III. Teil - Seite 169 bis 239

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 169 bis 239 (ab Sommer 1996, Stardust Supper Club & Lounge) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()

  • Oh, mein Gott, das ist ja ein wahres Horrorszenario, das sich da entwickelt hat! Der arme Trevor, was wird ihm da zugemutet! Wir treffen auf Jonathan, der mit Ende 40 richtig tief in einer Midlife Crisis steckt, so zumindest habe ich das wahrgenommen! Wobei er offenbar ein "Exemplar Frau" (seine Sicht, nicht meine) gegen ein ähnliches auszutauschen gedenkt.


    Was ist das denn für eine Art von "Familienplanung". Die arme Sarah sitzt zu Hause und hat gar keine Ahnung, dass sie gerade ausgemustert wird, denn nach dieser Szene im Restaurant kann ich mir nicht vorstellen, dass Jonathan das bisherige Leben mit ihr nach dem Sommer fortzusetzen gedenkt.


    Überhaupt hat sich Jonathan zu einem wirklich schmierigen und unangenehmen Typen entwickelt. Ich fand es wirklich heftig, dass er und Sarah beide Trevor unbedingt Kondome aufdrängen wollten - offenbar richten sie sich da ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen in dem Alter und können es gar nicht verstehen, dass Trevor da anders tickt. Dazu gehört auch, dass Jonathan ihm die Beziehung zu Rachel wiederholt madig macht. Auch wie er selbst über Sex spricht (mit Deanna) und denkt, empfinde ich als unangenehm und als frauenverachtend.


    Ich hatte nicht den Eindruck, als hätte es zwischen Jonathan und Deanna schon irgendwelche Zukunftsplanung gegeben, aber angesichts des Gesprächs beim Essen müssen sie sich doch vorher irgendwie abgestimmt haben. Sie ist wirklich ein merkwürdiger Typ, diese Deanna. Was sie zu Trevor gesagt hat, fand ich ganz gut, aber wie sie sich ansonsten beim Essen verhält, das erstaunt mich dann doch. Dass sie und Jonathan Trevor einfach erlauben - vielmehr ihn sogar ermutigen - tüchtig Alkohol zu trinken. Geht das in den Staaten überhaupt, ich dachte, dort würde ein Jugendlicher an einem öffentlichen Ort sogar bis 18 Jahren keinen serviert bekommen. Oder ist das hier bei dem Club anders und es ist so eine halbprivate Sache. Gibt es ja in den angelsächsischen Ländern manchmal.


    Und Nelson? Er war in Vietnam und hat ganz schön was mitgemacht! Das würde ich nicht unbedingt als erfolgreiches Leben ansehen, aber er hat sich nach dem Abgang seines Vaters gefangen und ist einen Weg gegangen, einen sehr schweren. Ich bin gespannt, was er über den Krieg erzählen wird, andererseits kann ich mir vorstellen, dass es sehr heftig wird. Er steht dem ganzen offenbar kritisch gegenüber und ist ein "weicherer" Lagerchef als es Wilbur war, der ihn offenbar auch zum Militär gebracht hat. Auch an dieser Stelle finde ich es sehr eindrucksvoll, wie jeder doch in der Zeit, in der er lebt, gefangen ist.


    Da der Autor genauso alt ist wie Trevor, habe ich mich gefragt, ob evtl. autobiographische Elemente bei der Gestaltung dieser Figur eingeflossen sind. Ich lese das Buch nach wie vor gern, der Autor schreibt großartig, flüssig, fesselnd und seine Personenbeschreibungen gefallen mir auch. Ich habe gar kein Problem, hier am Ball zu bleiben - eher im Gegenteil.

