Silvia Christine Strauch - Meine Hochsensibilität positiv gelebt

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Zum Inhalt:


    Das Buch ist in 4 Kapitel aufgeteilt, wobei das letzte Kapitel ein Schlusswort der Autorin ist. Silvia Christine Strauch beschreibt in dem Buch ihren eigenen Lebensweg. Ihre Gefühle und Gedanken werden dargestellt aber auch eine Reihe an Informationen und Hilfestellungen, was man tun kann, um das Leben als hochsensibler Mensch genießen zu können.


    Jedes Kapitel bzw. auch die Unterkapitel beginnen damit, dass einige Fragen gestellt werden, die zum Nachdenken anregen und der Leser für sich überlegen kann, ob er hochsensibel ist. Z.B.: „Spüren Sie sofort, wenn dicke Luft herrscht? Fühlen Sie sich für das Wohlergehen des Partners verantwortlich? Können Sie Gefühle anderer leicht nachempfinden?“
    Den Fragen folgen jeweils ein Bericht aus dem Leben der Autorin und ein Resümee mit Ratschlägen um das Leben besser meistern zu können.


    Meine Meinung


    Bereits das Cover ist wunderschön farbig bunt und ansprechend gestaltet und ich finde es sehr passend zu dem Thema. Die vielen Farben stehen für mich für die vielen Reize die auf einen eintreffen. Der Baum als ein fest verwurzeltes Werk, also der Mensch, aber mit den zarten Blättern die das Sensible verdeutlichen.
    Die Autorin nimmt den Leser mit auf ihren Lebensweg. Zu Beginn beschreibt sie Ihre Kindheit, in der sie zwar keine eigenen Geschwister hatte, aber gemeinsam mit Pflegekindern aufgewachsen ist. Hier verbringt sie alleine viel Zeit, spielt, erkundet eigenständig die Welt.
    Sie lebt in ihrer eigenen inneren Welt und kann ganz darin versunken sein. „in sich selbst“ fühlt sie sich zuhause, wird aber von anderen als bockig und altklug bezeichnet, nur weil sie sich über vieles Gedanken macht.
    Hochsensible Personen haben ganz feine Antennen und sind damit sehr empfänglich für Reize. Wobei die Autorin ganz klar verdeutlicht, dass es eine Gabe ist und nicht eine Krankheit oder etwas anderes.
    „Eine entwickelte Hochsensibilität ist eine große Gabe und fühlt sich wie ein sechster Sinn an:“
    Von der Kindheit führt die Autorin dann weiter zur beruflichen Situation und dann zu weiteren Situationen im Leben. Gerade die aufgeführten Ratschläge im Resümee zum Thema Beruf fand ich sehr hilfreich.


    Besonders habe ich mir ein Zitat gemerkt „ Kündigen sie nicht innerlich, sondern verändern Sie die Umstände, damit Sie sich wohlfühlen.“
    Durch das ganze Buch verteilen sich Eigenschaften von hochsensiblen Personen, wie z.B. fein Seelig, Streben nach Perfektion, sich schnell und tief getroffen fühlen, keinen Druck vertragen – weder Zeit-, noch Erfolgsdruck.
    Im weiteren Verlauf Ihrer Lebensgeschichte zeigt sie, dass es durchaus auch ausreichend Situationen im Leben geben kann, in denen man ausgelassen, fröhlich und glücklich sein kann.


    Nach dem Bericht durch die einzelnen Lebensstationen geht es im 2. Kapitel um die Frage, wie entwickle ich mich weiter. Es werden unterschiedliche Möglichkeiten sich das Leben als hochsensible Person angenehmer zu gestalten beleuchtet.
    Vieles in diesem Buch kam mir bereits aus Seminaren zum Thema Stressmanagement bekannt vor und war eine Auffrischung des Wissens. Klasse fand ich als Ergänzung zur to-do-Liste die Not-to-do-Liste. Ebenso wunderbar fand ich das bildliche Beispiel mit der Grundstücksgrenze. Dies habe ich mir dick markiert, weil ich es sehr hilfreich finde und es sicher auf viele Situationen im Leben anwenden kann.


    Ganz nebenbei bemerkt habe ich eines nicht verstanden: Was hat die lächelnde Verkäuferin mit meiner to-do-Liste zu tun? Das erschließt sich mir in keiner Weise.
    Der Leser wird aufgefordert, sich die zu ihm passenden Lösungen herauszusuchen. In diesem Bereich gibt es von mir auch den einzigen Punktabzug. Ich kann weder mit Meditation, Yoga noch Hypnose etwas anfangen und lehne es ab. Es rückt mir persönlich nur zu viel in den Fokus, weil gerade die Meditation dann doch immer in unterschiedlichen Formen wiederholt wird.
    Ein gemeinsames Erlebnis mit der Autorin teile ich. In den Beschreibungen über die Reisen quer durch Kanada habe ich mich wiedergefunden und es kamen viele schöne Erinnerungen an eigene Kanada Camping-Pickup-Touren hoch da ich genau diese Strecken selbst mehrfach bereist habe.


    Fazit:


    Das Buch ist hilfreich bei der Frage, ob man selber zu den Hochsensiblen zählt. Es enthält gute Ratschläge. Besonders die einzelnen Resümees finde ich wirklich lesenswert. Ich habe mir vieles markiert um einfach schneller nachlesen zu können.


    Viel besser noch ist es aber auch eine Art „Betriebsanleitung“, für alle diejenigen, die mit Hochsensiblen Personen Umgang haben und hier einfach weiter in das Thema einsteigen möchten um diese besser zu verstehen.
    4ratten

  • Besonders habe ich mir ein Zitat gemerkt „ Kündigen sie nicht innerlich, sondern verändern Sie die Umstände, damit Sie sich wohlfühlen.“


    Das ist ein sehr guter Rat :winken:

    I'm young enough to still see the passionate girl that I used to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.