Colm Tóibín - The master/Portrait des Meisters in mittleren Jahren

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Inhalt
    Nachdem das Schreiben ihm nicht die Erfolge brachte, die er erhofft hatte, wendet sich Henry James der Bühne zu. Aber diese Entscheidung ist falsch: die Aufführung seines ersten Stücks in London ist eine Katastrophe. Enttäuscht verlässt er England und begibt sich auf Reisen. Aber wohin Henry James auch geht, er fühlt sich niemals richtig daheim.


    Meine Meinung
    Das Scheitern seines Stücks ist für Henry James eine persönliche Niederlage. Er hat so viel von sich erwartet und konnte diese Erwartungen nie erfüllen. Er verlässt England mit der Absicht, sich woanders nieder zu lassen. Aber so sehr auch auch sucht: er findet nie einen geeigneten Platz.


    Im Lauf der Lektüre kam mir immer mehr der Gedanke, dass es nicht an den Orten lag, sondern am Mann. So, wie er die Menschen um sich herum beschreibt, wirkt es immer so als wären sie ihm ein wenig lästig. Am liebsten würde er ihnen den Umfang des gemeinsamen Umgangs vorschreiben. Freundlich schreibt er nur über die Menschen, die nicht mehr bei ihm oder die ihm nützlich sind.


    Im Lauf der Zeit bekommt Henry James immer stärkere Probleme mit dem Schreiben. Nicht nur, dass er nur kleine Teile seiner Arbeit als wirklich gut empfindet. Seine Hand lässt ihn im Stich und zwingt ihn, einen Sekretär einzustellen. Das erweist sich letztendlich als Glücksfall, denn das Diktieren hat endlich die richtige Geschwindigkeit und die Gedanken bleiben nicht mehr in seinem Kopf stecken.


    Anfangs konnte Colm Tóibín nicht die Lust an James' Werken bei mir wecken. Das änderte sich mit Daisy Miller. Da haben mir seine Gedanken über die Protagonistin richtig Lust auf das Buch gemacht.


    Mit The master zeichnet Colm Tóibín das eindrucksvolle Portrait eines Mannes, der nie wirklich zufrieden schien. Ob ihm seine hohen Anforderungen an sich selbst im Weg standen oder ob er vielleicht in einem anderen Beruf glücklicher gewesen wäre, kann ich nicht sagen.
    4ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten


    Titel angepasst. LG, Valentine

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kirsten ()