin wirklich viel macht, aber alles hat so seine Grenzen! Warum akzeptiert sie die vielen Lügen? Warum glaubt sie jetzt alles, was Emily so von sich gibt? Kann man das mit dem einfachen Wunsch nach einer Freundin erklären? Für mich ist Stephanies Verhalten völlig unlogisch. Der Mord an Isaac Prager müsste sie doch wachrütteln, oder?
    Ihre Dummheit ist grenzenlos und lächerlich, wenn sie über ihre Intuition und Menschenkenntnis plappert. "Mompower in action"... Stephanie lässt sich in diesem Sinne manipulieren und instrumentalisieren und sie merkt es nicht einmal! Sie wird es nie lernen! Keine Hoffnung!


    Emily? Sie setzt sich durch und kommt mit allen Lügen und Morden davon. Sie profitiert von der Dummheit von Stephanie, Sean und auch der Polizei.
    Nein! Dieses Ende gefällt mir nicht!


    Ich hätte ja lieber ein Ende mit einer bösen Stephanie gehabt. Sie hätte Emily ermorden können und dann ihren Platz einnehmen... das wäre wenigstens ein überraschendes Ende gewesen (es hätte mich ein wenig mit dem Buch ausgesöhnt!)


    Und jetzt? Ich bin froh, dass es fertig gelesen ist. Rezi folgt natürlich!


    Wie ist das eigentlich? Wenn man ein Buch beim besten Willen nicht fertig lesen mag bzw kann - wird man dann zum schwarzen Schaf des Forums? Ausgeschlossen aus allen Buchgeschenken? :titanic: Auch wenn man das begründet? Ich glaube, ohne diese Diskussion, hätte ich auf das Weitelesen dankend verzichtet!


    Und jetzt? Ich freue mich auf das nächste Buch...
    :winken:


  • So, jetzt ist es klar. Emily ist zufrieden, auch wenn alles nicht ganz so kam, wie sie es wollte. Wer nicht zufrieden ist, bin ich. Denn ich finde das Ende regelrecht doof. Emily, die Verbrecherin, kommt mit ihren Lügen davon. Und Stephanie diese doofe Tussi – also anders kann ich es wirklich nicht ausdrücken – wird vielleicht sogar noch angeklagt. Was man nicht weiß. Denn im Grunde hat die Autorin das Ende offen gelassen. Auch etwas, was mir gar nicht gefällt.


    Ich finde diese Ende auch ziemlich öde! Dass es ein offenes Ende ist, stört mich aber nicht wirklich, denn die Autorin hätte es nicht geschafft, innerhalb von ein paar Seiten ein für mich zufriedenstellendes Ende zu fabrizieren! Eigentlich dachte ich, dass das Ende so war, weil es eben ein Ende brauchte... und 398 Seiten sind wahrlich genug!



    Auch wenn mir das Ende nicht gefällt, ich kann nicht abstreiten, dass das Buch durchaus spannend war.


    So ganz kann ich mich dieser Meinung nicht anschließen: der erste Teil war haarsträubend fad - aber nachdem das Grundgerüst der Geschichte gut war, hatte ich noch Hoffnung. Der zweite Teil war etwas besser, der dritte Teil war spannend. Der Schluss war öde und nicht zufriedenstellend.


    Der Stil des Buches war trotzdem nicht schlecht - es lies sich zügig lesen ohne Stilblüten oder "Der Autor nimmt sich fürchterlich wichtig"-Phasen.
    Ich habe gesehen, dass es ein Debutroman ist - er liest sich auch so: ein wenig unausgegoren, ein wenig unfertig....
    Wenn ein nächstes Buch von Fr. Bell erscheint, werde ich mich sicher nicht dafür anstellen, aber ich werde es mal durchsehen...


    :klatschen:


  • Ich habe Sean das ganze Buch über nicht verstanden. Weswegen er auch keine Sympathie in mir wecken konnte. Aber das konnten die anderen 'Gestalten' auch nicht.


