J. Courtney Sullivan - All die Jahre

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • J. Courtney Sullivan - All die Jahre


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    Boston, 1957-2009


    In Irland ist es Tradition, das der Hof des Vaters an den ältesten Sohn übergeht, ob er sich eignet oder nicht, das wirft Charlies Lebensplan durcheinander,
    denn der alte Quinlan will sich zur Ruhe setzen. Sein Bruder Peter erbt den elterlichen Betrieb.
    Und so kommt es, das Charlie mit seiner Verlobten Nora und deren Schwester Theresa nach Amerika auswandert.
    Charlie hat eine Tante in Boston und vorerst wohnen sie in ihrer Pension.


    Klamme Kindheitserinnerungen an Irland, viele Namen und ebenso viele Schicksale.
    Die Armut der Familien, die Alkoholsucht der Männer, bigotte Priester, und Mütter, die auf dem Sterbebett immer die gleiche Bitte an ihre Älteste haben
    und die Verantwortung über die Jüngsten weitergeben.
    "Nora, versprich mir, dass du auf deine kleine Schwester Theresa aufpasst.."
    Der letzte Wunsch ihrer Mutter, gut auf Theresa aufzupassen, hindert sie fast ihr eigenes Dasein zu gestalten.
    Noras Herz ist gewebt aus Verzicht und Vernunft, Theresa ist ein Wildfang und fordert das Leben heraus.
    Theresa hatte schon immer ein Faible für heilige Frauen, die mit Schwert und Feuer der Gerechtigkeit genüge tragen. Aus diesem Grund wollte sie Nonne werden.
    Doch dann entdeckt sie die Jungs, Rock´n Roll und Tanzlokale. Theresa schleicht sich nachts raus und trifft sich mit dem "schönsten Mann der Welt", er sieht aus wie Clark Gable.
    Das er verheiratet ist, findet sie leider viel zu spät heraus, sie ist im 4.Monat schwanger. So landet sie doch im Kloster, St. Mary´s, das Haus der unbefleckten Empfängnis, beherbergt viele dieser unglücklichen Damen. Nach der Geburt findet sofort eine Adoption statt, Gott verzeiht und das Leben kann weitergehen.


    Noras Herz kommt einfach nicht zur Ruhe, wenn sie in Theresas traurige Augen sieht.
    Charlie und Nora heiraten und geben dem kleinen Patrick ein neues Zuhause.


    "Mögest du immer einen Blick haben für die Sonne,
    die durch dein Fenster fällt;
    und nicht für den Staub, der auf ihnen liegt."
    Irisches Sprichwort


    Generationsroman über die Liebe und das Band, welches sie teilt, dicht und atmosphärisch. Wunderschöne einfache Sprache, ein Pageturner durch die Jahrzehnte. Stereotype Charaktere und überraschende Schicksalspfade runden diesen außergewöhnlichen Familienroman ab. Ein dramatisches, aber stilles Leseereignis.


    4ratten

    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()

  • Nora Rafferty, Irin in erster Generation in den Vereinigten Staaten von Amerika, wird mit Anfang siebzig zu einem Rückblick auf ihr bisheriges Leben gezwungen. Aus einem Anlass, der alles andere als ein beneidenswerter ist: nämlich der Unfalltod ihres ältesten Sohnes, zugleich ihr Liebling.


    Nora blickt auf ein intensives und wechselvolles Leben zurück - ein Rückblick, in den der Leser einbezogen wird. Mit Anfang 20 ist sie aus einem kleinen irischen Ort ihrem Verlobten Charlie in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gefolgt und zwar nicht allein. Sie reiste gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Theresa, zu der sie bereits seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hat.


    Doch was sind die Gründe? Nicht nur Nora, inzwischen verwitwet, Mutter von vier - nun, jetzt nur noch drei Kindern - sondern die gesamte erweiterte Familie Rafferty, blickt zurück und zieht eine Bilanz - jeder für sich, wodurch das Bild eines komplexen Gefüges, in dem Geheimnisse eine große Rolle spielen, sichtbar wird.


    Die Autorin J. Courtney Sullivan lässt ihre Charaktere sich schonungslos öffnen, ihr tiefstes Inneres preisgeben - wenn auch in vielen Fällen nur dem Leser. Denn in der Familie Rafferty ist ein jeder auf seine Art einsam, der eine mehr, der andere weniger. Bei dem einen betrifft dies nur das Familiengefüge bzw. Teile davon, beim anderes geht es tiefer, durchdringt all seine Lebensbereiche. Dazu kommt im Verlauf der Lektüre die Erkenntnis, dass das Gefüge "Familie" auf verschiedenerlei Art existieren kann, auch innerhalb eines einzigen Familienverbandes. Familie: das kann so vieles sein. Oder eben auch nicht!


