3) Seite 187 bis 304

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    LG, Dani


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  • Jetzt steht es also fest: Emily ist nicht tot, im Gegenteil sogar quietschlebendig. Die beiden, Sean und Emily haben zusammen den Versicherungsbetrug geplant. Allerdings ist die Sache teilweise in die Hose gegangen - für Emily - zunächst. Denn Sean hat sich ja mit Stephanie getröstet, weil er an Emilys Tod glaubte.


    Und Emily war ja in der Hütte zunächst hin- und hergerissen. Auf der einen Seite war es ihr nur zu recht, wenn ihre Schwester sterben würde, auf der anderen Seite wollte sie ihr helfen, von der Sauferei und den Drogen loszukommen. Und doch hat sie sie ins Wasser gehen lassen. Hat sogar noch geholfen, dass Evelyn trank und Tabletten nahm. Also ist sie zumindest mitschuldig, für mich jedoch schuld an Evelyns Tod.


    Was hat sie bloß noch vor? Sie hasst jetzt Sean, weil er sich auf Stephanie eingelassen hat. Und der will sie zurückhaben, und Stephanie abservieren.


    Emily hatte das von Anfang an geplant. Wie kann man nur so was tun? Sie muss sehr gut gespielt haben, dass Stephanie nie etwas merkte.


    Eigentlich war mir von den Protagonisten niemand so recht sympathisch. Na ja, vielleicht die Kinder, aber weder Sean, Emily noch Stephanie. Ich frage mich nur, ob Sean auch irgendwie Dreck am Stecken hat. Denn die beiden anderen haben ja definitiv etwas zu verheimlichen. Ich frage mich, wie man mit dem eigenen Bruder - wenn auch nur Halbbruder - schlafen kann. Erstens ist das Inzest und daher verboten und zweitens sagt ja Stephanie, dass Miles von ihrem Halbbruder ist. Der könnte einen Schaden haben, der bis jetzt noch nicht zum Vorschein gekommen ist. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.


    Ich bin jetzt wirklich sehr gespannt, wie dieser Thriller weitergeht und was noch alles passiert. Deshalb heißt es: Weiterlesen!

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Inzwischen befinde ich mich mitten im dritten Leseabschnitt! Und - ganze vierzig Seiten ohne Stephanies Blog! Das finde ich erholsam! Obwohl inzwischen das böse Mädchen Emily das Erzählen übernommen hat...


    So ging es also tatsächlich darum, die Lebensversicherung zu kassieren! Eigentlich aber auch darum, dass Emily einen neuen Kick bekommt. Sie ist wirklich garstig, ihre Pläne vielleicht nicht direkt teuflisch, aber nahe dran.
    Dennoch - sie hat zwar Stephanie für ihre Zwecke missbraucht, gemeinsam mit Sean, was ich ja schon vermutet hatte, aber Stephanie hat sich geradezu angeboten. Dass der Plan nicht aufgegangen ist, ist ihr Pech, - doch wird sie sich schon zu helfen wissen, um ihre Ziele zu erreichen.
    Da sie vor nichts zurückschreckt, muss man für Stephanie das Schlimmste befürchten....


    Insgesamt halte ich die gerissene und mit allen Wassern gewaschene Emily für ehrlicher dem Leser gegenüber als Stephanie, - wiewohl ich vermute, dass sie noch mit einigem zurückhält ( was ist mit der von vielen im zweiten Leseabschnitt vermuteten Zwillingsschwester? Wer ist die Leiche, wenn es keine Zwillingsschwester gibt? ... )
    Emiliy ist in all ihrer Boshaftigkeit für mich viel greifbarer als Stephanie, die sich und der Welt etwas vorspielt, die vorgibt jemand zu sein, der sie nicht ist. Und genau das hat Emily sehr schnell erkannt! Und sich zunutze gemacht. Und so, wie sie Stephanie einschätzt, entspricht das auch ganz dem, was ich selber von ihr halte.
    Captain Mom! Genauso! Lechzend nach einer Freundschaft. Alles schluckend, was Emily ihr vorgaukelt...
    Aber es kann ja sein, dass Stephanie doch ganz anders ist - und möglicherweise noch böser als Emily?


