06 - Kapitel 27 bis Ende (Seite 370 bis Ende)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kanya.

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 370 bis zum Ende schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Avila ()

  • Ahhh, das war wirklich von Simon fingiert!! Und ich dachte, meine Phantasie geht mit mir durch. :breitgrins: Und Jake hat sich ebenfalls als fieser Gegenspieler entpuppt und hatte seine Finger genauso mit drin. Am Ende ergibt sich also ein stimmiges Bild, warum gerade diese vier Menschen. Da sieht man mal wieder, was Kleinigkeiten bei Menschen bewirken können. Klar, Simon ist jetzt ein krasses Beispiel, aber wenn ich manchmal zurückdenke und überlege, an was für Kleinigkeiten ich mich nach all den Jahren noch erinnere, woran sich wahrscheinlich kein anderer der Beteiligten erinnert… Menschen sind sehr kompliziert und empfindsam, das darf man im Umgang miteinander wohl nie unterschätzen.


    Janae tut mir richtig Leid – für mich ist sie mit die tragischste Figur in dem Buch! Sie hat von Anfang an von Simons Plan gewusst und war dagegen. Doch ihre Gefühle für Simon waren dennoch so groß (kein Wunder, wenn er ihr einziger Freund ist!), dass sie ihn nicht verraten wollte. Trotzdem vermisst sie ihn zum einen, aber zum anderen verflucht sie ihn auch irgendwie, weil er sie in eine solche Lage bracht. Sie merkt, dass der ganze Plan schwachsinnig ist, will ausbrechen, aber kann es nicht wegen Jake. Und dann kümmern sich ausgerechnet die Menschen nach Simons Tod um sie, die sie in die Pfanne hauen soll. Kein Wunder, dass sie immer abgemagerte wurde und überhaupt nicht mehr glücklich war. So etwas kann einen innerlich auch nur zerreißen!


    Nate kriegt im Gefängnis ganz schön was ab – so viel, dass er Bronwyn von sich wegstößt. Ach Nate, so funktioniert das doch nicht – immerhin merkt er das irgendwann. Ich dachte schon, Bronwyn wäre vielleicht zu stolz, aber ihre Gefühle sind viel zu stark dafür. Gott sei Dank! Es wäre ja grauenvoll gewesen, wenn die Beiden deswegen nicht mehr zusammen gekommen wären. Auch wenn sie natürlich noch nicht zusammen sind, aber nach der letzten Epilogszene bin ich mir doch sehr sicher, dass das wieder wird. Wobei es immer schwierig ist, eine Schulbeziehung während der Uni-Zeit aufrecht zu erhalten. Ich habe das zumindest nicht geschafft.


    Toll ist übrigens auch Kris! Er fügt die Puzzleteile richtig zusammen und schafft somit die Lösung. Manchmal ist es für einen Außenstehenden einfach einfacher die Zusammenhänge zu erkennen, als wenn man mitten drin vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr erkennt. Das fand ich von der Autorin toll gelöst, weil die Vier alle Puzzleteile gefunden haben, aber Kris sie dann kombiniert hat.


    Ja, alles in allem ein tolles, spannendes Buch – und perfekt für eine Leserunde, da es viel Platz zum Spekulieren bot!

  • Während des letzten Abschnitts habe ich mich mehrfach gefragt, wie McManus dieses Verwirrspiel zu einem guten und rundherum schlüssigen Ende führen will - nur um jetzt festzustellen, dass ich mir diese Frage echt hätte ersparen können. Die Idee der Autorin ist wirklich richtig gut!
    Simon ist also wirklich so Kass drauf, dass er das alles selbst eingefädelt hat! Seine Anstachelungen bezüglich potenzieller Attentäter haben in die richtige Richtung gewiesen, wenngleich Simon einen noch ausgefeilteren Weg wählt... Und ja, Jake springt dann als Trittbrettfahrer auf - allerdings auf noch viel perfidere Art und Weise als ich es mir vorstellen konnte. Ich bin überzeugt, dass Simon psychisch extrem krank war - bei Jake ist es Arroganz, Macht, die Möglichkeit Kontrolle über andere auszuüben und schlicht und ergreifend Rache. Er ist für mich unter dem Strich noch widerlicher als Simon.
    Und Janae? Puh, ich tu' mich wirklich schwer. Sie hätte sich früher von Simon lösen und seine Phantasien erst nehmen müssen, dann hätte dies alles vielleicht verhindert werden können. Andererseits: wie kann man von einem Teenager erwarten, dass sie alles richtig bewertet und einordnet, um dann ihren einzigen Freund zu "verraten"? Ich bin mir sicher, dass sie hinterher schlauer ist und sie wird vermutlich noch sehr, sehr lange unter dem Erlebten leiden.
    Was für ein Glück, dass Cooper Addy nicht nur zu Janae gefahren, sondern auch vor der Tür auf sie gewartet hat! Sonst wäre das vermutlich noch viel übler ausgegangen... Heftig, wie Jake da draußen in diesem Wäldchen vollends frei dreht! :entsetzt: Etwas überrascht hat mich übrigens, dass ihm dafür Körperverletzung vorgeworfen wird. Ich weiß ja nicht, ob es in den Vereinigten Staaten auch eine Unterscheidung zwischen Körperverletzung und schwerer Körperverletzung gibt, aber in diesem Fall kann man definitiv von einem Tötungsversuch sprechen, finde ich.


    Was "One of us is lying" übrigens sehr gekonnt vermittelt, ist die Tatsache, dass es im Leben Vertraute, sprich Freunde und/oder Familie braucht! Nicht nur Nate zeigt das am Ende - er war eine solche Situation nicht gewohnt, da er den größten Teil seines Lebens auf sich alleine gestellt war, und hat deshalb Bronwyn lieber von sich gestoßen. In der irrigen Annahme, ihr damit etwas Gutes zu tun... :rollen: Auch die anderen beweisen, dass sie alleine nicht allzu weit kommen: Addy nähert sich ihrer großen Schwester an und begreift dadurch, dass man für sich alleine sprechen und sich emanzipieren muss. Bronwyn lernt auch irgendwie, dass sie ihrer kleineren Schwester mehr zutrauen darf, denn Maeve kann trotz ihrer schlimmen Erkrankung mehr wegstecken als Bronwyn annimmt. Und Cooper begreift, dass längst nicht alle in seiner Familie gegen ihn sind und er mit Kris eine große Hilfe (bezüglich Simon) und vor allem auch viel Verständnis (Kris fragt Cooper sehr süß, ob sie sichtbar Hand in Hand gehen wollen) bekommen hat.


    Alle vier ehemaligen Tatverdächtigen haben eine harte Zeit durchgemacht, aber sie haben am Ende auch etwas gewonnen, das sehr wichtig ist:
    Addy: Sie begreift, dass sie sich nicht nur von Jake richtig frei machen musste, sondern auch von ihrer Mutter, die wahrlich krude Vorstellungen von einer Partnerschaft hat. Schade, dass Addy sich auch von TJ verabschiedet, aber ich denke, es ist - nüchtern betrachtet - die absolut richtige Entscheidung.
    Cooper: Er lernt nun sich in der Öffentlichkeit zu akzeptieren und anderen diese Akzeptanz ebenfalls zuzumuten! Die absolut richtige Entscheidung, auch wenn sie nicht leicht ist und durch ein Fremdouting quasi erzwungen wurde. Außerdem finde ich es toll, dass er sich ebenfalls von seinem Vater emanzipiert, denn er hat sich für ein College entschieden und nicht - wie von seinem Dad erhofft - von einem Profiteam. Das Argument, dass ihn die CalState wählen lässt, finde ich schlagend!
    Nate: Er muss lernen, seiner Mutter nach all den Jahren wieder zu vertrauen, was schon hart sein muss. Ich denke, dass ihm Bronwyn eine riesige Hilfe sein wird und er vor allem mit ihr lernen kann, sich auf andere Menschen einzulassen und sich anzuvertrauen.
    Bronwyn: Ihr Lerneffekt ist vielleicht der kleinste, aber auch sie befreit sich ein Stück weit von den Ansprüchen ihren Eltern und vor allem auch von ihrem schlechten Gewissen. Ich denke, dazu gehört eine ordentliche Portion Mut und ich finde es toll, dass Yale in dieser Form antwortet! Es wäre toll, wenn sie nach einem Studium für Until Proven tätig sein wird.

    Liebe Grüße

    Tabea


  • Während des letzten Abschnitts habe ich mich mehrfach gefragt, wie McManus dieses Verwirrspiel zu einem guten und rundherum schlüssigen Ende führen will - nur um jetzt festzustellen, dass ich mir diese Frage echt hätte ersparen können. Die Idee der Autorin ist wirklich richtig gut!


    Ja, oder? Da hatte man schon fast Angst dass das Ende durch eine langweilige Lösung total verdorben wird. Kann ja bald nicht sein dass ein Buch von vorne bis hinten der Hit sein könnte.
    Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen dass Jake seine Finger da mit im Spiel hatte. Das hat die Autorin genial gelöst. Damit der Leser Jake in Verdacht haben könnte, hätte er öfter "da" sein müssen.
    Mit dem Mordfall konnte man ihn ja gar nicht in Verbindung bringen, er war die ganze Zeit "nur" der Ex von Addy. Ein Typ, der immer nur wie ein Neandertaler durchs Bild latscht und für mich bisher nur die Aufgabe hatte aufzuzeigen, wie leicht Addy sich von anderen Menschen unterdrücken lässt.
    Wie genial einfach mal aus einer Nebenfigur (das war er meiner Meinung nach) den Täter zu machen. Hut ab Frau Autorin!


    Mir hat auch nicht nur der Mordfall an sich gefallen. Richtig spannend waren auch die Handlungen zwischen den Figuren. Alle entwickeln sich weiter, teilweise sogar so sehr, dass man sie kaum wieder erkennt. Besonders Addy konnte mich da überraschen. Die konnte ich am Anfang überhaupt nicht leiden, so war sie doch die obligatorische Schul-Oberzicke. Mittlerweile mag ich sie am ehesten, und das nicht nur weil sie sich als einzige um Janae gekümmert hat, als man diese noch überhaupt nicht einschätzen konnte. Janae hätte ja auch die Täterin sein können.
    Auch die Botschaft hat mir gefallen. Zusammen sind wir stärker! Ich hatte wirklich erwartet das die Vier sich bald gegenseitig fertig machen würden. Das Gegenteil ist passiert, und im nachhinein denke ich mir, gut so. Das Buch hätte eine ganz andere Richtung eingeschlagen.


    Ich kann erst ab morgen wieder antworten. Jetzt muss ich auf einen Karnevalszug helfen gehen. Allen ein fröhliches "Alääf".

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.


  • Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen dass Jake seine Finger da mit im Spiel hatte. Das hat die Autorin genial gelöst. Damit der Leser Jake in Verdacht haben könnte, hätte er öfter "da" sein müssen.


    Vor allem hätte ich niemals für möglich gehalten, dass Jake das Wissen, dass Addy ihn betrogen hat, so lange versteckt halten konnte! Aber diese extrem fiesen Rachegedanken haben ihn ruhig gehalten und somit verhindert, dass ich auf ihn als Involvierten gekommen wäre. Jake ist wirklich ein mieser Kerl - er hat Addy noch getröstet, mit ihr geschlafen, sie auf's Revier gefahren, etc. Ein Wahnsinn!


    Zitat

    Besonders Addy konnte mich da überraschen. Die konnte ich am Anfang überhaupt nicht leiden, so war sie doch die obligatorische Schul-Oberzicke. Mittlerweile mag ich sie am ehesten, und das nicht nur weil sie sich als einzige um Janae gekümmert hat, als man diese noch überhaupt nicht einschätzen konnte. Janae hätte ja auch die Täterin sein können.