    Und es gibt Dinge, die sich nicht so einfach aus der Welt schaffen lassen - vor allem nicht, wenn man als Irin in die Staaten kommt und dort eine neue Existenz aufbaut. Nora hat vieles hinter sich gelassen - in jederlei Hinsicht.


    Ein Buch, das aus meiner Sicht eine gewisse Ähnlichkeit mit den Romanen von Alison Lurie hat, Teile davon rücken für mich auch in die Nähe der großartigen Anne Tyler. Wobei hier der Aspekt der Einwanderung, die Frage der eigentlichen Heimat zumindest für die Generation Noras, die älteren also, eine große Rolle spielt. Was ist Heimat und wie kann man die Sehnsucht nach ihr befriedigen? J. Courtney Sullivan schreibt sehr mitreißend und eindringlich, kolpotiert das eigentlich schwere Thema mit gekonnter Leichtigkeit, stellenweise auch mit Humor. Das Buch lässt sich leicht weglesen, entbehrt aber durchaus nicht einer gewissen Tiefe, eines wahrhaftig hohen inhaltlichen Anspruchs. Es bleibt ein tiefer Eindruck, der sich nicht so schnell verflüchtigen wird. Gerade deswegen ist es aus meiner Sicht ein richtiger Schmöker - einer mit Niveau, ein Buch, das ich mit Genuss und Gewinn gelesen habe!
    5ratten

  • Spät abends erhält Nora Rafferty einen verhängnisvollen Anruf - Patrick, ihr ältester Sohn, ihr heimlicher Liebling unter den vier Kindern, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Eine furchtbare Nachricht, die selbst die stets beherrschte und pragmatische Frau an ihre Grenzen bringt.


    Jahrzehnte zuvor ist Nora mit ihrer jüngeren Schwester Theresa in die USA ausgewandert. Nicht, weil sie das unbedingt wollte, sondern weil ihr Verlobter von seinem Vater dorthin geschickt wurde, weil es zu Hause in Irland keine guten Zukunftschancen für junge Leute gab. Während die zurückhaltende, stets vernunftgetriebene Nora keine großen Ansprüche an das Leben stellt, sich mit den Gegebenheiten abfindet und sich mit der Arbeit zufriedengibt, die sie finden kann, will Theresa mehr vom Leben: tanzen, flirten, schöne Kleider tragen und als Lehrerin arbeiten, statt sich die Finger wundzunähen oder sich als Hausmädchen zu verdingen.


    Doch wie es so schön heißt: Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne schmiedet. Für Nora wie für Theresa nehmen die Dinge schon bald Wendungen, die nicht vorherzusehen waren, was schließlich dazu führt, dass sich die Schwestern auf Jahrzehnte entzweien.


    Inhaltlich sticht "All die Jahre" gar nicht einmal so sehr unter vielen anderen Einwanderergeschichten zwischen Irland und den USA heraus, auch wenn die wechselvolle Familienhistorie der Flynns und Raffertys zahlreiche überraschende Volten schlägt und schon dadurch spannenden und unterhaltsamen Lesestoff bietet.


    Was dieses Buch zu einem meiner bisherigen Jahreshighlights macht, ist J. Courtney Sullivans Einfühlungsvermögen und präzise, glaubhafte Charakterzeichnung. Ihre Figuren sind echte Menschen, keine Stereotypen, sie haben Ecken und Kanten und alle ihre seelischen Abgründe, die kein anderer sehen soll. Die Reibungen zwischen Nora und ihrer Schwester, die sich unterscheiden wie Tag und Nacht, fängt die Autorin mit einem Blick fürs Detail genauso wunderbar ein wie die Geschwisterkonstellationen unter Noras vier Kindern oder auch deren jeweiligen Konflikte mit der Mutter, die zeitlebens verschlossen, streng und unzugänglich bleibt.


    Zahlreiche Themen werden berührt, ohne sie zu verwässern, Gefühle porträtiert, ohne in Kitsch abzugleiten, und oft schwingt auch ein leiser Humor mit, ohne dass Ernsthaftes ins Lächerliche gezogen wird. Sullivan bedient sich einer leicht dahingleitenden Sprache, ohne oberflächlich zu sein - ein wirklich gelungenes Familiengemälde mit großartigen Figuren.