    Aber wir sind ja noch lange nicht am Ende! Vieles wurde schon beantwortet, zum Beispiel, dass Miles nun doch der Sohn des Halbbruders ist, dass Davis wohl wirklich Selbstmord begangen hat.
    Vieles ist noch verworrener - was etwa hat Sean vor? Warum glaubt er ( oder tut er das nicht? ), dass Emily wirklich tot ist, obwohl sie ihm immer wieder eingeschärft hat, nichts zu glauben, was mit ihrem vermeintlichen Tod zu tun hat? Wer ist er denn wirklich?


    Was die lange vermisste Spannung anbelangt, kann ich mich inzwischen nicht mehr beklagen! Der Roman hat was - auch wenn die Protagonisten allesamt nicht meine Kragenweite sind....

  • Einiges ist klarer jetzt, nachdem ich den dritten Abschnitt vollständig gelesen habe.
    Stephanie scheint tatsächlich das unschuldige Opfer zu sein in diesem Roman, den ich immer noch nicht als Thriller bezeichnen möchte, eher als böses Psychogramm einer Gruppe von wenig sympathischen Charakteren, die allesamt etwas zu verbergen haben, die unter emotionalen Problemen leiden oder stark gestört sind.


    Allerdings traue ich Stephanie noch nicht vollständig. Sie tut Dinge, die Emily fuchsteufelswild machen, wodurch sie sich in Gefahr begibt. Geschieht das aus Naivität? Vielleicht wirklich, obwohl Emily Stephanies Blog-Einträge mit den versteckten Botschaften an sie als gezielte Bösartigkeiten betrachtet - obwohl sie sie ja für nicht allzu helle hält. Und womit sie auch recht hat, wenigstens, was das Geheimnis um Miles' wahren Vater anbelangt!
    Es gibt eben Dinge, die sollte man niemandem, auch nicht der vermeintlich besten Freundin anvertrauen!!!
    Und mit Freundschaften sollte man auch vorsichtig sein!
    Dass Emily böse ist, zeigt mir schon alleine die Tatsache, dass sie das "Geständnis" aufzeichnet. Um es, wenn nötig, gegen die arglos-naive Stephanie zu verwenden oder sie damit zu erpressen! Genau dies geschieht leider.


    Obwohl ich zeitweise fast ein wenig Sympathie für Emily empfand, ist diese ganz weg, nachdem ich erfahre, was in der Hütte am See geschehen ist! Für die Aussicht auf einen Haufen Geld hat Emily doch tatsächlich den Menschen geopfert, der ihr am nächsten ist! Sie hätte ihre Schwester retten, ihr den Selbstmord ausreden können, denn die Macht hatte sie, der dominante Zwilling! Aber stattdessen hat sie ihr signalisiert, dass die Lebensversicherung und damit ein neues Leben mit Sean und Nicky wichtiger war.
    Mord nenne ich das! Und auch Emily ist sich darüber im Klaren, denn sie belügt sich selbst weit weniger als es etwa Stephanie am laufenden Band tut.


    Wenn es nicht doch noch eine überraschende Wendung gibt, muss man sich um Stephanie, die mir inzwischen beinahe leid tut, Sorgen machen! Vor allem, nachdem Sean - was ein tumber, blöder, rückgratloser Kerl! - von Emily eingespannt wurde. In den Wahnsinn soll er Stephanie treiben! Das dürfte, bei deren momentaner Verfassung, nicht allzu schwer sein....


    Die Blogs, die mir von Anfang an ein Ärgernis waren, tauchen nur noch ganz selten auf in diesem vierten Abschnitt - das ist einer der Gründe, aus denen ich jetzt doch weitaus milder über den Roman denke, als zu Beginn. Aber diese Figuren! Mit keiner verspüre ich auch nur das geringste Verlangen einer näheren Bekanntschaft....

  • Oh ja, es gibt wirklich Dinge, die man nicht mal der besten Freundin anvertrauen sollte. Stephanie hätte Emily nie sagen dürfen, dass sie mit ihrem Halbbruder ein Verhältnis hatte! Wie kann man nur so blöd sein!


    Also Sympathie habe ich für Emily nie empfunden. Höchstens ganz am Anfang, als ich noch nicht wusste, was passiert war. Aber dass sie ihre 'über alles geliebte' Zwillingsschwester geopfert hat, das hat mir den Rest gegeben. Und natürlich war das Mord. Schließlich hat sie Evelyn mit Alkohol und Tabletten zugedröhnt. Gut, die hat die Drogen schon selbst genommen, aber Emily hätte sie ihr abnehmen können.


    Ich glaube um Stephanie müssen wir uns wirklich Sorgen machen...

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Ich finde es erst einmal gut, dass wir in diesem Abschnitt auch Emilys Sicht kennenlernen. Leider hat das nichts daran geändert, dass mir alle Figuren unsympathisch sind. Gerade Emily selbst finde ich extrem abstoßend (aber so soll sie auf den Leser wohl auch wirken). Andere Menschen sind ihr ja offensichtlich völlig egal, sogar ihr eigener Mann oder ihre Zwillingsschwester. Und ihre Liebe zu Nicky nehme ich ihr auch nicht so recht ab. Sie scheint eine Soziopathin zu sein, die überhaupt keine Gefühle für andere Menschen empfinden kann. Sie mag Sean nicht, sie mag Stephanie nicht. Mehr noch, sie verachtet beide. Was für ein schreckliches Leben muss es sein, sich mit Menschen abzugeben, die man eigentlich dumm findet? Mir ist nicht klar, warum sie Sean überhaupt geheiratet hat. Weil er so gut im Bett war?


    Bei der Szene, als sie den Ring von Seans Mutter klaut, ist es mir eiskalt den Rücken heruntergelaufen. Und ihn dann damit gewissermaßen zu erpressen - das war echt gruselig. Ich an seiner Stelle hätte mit dieser Frau kein Kind gezeugt!


    Und wieso redet sich Emily ein, dass sie durch 2 Millionen Dollar der "Langeweile" entkommen kann? Auch wenn man an einem schönen Ort in Europa herumhängt, kann einem langweilig werden. Ich vermute sogar, das geht unter solchen Umständen noch schneller, als mit Job und ein paar Sorgen.


    Dass sie sich Stephanie absichtlich als "Freundin" ausgesucht hat, hatten wir ja schon vermutet. Ich bin aber ehrlich überrascht, dass Stephanie ihr von Chris erzählt hat und dass Miles sein Sohn ist (haben wir ja auch schon vermutet). Das zeigt mir, dass Stephanie wirklich daran geglaubt haben muss, dass es eine ganz enge, ganz besonderes Freundschaft war.


    Die Tote war tatsächlich Emilys Zwillingsschwester. Und auch wenn Emily sich selbst einredet, dass es nicht so war: Doch, sie hat Evelyn umgebracht!! Wie kann man so herzlos sein? Übrigens ein Detail, das mich sehr gestört hat: Sowohl die Mutter als auch Stephanie sagen, dass die Zwillinge dieselbe DNA und identische Fingerabdrücke haben. Das stimmt einfach nicht. Auch eineiige Zwillinge haben verschiedene Fingerabdrücke! Das wird in Büchern immer mal wieder falsch gemacht. Hier ist es zum Glück irrelevant für die Geschichte, da die Fingerabdrücke ja gar nicht überprüft wurden (geht bei einer Wasserleiche wahrscheinlich auch gar nicht mehr). Aber schlecht recherchiert ist es schon.


    Ich hoffe fast, dass sich Sean und Stephanie im nächsten Abschnitt zusammen tun, um Emilys kriminelles Treiben zu stoppen. Sie hält beide ja für dumm (was sie nicht müde wird zu erwähnen), aber ich glaube, gemeinsam könnten sie einen guten Plan aushecken. Die beiden sitzen definitiv am längeren Hebel. Da beide nichts von Evelyn wussten, können sie vielleicht Emily als Alleinschuldige am Versicherungsbetrug hinstellen. Oder das Geld kassieren, weil Emily ja nicht einfach wieder auftauchen kann - man könnte sie sogar einfach umbringen und niemand würde je nach ihr suchen. Aber so kaltblütig sind die beiden nicht. Ich lasse mich mal überraschen.


  • Ich frage mich, wie man mit dem eigenen Bruder - wenn auch nur Halbbruder - schlafen kann. Erstens ist das Inzest und daher verboten und zweitens sagt ja Stephanie, dass Miles von ihrem Halbbruder ist. Der könnte einen Schaden haben, der bis jetzt noch nicht zum Vorschein gekommen ist. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.


    Also das frage ich mich nicht. Wie schon in einem vorherigen Abschnitt gesagt: Es kann passieren, dass sich Geschwister ineinander verlieben und das kann, möchte und werde ich nicht pauschal verurteilen. Hier in der Geschichte ging es etwas zu schnell, aber gerade wenn sie sich erst im Erwachsenenalter kennenlernen, passiert so etwas immer mal wieder. Auch wenn es verboten ist. Aber inzwischen hat ja sogar der Ethikrat an dem Verbot erhebliche Zweifel geäußert (mehr dazu z.B. hier oder direkt in der offiziellen Stellungnahme). Aber zumindest in Bezug auf Chris hätte Stephanie durchaus besser auf die Verhütung achten müssen - und das nicht nur, weil er ihr Halbbruder ist, sondern auch weil sie verheiratet war!



    Mord nenne ich das! Und auch Emily ist sich darüber im Klaren, denn sie belügt sich selbst weit weniger als es etwa Stephanie am laufenden Band tut.


    Ich finde, gerade in dem Punkt belügt sie sich extrem. Das ganze Kapitel war eine einzige Rechtfertigung, wieso sie denn doch nicht Schuld an dem Tod ist - obwohl sie genau weiß, dass sie es sehr wohl ist. In dem Punkt ist sie nicht ganz so eiskalt, denn sonst könnte sie es einfacher vor sich selbst zugeben.



    Was hat sie bloß noch vor? Sie hasst jetzt Sean, weil er sich auf Stephanie eingelassen hat. Und der will sie zurückhaben, und Stephanie abservieren.



    Wenn es nicht doch noch eine überraschende Wendung gibt, muss man sich um Stephanie, die mir inzwischen beinahe leid tut, Sorgen machen! Vor allem, nachdem Sean - was ein tumber, blöder, rückgratloser Kerl! - von Emily eingespannt wurde. In den Wahnsinn soll er Stephanie treiben! Das dürfte, bei deren momentaner Verfassung, nicht allzu schwer sein....


    Ich glaube nicht, dass wir uns um Stephanie Sorgen machen müssen. Zumindest nicht in Bezug auf Sean. Er scheint Emily nicht (mehr) wirklich zu lieben, dafür ist zu viel passiert. Er hat wohl vor allem Angst vor ihr - und das zu Recht. Ich glaube aber, dass er sich dagegen auflehnen wird und sich nicht von ihr einspannen lässt. Irgendwann ist jedermanns Geduld am Ende und bei ihm wird es bald so sein. Die Frage ist nur, wieso er sich auf Stephanie eingelassen hat? Als Zeitvertreib? Ich habe fast das Gefühl, sie bedeutet ihm wirklich etwas.

  • In diesem Abschnitt kommt Emily zu Wort - ihr Standpunkt ist zwar - für mich - nicht immer logisch, aber wenigstens (wahrscheinlich) einigermaßen ehrlich. Ehrlich wahrscheinlich schon, aber keinesfalls sympathisch. Ganz im Gegenteil! Sie ist gewissenlos und skrupellos, eine grausame Person! Auf alle Fälle ein Fall für den Psychiater!


    Es war also alles was die Beziehung zu Stephanie angeht eine große Lüge, alles inszeniert - Stephanie war in diesem "Spiel" nur der Fisch, ein Opfer. Und sie hat sich durch ihre Naivität bzw ihren unbedingten Wunsch, eine Freundin zu haben, als Opfer fast angeboten. Ein klein wenig tut sie mir ja leid, aber das vergeht gleich wieder, wenn ich sehe, dass sie gar nichts gelernt hat! Was soll dieser Blog mit dem Brief an Emily? Was erwartet sie sich davon? Dass Emily ihr kampflos alles überlässt?
    Als Stephanie von Evelyn und Emily erfährt, müsste ihr eigentlich klar sein, dass Emily eine ziemlich gefährliche Person ist, die vor nichts zurückschreckt!
    Miles ist der Sohn von Chris? Diesbezüglich ist das Verhalten Stephanies für mich endgültig unverständlich. Wenn sie schon mit ihrem Halbbruder ins Bett hüpfen muss, dann sollte sie doch wenigstens auf Verhütung achten. So ganz risikolos ist das ja bekanntermaßen nicht!


    Und Sean? Nach wie vor ziemlich farblos! Emily kann ihn nach Belieben manipulieren.
    Schrecklich so ein Mann! (Egal welche Qualitäten er sonst hat! :zunge:)
    Nur... wie kann Emily glauben, dass eine Aussage wie "Egal, was passiert, glaube nicht, dass ich tot bin" ausreicht um eine DNA Analyse anzweifeln zu lassen? Um an das Weiterleben eines Menschen, der verschwunden ist, zu glauben? Unlogisch!


    Es gab einige wirklich grausame Szenen in diesem Abschnitt. Die Geschichte um den Ring zum Beispiel oder das Beobachten des Hauses. Ebenso schlimm fand ich, dass Emily Kontakt zu Nick aufnimmt! Welche Auswirkungen hat so etwas denn auf ein Kind. Fördelich und gesund kann das wohl nicht sein!!!
    Besonders schlimm war natürlich alles was mit dem Treffen der beiden Schwestern zu tun hat. Emily hat ihre Schwester, also neben Nicky die einzige Person, die ihr jemals wichtig war, geopfert - für Geld. Grausam!


    Die Geschichte ist spannend und grausam und ich bin froh, wenn ich sie bald fertig gelesen habe. Alle Protagonisten sind grundsätzlich unsympathisch!


    :winken:


  • Ich hoffe fast, dass sich Sean und Stephanie im nächsten Abschnitt zusammen tun, um Emilys kriminelles Treiben zu stoppen. Sie hält beide ja für dumm (was sie nicht müde wird zu erwähnen), aber ich glaube, gemeinsam könnten sie einen guten Plan aushecken. Die beiden sitzen definitiv am längeren Hebel. Da beide nichts von Evelyn wussten, können sie vielleicht Emily als Alleinschuldige am Versicherungsbetrug hinstellen. Oder das Geld kassieren, weil Emily ja nicht einfach wieder auftauchen kann - man könnte sie sogar einfach umbringen und niemand würde je nach ihr suchen. Aber so kaltblütig sind die beiden nicht. Ich lasse mich mal überraschen.


    Darauf hoffe ich auch - dass Stephanie den Spieß umdreht und Emily in Schranken weist. Das würde allerdings Mord bedeuten. Sean wird sich nie gegen Emily wehren, dazu ist er viel zu lasch! Aber das wäre eine Entwicklung, die mir "gefallen" könnte!
    Sean und Stephanie sitzen zwar am längeren Heben - aber das ist ihnen nicht klar!



    Die Blogs, die mir von Anfang an ein Ärgernis waren, tauchen nur noch ganz selten auf in diesem vierten Abschnitt - das ist einer der Gründe, aus denen ich jetzt doch weitaus milder über den Roman denke, als zu Beginn. Aber diese Figuren! Mit keiner verspüre ich auch nur das geringste Verlangen einer näheren Bekanntschaft....


    Da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen! Die Blogeinträge waren nervend! Und ich frage mich noch immer, ob es sowas wirklich gibt und wer das liest! Captain Mom...
    So ein Blödsinn!!!


    :winken:

  • Darauf hoffe ich auch - dass Stephanie den Spieß umdreht und Emily in Schranken weist. Das würde allerdings Mord bedeuten. Sean wird sich nie gegen Emily wehren, dazu ist er viel zu lasch! Aber das wäre eine Entwicklung, die mir "gefallen" könnte!
    Sean und Stephanie sitzen zwar am längeren Heben - aber das ist ihnen nicht klar!


    Bei den beiden habe ich erhebliche Zweifel! Eigentlich hat Emily ihnen in die Hände gespielt, ja! Aber wie ysa glaube auch ich nicht, dass ihnen das klar ist. Ob sie kaltblütig sind oder nicht, mag ich an dieser Stelle noch nicht entscheiden. Aber ich halte keinen von beiden für wirklich helle. Und als Team sehe ich sie schon gar nicht. Was immer sie da miteinander praktizieren, heile Familie oder so, erscheint mir reichlich unverbindlich. Keiner weiß wirklich etwas vom anderen. Wie wollen die denn unter solchen Voraussetzungen zusammenarbeiten!?



    Da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen! Die Blogeinträge waren nervend! Und ich frage mich noch immer, ob es sowas wirklich gibt und wer das liest! Captain Mom...
    So ein Blödsinn!!!


    :winken:


    Vom Bloggen, womit ich mich weder auskenne noch auskennen möchte ( schon gar nicht nach Stephanies Ergüssen! ), mal abgesehen - Captain-Mom-Typen gibt es leider zuhauf! Und die nerven ohne Ende! In dieser Hinsicht ist Stephanie direkt aus dem Leben gegriffen....