  • :winken:
    Alice


    Das war grauenhaft..ich wollte schon fast gar nicht mehr weiterlesen..konnte ich aber nicht.. :zwinker:
    Zuerst hab ich gedacht, was hat er doch für ein Glück gehabt, dann..er tritt es mit Füßen, auf der anderen Seite wirkte Sarah auf mich auch irgendwie abgeklärt/ernüchtert..sie war bestimmt froh ihn mal los zu sein..wenn er sich von ihr trennen würde, könnte sie nur gewinnen.
    Ich hoffe für Sarah, dass sie auch ein "Eigenleben" hat..was gar nicht so unwahrscheinlich wäre in dieser "Gehaltsklasse"..sie wirkte sehr selbstbewusst auf mich..ich denke um sie muss man sich nicht sorgen. (darüber bin ich froh)
    Wie Trevor das sieht ist natürlich eine ganz andere Sache.
    Dann im Auto - nach dem Alkohol-Kaufrausch..menno menno..dachte ich, er sei ein altes Ekel, trotzdem kamen immer ein paar sanfte Töne hervor, ich glaube schon, dass er seinen Sohn liebt, aber er muss von Trevor ein ziemlich falsches Bild gehabt haben, so locker ist der Junge nicht.
    Was hat er sich nur dabei gedacht? Ich weiß es nicht, bin etwas sprachlos..Ich habe versucht ihn zu verstehen, aber kann es nur ansatzweise.
    (Das ist dann die Sache mit dem"Abverlangen"..manchmal überfordert es einem..puh..)

  • SABO
    Ich teile Deine Meinung zu allem, was Du schreibst. Ich bin auch immer noch sprachlos. Jonathan liebt Trevor sicher auf irgendeine Art und Weise, aber mein Eindruck ist, er liebt vor allem sich selbst, es ist ihm nur wichtig, dass es ihm gut geht.

  • Schon wieder ist mir noch was eingefallen. Ich lese generell ausgesprochen ungern Sex-Szenen in Romanen, aber diese hier fand ich (abgesehen davon, dass Jonathan so ein A... ist) sehr unterhaltsam - die Zipperlein des mittleren (oder sogar etwas mehr) Alters, die einem da so im Wege stehen, werden - so meine Meinung - sehr gelungen dargestellt.

  • Jonathan hatte kein Recht seinem Sohn die moralische Unschuld, seine Leichtigkeit zu nehmen, erst hackt er auf seiner Freundin rum und dann serviert er Trevor seine Affäre und hat kein Verständnis dafür, dass Trevor sich dagegen wehrt.
    Er will, dass sich sein Sohn die Hörner abstößt, soll der doch selbst entscheiden, was für eine Art Mann er werden will..was will sein Vater also, dass sich sein Junge durch die Gegend vögelt - in allerbesten HIV-Zeiten..(was ja auch Trevor bemerkte..)
    Das er so wird wie er?
    Mich erinnert Trevor ganz schön an Nelson und ich wette, Jonathan hat das auch bemerkt undbenimmt sich auch deswegen so schnöde.
    Jeder ist doch seines Glückes Schmied, warum will er seinem Sohn den Zauber der ersten Liebe verderben, die 100$ Wette ist ja die Höhe.
    Jonathan denkt sich vielleicht auch, ist der nicht mehr so gut, bin ich nicht mehr so schlecht..ja, ich denke, er erinnert ihn sogar sehr stark an den kleinen Nelson, der sich auch nicht verderben lassen wollte..wenn man so sagen will..


    Zuerst fand ich es toll, wie er Nelson seinem Sohn gegenüber "verteidigte" und das er auch keine rassistischen Bemerkungen über die Vietnamesen ablassen soll.
    Das fand ich wieder gut, klare Ansage der Junge hatte es verstanden.


    Schlimm, das er seinem eigenen Sohn diese Situation auferlegt, wie soll sich der Junge da verhalten, er liebt doch seine Mom, wie soll er ihr unter die Augen treten, ohne sie anzulügen, ohne ihr weh zu tun, ohne als Verräter von seinem Vater betitelt zu werden??
    Seltsam, oder, der Junge hat nichts falsch gemacht und doch liegt sein Leben jetzt wie ein Scherbenhaufen vor ihm, sein Vater macht ihn blöd an, nur weil er nicht damit einverstanden ist, dass sin Vater seine Mutter betrügt und er mit dieser Frau nichts zu tun haben möchte..Für irgendjemand wird er der Böse sein..
    Und das erinnert mich jetzt gewaltig an Nelsons Kindheit..


    Wow, der alte Wilbur..hat dem Camp soviel Geld vermacht, so konnte er auch Nelson auf die Schule schicken und seiner Mom unter die Arme greifen. Das also Nelson im Krieg war und jetzt der Nachfolger von Wilbur ist, wundert mich gar nicht.
    (Nelson ist Wilbur auch nicht unähnlich, er hat auch nur die Army geheiratet und ist ein wandelnder Ehrenkodex)..Vor dem erwachsenen Nelson kann man schwer Respekt haben und ich glaube, auch das kann Jonathan nicht leiden..


    Der große Fehler:
    Irgendwie hätte Jonathan noch die Biege kriegen können, er hätte nicht sagen sollen, dass Deanna seine "Freundin" ist.
    DAS war genau der Punkt, wo es nicht mehr aufzuhalten war, die Katastrophe seinen Lauf nahm, ein Fehler der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.


    Ganz genauso, wie der Moment als kleine Nelson sich Wilbur anvertraute, von da an rollte der Stein unaufhörlich den Berg hinunter.


    Teil 3 spielt im Jahre 2019, das kann also nur Trevor sein, der zurückblickt und die Chance hat, keinen Fehler zu machen, wahrscheinlich hat er auch einen Sohn, Nelson und Jonathan könnten auch noch dazugehören..


    WOW, wieder mal ein beindruckender Abschnitt..


  • Schon wieder ist mir noch was eingefallen. Ich lese generell ausgesprochen ungern Sex-Szenen in Romanen, aber diese hier fand ich (abgesehen davon, dass Jonathan so ein A... ist) sehr unterhaltsam - die Zipperlein des mittleren (oder sogar etwas mehr) Alters, die einem da so im Wege stehen, werden - so meine Meinung - sehr gelungen dargestellt.


    :daumen:
    Ja, ich brauch sie auch nicht..
    :todmuede:
    Das war wieder so eine Sache, die ich positiv für Jonathan gesehen habe, er hat sich nicht irgendeine junge und perfekte Geliebte genommen, er war von ca gleichaltrigen Deanna richtig angetan und mochte sie auch dafür, dass ihm, mit ihrer Art, etwas Heimeliges gegeben hat.


  • Jonathan hatte kein Recht seinem Sohn die moralische Unschuld, seine Leichtigkeit zu nehmen, erst hackt er auf seiner Freundin rum und dann serviert er Trevor seine Affäre und hat kein Verständnis dafür, dass Trevor sich dagegen wehrt


    Wobei das ja richtig starker Tobak ist, weil Trevor ja bisher davon ausging, in einer intakten Familie zu leben. jedenfalls hatte ich den Eindruck.


    das hast Du schön ausgedrückt mit dem wandelnden Ehrenkodex!

  • Dieser Abschnitt war wirklich harter Tobak und geht mir ziemlich nahe, weil ich nicht gut finde was Jonathan da mit seinem Sohn veranstaltet. Ich versteh auch nicht das Deanna das gut heißt- Das Nelson da nichts dagegen setzen kann ist mir klar nach dem man seine letzten Gefühle wahrscheinlich in Vietnam verballert hat. Nach dem Abschnitt habe ich so eine richtige Wut angestaut auf solche Männer. Da würde man am liebsten in das Buch hüpfen und die vermöbeln. Ich an Trevors Stelle wäre schon längst gegangen und hätte ein Taxi zum Hotel oder gar nach Hause genommen.
    So aber hier meine Eindrücke zu den einzelnen Kapiteln.


    19.
    Wie ähnlich sich doch Jonathans Sohn Trevor und Nelson doch sind, aber auch teilweise Jonathan und Clete. Den Jonathan scheint wohl auch nicht gerade glücklich mit seiner Frau zu sein. Auch der Bezug zu Trevor ist zwar nicht ganz so kühl, aber auch nicht intensiv. Aber was mich noch mehr entsetzt ist sein Alkoholkonsum. Hier scheint sich auch wieder eine schlechte Vater-Sohn Beziehung zu wiederholen. Kein Wunder das er Nelson anhimmelt, wahrscheinlich ist er genauso wie Wilbur für ihn war eine Art Freund und Vorbildfunktion. Wie soll auch Jonathan verstehen das Trev Rachel liebt, wenn er es selbst nicht so erlebt hat? Wie bitte kann er Liebe mit Eissorten vergleichen, auch wenn es sich lustig anhört. Eigentlich traurig das Jonathan nicht begeistert ist das er Rachel liebt. Lieber wäre ihm ein Sohn der ständig neue Freundinnen hat. Ich kann verstehen, das Trev entsetzt ist von seinem Vater. Er hat gar keinen blassen Schimmer was in Trev vor sich geht. Wie sollen die beiden Tacheles reden, wenn sie noch gar nicht vorhaben Sex miteinander zu haben? Aber Jonathan hört Trev gar nicht zu, ich glaube er hat nur Angst das es Trev so ergeht wie ihm. Eigentlich traurig das Jonathan seine Frau betrügt, während diese wahrscheinlich annimmt das er im Zeltlager ist. Jonathan scheint sich schon sehr zum negativen verändert zu haben. Er hat eine Affäre mit einer Frau die ihn nicht mal unbedingt sexuell beglückt und er will Trev die Illusion von wahrer Liebe wegnehmen, schade. Dazu will er sie unbedingt auch noch Trev vorstellen, warum? Das er noch Kontakt zu Nelson hat wundert mich am meisten.
    Ich hatte es fast befürchtet das Trev in Vietnam und das er nicht verheiratet war. Da hat wohl ein wenig Wilburs Leben eine Rolle gespielt.
    20.
    Ich bin gespannt wie Trev die Vorstellung von Deanna aufnimmt, vor allem was beabsichtigt er damit? Na Nelson scheint ja ein ganzer Wilbur geworden zu sein, wenn er sogar den gleichen Schnurrbart hat. Aber er scheint auch ein wahrer Gentleman zu sein. Nelsons Getränke musste ich gleich mal googeln was das für Whiskeysorten sind. Wundert mich das er Alkohol trinkt, aber er ist ja auch erwachsen und nicht im Camp. Ohh ich ahne schon das dieses Abendessen kein gutes Ende nehmen wird. Spätestens wenn Trev herausbekommt oder erfährt wer Deanna ist. Oha Nelson sieht das Camp ähnlich wie ein Straflager, da scheint sich also einiges verändert zu haben gegen früher. Wenn Nelson wüsste wie wunderbar Jonathans Leben ist, nämlich gar nicht so toll wie er erzählt. Oje ich fürchte das wird der Alptraum werden für Trev, jetzt wo er weiß das die beiden ein Verhältnis haben. Jonathan mutiert langsam zu dem Arsch wie ich schon gleich am Anfang von ihm vermutet hatte. Ohne Rücksicht auf Verluste nur an sich denkend sagt er seinem Sohn die Wahrheit. Eigentlich traurig das er Trev so seine Liebe zu Rachel madig macht. Oje das sind ja zwei rechte zusammen gekommen, die den armen Trev die ganze Illusion von Liebe wegnehmen. Den auch Nelson ist ja was dieses Thema angeht geschädigt. Ich kann Trevs Frust und Trauer so gut verstehen. Hoffentlich schaden sie ihm da nicht für die Zukunft. Vor allem was mich ärgert ist das Jon davon ausgeht das Rachel ihn betrügt und verlässt. Es kann doch genauso gut anders herum sein.
    21.
    Wilbur ist wieder auf eine ganz andere Art vom Vatersein geschädigt. Ich frage mich nur wie wollen die ihren Kindern oder Wilbur den Jungs aus dem Camp ein Vaterbild vorleben? Auch Nelson wird das nie können, weil er von seinem Vater dies nie erlebt hat. Und im Grunde raubt er auch Nelson noch seine einzige Liebe, seine Mutter. Klar meint es Wilbur gut, aber ich weiß nicht ob das alles gut für Nelsons Zukunft war. Im Grunde hat er den Rest Liebe in seiner Mititärakademie verloren hat man so das Gefühl. Und dieser Gang durch den Tunnel hört sich doch für mich fast wie die Latrine damals, nur nicht so stinkig. Ich weiß nicht ob man so eine Zukunft einem Kind wünschen sollte, ich glaube eher nicht.
    22.
    Trevor zeigt Jon, aber auch Deanna auf das sie ein schlechtes Gewissen haben sollten, was auch gut so ist. Das war die denkbar dümmste Idee die Jon tun konnte so was zu dem Zeitpunkt Trev zu sagen. Wahrscheinlich war es überhaupt schlecht ihm so was zu sagen, den er wird seinen Vater dafür verachten, da bin ich mir sicher. Anstatt das er froh ist das sein Sohn so ist, will er unbedingt das er so wird wie er. Man bekommt langsam eine richtige Wut auf Jon, zu mindestens geht es mir so. Ich frage mich gerade wirklich warum er dann Trev zu den Pfadfindern geschickt hat? Für mich treffen da zwei herzlose Männer aufeinander (wo bei Jon noch schlimmer ist), die einen jungen Mann zerstören wollen. Und ich hoffe ehrlich gesagt nicht das sie es schaffen werden.


  • Ich kann mit deiner Einschätzung und auch mit dem was du schreibst voll mitgehen. Ehrlich gesagt hat es mich auch entsetzt das Sarah bei den Kondomen mitgemacht und ihm diese aufschwatzen wollte.Aber vielleicht meinte sie es auch nur gut, weil sie dachte das er Jon ähnlich ist?
    Das dieser Restaurantbesuch ein Alptraum wird hatte ich schon fast befürchtet. Aber je weiter er geht desto wütender werde ich auf Jon.
    Es könnte durchaus sein das auch das Leben von Butler hier mit einfließt. Vielleicht nicht so krass, aber man könnte es sich gut vorstellen.
    Deanna kann ich ebenfalls nicht verstehen. Klar scheint ihr Mann ja auch eine Affäre zu haben, aber sie hat ja auch Kinder und sollte sich doch eher in diese hineinversetzen können.


  • Ja ich vermute das er das Trev zeigen will, was will er ihm auch anderes zeigen, er scheint ja nie die wahre Liebe gefunden zu haben.
    Die 100 $ Wette fand ich auch total krass, wie kann man nur so verbohrt sein?


    Vor Nelson habe ich keinen Respekt, für mich ist er ein ziemlicher Eisklotz geworden. Im geht nicht mal das Gespräch zwichen Jon und Trev nach, geschweige den das er eingreift.
    Nein ich muss sagen Nelson hat bei mir seine Sympathie ein wenig eingebüßt.


    Da hast du recht Jon hat Trevs Leben zu einem Scherbenhaufen gemacht, das macht mich auch unendlich wütend wie man so was tun kann.


    Na wem soll Wilbur auch das Geld vermachen, wenn er niemand anderes hat?


    Ich frage mich wie so Trev weiter an eine Familie und Liebe glauben soll wenn man so was gegen dem Latz geknallt bekommt?

  • Jonathan scheint es in seinem Leben tatsächlich zu etwas gebracht zu haben. Zumindest hast er sich ein Leben erarbeitet, wo er finanziell sorglos leben kann.
    Als Trevor die Knoten erneuert und es heisst " .. also haben sie doch etwas richtig gemacht, er und Sarah. Wenigstens auf den Jungen können sie stolz sein."
    Das klingt jetzt, als ist es das einzige, auf was sie in ihrem gemeinsamen Leben stolz sein können und wenn man weiter liest, scheint sich dies ja auch wirklich leider zu bestätigen. Da tuen sich ja Abgründe auf.
    Tja... ob Sarah Jonathan wirklich liebt und ihre Gefühle echt sind.. vielleicht. Aber was Jonathan da von sich gibt mit dem Satz " ich vermisse Dich jetzt schon " .. da sieht man ja einige Seiten weiter das er wunderbar Lügen kann. Der Mann ist doch das allerletzte.


    Trevor scheint deutlich vernüftiger und erwachsener zu sein als sein Vater, besonders als es um den Alkoholkaufrausch geht finde ich es echt schon peinlich, dass er dem Vater sagen muss das es vielleicht nicht so passend ist, wenn er die ganze Woche betrunken ist.
    Irgendwie finde ich die ersten Seiten dieses Absatzes auch mehr als zähflüssig, da sind viele Infos drin die man nicht braucht aber endlos lang gezogen und mich nervt etwas der Tonfall unter den beiden ich finde die Art wie Jonathan redet sehr " rotzig" und passt eigentlich nicht zu dem, was er meint zu sein. Zu seinem Sohn zu sagen: "Halt die Fresse "in einer normalen Unterhaltung ist für mich mehr als primitiv. Auch wie dann weiter beschrieben wird wie Jonathan in die Botanik pinkelt.. also sorry.... mich interessiert es nicht wie und wo er sich erleichtert und dann das Ganze über 2 Seiten zu ziehen bringt für mich im Moment den vorher so guten Teil des Buches total zum kippen.
    Kurz danach seinen Sohn dann als verklemmten Tenager zu betitulieren... jeder andere wäre froh, wenn sein Kind mit so einer Vernunft ans Leben rangeht wie Travor. Da kann sich selbst Jonathan eine Scheibe von abschneiden und einiges von ihm lernen. Jedoch Jonathans Leben scheint eine einzige Scheinwelt und ein Lügenkonstrukt zu sein.