    Mir hat auch nicht gefallen, dass Emily mit dieser haarsträubenden Geschichte davongekommen ist. Und wir wissen noch nicht mal, ob nicht Stephanie verhaftet wurde, nachdem Emily den beiden Polizisten ihre Märchen erzählt hat. Das Ende ist total offen. Und wie ich schon weiter oben sagte, gefällt mir das überhaupt nicht. Auch wenn in dem Buch durchaus Spannung vorhanden war. Aber ein Buch mir lauter unsympathischen Charakteren - die Jungs kann man ja nicht mitzählen - habe ich bisher noch nie gelesen. Denn mir waren ja sogar die Polizisten unsympathisch, weil sie eben gar nichts gemacht haben.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • So ganz kann ich mich dieser Meinung nicht anschließen: der erste Teil war haarsträubend fad - aber nachdem das Grundgerüst der Geschichte gut war, hatte ich noch Hoffnung. Der zweite Teil war etwas besser, der dritte Teil war spannend. Der Schluss war öde und nicht zufriedenstellend.



    :klatschen:


    Gut, der Anfang war vielleicht etwas fad, aber ich war gespannt, was mit Emily passiert war. Und dann erfährt man, dass sie doch noch lebt, ihr Tod nur vorgetäuscht war. Warum? Wegen der Lebensversicherung? Die hatten doch genug Geld, daran kann es eigentlich nicht gelegen haben, und daher eben doch etwas Spannung. Dann wurde es wirklich besser, aber dieses doofe Ende, ich kann nichts dafür, es gefällt mir definitiv nicht!


    (Bin ja auch jemand, der Happy-Ends mag, was es hier natürlich nicht geben konnte!)

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

    Einmal editiert, zuletzt von Lerchie ()

  • Ich bin auch durch mit dem Buch. Der letzte Abschnitt hat mich ziemlich enttäuscht, muss ich sagen. Ich hatte noch auf einen grandiosen Racheplan von Sean und Stephanie gehofft (auch wenn gerade Ulrike da ja nicht sehr optimistisch war ;) ), oder doch zumindest darauf, dass Emily - wie auch immer - ihre gerechte Strafe erhält. Jetzt ist stattdessen das Buch einfach vorbei, ohne dass wirklich noch etwas passiert ist. Sehr, sehr schade.


    Die Charaktere bleiben unsympathisch, alle lassen sich von Emily manipulieren. Das war mir auf Dauer wirklich zu langweilig. Und warum Sean sie nun liebt und warum Stephanie ihr sofort wieder bedingungslos vertraut, ist mir auch nicht klar geworden. Die Erklärung, Sean sei von Emilys dunkler Seite fasziniert, reicht mir da nicht aus. Und ich habe mich wirklich bemüht, Stephanie nicht als "dumm" anzusehen, aber dieser letzte Abschnitt hat bewiesen, dass sie genau das ist.


    Der Exkurs mit dem Menschen von der Versicherung war auch überflüssig. Richtige Spannung ist bei mir das ganze Buch über nicht aufgekommen - obwohl ich den Schreibstil nach wie vor gut finde. Aber ein Buch stilistisch gut zu formulieren, heißt eben noch nicht, es auch inhaltlich ansprechend zu füllen. Und ein Thriller war es bis zum Schluss für mich nicht.


    Etwas schade fand ich auch, dass gar nicht mehr auf die matschigen Sachen in Stephanies Kofferraum eingegangen wurde, denn das hätten ja auch Beweismittel werden können. Und bei dem Ring dachte ich kurz "ha, Stephanie hat ihn da platziert, um Emily doch noch eins auszuwischen". Aber nein, auch das kann Emily zu ihren Gunsten drehen. Sie hat gewonnen, alle anderen verloren. *gähn*


    Ich wollte das Buch wirklich mögen, muss jetzt aber zugeben, dass eure frühen negativen Einschätzungen richtig waren. Würde ich es noch einmal lesen, würde ich mich wahrscheinlich von Anfang an nur über alles aufregen.

  • Übrigens ist auch kein bisschen mehr auf Stephanies "Chris-Vergangenheit" eingegangen worden. Die hatte zwar mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun, aber irgendwie wirkt sie im Rückblick auch total überflüssig und konstruiert. Schade.



    Wer nicht zufrieden ist, bin ich. Denn ich finde das Ende regelrecht doof. [...] Denn im Grunde hat die Autorin das Ende offen gelassen. Auch etwas, was mir gar nicht gefällt.


    Wie ysa habe ich grundsätzlich nichts gegen offene Enden. Aber bitte nicht so eins, das war einfach langweilig. Mich interessiert überhaupt nicht, wie es nun mit Stephanie, Sean oder Emily weitergehen könnte.



    Wozu war eigentlich der Mord an dem Versicherungsermittler gut? Der war total überflüssig. Das hätten die beiden genauso aufklären können, wie Emily es letztendlich der Polizei gegenüber getan hat.


    Da bin ich genau deiner Meinung! Vielleicht wollte die Autorin damit noch einmal einen kleinen Spannungsbogen aufbauen, aber so kurz vor dem Ende wirkte das einfach überstürzt und war dann ja schlussendlich auch nicht mehr relevant. Es könnte jetzt im Nachgang natürlich noch Sean zu Lasten gelegt werden, wenn man denn seine Haare in dem Auto findet (was ich aber nicht glaube, wenn es so zerstört war).



    Wie ist das eigentlich? Wenn man ein Buch beim besten Willen nicht fertig lesen mag bzw kann - wird man dann zum schwarzen Schaf des Forums? Ausgeschlossen aus allen Buchgeschenken? :titanic: Auch wenn man das begründet? Ich glaube, ohne diese Diskussion, hätte ich auf das Weitelesen dankend verzichtet!


    Die Frage wird in den Leserunden-FAQ beantwortet:
    [quote author=Suse]
    Man kann ein Buch auch mal abbrechen, wenn man nicht damit zurecht kommt, muss aber dann auch damit leben, dass dann in folgenden Leserunden kein Freiexemplar gibt. [/quote]


  • Richtige Spannung ist bei mir das ganze Buch über nicht aufgekommen - obwohl ich den Schreibstil nach wie vor gut finde. Aber ein Buch stilistisch gut zu formulieren, heißt eben noch nicht, es auch inhaltlich ansprechend zu füllen. Und ein Thriller war es bis zum Schluss für mich nicht.


    Genau das war auch der Grund, warum mir eine schlechte Bewertung trotzdem schwer fällt - es ist gut formuliert und die Idee, alle Hauptpersonen nacheinander zu Wort kommen zu lassen finde ich auch interessant! Es hätte eine tolle Geschichte werden können...
    :rollen:

  • Das böse, böse Buch ist zu Ende! Und das ist im Moment das Beste, das ich darüber sagen kann!


    Ich schäme mich vor mir selbst, dass ich in der Person Stephanie die ganze Zeit über viel mehr vermutet habe, als tatsächlich drin ist, etwas mich als Leser Überraschendes, etwas, das mich hinter die Captain Mum Fassade blicken lässt! Leider aber ist nichts dahinter.
    Ein Thriller, habe ich gedacht, müsste mit komplexen, hintergründigen Charakteren aufwarten... Geirrt habe ich mich, und das gründlich!


    Flach sind sie, in ihren jeweiligen Eigenarten durchschaubar, sofern man Augen hat zu sehen - und nicht etwas Tieferes erwartet. Selbst die garstige, hintertriebene, bösartige, mörderische Emily ohne Gewissen ist durchschaubar. Sie ist einfach nur abgrundtief schlecht, so wie Stephanie abgrundtief blöd ist.
    Dachte ich zwischendurch noch, dass Emily einen Hauch von Gewissen besitzt, dass sie doch so perfide gar nicht sein kann, dann hat mich der vierte Leseabschnitt eines Besseren belehrt!
    Und dann kommt sie mit ihrer Scharade, ihrem Ränkeschmieden, ihren Manipulationen auch noch ungeschoren davon - geradezu unglaublich!


    Leider wurde Sean dann auch noch eine Stimme gegeben! Was für ein gewöhnlicher, rückgratloser Kerl! Steht belämmert da, als Emily wieder auftaucht, versucht gar, sie zu umarmen und denkt kurzfristig, dass man ja nun da weitermachen könnte, wo man vor Emilys Verschwinden aufgehört hatte. Will Stephanie, die er sowieso nicht mag, sofort fallen lassen... Bäh!!!
    Genauso belämmert steht er da, als Emily ihm Dinge vorwirft, die er nie getan hat, als sie ihm das in Anwesenheit der noch bekloppteren Stephanie unverfroren ins Gesicht sagt! Ojeoje... Was für eine Witzfigur!


    Und dann Stephanie! Wie ihre "Freundin" Emily ( eigentlich verdienen sich die beiden! ) ist sie vollkommen gestört, allerdings auf eine andere Weise.
    Beim Lesen dachte ich immer wieder, dass das doch einfach nicht wahr sein kann, dass selbst Stephanie mit ihrem vermutlich nicht überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten nicht auf die Geschichten der wahnsinnigen Emily hereinfallen kann!
    Doch schon wieder habe ich mich geirrt, denn Stephanie kann nicht nur ( und es braucht keinerlei besonderer Überzeugungskraft von Seiten der Irren ), sie steigt sogar voll ein! Sie glaubt Emily einfach alles, hat nicht die geringsten Zweifel an dem Wahrheitsgehalt ihrer Worte nebst den Anschuldigungen, die sie gegen den Trottel von Ehemann Sean vorbringt. Und dann veröffentlicht sie das auch noch in ihrem Blog!!! :rollen:


    Das Ende ist dann mehr oder minder offen. Was immer mit den drei Unsympathen geschehen mag - ich will es gar nicht wissen. Es interessiert mich einfach nicht!
    Die Kinder tun mir leid, das wohl. Miles wächst mit dem Prototyp von Captain Mom auf, Nicky mit einer ränkeschmiedenden Kriminellen. Klar - da kommt sicher was ganz Tolles, Kluges, Mitfühlendes heraus am Ende, wie Stephanie in ihrem Blubber-Blog schreibt. ( Kann man der Figur nicht das Bloggen untersagen??? )


    Dachte ich zwischendurch zunehmend, der Roman würde gewinnen, so haben das die letzten hundert Seiten zunichte gemacht. Die Spannung hat sich durch all das unglaubwürdige Zeug in Nichts aufgelöst, - der Roman wurde noch stärker zu dem Ärgernis, das er für mich während des Lesens des ersten Abschnitts schon war! Ich glaube einfach nicht, dass Polizei, Versicherungsgesellschaften, Arbeitgeber, Mitmenschen, womit ich die Blog-Leser meine, SO grenzenlos dumm und gutgläubig sind, wie sie hier in diesem "Thriller" genannten Roman dargestellt werden!

  • @Ulrike: Ich habe selten jemanden so voller Wut auf ein Buch erlebt wie dich in dieser Runde :breitgrins: - und das ist nicht böse gemeint, du begründest deine Empfindungen ja auch. Ich musste mehrfach herzlich lachen, wenn ich deine Beiträge gelesen habe (wie z.B. gerade bei "Sie ist einfach nur abgrundtief schlecht, so wie Stephanie abgrundtief blöd ist"). Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf deine Rezension bzw. sollte ich gleich besser "Verriss" dazu sagen? :zwinker:


    Und ich gebe dir inzwischen wirklich Recht: So dumm wie hier in dem Buch dargestellt können so viele Personen auf einem Haufen in der Realität gar nicht so. Es gibt sicherlich gutgläubige Polizisten oder Captain-Mom-Stephanies. Aber alles zusammen ist doch etwas zu viel des Guten und ziemlich konstruiert. Damit hat die Autorin es sich absichtlich einfach gemacht, denn mit komplexeren Figuren hätte sie sich eine überzeugendere Emily ausdenken müssen.


  • Ihre Dummheit ist grenzenlos und lächerlich, wenn sie über ihre Intuition und Menschenkenntnis plappert. "Mompower in action"... Stephanie lässt sich in diesem Sinne manipulieren und instrumentalisieren und sie merkt es nicht einmal! Sie wird es nie lernen! Keine Hoffnung!


    Ja, angesichts einer solchen Dummheit kann man nur mit offenem Mund staunen!!!



    Wie ist das eigentlich? Wenn man ein Buch beim besten Willen nicht fertig lesen mag bzw kann - wird man dann zum schwarzen Schaf des Forums? Ausgeschlossen aus allen Buchgeschenken? :titanic: Auch wenn man das begründet? Ich glaube, ohne diese Diskussion, hätte ich auf das Weitelesen dankend verzichtet!


    Interessante Frage! Persönliches Risiko, würde ich mal sagen...
    Manchmal verspricht man sich nach dem Lesen des Klappentextes viel von einem Buch, - und dann stellt man fest, dass man sich geirrt hat.
    Für mich selbst entscheide ich dann, das Buch nicht mehr weiterzulesen - wie ich das, so wie du auch, mit dem sogenannten Thriller hier getan hätte.
    Lese ich ein für mich nicht annehmbares Buch in einer Leserunde, quäle ich mich halt bis zum Schluss - und muss aufpassen, dass ich die Mitleser mit meinen negativen Kommentaren nicht vergrätze...

  • Zank


    Es WIRD ein Verriss - darauf kannst du dich verlassen! :breitgrins:


    Nicht, dass mir das Freude macht! Aber dieser Möchtegern-Thriller hat mich einfach nur von Anfang bis Ende geärgert! Aber es beruhigt mich, dass du deinen Spaß hattest ( und das meine ich auch so! ), zumal ich immer in Sorge bin, dass ich mit meinen Kommentaren den anderen das jeweilige Buch womöglich vermiese....


  • Ich bin auch durch mit dem Buch. Der letzte Abschnitt hat mich ziemlich enttäuscht, muss ich sagen. Ich hatte noch auf einen grandiosen Racheplan von Sean und Stephanie gehofft (auch wenn gerade Ulrike da ja nicht sehr optimistisch war ;) ), oder doch zumindest darauf, dass Emily - wie auch immer - ihre gerechte Strafe erhält. Jetzt ist stattdessen das Buch einfach vorbei, ohne dass wirklich noch etwas passiert ist. Sehr, sehr schade.


    Das hatte ich auch gehofft. Wir wissen zwar, dass Verbrechen nicht immer aufgeklärt werden, aber hier hätte ich mir das wirklich gewünscht. Und wenn dieser doofe Sean zu Stephanie gehalten hätte, dann wäre Emily nicht davongekommen. Allerdings hätte er sich evtl. wegen Versicherungsbetrug verantworten müssen. Auf der anderen Seite wäre ihm als Kronzeuge nicht so viel passiert - vermute ich mal.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Genau das war auch der Grund, warum mir eine schlechte Bewertung trotzdem schwer fällt - es ist gut formuliert und die Idee, alle Hauptpersonen nacheinander zu Wort kommen zu lassen finde ich auch interessant! Es hätte eine tolle Geschichte werden können...
    :rollen:


    Hätte! Wurde es aber nicht! Der möglicherweise gute Wille reicht mir jedenfalls nicht aus, das Werk in irgendeiner Weise positiv zu sehen - und schon gar nicht zu bewerten! Chancen verpasst, an mir als Leserin eindeutig vorbeigeschrieben!


  • Übrigens ist auch kein bisschen mehr auf Stephanies "Chris-Vergangenheit" eingegangen worden. Die hatte zwar mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun, aber irgendwie wirkt sie im Rückblick auch total überflüssig und konstruiert. Schade.


    Mit den ständigen Anspielungen auf dunkle Geheimnisse hat Stephanie sich von Anfang an nur interessant machen wollen! Übrigens hat das ja die durchtriebene und mit allen trüben Wassern gewaschene Emily, die wahrhaftig kein Dummkopf ist, sehr schnell erkannt! Und erkannt hat sie auch, dass Stephanie glaubte, sie alleine hätte ein so "schlimmes" Geheimnis, auch wenn sie so tat, als würde sie - verständnisvoll auf diese widerlich-süße Art! - für die Menschen in ihrer Gesamtheit sprechen.
    Chris und was sie mit ihm verband, war einfach nicht wichtig, war nicht DAS sensationell Schlechte, als das Stephanie es darstellte. Und nachdem Emily die Person Stephanie als hohle Wichtigtuerin entlarvte und ihrem ungeheuerlichen Geheimnis somit den Platz gab, der ihm zusteht, verlor die Chris-Geschichte an Bedeutung. Was nur gut so ist, denn sie hat mich immer mehr genervt....

  • Also ich hätte lieber ein Buch über Chris gelesen, als dieses über die psychotische Emily :breitgrins: Und ganz ehrlich: Man hätte da wirklich ein ganzes Buch draus machen können: Wie Stephanie und Chris sich das erste Mal begegnen, die Liebe auf den ersten Blick, das es-darf-nicht-sein (bitte ausführlicher als hier geschehen), die Affäre, die Ehe mit Davis, um von Chris loszukommen, das hin-und-hergerissen-sein, bis hin zu dem Auto"unfall". DAS wäre ein interessantes Buch gewesen! Zwar kein Thriller (aber den hatten wir hier auch nicht), aber eine ungewöhnliche Geschichte mit tragischem Ausgang. Ja, das hätte mir gefallen :daumen:

  • Emily ist mit der Situation wirklich zufrieden und mir scheint, das sie sich damit einfach ihr Leben etwas spannender gestaltet hat. Erreicht hat sie ja eigentlich auch nix wirklich, wenn sie jetzt wahrscheinlich Sean besucht.
    Nachdem sie es ja geschafft hat, das Stephanie vielleicht wegen Mordes ins Gefängnis kommt. kann sie sich doch wieder auf Sean einlassen. Der soll doch nur Dinge bedauern, die er gar nicht getan hat? Ich Glaube fast, Emily glaubt ihren Mist wirklich und denkt ja das er ihre Schwester in den Tod getrieben hat?


    So DOOF wie Stephanie kann man doch gar nicht sein, Oder? Ich konnte fast nicht mehr weiter lesen, weil man gar nicht so Blöd sein kann, wie uns das hier geschildert wurde?


    Mir hat das Ende gar nicht gefallen und ich hatte das Gefühl das ich als Leser auch für Doof gehalten werde, weil ich das alles Glauben soll? Eigentlich wäre meiner Meinung nach mehr Potenzial aus der Geschichte zu holen gewesen, aber die Autorin hat es in ihrem Debüt nicht geschafft. die Story so auszuschlachten und zu schreiben, das es mir wirklich gut gefallen hätte.


    Wer solche Freunde hat, der braucht auf jeden Fall keine Feinde mehr :zwinker: Die Geschichte hätte auch in einer Irrenanstalt spielen können, den geistig Gesunde Menschen haben hier ja nicht mitgespielt?


    Etwas schade fand ich auch, dass gar nicht mehr auf die matschigen Sachen in Stephanies Kofferraum eingegangen wurde, denn das hätten ja auch Beweismittel werden können. Und bei dem Ring dachte ich kurz "ha, Stephanie hat ihn da platziert, um Emily doch noch eins auszuwischen". Aber nein, auch das kann Emily zu ihren Gunsten drehen. Sie hat gewonnen, alle anderen verloren. *gähn*


    Das wäre ja gar nicht machbar gewesen, den Emily hat den Ring doch schon wieder bekommen und hatte ihn am Finger!


    Der Mord an dem Versicherungsermittler fand ich auch unnütz, außer Emily hat sich da schon offen gehalten, damit Sean oder Stephanie fertig zu machen. Sie überlässt ja nicht viel den Zufall und kann wirklich toll Improvisieren.


    Ich war selten so FROH, mit einem Buch fertig geworden zu sein.



    Zank


    Es WIRD ein Verriss - darauf kannst du dich verlassen! :breitgrins:


    Nicht, dass mir das Freude macht! Aber dieser Möchtegern-Thriller hat mich einfach nur von Anfang bis Ende geärgert! Aber es beruhigt mich, dass du deinen Spaß hattest ( und das meine ich auch so! ), zumal ich immer in Sorge bin, dass ich mit meinen Kommentaren den anderen das jeweilige Buch womöglich vermiese....


    Nicht vermiesen, lach Grinz.......................du gibst eine berechtigte Warnung :zwinker:


  • Der soll doch nur Dinge bedauern, die er gar nicht getan hat? Ich Glaube fast, Emily glaubt ihren Mist wirklich und denkt ja das er ihre Schwester in den Tod getrieben hat?


    Er soll doch vor allem bedauern, dass er geglaubt hat, Emily wäre tot, obwohl sie ihm doch gesagt hat, er dürfe das nicht glauben. Und er soll bedauern, dass er sich auf Stephanie eingelassen hat.



    Das wäre ja gar nicht machbar gewesen, den Emily hat den Ring doch schon wieder bekommen und hatte ihn am Finger!


    Ja, das fiel mir dann auch wieder ein, als Emily davon sprach, den Ring verloren zu haben. Und so eine geplante Aktion hätte auch gar nicht zu Stephanie gepasst :breitgrins: