Frank Goosen - Sommerfest

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    Stefan war seit Jahren nicht mehr zuhause in Bochum, er lebt in München, spielt dort am Theater. Doch sein Vertrag läuft aus, mit der Freundin läuft‘s auch nicht mehr so toll und so wird der Besuch in der alten Heimat, um nach dem Tod des Onkels das Elternhaus zu verkaufen zu einer Zäsur in seinem Leben. Es ist das Wochenende der A40-Sperrung anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 und des Sommerfests seiner alten Spielvereinigung. Er trifft Freunde und Bekannte aus der Schulzeit wieder, die trotz aller Veränderungen im Großen und Ganzen so sind wie früher und entschließt sich letztlich endlich einmal bewusst für eine bestimmte Zukunft statt sich wie bisher eher treiben zu lassen.


    Das nicht so viel passiert, bei Frank Goosen, habe ich fast schon erwartete, es geht halt um nicht mehr jugendliche Männer und ihre Rückschau auf das, was von den Jugendidealen in ihrem realen Leben übrig geblieben ist – das Ganze mit viel Ruhrgebiet garniert.
    Gerade das störte mich diesmal allerdings. Stefan schaut quasi von außen auf die Ruhrgebietsmentalität und vor allem auch auf die Sprache. Das Betonen und vor allem das nachfolgende Erklären regionaler Ausdrücke nervte mich schon nach kurzer Zeit: „Spaß mit kurzem a“, „ein Kopfsprung, Köpper, wie er genannt wurde“. Ich empfand das als zu gewollt und um jeden Preis „Ruhrgebiet“ bei gleichzeitiger Anpassung für Leser außerhalb der Region. Wenn Goosen tatsächlich der Meinung ist, sämtliche Begriffe und spezielle Ausdrucksformen für Ortsfremde erklären zu müssen, hätte ich eine Lösung per Fußnoten als eleganter und lesbarer empfunden.


    So gefällt mir das „Sommerfest“ etwas weniger als die bisher von mir gelesenen Bücher des Autors, aber hier liegen noch ein paar herum, die werde ich sicherlich demnächst noch lesen.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus: