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Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von dubh.

  • Bitte denkt daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah zumindest hier im Forum und auf literaturschock.de (wenn ein Buch dort noch nicht erfasst ist, gebt bitte im Bibliothekarsbereich Bescheid) direkt ein.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Es wäre schön, wenn ihr eure Rezensionslinks gesammelt hier im Thread postet, so können wir den Verlagen am Ende einer Runde einen guten Überblick geben :winken:


    Wer noch Rezensionen/Beiträge aus älteren, vergangenen Runden offen hat, wird bei der Vergabe von Freiexemplaren nicht mehr berücksichtigt.
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    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Wie immer möchte ich mich noch einmal bei dem Verlag bedanken, aber auch bei euch Mitleserinnen für eure Eindrücke und Meinungen. Für mich war es ja absolutes Neuland und dank euch habe ich einiges dazu gelernt.



    Hier nun meine Rezensionen


    " Ein deutsches Mädchen" von Heidi Benneckenstein ist eine autobiographische Geschichte wie das Leben der Autorin in einer Neonazi-Familie abgelaufen ist.
    Ein Dorf in der Nähe von München, dort lebt Heidi und Ende der 1990er scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Denn hier wird noch nach der Ideologie von vor fünfzig Jahren, zur Zeit des Nationalsozialismus, gelebt. In solch einer Familie wächst Heidi auf und wird dementsprechend erzogen.
    Sie muss schon vom Kleinstkind alter an, mit ihren Geschwistern in Ferienlager
    der " Heimattreuen Deutschen Jugend" . Dort herrscht ein paramilitärischer Drill den man sich zur heutigen Zeit kaum vorstellen kann. Mit Zuckerbrot und Peitsche, was nichts anderes heißt als mit Schläge und Belohnung, werden sie auf ein Leben im rechten Hass- Milieu vorbereitet.
    Aber auch in der Familie lernt Heidi nichts anderes kennen, denn ihr Vater ist ein treuer Nazi und bringt, egal auf welchem Weise, den Töchtern seine Ideologie bei. So kam es, das sie an all das geglaubt hat, was ihr vorgelebt und eingetrichtert wurde. Unter anderem auch die Verleumdung des Holocaust, den es der Meinung nach von rechten Neonazis, nie gegeben hat.
    Die Schule ist für sie ein großes Gräuel, denn niemand geht auf sie ein, keine Lehrkraft versucht zu ergründen was mit ihr los ist , geschweige denn das jemand ein nettes Wort für sie findet. So entwickelt sie sich mit den Jahren immer mehr zu einer trotzigen, aufsässigen Schülerin.


    Zitat:
    " Ich sehe dumpfe Gestalten und böse Gesichter, sehe Uniformen, Fackeln und Hakenkreuze, sehe ein zierliches Mädchen, das mal unsicher, mal wütend, dann wieder ganz still ist.
    EIGENTLICH WAR ICH ALLES, NUR NICHT GLÜCKLICH."
    Besser kann Heidi Benneckenstein ihr jahrelanges Erlebte nicht in einem Satz ausdrücken.


    Meine Meinung:
    Dies ist mein erstes Buch in dem die rechte Szene beschrieben wird, somit hatte ich noch keine Erfahrung damit. Dementsprechend bin ich geschockt und entsetzt gewesen, als ich gelesen habe, dass dies hier in Deutschland praktiziert und gelebt wird. Sicher sieht und liest man Nachrichten und kann einiges in den Medien verfolgen, aber das schon kleine Kinder gedrillt werden um ihnen eine Ideologie zu vermitteln, die so viel Not, Krieg und Leid verursacht hat, ist mir so nicht bekannt gewesen.
    Der Schreibstil ist klar und deutlich, aber ich hätte mir gewünscht das der zeitliche Ablauf besser strukturiert gewesen wäre. So fiehl es mir oft schwer einzuschätzen wie alt sie gerade in den entsprechenden Zeiten gewesen ist.
    Auf alle Fälle ist es interessant und lesenswert.



    http://wasliestdu.de/rezension…twas-noch-heute-geschehen


    https://www.lesejury.de/heidi-…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://www.lovelybooks.de/autor/Heidi-Benneckenstein/Ein-deutsches-Mädchen-1450005474-w/rezension/1501424806/


    https://www.ebook.de/de/product/28977801/heidi_benneckenstein_tobias_haberl_ein_deutsches_maedchen.html?originalSearchString=ein%20deutsches%20mädchen


    Weitere Links folgen, bei Literaturschock finde ich das Buch nicht.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

    Einmal editiert, zuletzt von Kessi69 ()

  • Hier nun auch meine Rezension:


    Heidi Benneckenstein ist ein richtiges deutsches Mädchen. Aufgewachsen in einer Nazi-Familie entwickelt sie sich von einem verstörten Kind zu einer rechtsradikalen, aggressiven Jugendlichen. Mit "Ein deutsches Mädchen" legt sie 6 Jahre nach Ihrem Ausstieg aus der Szene ihre Biographie vor und versucht, zu erklären, wie es zu Allem kommen konnte.


    Heidi (Heidrun) Redeker ist schon in der Grundschule verhaltensauffällig und keine gute Schülerin. Ihre Ferien verbringt sie regelmässig in einem "Ferienlager", in dem sie rechtsradkalen Drill erfährt. Die Vermittlung von rechtsradikalem Gedankengut ist auch zuhause an der Tagesordnung, denn Ihr Vater lebt den Nationalsozialismus. Auch äusserlich unterscheidet sie sich von ihren Mitschülern, Kleid, alter von der Mutter übernommener Lederranzen im Gegensatz zu Scout-Rucksack und Jeans.


    Als Jugendliche und Mitglied der HdJ wird sie durch ihren Vater in die Szene hineingedrängt, bis sie ihren jetzigen Mann, den ehemaligen rechten Liedermacher Felix (Flex) Benneckenstein kennenlernt.
    Beide fangen an, an ihrer Gesinnung zu zweifeln und gemeinsam schaffen sie schliesslich den Ausstieg trotz massiver Bedrohungen durch die rechte Szene.


    Das Buch hat mir Einblicke in die Szene ermöglicht, die ich mit Erstaunen und auch Erschrecken aufgenommen habe. Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, lediglich die wiederholten Zeitsprünge haben mich gelegentlich verwirrt. Ich hatte zwischendurch immer wieder überlegt, in welcher Lebensphase von Heidi man sich beim Lesen gerade befindet.
    Das Buch wirkt stellenweise wie eine ziemlich neutrale Beschreibung bzw. Aneinanderreihung von Ereignissen. Hier hätte ich mir mehr "Gefühl", ich weiss nicht, wie ich es sonst nennen soll, gewünscht.
    Insgesamt empfehle ich, das Buch zu lesen. Es war für mich ziemliches Neuland, zumal ich bisher noch nichts zu diesem Thema gelesen hatte.


    Vielen Dank den Mitleserinnen für den Austausch und an das Literaturschock-Team für die Organisation.


    http://literaturschock.de/lite…x.php?thread/46742.0.html
    https://www.amazon.de/gp/custo…l?ie=UTF8&ASIN=B0716D7K6Z
    https://www.lovelybooks.de/aut…4-w/rezension/1501896885/


    Ganz liebe Grüße
    Claudia

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()

  • Irgendwie stelle ich mich wohl zu doof an.....ich finde es immer noch nicht :redface:

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Klick sonst einfach meinen Rezensionslink an :smile:

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.


  • Irgendwie stelle ich mich wohl zu doof an.....ich finde es immer noch nicht :redface:


    Also im Forum ist der Link nicht auf der Hauptseite, da müssen wir mal anderweitig nachfragen. :winken:


    EDIT:
    Ich hab nachgefragt, wird sicherlich bald ein Eintrag auf der Startseite folgen.

    Einmal editiert, zuletzt von Avila ()

  • Habt vielen lieben Dank, jetzt hab ich es geschafft :klatschen:

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle