Jasper Fforde - Es ist was faul/Something rotten

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 81 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.


  • Onkel Mycroft vermisse ich ja immer noch ein wenig, aber es gefällt mir sehr, dass seine Erfindungen immer wieder erwähnt werden. Das "Endlospapier" und sein trauriges Ende in der Mülltonne totlach


    Über das Endlospapier habe ich mir auch köstlich amüsiert :breitgrins:



    Auch herrlich: Hamlet mit seinem Schädel, den er partout nicht in einer Tüte verstauen möchte :breitgrins: Aber ich fürchte wirklich, dass der sich irgendwann versehentlich als Däne outen wird und dann ein ziemliches Problem hat.


    Das befürchte ich allerdings auch.



    Dass ausgerechnet Hicks, der sie zunächst noch wegen diverser Vergehen und Nicht-Golfens in den Senkel gestellt hat, Thursday den Hintern rettet, hat mich sehr überrascht. Führt der dabei irgendwas im Schilde oder hat er doch eine freundliche Seite?


    Ich glaube, er meint es wirklich so, wie er es sagt.

    Liebe Grüße

    Karin


  • Aber ihr Papa rettet sie ja - diese Begegnungen finde ich immer schön.


    Ich freue mich auch immer auf Papas Erscheinen. Überrascht hat mich allerdings, dass er wieder Mitglied der Chronogarde ist. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich gut finden soll oder ob hier irgendwer ein falsches Spiel mit ihm spielt.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich schleiche langsam hinter euch her. :breitgrins:
    Kapitel 3


    Dass Granny Next so stark gealtert ist, hat mich auch erschreckt. Gut, dass sie einfach die 10 langweiligsten Bücher nicht finden kann. Weiter so!


    Nun verstehe ich auch, warum Hamlet sich nicht als Däne outen soll. Kaine hat es mit was auch immer geschaft die Menschen so unter seinen Bann zu bekommen, dass sie ihren gesunden Menschenverstand verloren haben. Bestes Beispiel sind dabei Thursday und ihr Bruder. Jetzt sind halt die Dänen Feind Nummer 1.
    Die Diskussionsrunde hat mich teilweise doch recht an reale Politikrunden erinnert. Zumindest wird hier klar gefordert den Fragen auszuweichen, abzulenken und dafür lieber über Dinge zu sprechen, die gar nichts mit den eigentlichen Fragen zu tun haben. Es dann auch noch wie eine Duell-Show aufzuziehen - Donnerwetter!



    Onkel Mycroft vermisse ich ja immer noch ein wenig, aber es gefällt mir sehr, dass seine Erfindungen immer wieder erwähnt werden. Das "Endlospapier" und sein trauriges Ende in der Mülltonne totlach


    Gut, dass wir trotzdem über einiges informiert werden. Seine Söhne sind ja etwas "entartet". Armer Mycroft. :rollen:


  • Die Diskussionsrunde hat mich teilweise doch recht an reale Politikrunden erinnert. Zumindest wird hier klar gefordert den Fragen auszuweichen, abzulenken und dafür lieber über Dinge zu sprechen, die gar nichts mit den eigentlichen Fragen zu tun haben. Es dann auch noch wie eine Duell-Show aufzuziehen - Donnerwetter!


    Ich fand diese Diskussionsrunde genial, weil sie einige Rhetorikfinten aufgezeigt hat. Seit dem letzten, gefühlt ewig dauernden Wahlkampf in Österreich sind mir einige Techniken sehr bewusst aufgefallen, seither achte ich darauf vermehrt.


    Band 4 gefällt mir bis jetzt um einiges besser als der dritte Band. Ffordes Ideenreichtum hat nicht nachgelassen, aber der Roman wirkt um weniger hektisch als sein Vorgänger. Die Umsetzung von Band drei war zwar genial - ich hatte das Gefühl einen Schriftsteller beim Brainstorming zu beobachten, der verschiedene Handlungsstränge ausprobiert und je nachdem weiter ausbaut oder wieder fallen lässt - trotzdem war es ein Stück weit anstrengend zu beobachten, wie Thursday von einer unmöglichen, potentiell lebensgefährlichen Situation in die andere stolperte.

    Einmal editiert, zuletzt von dodo ()


  • Ich fand diese Diskussionsrunde genial, weil sie einige Rhetorikfinten aufgezeigt hat. Seit dem letzten, gefühlt ewig dauernden Wahlkampf in Österreich sind mir einige Techniken sehr bewusst aufgefallen, seither achte ich darauf vermehrt.


    Mir hat das auch sehr gut gefallen. Vor allem unter dem hochoffiziellen Titel "Evade the Question" :breitgrins:


    Ich kann mich noch erinnern, dass mir dieser Band im ersten Durchgang weniger gut gefallen hatte als der 3. Bisher geht es mir nicht so. Ich bin gespannt, wie ich es am Ende empfinde!

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)


  • Ich kann mich noch erinnern, dass mir dieser Band im ersten Durchgang weniger gut gefallen hatte als der 3. Bisher geht es mir nicht so. Ich bin gespannt, wie ich es am Ende empfinde!


    Mir hat der dritte Band zwar gefallen, aber mir ist beim Lesen fast die Luft weg geblieben. Ich konnte deswegen auch nicht weiter kommentieren, da so dermaßen viel passiert ist, dass ich nicht wusste, worauf ich mich alles beziehen soll. In dem Band kommt auch keine Langeweile auch, aber er gleicht nicht einer Achterbahnfahrt in der Geisterbahn mit dem Autodrom.

  • Kapitel 7 einschließlich


    Jetzt hat Thursday also ihren alten Job wieder. Genial, wie ihr Ex-Chef für sie lügt, dass sich die Balken biegen. Und das allerbeste: Bowden ist wieder am Start :herz:! Er ist ja immer noch mein heimlicher Favorit für Thursday.


    Wenn sie die Nichtung Landens rückgängig machen kann, dann vermutlich eh erst im letzten Band - jedenfalls bestimmt nicht per Antrag.


    Mir ist nicht so ganz klar, worauf die Handlung hinauslaufen soll. Ist die Jagd auf Kaine die Hauptsache, Kaine ihr Gegenspieler, der Antagonist?



    Ich fand diese Diskussionsrunde genial, weil sie einige Rhetorikfinten aufgezeigt hat. Seit dem letzten, gefühlt ewig dauernden Wahlkampf in Österreich sind mir einige Techniken sehr bewusst aufgefallen, seither achte ich darauf vermehrt.


    So ging's mir auch. Hier werden politische Methoden glasklar analysiert und realistisch (übertrieben) dargestellt. Genauso wie der Aufbau eines neuen Feindbildes - da greifen ganz übliche Mechanismen.

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Bis Kapitel 6


    Das Wiedersehen mit Mr. Cheese war ja famos. Und erst die angebliche Umwandlung von Goliath in eine Religionsgemeinschaft. totlach
    Über die stets gestellte Frage nach ihrem Verbleib die letzten Jahre musste ich auch lachen. Warum denkt nur jeder gleich an einen Gefängnisaufenthalt.
    Dass Landons Nichtung allerdings nur mittels eines Antrags aufgehoben werden wird, wage ich stark zu bezweifeln.


    Auf Hamlets ersten Theaterbesuch, wenn er sich auf einer Bühne gespielt sieht, freue ich mich schon. Besonders wenn er sich dann mit dem armen Schauspieler über seine Rolle auseinandersetzen wird. :breitgrins:


    Dass Hicks sich Thursday gegenüber so ins Zeug legen würde und sogar zu einer Lüge greift, hätte ich nie erwartet. Wir haben in Bände lang falsch eingeschätzt.
    Toll finde ich, dass sie ohne weitere Probleme zurück an ihren alten Arbeitsplatz kann.



    Mir ist nicht so ganz klar, worauf die Handlung hinauslaufen soll. Ist die Jagd auf Kaine die Hauptsache, Kaine ihr Gegenspieler, der Antagonist?


    Die Jagd auf Kaine wird sicher ein Hauptthema sein. Er ist eine echte Bedrohung für die reale Welt. Und ich hoffe doch auf ein Wiederauferstehen dieses Heiligen mit dem unaussprechlichen Namen - Zyklxls oder so.

  • Bis Kapitel 5



    Erstaunt hat mich auch das Gerät, das anzeigt, wenn die eigentliche Romanhandlung beginnt. Das kam doch jetzt zum ersten Mal vor, oder?


    Ist das das Gerät, das Alarm schlägt, wenn die Romanhandlung dem "aktuellen Geschehen" zu nahe kommt, so dass man aufpassen oder sich zurückziehen kann, um die Handlung nichtzu stören?
    Klingt jedenfalls nach einem Gerät, das jeder Buchreisende dabei haben sollte.


    Die Bekämpfung des Minotaurs war zwar schon lustig, aber mit ging es wie louzilla, ich war froh, dass nicht noch mehr Western-Szenen kamen, das ist auch nicht unbedingt meins.
    Und dass Thursday nach so langer Zeit zurück in die richtige Welt möchte, ist nachvollziehbar. Auch wenn die echte Welt doch Überlängen hat und viel zu detailreich ist! "If the real world were a book, it would never find a publisher."


    Aber bei Mama Next geht es ja auch sehr turbulent zu, klar, so voll wie das Haus ist. Und sie selbst langweilt sich ja auch nicht. :breitgrins:
    Hamlet finde ich klasse. "I have a mother, she shares my uncle's bed!" "They should by another." :breitgrins: Und wie begeistert er von seinem Erfolg ist! Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis seine Tarnung auffliegt und er erkannt wird. Bei der anti-dänischen Stimmung im Land muss da noch etwas passieren.
    Der Besuch im Café war jedenfalls schon klasse. (Außerdem mochte ich die endlos lange Auswahl an Kaffeemöglichkeiten... decaf, recaf, nocaf, somecaf,... :breitgrins:)




    Und nochmal schrillten bei mir die Alarmglocken: Thursdays Frisur. Im ersten Band begegnet sie sich doch selbst an der Tanke, wo sie die Waffe für die Zukunft versteckt, und ist entsetzt über ihre Frisur. Hab schon die ganze Zeit drauf gewartet, dass da die Auflösung kommt.


    Daran konnte ich mich natürlich überhaupt nicht mehr erinnern. D.h., sie müsste in diesem Band den entsprechenden Ausflug machen, um die Waffe zu verstecken?




    Über die Zeitströme, als Thursday ihren Vater zum zweiten Mal vor ihrem ersten Gespräch in drei Stunden trifft, denke ich lieber nicht genauer nach :spinnen:


    Das ist ja auch ein wiederkehrendes Problem. Aber wie hieß es diesmal: Time travel is like that. Full of unexplainable paradoxes. Ich schließe mich der Aussage an und versuche gar nicht mehr zu verstehen, wie der Vater wann wohin reist und zu welcher Zeit er auftaucht. Zu verwirrend. Der Vater wirft Thursday ja auch vor, sie sei immer so linear. :breitgrins:


    Ich bin mir sicher, dass ich noch einiges vergessen habe. Aber es passiert ja immer so viel - eigentlich müsste ich alle paar Seiten kommentieren, aber gleichzeitig muss ich doch auch weiterlesen, weil es so lustig ist. Es ist schwierig! :zwinker:

  • Kapitel 9 einschließlich


    Ha! Ich weiß, worauf es hinausläuft! Offensichtlich wurden Nichtungen tatsächlich rückgängig gemacht, wie das Auftauchen von Julie Aseizer mit Ralph beweist. Und da laut Thursdays Papa Goliath verunsichert werden muss, um Kaine zu stoppen, wird Folgendes ablaufen: Thursday beantragt die Rückgängigmachung von Landen und Goliath wird im Gegenzug von ihr verlangen, dafür zu sorgen, dass Kaine an die Macht kommt. Sie wird sich also zwischen Landon und der Weltrettung entscheiden müssen, wird logischerweise Letzteres wählen und schon ist die Rückkehr von Landen um einen weiteren Band verschoben :teufel:.


    In diesem Zusammenhang: Was zum Styx ist der SuperHoop und was hat dieser mit Goliath zu tun?

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Kapitel 9


    Hey louzilla, damit könntest du recht haben. Obwohl ich für Thursday hoffe, dass es nicht so ist.


    Immerhin ist doch jetzt bewiesen, dass Nichtungen doch zurückgenommen werden. Ist denn Colonel Next Nichtung nicht auch zurückgenommen worden. Er arbeitet doch wieder für SpecOps. Zumindest habe ich das so verstanden.
    Wie es wohl dazu kam, dass die Mitglieder der Selbsthilfegruppe glauben sie seien Opfer falscher Erinnerungen? Funktioniert das vielleicht genau so wie die Begeisterung für Kaine, wenn man in dessen Nähe kommt?


    Einen schrecklichen Moment lang dachte ich Hamlet würde den Journalisten wirklich ein Interview geben. :schwitz:



    In diesem Zusammenhang: Was zum Styx ist der SuperHoop und was hat dieser mit Goliath zu tun?


    Der SuperHoop ist das Endspiel in der Criquet Liga.



    Da es mir dieses WE ergeht wie Mama Next kümmere ich mich besser um meinen "Friday", die mir hoffentlich etwas Zeit zum Lesen lässt. :zwinker:


  • Über die stets gestellte Frage nach ihrem Verbleib die letzten Jahre musste ich auch lachen. Warum denkt nur jeder gleich an einen Gefängnisaufenthalt.


    Darüber muss ich auch immer lachen, dass jeder denkt, sie wäre im Gefängnis gewesen :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Und da laut Thursdays Papa Goliath verunsichert werden muss, um Kaine zu stoppen, wird Folgendes ablaufen: Thursday beantragt die Rückgängigmachung von Landen und Goliath wird im Gegenzug von ihr verlangen, dafür zu sorgen, dass Kaine an die Macht kommt. Sie wird sich also zwischen Landon und der Weltrettung entscheiden müssen, wird logischerweise Letzteres wählen und schon ist die Rückkehr von Landen um einen weiteren Band verschoben :teufel:


    Irgend sowas in die Richtung befürchte ich auch, hoffe aber, dass wir unrecht haben.

    Liebe Grüße

    Karin

  • bis Kapitel 17


    Und schon wieder ist so viel passiert.
    Thursday hat also das "Entschuldigungsschreiben" von Goliath unterschrieben und Landen soll deshalb wiederkommen. Ich bin mal gespannt, ob das tatsächlich demnächst geschehen wird, aber ich habe da so meine Zweifel.
    Irgendwie erging es Thursday beim Besuch bei Goliath ähnlich wie jenen, die sich in der Nähe von Kaine aufhielten - jeglicher Widerstand scheint schwächer zu werden. Aber ich hoffe doch, dass sie eine Möglichkeit finden wird, dagegen anzukommen.


    Die Besuche aus der Literatur sind ja auch lustig. Vor allem natürlich, als Mrs. Tiggy-Winkle hilfesuchend vorbei kam. Aber der Auftritt von Emperor Zhark war auch nicht ohne. Gut, dass diese Besuche von den anderen Bewohnern des Hauses unbemerkt blieben - auch wenn ich das bei dem Betrieb, der dort herrscht, schon ungewöhnlich finde. Außerdem wäre es vielleicht doch lustig gewesen zu sehen, wie z.B. Bismarck auf den Igel reagiert hätte.


    Und dann hat Thursday ausnahmsweise auch ein recht normales Problem, nämlich das Organisieren der Kinderbetreuung, damit sie wieder in ihren alten Beruf einsteigen kann. Wo sie Friday letztendlich wohl unterbringen wird? Wobei er ja auch ein recht pflegeleichter Junge zu sein scheint - etwas schwer zu verstehen vielleicht. :breitgrins: Aber vielleicht kommt bis dahin tatsächlich Landenv zurück und kann diese Aufgabe übernehmen?


  • Ich hab bislang leider nur das Personenverzeichnis geschafft - aber das war schon wieder so genial. Ich musste mehr als einmal lachen. Lola - kommt in diesem Buch nicht vor, muss aber aus vertraglichen Gründen dennoch erwähnt werden.


    Übrigens bin ich froh zu sehen, dass dies eingehalten wird und die gute Lola tatsächlich regelmäßig erwähnt wird. :breitgrins:

  • Aber nicht nur Lola kommt regelmäßig vor. Emperor Zhark, dessen Agent einen hervorragenden Deal ausgehandelt hat, bekommt immerhin zwei Kapitelüberschriften und damit zugesicherte Auftritte. totlach

  • Bis Kapitel 13


    ... das es mal wieder nicht gibt, aber trotzdem im Inhaltsverzeichnis als "Milton" geführt wird. :breitgrins:


    Kaum ist Thursday aus der Buchwelt verschwunden, schon geht alles drunter und drüber. Kein Wunder, dass Mrs. Tiggy-winkle am Verzweifeln ist. Sie ist der Aufgabe nicht gewachsen, aber das wusste Thursday ja von Anfang an. Ihre Vertretungen schaffen das nie.


    Zvlkx! Hoch lebe der Wiedererschienene! :klatschen: Nur gut, dass Joffy recht frei übersetzt. Als er allerdings das Ende der Prophezeiung so öffentlich machte, musste ich mich doch wundern. Damit hat er Goliath doch geradezu herausgefordert einzugreifen. Wenn die Prophetin Bettina es jedoch schon wusste, ist es egal. War das wirklich der Grund warum alles nun in eine Glaubensgemeinschaft umgewandelt wird?
    Zvlkx hatte auch gar nichts dagegen, dass man ihn schon vermarktete noch bevor er wieder da war oder gar sein Einverständnis gegeben hatte.


    Oh verflixt! Es war schön Spike mal wiederzusehen, aber die Umstände sind echt mies. Ich hoffe sehr, es findet sich noch ein Ausweg. Ich möchte Betty nicht als Halbwaise sehen. :sauer:


  • "If the real world were a book, it would never find a publisher."


    Das komplette Zitat hatte ich hier sogar schon mal als Signatur :breitgrins:


    Zitat

    Der Besuch im Café war jedenfalls schon klasse. (Außerdem mochte ich die endlos lange Auswahl an Kaffeemöglichkeiten... decaf, recaf, nocaf, somecaf,... :breitgrins:)


    Oh ja! Das kann Fforde eh gut, Alltagsphänomene so ganz nebenbei aufs Korn zu nehmen. Dazu passt auch die TV-Show "You've Been Stapled!" mit den schönsten Büromissgeschicken :breitgrins:


    In Kapitel 9 hat meine englische Ausgabe eine herrliche Illustration: Sherlock Holmes und Dr. Watson vor einem Schild mit dem berühmten "Magic Roundabout", und Watson werden die Worte in den Mund gelegt "You mean to tell me, Mr. Holmes, that we are in the wrong book?" :elch:


    Ich hatte in den letzten Tagen kaum Zeit, hier zu schreiben, dafür aber heute viel Zeit zum Lesen, und ich konnte einfach nicht aufhören, ich beschränke mich aber erst mal auf Kommentare bis einschließlich Kapitel 19. dodo hat ganz recht, das Buch ist zwar spannend (schließlich steht nichts weniger als die Abwendung eines Atomkriegs auf dem Spiel :entsetzt: ), aber nicht so hektisch wie das letzte.


    Mir gefällt es sehr, wie die Anti-Dänemark-Kampagne vor allem durch die Zeitungsausschnitte an den Kapitelanfängen geschildert wird und wie die absurde Argumentation von Kaine und Goliath klar wird. So ein bisschen erinnert mich das ja an einen gewissen Herrn in Washington, wie hier immer wieder die Wahrheit gnadenlos verdreht wird!


    Die arme Mrs. Tiggy-Winkle tat mir wirklich leid, sie scheint ja mega überfordert und darüber total unglücklich zu sein. Da liegt aber auch einiges im Argen in der Shakespeare-Welt (und der großmächtige Zhark weiß sich genausowenig zu helfen ...)


    St. Zvlkx hatte ich mir irgendwie heiligmäßiger vorgestellt :breitgrins: Zwar asketisch, aber weniger ungepflegt und vor allem nicht so unflätig. Klar, dass Friday da gleich drauf einsteigt, kleine Kinder haben ja einen Riecher für genau die Ausdrücke, die sie nicht gebrauchen sollen :breitgrins:


    Goliaths Bestreben, sich zur Religionsgemeinschaft erklären zu lassen, klingt zwar erst mal lustig, aber so witzig finde ich das gar nicht. Das würde bedeuten, dass sie noch mehr Macht und Einfluss bekämen und unter dem Deckmäntelchen des Glaubens weiß Gott ( :breitgrins: ) was anstellen könnten :entsetzt: Das gilt es unbedingt zu verhindern! Diese ganze Entschuldigungsgeschichte trieft doch auch geradezu vor Unehrlichkeit, ist aber wohl doch gut eingefädelt, wenn selbst Thursday (erst mal) drauf reinfällt :grmpf: Und ... Pinguine als Nahrungsmittel? :entsetzt: :entsetzt: :entsetzt:


    Und neben all den Herausforderungen im aktuellen und ehemaligen Job mit Shakespeare-Chaos, dem größenwahnsinnigen Kaine und den Bemühungen, Landen endlich wiederzubekommen, gilt es auch noch die Kinderbetreuungsfrage zu klären. Klasse, wie Fforde auch den Alltag immer wieder einfließen lässt.


    Ein paar hübsche Namen sind mir auch noch aufgefallen:


    Mr. Toedee, der Pressesprecher von Goliath - "toadie" heißt soviel wie Speichellecker
    Mr. Edsel, Verkehrsminister - der Edsel war ein Modell von Ford, das Ende der 50er Jahre auf den Markt kommen sollte und der größte Flop der Geschichte wurde
    Brik Schitt-Hawse - da steckt, glaub ich, nicht nur "horseshit" drin, sondern auch "to shit bricks" (ausrasten, stinkwütend werden)
    Piarno Keyes - piano keys (Klaviertasten)
    Major Drabb - "drab" kann sowohl "uniform-olivgrün" als auch "fade, langweilig" bedeuten

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Bis einschl. Kapitel 19:
    Hm, das Gespräch mit Cindy hat leider nicht wirklich viel gebracht. Dabei hatte ich so gehofft, dass sie einlenkt, wenn sie merkt, wie sehr ihr Mann Thursday als Freundin schätzt. Ich hoffe echt, dass sich hier eine Lösung findet, bei der alle Beteiligten am Ende noch leben und Cindy ihren Job an den Nagel hängt.


    Die Auferstehung des heiligen Zwirks (?) war auch so eine Nummer, ebenso der ganze Rummel um ihn. Sogar einen Werbevertrag hat der alte Knabe bereits, bevor er überhaupt aufgetaucht ist. Ehrlich gesagt, dachte ich die ganze Zeit, ob Joff und die Anderen sich nicht womöglich etwas falsches zusammengereimt haben, was seine Vorhersage bzgl. des Siegs des Swindoner Teams angeht. Aber nein, die halbe Prophezeiung wurde richtig verstanden und sogar der Teil, den Thursdays Vater angedeutet hat, was für Folgen ein Heimsieg hätte, spricht er an. Ich bin echt gespannt, ob es das Team schafft, tatsächlich zu gewinnen. Und das Goliath-Unternehmen bis dahin noch keine Religionsgemeinschaft ist. Jetzt wird es langsamer klarer, warum sie dieses Ziel anstreben. Denn dass sie es ehrlich meinen mit ihrer Läuterung hat ja wohl keiner von uns geglaubt.


    Allerdings frage ich mich auch, wie Zwirks es geschafft hat, zum Heiligen zu werden, er ist ja ein ganz schöner Lustmolch. Aber Hamlet hat nun ein Auge auf ihn :breitgrins:


    Mir geht es bei Goliath wie Thursday: ich habe auch das Gefühl, dass das die größe Schweinerei ist, die Goliath bisher angezettelt hat.


    Thursday geht tatsächlich zum Apologarium und läuft dann ausgerechnet Jack Schitt über den Weg, der im folgenden Gespräch durchaus die Contenance verliert und zeigt, dass er eben doch noch der Alte ist. Als sich der CEO von Goliath einschaltete, war ich gespannt, ob Thursday nun endlich weiterkommt. Aber im Endeffekt legt er sie ebenfalls wieder rein, wobei er sein Wort gegeben hat, dass er Landen entnichten würde. Aber wir wissen ja leider, was man auf deren Wort geben kann :rollen:
    Was für einen Einlullungszauber hat Goliath eigentlich bei Thursday angewendet? War es seine hypnotische Stimme? Es erinnerte mich stark an die Begegnung mit Kaine nach seinem Auftritt, der doch auch seine einlullende Wirkung auf die Menschen hatte.


    Was Hamlets Situation in seinem Stück angeht, sieht es immer noch nicht so viel rosiger aus. An die Shakespeare-Klone musste ich auch direkt denken, als Zhark die mögliche Lösung umrissen hat.
    Lachen musste ich übrigens über Zharks Sensibilität: dass er nicht weiß, ob er eine Zurückweisung vertragen würde :breitgrins:


    Irgendwie geht es bei Thursday aber nicht vorwärts: Landen ist immer noch genichtet, sie hat keine Lösung für den Schmuggel der verbotenen dänischen Bücher, sie weiß immer noch nicht, aus welchem Buch Kaine stammt, sie hat keinen Plan, wie sie es schaffen kann, dass die Swindoner Mannschaft gewinnt und das dann wirklich zum Sturz von Kaine führt und einen Babysitter für Friday hat sie ebenfalls noch nicht. Prima, dass Melanie einspringen kann - ich fand ihre Geschichte, wie sie ihren Mann kennengelernt hat, einfach süß :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin


  • Aber nicht nur Lola kommt regelmäßig vor. Emperor Zhark, dessen Agent einen hervorragenden Deal ausgehandelt hat, bekommt immerhin zwei Kapitelüberschriften und damit zugesicherte Auftritte. totlach


    Darüber musste ich auch lachen :breitgrins:



    Zvlkx! Hoch lebe der Wiedererschienene! :klatschen:


    So schreibt sich der Gute - hoffentlich kann ich mir das merken :breitgrins:



    Nur gut, dass Joffy recht frei übersetzt. Als er allerdings das Ende der Prophezeiung so öffentlich machte, musste ich mich doch wundern. Damit hat er Goliath doch geradezu herausgefordert einzugreifen.


    Im Hörbuch sprechen der Heilige und Joff im schönsten bayrisch :breitgrins: Ja, ich war ebenfalls unsicher, ob das so gut war, dass nun jeder den zweiten, bisher unbekannten Teil der Prophezeiung mitbekommen hat. Aber wie du schreibst: Goliath wusste es ja wohl bereits.

    Liebe Grüße

    Karin