    Das einzige, was mir (wieder einmal) nicht so gut gefällt, ist der lahme deutsche Titel. Das Original heißt "Saints for All Occasions" (Heilige für jede Gelegenheit), was auch einen schönen Bezug zum Buch hat.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

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    (Agnès Varda)

  • Vielen Dank für Eure Rezensionen! Das Buch ist so eben auf meiner eiligen Buchkaufliste gelandet.:)

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Ach ja, das hier hat mich besonders überzeugt:

    Was dieses Buch zu einem meiner bisherigen Jahreshighlights macht, ist J. Courtney Sullivans Einfühlungsvermögen und präzise, glaubhafte Charakterzeichnung. Ihre Figuren sind echte Menschen, keine Stereotypen, sie haben Ecken und Kanten und alle ihre seelischen Abgründe, die kein anderer sehen soll.

    Danke, Valentine !

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Aber gerne! Ich könnte mir gut vorstellen, dass es perfekt in Dein Beuteraster fällt dubh !

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

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    Das Band zwischen Schwestern


    1957. Die 21-jährige Nora Flynn macht sich mit ihrer jüngeren Schwester Theresa von Irland auf den Weg nach Amerika, wo ihr Verlobter Charlie sie in Boston schon erwartet und die beiden heiraten sollen. Obwohl Nora nicht begeistert ist, in die USA zu reisen, tut sie dies ihrer Schwester zuliebe, denn Theresa soll dort eine Ausbildung zur Lehrerin machen und nicht in einer Fabrik in Irland versauern. Als Theresa sich in den verheirateten Walter verliebt und auch noch schwanger wird, dieser aber nicht zu ihr steht, ist es Nora, die eine Entscheidung für sie beide trifft und damit die Entzweiung der Schwestern auslöst, die 50 Jahre dauern wird. Als 2009 Noras ältester Sohn Patrick bei einem Autounfall stirbt, sucht sie den Kontakt zu ihrer Schwester Theresa. Was ist zwischen den Schwestern passiert, dass sie so lange nichts miteinander zu tun haben wollten?


    J. Courtney Sullivan hat mit ihrem Buch „All die Jahre“ einen sehr interessanten und fesselnden Familienroman vorgelegt, der historische Züge aufweist. Der Schreibstil ist flüssig und eindringlich, dabei unaufgeregt und mit einem kleinen Augenzwinkern, wobei auch eine gewisse Tiefgründigkeit zu erkennen ist. Die Geschichte wird in zwei wechselnden Handlungssträngen erzählt, einer befasst sich mit den Ereignissen der Vergangenheit der beiden Schwestern, der andere berichtet über die Gegenwart der Frauen und wie es ihnen ergangen ist. Die Autorin versteht es geschickt, die beiden Zeitepochen miteinander zu verflechten und dem Leser so einen Rundumblick über die Situation der beiden Schwestern zu vermitteln. Der Spannungsbogen wird durch die einzelnen Charaktere und deren Geheimnisse aufgebaut und stetig gesteigert. Gleichzeitig lässt die Autorin viele Themen und Ansichten in ihre Handlung miteinfließen, die zum einen die vergangene Zeit geprägt haben und die sich gerade in Familien zum Großteil durch die Erziehung immer wieder wiederholen. Da geht es um Einwanderung und Heimatgefühle, das Frauenbild in Irland zur damaligen Zeit, Kindererziehung und Generationenkonflikt sowie um Dinge, die innerhalb der Familie im Verborgenen bleiben müssen. Gerade dieser Mix lässt die Geschichte zum einen kurzweilig wirken, aber sie stimmt auch sehr nachdenklich.


    Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt und bestechen durch ihre individuellen Eigenschaften. Sie wirken authentisch und lebendig. Nora ist eine eher schüchterne und zurückhaltende Frau, die sich ihrer Verantwortung voll bewusst ist. Schon früh musste sie sich nach dem Tod der Mutter um die jüngeren Geschwister kümmern. Die Hochzeit mit einem Mann, dem sie keine Gefühle entgegenbringt, zieht sie durch, weil es von ihr erwartet wird. Um ihre Schwester vor Diffamierung zu schützen, trifft sie eine Entscheidung, die dann allerdings zum Bruch führt. Als alte Frau wirkt Nora nachdenklich und in sich gekehrt, sie resümiert ihr Leben und wird sich dabei bewusst, wie sehr einige Entscheidungen das Leben von vielen anderen geprägt und gelenkt haben. Theresa war als junge Frau aufgeschlossen, lebensbejahend und abenteuerlustig. Sie freute sich auf ein neues aufregendes Leben in einem fremden Land und auf eine Ausbildung. Doch dann stürzt sie aufgrund von falschen Entscheidungen ab und landet unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Sie wird Nonne und lebt fernab vom normalen Leben in einem Kloster, als wollte sie sich abschirmen und nie mehr an der Oberfläche auftauchen. Gleichzeitig wirkt es, als wolle sie, die immer so fröhlich und neugierig auf das Leben war, sich selbst bestrafen. Die weiteren auftretenden Protagonisten geben mit ihren eigenen Geheimnissen und ihrer Sicht auf die Dinge der Handlung weitere Spannung.


    „All die Jahre“ ist ein wirklich gelungener Familienroman, der historische Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft und mit vielen Geheimnissen gespickt ist, die es nach und nach zu ergründen gilt. Das offene Ende des Romans überlässt es dem Leser, sich sein eigenes Ende zu spinnen. Absolute Leseempfehlung für alle, die schön geschriebene Familiengeschichten lieben!!!


    5ratten

  • Ein Buch, in das ich erst nach einer ziemlich langen Anlaufzeit richtig hineingekommen bin - aber dann hat es mir gut gefallen.

    Und für mich ein Beispiel für ein Buchcover, das zwar attraktiv wirkt, aber für mich sehr unpassend für dieses Buch ist - hat mich irritiert.. ?(

  • Alice : da hast Du recht, das Cover sieht nach einem geschniegelten Society-Leben aus und überhaupt nicht nach dem, was im Roman porträtiert wird. Mal wieder ein Fall von "Don't judge a book by its cover".

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Meine Meinung

    Inhaltlich sticht "All die Jahre" gar nicht einmal so sehr unter vielen anderen Einwanderergeschichten zwischen Irland und den USA heraus

    Das stimmt. Solche oder ähnliche Geschichten gibt viele und anfangs habe ich auch gedacht dass All die Jahre sich nicht von ihnen unterscheidet. Erst nach und nach hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Das war vor allem der Verdienst von Nora. Ich frage mich, wie ihr Weg gewesen wäre, wenn sie nicht Theresas Sohn aufgenommen hätte. So, wie sie von Zweifeln geplagt war, war ich mir nicht sicher ob sie wirklich heiraten würde. Auf der anderen Seite war sie aber auch nicht so mutig wie ihre Schweser. Vielleicht wäre ihr Schicksal doch nicht so anders gewesen. Deshalb fand ich es schade, wie sie sich im Lauf ihres Lebens entwickelt hat. Gerade aus der Erzählung ihrer Tochter kam sie mir sehr engstirnig vor und aus der Geschichte konnte ich nicht erkennen, warum das so war.


    Vom Inhalt her ist All die Jahre wirklich eine fast schon typische Einwanderer- und Familiengeschichte. Aber mit der Beschreibung der Personen und ihrer Geschichten hat die Autorin sie zu etwas Besonderem gemacht.

    4ratten

    I'm young enough to still see the passionate girl that I sued to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.

  • Ende der 1950er Jahre wandern Nora und ihre jüngere lebenslustige Schwester Theresa vom ländlichen Irland in die USA aus. Nora wird dort ihren vorangereisten Verlobten heiraten und Theresa kann vielleicht tatsächlich Lehrerin werden. Doch das klappt alles nicht so und der zweite Strang spielt 2009 als der älteste Sohn von Nora bei einem Autounfall stirbt.


    Die grundsätzlichen Konflikte konnte ich praktisch voraussehen, aber als Darstellung der damaligen (Einwanderer-)Gesellschaft war es trotzdem gut gemacht und interessant zu lesen. Bei der Gegenwartshandlung dominiert das innerfamiläre Schweigen über große Geheimnisse. Ich fand die Figuren nicht immer besonders nett, aber ihre Darstellung gefiel mir durch ihren Realismus. Das Ende hat mich im ersten Moment etwas überrascht, mit einem „wie, das war’s jetzt?“ Gedanken, aber wenn ich etwas länger darüber nachdenke, passt es eigentlich sehr gut und birgt doch noch positive Aussichten.


    Ich werde wohl noch mehr von der Autorin lesen.


    4ratten

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • Die grundsätzlichen Konflikte konnte ich praktisch voraussehen, aber als Darstellung der damaligen (Einwanderer-)Gesellschaft war es trotzdem gut gemacht und interessant zu lesen. Bei der Gegenwartshandlung dominiert das innerfamiläre Schweigen über große Geheimnisse. Ich fand die Figuren nicht immer besonders nett, aber ihre Darstellung gefiel mir durch ihren Realismus.

    Exakt so ging es mir auch. Die Handlung ist nichts, was man nicht schon so ähnlich in anderen Romanen vorgefunden hat, aber die Art, wie die Autorin ihre Geschichte strickt und vor allem ihre Figuren zeichnet, hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)