    Travor dann fast zu nötigen doch endlich mal Kondom anzunehmen und sie auszuprobieren finde ich auch das allerletzte, der Vater sollte Vorbild sein und akzeptieren, wenn sein Sohn sagt, soweit sind wir noch nicht. Nein er macht dann noch weiter indem er sagt: .. willst Du Dir nicht ein bisschen anonymen Sex gönnen ? Also sorry sowas als Vater.... irgendwie haben die Väter da alle einen Hau.


    Dann denkt Jonathan über Deanna seine heimliche Geliebte nach... was für ein ekelhafter frauenverachtender Kerl ..das eine mini kleine Kaiserschnittnarbe ihm seine Lust nimmt aber er einfach weiter macht weil wenn man schonmal soweit ist ... warum aufhören. Jonathan ist bei mir sowas von unten durch. Mir fehlen da echt die Worte. Ein ekelhafter Widerling ! :grmpf: da kann man sich nur schütteln... die arme Sarah.. sie ahnt vermutlich nichts....
    Trevor ist überhaupt nicht vorbereitet, auf das was ihn erwartet. Er geht von intakten Familienverhältnissen aus. Das Jonathan da ohne irgendwelche Skrupel für seine Geliebte ein Zimmer bucht ist schon mehr als dreist und unglaublich. Trevor so vor vollendete Tatsachen zu stellen, da kann ich seine Reaktion nur zu gut verstehen.

  • Glaube mir Miss Lila das wird nicht besser. Ich bin am Ende des Abschnittes und nur noch geladen, wie man so zu seinem Jungen sein kann ist unvorstellbar.


  • SABO
    Ich teile Deine Meinung zu allem, was Du schreibst. Ich bin auch immer noch sprachlos. Jonathan liebt Trevor sicher auf irgendeine Art und Weise, aber mein Eindruck ist, er liebt vor allem sich selbst, es ist ihm nur wichtig, dass es ihm gut geht.


    Ja genau so sehe ich das auch, er scheint nur sich selbst zu lieben, an andere denkt er nur zweitrangig.
    Vielleicht meint er es sicher in manchem gut mit Trev, aber er soll doch seinen Sohn diese Erfahrung selbst machen lassen.


    Schon wieder ist mir noch was eingefallen. Ich lese generell ausgesprochen ungern Sex-Szenen in Romanen, aber diese hier fand ich (abgesehen davon, dass Jonathan so ein A... ist) sehr unterhaltsam - die Zipperlein des mittleren (oder sogar etwas mehr) Alters, die einem da so im Wege stehen, werden - so meine Meinung - sehr gelungen dargestellt.


    Finde ich auch das er das sehr gut geschrieben hat, auch wenn ich das jetzt nicht vermutet hatte dies in dem Buch zu finden. Allerdings nach dem Pornofilm im Camp war es fast zu erwarten das da noch was kommt.


  • Was ist das denn für eine Art von "Familienplanung". Die arme Sarah sitzt zu Hause und hat gar keine Ahnung, dass sie gerade ausgemustert wird, denn nach dieser Szene im Restaurant kann ich mir nicht vorstellen, dass Jonathan das bisherige Leben mit ihr nach dem Sommer fortzusetzen gedenkt.


    Das finde ich auch unglaublich, wo er sich kurz davor noch mit den Worten " ich vermisse Dich jetzt schon " verabschiedet hat. So ein hinterhältiger Kerl. Aber so wie sich das anhört, geht das ja schon ein paar Jahre so mit Deanna. Sarah scheint zu gut für diese Welt zu sein, dass sie da nichts mitbekommt oder ahnt.


    Überhaupt hat sich Jonathan zu einem wirklich schmierigen und unangenehmen Typen entwickelt. Ich fand es wirklich heftig, dass er und Sarah beide Trevor unbedingt Kondome aufdrängen wollten - offenbar richten sie sich da ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen in dem Alter und können es gar nicht verstehen, dass Trevor da anders tickt. Dazu gehört auch, dass Jonathan ihm die Beziehung zu Rachel wiederholt madig macht. Auch wie er selbst über Sex spricht (mit Deanna) und denkt, empfinde ich als unangenehm und als frauenverachtend.


    Das sehe ich auch so, sehr frauenverachten und kurz gesagt das allerletzte ! Trevor will seine Verliebtheit geniessen und sein Vater macht im da alles madig, sehr traurig und schade !


  • Zuerst hab ich gedacht, was hat er doch für ein Glück gehabt, dann..er tritt es mit Füßen, auf der anderen Seite wirkte Sarah auf mich auch irgendwie abgeklärt/ernüchtert..sie war bestimmt froh ihn mal los zu sein..wenn er sich von ihr trennen würde, könnte sie nur gewinnen.


    Das habe ich auch in dem Moment gedacht, da hat sie ja was gemeinsam mit Nelsons Mutter Dorothy. :zwinker:


    Dann im Auto - nach dem Alkohol-Kaufrausch..menno menno..dachte ich, er sei ein altes Ekel, trotzdem kamen immer ein paar sanfte Töne hervor, ich glaube schon, dass er seinen Sohn liebt, aber er muss von Trevor ein ziemlich falsches Bild gehabt haben, so locker ist der Junge nicht.


    Vielleicht liebt er Trevor.. dann aber auch eine seltsame Art. Er will ihm sein Leben überstülpen. Aber Trevor weiss was er will und lässt sich da auch nicht beirren. Ich hoffe das bleibt auch so.
    Ich finde es schon peinlich, dass der Vater nichtmal den Namen der Freundin weiss :gruebel:


  • Jonathan hatte kein Recht seinem Sohn die moralische Unschuld, seine Leichtigkeit zu nehmen, erst hackt er auf seiner Freundin rum und dann serviert er Trevor seine Affäre und hat kein Verständnis dafür, dass Trevor sich dagegen wehrt.
    Er will, dass sich sein Sohn die Hörner abstößt, soll der doch selbst entscheiden, was für eine Art Mann er werden will..was will sein Vater also, dass sich sein Junge durch die Gegend vögelt - in allerbesten HIV-Zeiten..(was ja auch Trevor bemerkte..)
    Das er so wird wie er?


    Vermutlich ist der dann endlich für ihn der optimale Sohn, den er sich wünscht. Er akzeptiert gar nicht seine Anderssein und wertschätzt es in keiner Weise.


    Mich erinnert Trevor ganz schön an Nelson und ich wette, Jonathan hat das auch bemerkt undbenimmt sich auch deswegen so schnöde.


    Das dachte ich dann auch.. vielleicht reagiert Jonathan auch deshalb so ruppig, weil ihn genau das stört.


  • Dieser Abschnitt war wirklich harter Tobak und geht mir ziemlich nahe, weil ich nicht gut finde was Jonathan da mit seinem Sohn veranstaltet. Ich versteh auch nicht das Deanna das gut heißt- Das Nelson da nichts dagegen setzen kann ist mir klar nach dem man seine letzten Gefühle wahrscheinlich in Vietnam verballert hat. Nach dem Abschnitt habe ich so eine richtige Wut angestaut auf solche Männer. Da würde man am liebsten in das Buch hüpfen und die vermöbeln. Ich an Trevors Stelle wäre schon längst gegangen und hätte ein Taxi zum Hotel oder gar nach Hause genommen.
    So aber hier meine Eindrücke zu den einzelnen Kapiteln.


    Da ging es mir genauso wie Dir.. ich wurde immer wütender auf Jonathan und sein Verhalten das ich gedacht habe gleich platze ich. Die Frauen sind für ihn eher ein Stück irgendwas als ein wertvolles Geschöpf. Traurig, dass genau so viele Männer denken. Ich hätte Johanthan auch am liebsten so richtig vermöbelt, schon alleine weil Sarah nichts weiss von alledem was er da treibt. :grmpf:


    19.
    Wie ähnlich sich doch Jonathans Sohn Trevor und Nelson doch sind, aber auch teilweise Jonathan und Clete. Den Jonathan scheint wohl auch nicht gerade glücklich mit seiner Frau zu sein. Auch der Bezug zu Trevor ist zwar nicht ganz so kühl, aber auch nicht intensiv. Aber was mich noch mehr entsetzt ist sein Alkoholkonsum. Hier scheint sich auch wieder eine schlechte Vater-Sohn Beziehung zu wiederholen. Kein Wunder das er Nelson anhimmelt, wahrscheinlich ist er genauso wie Wilbur für ihn war eine Art Freund und Vorbildfunktion. Wie soll auch Jonathan verstehen das Trev Rachel liebt, wenn er es selbst nicht so erlebt hat? Wie bitte kann er Liebe mit Eissorten vergleichen, auch wenn es sich lustig anhört. Eigentlich traurig das Jonathan nicht begeistert ist das er Rachel liebt. Lieber wäre ihm ein Sohn der ständig neue Freundinnen hat. Ich kann verstehen, das Trev entsetzt ist von seinem Vater. Er hat gar keinen blassen Schimmer was in Trev vor sich geht. Wie sollen die beiden Tacheles reden, wenn sie noch gar nicht vorhaben Sex miteinander zu haben? Aber Jonathan hört Trev gar nicht zu, ich glaube er hat nur Angst das es Trev so ergeht wie ihm. Eigentlich traurig das Jonathan seine Frau betrügt, während diese wahrscheinlich annimmt das er im Zeltlager ist.


    Tja ist nicht genau das die Realität? Genau das was auch immer im echten Leben leider immer wieder passiert? Der eine ahnt nichts und denkt alles ist in Bester Ordnung und der andere ist schon längst ganz wo anders in einem anderen Leben angekommen. Das kommt mir grad sehr bekannt vor aus meiner ersten Ehe. Allerdings waren wir gerade erst 4 Wochen verheiratet... ich lag damals im Krankenhaus und er war bei einer ( damals dachte ich noch gemeinsamen ) Freundin. Ihre Mutter hatte uns damals dogar noch die Hochzeitstorte gemacht und währen dich nichtsahnend im KH lag und er sagte mir noch er geht zu denen auf eine Party, vögelte er rum und genau da wurde sie schwanger. Als ich dann aus dem KH kam und meine Vermutung sich bestätigte schmiss ich ihn ohne mit der Wimper zu zucken raus. Daher kann ich Sarahs Gefühle nur zu gut nachvollziehen, sie ahnt nichts und wird dabei total hinters Licht geführt und irgendwann kommt das Böse erwachen.

  • ach da fällt mir noch etwas ein.... Nelson ist Klasse... er bieet Trevor an einen Tag eher ins Camp zu kommen wenn er möchte. Jonathan scheint tatsächlich mit ihm ein Problem zu haben so wie er ihn anfährt : Es ist verdammt nochmal mein Sohn".. irgendwas schlummert da unausgesprochenes zwischen den Beiden


  • Tja ist nicht genau das die Realität? Genau das was auch immer im echten Leben leider immer wieder passiert? Der eine ahnt nichts und denkt alles ist in Bester Ordnung und der andere ist schon längst ganz wo anders in einem anderen Leben angekommen. Das kommt mir grad sehr bekannt vor aus meiner ersten Ehe. Allerdings waren wir gerade erst 4 Wochen verheiratet... ich lag damals im Krankenhaus und er war bei einer ( damals dachte ich noch gemeinsamen ) Freundin. Ihre Mutter hatte uns damals dogar noch die Hochzeitstorte gemacht und währen dich nichtsahnend im KH lag und er sagte mir noch er geht zu denen auf eine Party, vögelte er rum und genau da wurde sie schwanger. Als ich dann aus dem KH kam und meine Vermutung sich bestätigte schmiss ich ihn ohne mit der Wimper zu zucken raus. Daher kann ich Sarahs Gefühle nur zu gut nachvollziehen, sie ahnt nichts und wird dabei total hinters Licht geführt und irgendwann kommt das Böse erwachen.


    Zum Glück habe ich so was noch nie erlebt und bin mit meinem Mann seit bald 30 Jahren verheiratet. Klar gab es auch bei uns Zeiten, die nicht immer rosig waren, aber da muss man gemeinsam durch. Ist das nicht der Sinn einer Ehe das man auch durch Täler muss? Das ist schon hart und das nach 4 Wochen, da frage ich mich warum hat er dich dann geheiratet? Eigentlich schon traurig, ich hoffe du hast dann wenigstens schnell jemand netteren kennengelernt?
    Aber bei Jon hatte ich das Gefühl das er seine Frau recht schnell abgeschrieben hat.


    Ja leider ist das heute gang und gebe traurig aber wahr. Das ist aber auch ein Stückweit unsere egoistische Welt.
    Naja das böse erwachen wird wohl kommen wenn Trev das seiner Mutter erzählt oder aber Jon die Courage hat es seiner Frau selbst zu sagen.