    Allerdings! Addy hat in meinen Augen auch die deutlichste und zugleich positivste Änderung genommen. Vor allem ihr einfühlsames Verhalten gegenüber Janae war toll und vermutlich ist genau dieses Verhalten auch die einzige Möglichkeit mit einem Außenseiter so zu kommunizieren, dass er sich öffnet. Addy hat Janae ernst genommen und Interesse an ihr gezeigt. Sie konnte mit ihr mitfühlen, weil sie selbst gerade in ihren Grundfesten erschüttert wurde und hat Janae dahingehend nicht bedrängt.

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Dieses Finale ist heftig ausgefallen! Aber es ist ein logischer und auch stimmiger Schluss!
    Kompliment an die Autorin!


    Simon hat alles geplant und dann auch durchgezogen. Das hab ich ja irgendwie für möglich gehalten. Wo ich mich völlig verrechnet habe, war Jake! Er war mir absolut unsympathisch, ein mieser Charakter - aber dass er sich als machtbesessener und kontrollwütiger Irrer herausstellt - das hat mich schon überrascht! Aber es passt! So erschreckend das auch ist!


    Aber wenigstens hatte ich mit der Annahme, dass keiner der vier ein Mörder ist, recht! Das freut mich doch sehr!


    Es ist erstaunlich, welche Entwicklung die vier in dieser Zeit durchgemacht haben!
    Und das war auch ein spannender Bereich dieses Buches! Denn alle haben eine wesentliche Veränderung durchgemacht! Mir hat auch die Schilderung der Veränderungen in den Beziehungen untereinander gefallen. Meiner Ansicht nach wurde die Geschichte psychologisch sehr schlüssig erzählt! Ich konnte die einzelnen Personen verstehen, ihre Handlungen waren meist nachvollziehbar.
    Und dazu kommt die Beschreibung eines Milieus, das mir ziemlich fremd ist. Erschreckend interessant! Ist es tatsächlich so? Dass Gossip-Apps so einfach Leben zerstören?


    Ein beeindruckendes Jugendbuch :smile:


  • Da sieht man mal wieder, was Kleinigkeiten bei Menschen bewirken können. Klar, Simon ist jetzt ein krasses Beispiel, aber wenn ich manchmal zurückdenke und überlege, an was für Kleinigkeiten ich mich nach all den Jahren noch erinnere, woran sich wahrscheinlich kein anderer der Beteiligten erinnert… Menschen sind sehr kompliziert und empfindsam, das darf man im Umgang miteinander wohl nie unterschätzen.


    Das hab ich mir zwischendurch auch gedacht - allerdings ist es doch so, dass man immer wieder etwas sagt, was eventuell verletzend wird (auch wenn das oft Interpretationssache ist). Deshalb kann man doch nicht schweigsam durchs Leben gehen?



    Janae tut mir richtig Leid – für mich ist sie mit die tragischste Figur in dem Buch! Sie hat von Anfang an von Simons Plan gewusst und war dagegen. Doch ihre Gefühle für Simon waren dennoch so groß (kein Wunder, wenn er ihr einziger Freund ist!), dass sie ihn nicht verraten wollte. Trotzdem vermisst sie ihn zum einen, aber zum anderen verflucht sie ihn auch irgendwie, weil er sie in eine solche Lage bracht. Sie merkt, dass der ganze Plan schwachsinnig ist, will ausbrechen, aber kann es nicht wegen Jake. Und dann kümmern sich ausgerechnet die Menschen nach Simons Tod um sie, die sie in die Pfanne hauen soll. Kein Wunder, dass sie immer abgemagerte wurde und überhaupt nicht mehr glücklich war. So etwas kann einen innerlich auch nur zerreißen!


    Ja! Sie ist wirklich die tragische Figur in diesem Buch! Aber warum hat sie bloß Simons Pläne nicht verraten - dann hätte Simon vielleicht überlebt! War sie selber so in ihrer Depression gefangen, dass sie die Sichtweise von Simon so vollständig übernommen hat? Und dann unfähig war, etwas dagegen zu tun? Später dann war es dann Jake, der ihre Hilflosigkeit ausgenutzt hat. Ich fürchte, dass Charaktere wie sie, tatsächlich vorkommen!


    Und jetzt muss ich unbedingt noch einmal in meinen Notizen nachlesen - momentan fällt mir nicht mehr ein, was ich noch unbedingt sagen wollte... :redface:


    Mir hat übrigens der Stil des Buches sehr gut gefallen: dass die vier Verdächtigen immer wieder zu Wort kommen, der Leser somit ihre Gedanken mitverfolgen kann, ist eine tolle Möglichkeit, die Geschichte in vielen kleinen Bausteinen zu erzählen! Einfach toll!

  • Was für ein tolles Buch und ein stimmiges Ende, das hat die Autorin wirklich super hinbekommen.
    Ein geschickt und stimmig aufgelöstes Puzzle.


    Also war es doch ein von Simon inszenierter selbstmörderischer Amoklauf im weitesten Sinne. Was für ein kaputter Typ. Und dann Jake. Ihn empfinde ich als krank und noch eine Ecke schlimmer als Simon. Wie er Addy angreift und auch nicht vor brutaler Gewalt zurückschreckt. Glücklicherweise kam Cooper gerade noch im richtigen Moment dazu, um ihn zu stoppen.


    Janae tut mir leid, es freut mich, dass sie sich zum Schluss öffnet. Ich denke, jetzt wo alles aufgedeckt ist, wird sie sich positiv verändern, zumal Jake sie auch nicht mehr unter Druck setzen kann.
    Bei Addy und TJ hatte ich bis zum Schluss die Hoffnung auf eine Romanze noch nicht ganz aufgegeben, aber naja.
    Ashton gönne ich ihr Glück mit Eli.
    Cooper will zuerst studieren, um sich dann auf sein Baseballspiel zu konzentrieren, gute Entscheidung. Er steht jetzt öffentlich zu Kris, das freut mich.
    Bronwyn und Jake, dazu fällt mir nur ein.. :herz: Addy hat nicht lockergelassen und Nate erklärt sich Bronwyn gegenüber. Das wäre jetzt aber auch zu blöd gewesen, wenn es bei den beiden nicht zu einem Happy End gekommen wäre.


    Die Charaktere wurden äußerst detailliert ausgearbeitet und beschrieben. Man konnte sich jede Person genau vorstellen mit all ihren Macken, Wünschen, Vorurteilen und Ängsten. Ein wirklich rundes Leseerlebnis. Das Spekulieren hat riesig Spass gemacht.

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.


  • Alle vier ehemaligen Tatverdächtigen haben eine harte Zeit durchgemacht, aber sie haben am Ende auch etwas gewonnen, das sehr wichtig ist:


    Das hast du schön zusammen gefasst und auf den Punkt gebracht. Diese Entwicklungen haben mir auch wirklich sehr gut gefallen und ich fand sie für ein Jugendbuch ausgesprochen ausgefeilt.


    Das hab ich mir zwischendurch auch gedacht - allerdings ist es doch so, dass man immer wieder etwas sagt, was eventuell verletzend wird (auch wenn das oft Interpretationssache ist). Deshalb kann man doch nicht schweigsam durchs Leben gehen?


    Auf keinen Fall, da hast du Recht. Als gesunder Mensch lernt man irgendwann mit diesen Verletzungen entweder umzugehen oder sie einzuordnen.



    Wurde eigentlich geklärt, wie Simon die ganzen Informationen für seine App erhalten hat? Ich meine nicht oder habe ich etwas überlesen?



    Und dazu kommt die Beschreibung eines Milieus, das mir ziemlich fremd ist. Erschreckend interessant! Ist es tatsächlich so? Dass Gossip-Apps so einfach Leben zerstören?


    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass sie zumindest auf das Schulleben ziemlich negativ auswirken können. Mobbing war ohne solche Apps schon schlimm genug. Aber immerhin hat man nach der Schule die Möglichkeit nochmal neu anzufangen.


  • Ein geschickt und stimmig aufgelöstes Puzzle.


    Gut formuliert. Das beschreibt es so ziemlich genau. Solltest du in deiner Rezi verwenden als Aufhänger :breitgrins:



    Bronwyn und Jake, dazu fällt mir nur ein.. :herz: Addy hat nicht lockergelassen und Nate erklärt sich Bronwyn gegenüber. Das wäre jetzt aber auch zu blöd gewesen, wenn es bei den beiden nicht zu einem Happy End gekommen wäre.


    Ich hätte es aber auch unglaubwürdig gefunden wenn sich Bronwyn und Nate sofort in die Arme gefallen wären. Nachdem was Nate so alles erlebt hat, er kennt nur kaputte Beziehungen (egal in welcher Hinsicht) und im endeffekt möchte er ja nur Bronwyn schützen.
    Das Ende so wie es da steht, ist für mich genau richtig. Und ich sehe Nates Abschluss-Grinsen genau vor mir :breitgrins:



    Das Spekulieren hat riesig Spass gemacht.


    Find ich auch. Das Buch ist für Leserunden perfekt geeignet. War ne schöne Leserunde :winken:

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Ich habe den letzten Abschnitt sehr hastig gelesen - nicht nur, weil ich wenig Zeit hatte. Es war einfach so fürchterlich spannend.


    Jetzt - etwas später - fällt mir aber auch, dass ich mich nicht daran erinnern kann, ob irgendwo gesagt worden ist, wie Simon zu all diesen Informationen über seine Mitschüler gekommen ist. Hab ich das überlesen? :redface: Vor allem, wie er Bronwyn ausspionieren konnte...


    :winken:

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()


  • Gut formuliert. Das beschreibt es so ziemlich genau. Solltest du in deiner Rezi verwenden als Aufhänger :breitgrins:


    Danke, das mache ich :breitgrins:

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Ich fand das Ende ziemlich cool gelöst, auch wenn ich Bedenken hatte, wie das alles ausgehen soll.
    Dass nun wirklich Simon dahinter steckt und Jakre da mit drin hängt, finde ich ziemlich krass, aber so wie es erklärt ist, macht es irgendwie Sinn. Aber ich muss sagen, auch wenn ich Simons Verhalten Schlimm finde und Janae darunter leiden muss, finde ich Jake noch viel schlimmer. Wie er Abby getäuscht hat und sie dann so fertig machen wollte. Ich bin froh, dass sie ihn los ist.


    Nate musste aber mal wieder am meisten durchmachen und ich fand es so schade, wie er Bronwyn danach zurückweist. Zum Glück kommen die beiden doch wieder zusammen und ich würde ihnen wirklich ein Happy End wünschen, denn sie sind ein tolles Paar.


    Die Rolle von Kris fand ich mit am besten, weil er alles auflöst und dafür sorgt, dass die vier doch ein Happy End haben können.


    Für mich war das Buch defintiv ein Highlight und ich bin echt begeistert.


  • Die Rolle von Kris fand ich mit am besten, weil er alles auflöst und dafür sorgt, dass die vier doch ein Happy End haben können.


    Kris hat mir auch sehr gut gefallen. Cooper hat wohl großes Glück direkt an einen solchen Freund zu geraten, mit dem er sich gut versteht, der besonnen ist, wo sein Coming-Out ihm ja schon viele Probleme bereitet. Da braucht man die nicht auch noch in der Beziehung. ;) (Also wenn ich da an Jake & Addy denke...) Ich habe auch das Gefühl, dass er Cooper erdet und ihm die Zeit lässt, die er braucht, um die Beziehung auch offen (also öffentlich) leben zu können.