  • Oh ja, es gibt wirklich Dinge, die man nicht mal der besten Freundin anvertrauen sollte. Stephanie hätte Emily nie sagen dürfen, dass sie mit ihrem Halbbruder ein Verhältnis hatte! Wie kann man nur so blöd sein!


    Jetzt, nach dem dritten Abschnitt sage ich, sie IST blöd! Und lechzt nach Aufmerksamkeit! Und nimmt sich und ihre "dunklen Geheimnisse" viel zu wichtig! Das sieht die bitterböse Emily, ein Mensch ohne Moral, schon ganz richtig!


  • Ich glaube nicht, dass wir uns um Stephanie Sorgen machen müssen. Zumindest nicht in Bezug auf Sean. Er scheint Emily nicht (mehr) wirklich zu lieben, dafür ist zu viel passiert. Er hat wohl vor allem Angst vor ihr - und das zu Recht. Ich glaube aber, dass er sich dagegen auflehnen wird und sich nicht von ihr einspannen lässt. Irgendwann ist jedermanns Geduld am Ende und bei ihm wird es bald so sein. Die Frage ist nur, wieso er sich auf Stephanie eingelassen hat? Als Zeitvertreib? Ich habe fast das Gefühl, sie bedeutet ihm wirklich etwas.


    Vielleicht bedeutet ihm das bequeme Leben etwas, das Bekocht- und Bemuttertwerden. Das hat er mit Emily vermutlich nicht gehabt. Aber ansonsten? Ich halte ihn nach wie vor für einen Schwächling, der sich gegen nichts und niemanden letztendlich auflehnen wird! Dazu hätte er schließlich die Gelegenheit gehabt, als Emily den Ring seiner Mutter gestohlen hat oder als sie die Idee mit dem Versicherungsbetrug ausheckte. Was hat er gegen diese beiden unrechten Dinge unternommen? Nichts! Da wird, fürchte ich, auch nichts mehr passieren. Und vor Emily hat er, wie du schreibst, Angst. Schon immer gehabt. Aber für eine Trennung fehlte ihm der Mut.
    Aber wer weiß denn, was ihn tatsächlich mit Emily verband!? Die Liebe zur Wahrheit jedenfalls nicht...


  • Die Geschichte ist spannend und grausam und ich bin froh, wenn ich sie bald fertig gelesen habe. Alle Protagonisten sind grundsätzlich unsympathisch!


    Definitiv SO!
    Nachdem ich mit diesem Werk fertig bin, werde ich einen freundlichen Roman mit lauter netten, liebenswürdigen Gestalten lesen... :katze:

  • Ebenso schlimm fand ich, dass Emily Kontakt zu Nick aufnimmt! Welche Auswirkungen hat so etwas denn auf ein Kind. Fördelich und gesund kann das wohl nicht sein!!!


    Nicky hat es doch sehr gut aufgenommen. Für ihn war es offenbar sogar recht heilsam, weil er danach wieder mehr er selbst wurde und nicht mehr so verbittert und voller Trauer war.



    Und als Team sehe ich sie schon gar nicht. Was immer sie da miteinander praktizieren, heile Familie oder so, erscheint mir reichlich unverbindlich. Keiner weiß wirklich etwas vom anderen. Wie wollen die denn unter solchen Voraussetzungen zusammenarbeiten!?


    Es geht aber ja nicht mehr um ein mögliches Zusammenleben als Patchwork-Familie oder so. Durch Emily hätten sie jetzt ein gemeinsames Feindbild; eine Bedrohung, gegen die sich beide wehren sollten, wenn sie sich nicht für den Rest ihrer Leben Emilys Erpressungen unterordnen wollen. So etwas kann durchaus zusammenschweißen und mein Gefühl ist, dass genau das passieren wird.



    Captain-Mom-Typen gibt es leider zuhauf! Und die nerven ohne Ende! In dieser Hinsicht ist Stephanie direkt aus dem Leben gegriffen....


    Ich empfehle "Die Mütter-Mafia" zur weiteren Lektüre :zwinker:


  • ( ... ) Durch Emily hätten sie jetzt ein gemeinsames Feindbild ( ... ) So etwas kann durchaus zusammenschweißen und mein Gefühl ist, dass genau das passieren wird.


    Klar hätten sie dieses Feindbild! Aber wir haben es in diesem Werk ja nicht mit normal denkenden und handelnden Personen zu tun. Jeder einzelne Charakter ist auf die eine oder andere Weise wahnsinnig, um nicht den für mich passenderen Ausdruck "völlig bekloppt" zu verwenden!
    Aber schaun wir mal, wie die Autorin die Geschichte auflösen wird...


  • Ich finde es erst einmal gut, dass wir in diesem Abschnitt auch Emilys Sicht kennenlernen. Leider hat das nichts daran geändert, dass mir alle Figuren unsympathisch sind. Gerade Emily selbst finde ich extrem abstoßend (aber so soll sie auf den Leser wohl auch wirken).


    Bei der Szene, als sie den Ring von Seans Mutter klaut, ist es mir eiskalt den Rücken heruntergelaufen. Und ihn dann damit gewissermaßen zu erpressen - das war echt gruselig. Ich an seiner Stelle hätte mit dieser Frau kein Kind gezeugt!


    Die Tote war tatsächlich Emilys Zwillingsschwester. Und auch wenn Emily sich selbst einredet, dass es nicht so war: Doch, sie hat Evelyn umgebracht!! Wie kann man so herzlos sein? Übrigens ein Detail, das mich sehr gestört hat: Sowohl die Mutter als auch Stephanie sagen, dass die Zwillinge dieselbe DNA und identische Fingerabdrücke haben. Das stimmt einfach nicht. Auch eineiige Zwillinge haben verschiedene Fingerabdrücke! Das wird in Büchern immer mal wieder falsch gemacht. Hier ist es zum Glück irrelevant für die Geschichte, da die Fingerabdrücke ja gar nicht überprüft wurden (geht bei einer Wasserleiche wahrscheinlich auch gar nicht mehr). Aber schlecht recherchiert ist es schon.


    Emily wirkte auf mich auch sehr abstoßend. Ihre ganze Art. Es hat mich geschüttelt. Und Sean war so dumm, das mit dem Ring auf sich beruhen zu lassen. Das verstand ich gar nicht. Ist er ihr so hörig?


    Ich glaube, das mit der gleichen DNA stimmt. Dass die Fingerabdrücke auch bei eineiigen Zwillingen verschieden sind, glaube ich durchaus. Allerdings habe ich darüber bisher noch nie was gehört oder gelesen.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Über die minimalen DNA-Unterschiede bei eineiigen Zwillingen (die so minimal sind, dass man schon danach suchen muss, um sie zu finden) haben wir ja in einem vorherigen Abschnitt schon gesprochen. Dass die Fingerabdrücke nicht identisch sind, lässt sich überall nachlesen, z.B. hier. Und gerade von einer Thrillerautorin erwarte ich, dass sie so etwas googlet, bevor sie behauptet, die Abdrücke wären gleich.


  • Über die minimalen DNA-Unterschiede bei eineiigen Zwillingen (die so minimal sind, dass man schon danach suchen muss, um sie zu finden) haben wir ja in einem vorherigen Abschnitt schon gesprochen. Dass die Fingerabdrücke nicht identisch sind, lässt sich überall nachlesen, z.B. hier. Und gerade von einer Thrillerautorin erwarte ich, dass sie so etwas googlet, bevor sie behauptet, die Abdrücke wären gleich.


    Recht so! Und darüberhinaus erwarte ich noch so einiges mehr.... :schulterzuck:


  • Über die minimalen DNA-Unterschiede bei eineiigen Zwillingen (die so minimal sind, dass man schon danach suchen muss, um sie zu finden) haben wir ja in einem vorherigen Abschnitt schon gesprochen. Dass die Fingerabdrücke nicht identisch sind, lässt sich überall nachlesen, z.B. hier. Und gerade von einer Thrillerautorin erwarte ich, dass sie so etwas googlet, bevor sie behauptet, die Abdrücke wären gleich.


    Danke für diese Info! Lesen bildet... auch wenn ich das Buch nicht schätzen kann!
     :winken:

  • Liebe Zank, ich habe den von Dir erwähnten Artikel gelesen und stimme Dir voll und ganz zu: Das hätte die Autorin wissen müssen. Gerade der Fingerabdruckvergleich ist doch bei Verbrechen so wichtig, dass man sowas wissen muss. Ergo: schlecht recherchiert!

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    nur wer aufgibt, hat schon verloren