Shane Dawson - I Hate Myselfie

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Shane Dawson: I Hate Myselfie - A Collection of Essays



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    Über das Buch:


    Dieses englische Buch ist eine Essay-Sammlung von Shane Dawson (geboren als Shane Lee Yaw) über dessen eigenes bisheriges Leben.
    Shane Dawson hat den immer noch etwas skeptisch beäugten Beruf Youtuber: Er verdient sein Geld damit, Videos auf die Plattform Youtube hochzuladen, mit seinen Fans und 'Followern' so zu kommunizieren und nebenher zu versuchen seine eigenen Träume in die Tat umzusetzen.


    Um diese Träume und die Schwierigkeiten während seiner Kindheit und Jugend geht es in diesem Buch. Es enthält 19 Essays, ein Vor- und ein Nachwort.
    Sie handeln von seiner in sich selbst widersprüchlichen Selbstwahrnehmung, seiner sehr stark übergewichtigen Jugend, seinem problematischen Vater, seinen ersten Ausflügen in die Sexualität und seinem Sein als sogenannten 'Youtube-Star'.



    Inhalt und Stil:


    Jedes Essay wird eingeleitet von einem Bild, das ein Fan von Shane Dawson gezeichnet hat. Shane hatte zuvor im Internet dazu aufgerufen, sich Auszüge seiner Essays schicken und sich inspirieren zu lassen und Fanart zurückzusenden. Was ihm am besten gefiel wählte er dann für das Buch aus.


    Die Kapitel sind in angenehmer Länge, der Schreibstil ist typisch Shane: skurril, selbstgeißelnd/-ironisch, sarkastisch bis zynisch und eine spannende Mischung aus ehrlich und überspitzt.
    Oftmals liest man die Worte mit Shanes Stimme in Ohr und Kopf, was für eine Authentizität des Geschriebenen sprechen könnte.
    Mit Witz und Provokation schreibt er über alltägliche Probleme die alle etwas angehen, aber auch über seine eigenen Traumata - und er versucht darzulegen, warum er so ist wie er ist, und warum er seine Internetpräsenz garnicht so sehr wertschätzt, wie es seine Fans tun.


    Meine Meinung:


    Shane Dawson ist weder super bekannt, noch kann man ihn "einfach gern haben". Er ist - beziehungsweise war - provokant, fordert Grenzen heraus und ist dabei oft unangenehm ehrlich. Insbesondere was sich selbst angeht. Manchmal weiß man trotzdem nicht, wann er ehrlich ist und wann er übertreibt, sein Internet-Ego annimmt, um von den beinahe offensichtlichen Problemen abzulenken.
    Das weiß man vor allem wenn man seinem Youtube-Kanal folgt und seine etwas neueren Videos angeschaut hat. Der Wandel seiner Selbstdarstellung - und wahrnehmung ist eindeutig, der frühere Shane (der mit Provokation, Überspitzung und problematischen Witzen von anderen Dingen abzulenken versucht hat) ist zwar in diesem Buch noch sehr existent, nicht mehr aber so sehr in seinem 2. Buch oder seiner heutigen Internetdarbietung.


    Fakt ist jedoch, dass das Buch vor allem für Fans von Shane sehr wertvoll sein kann. Er hat durchgemacht, was viele durchmachen oder erlebt haben. Er gibt zu, dass er vielleicht nicht sich selbst hasst, dafür aber um so mehr seine Art der Selbstdarstellung, von der er trotzdem nicht lassen kann. Und das hat mich sehr berührt, ich persönlich habe ihn ein wenig mehr verstanden und habe nun nur noch mehr Respekt vor ihm. Er ist nicht für jeden eine tolle Form des Entertainments, aber für mich war das Buch berührend, abstrus und unterhaltend zugleich.
    (Wie seine Videos halt... :)...)



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