01 - Seite 7 bis Seite 93 (Prolog bis einschl. Kapitel 10)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Avila.

  • Hallo ihr Lieben!


    Hier startet die Leserunde zu "Der Mann, der nicht mitspielt" von Christoph Weigold


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre es schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und mit einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.
    Bitte beachtet auch die Hinweise zur Aktivität und Qualität.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.
    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Bitte beachtet auch die folgenden Hinweise
    http://literaturschock.de/lite…x.php?thread/40214.0.html


    Hier könnt Ihr zum Inhalt Seite 7 bis Seite 93 (Prolog bis einschl. Kapitel 10) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen eine vergnügliche Runde.
    Liebe Grüße
    Claudia :winken:

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Hallo liebe MitleserINNEN, ich hoffe, Ihr seid auch alle gut reingekommen in das Buch.
    Für mich war es von Anfang an wie ein Katapult in die Vergangenheit. Ich fühlte mich sofort in einem Film von Philip Marlow. Ich mag zwar Humphrey Bogart nicht besonders (keine Ahnung was die Frauen an dem verknitterten kleinen Kerl mit den feuchten Lippen so fanden :breitgrins:) aber ich sah sofort die Szene vor mir, als Lauren Bacall zum ersten Mal in sein Privatdetektiv-Büro stöckelte. Alles in schwarz-weiß, versteht sich. Wobei das schade wäre, denn Pepper (hier musste ich natürlich erst mal an Iron Man denken :zwinker:) kommt in Farbe mit ihrem roten Haar sicher besser.


    Hat jemand von Euch Chandler gelesen? Keine Ahnung, ob der auch so lakonisch schreibt. Aber ich bin total begeistert von diesem lakonischne Erzählstil. :klatschen:


    Dazu kommt dann noch das Flair vom Hollywood der 1920er. Genau mein Fall. Die vielen Kleinigkeiten sind Klasse, ich schwelge darin. Ganz egal, ob es Dinge sind, wie das Blinken im Auto mit Handzeichenm oder "Ich gehe meilenweit für eine Camel", oder dass Buster Keaton mal eben so im Oldtimer (der ja noch keiner ist) vorbei fährt.


    Und dann natürlich die Hauptdarsteller und die Story. Mir war gar nicht so richtig bewusst, dass der Autor nicht nur einen deutschen Namen trägt, sondern tatsächlich Deutscher ist. Deshalb ist auch unser Held ein ausgewanderter Deutscher. Hardy Engel - schon der Name. :breitgrins: Schon im ersten Abschnitt lernt man ihn ziemlich gut kennen. Liegt natürlich auch an der Ich-Perspektive. Sein Vater war Kommissar und er wollte auch einer werden. D.H. Schauspieler ist nur so der Notberuf nicht seine Berufung. Die findet er sicher als Detektiv. Seine Erlebnisse im und nach dem Krieg haben ihn vorsichtig werden lassen. Er vertraut nicht mehr so schnell. Auch bei Pepper kommt ihm so einiges undurchsichtig vor - auch wenn er der Frau vom ersten Augenblick an verfallen scheint.
    Von Pepper weiß man noch nicht so viel. Ich kann sie noch nicht wirklich einschätzen. Sicher mag sie Hardy. Aber ob sie noch aus anderen Gründen mit ihm in die Kiste gestiegen ist, bleibt ungewiss. Da könnte noch eine Enttäuschung auf uns zukommen.


    Der erste Fall scheint oberflächlich schnell gelöst. Erpressung mit einem Foto. (Hier musste ich schmunzeln. So was gibt es heute im Zeitalter von Smartphone und Digikam doch gar nicht mehr, dass man nur EIN mikriges Foto macht. :zwinker:) Aber die Szene im Hotel mit der weggetretenen Frau, die über Schmerzen klagt. Die war sehr schräg und mir ist nicht klar, was die Frau hatte. Und jetzt ist sie tot. Da steckt noch mehr in der Sache und Hardy interessiert sich sehr dafür. Und hat der Filmmogul sie wirklich vergewaltigt oder ist hier schon eine neue Erpressung im Gange?


    Ich bin sehr angetan von dieser Geschichte.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Hallo ihr Lieben! :winken:



    Hat jemand von Euch Chandler gelesen? Keine Ahnung, ob der auch so lakonisch schreibt. Aber ich bin total begeistert von diesem lakonischne Erzählstil. :klatschen:


    Ich habe Chandler nicht gelesen. Aber der lakonische Schreibstil mit den humorigen Einwürfen begeistert mich auch! Mir sind die 20er Jahre nicht so präsent, aber Buster Keaton und Charlie CHaplin sind mit natürlich schon ein Begriff. Unseren Helden Reinhard „Hardy“ Engel finde ich einfach nur klasse. Er schlittert von einer skurrilen Situation in die andere! Mit der Schauspielerei hat‘s nicht so geklappt, dann machen wir halt ein „professionelles“ totlach Büro als privater Ermittler auf. Das Büro ist allerdings nicht so einfach zu betreiben, da die Vermieterin (Mrs Balzheimer, herrlich!!) Damenbesuche verbietet. Ich musste laut lachen, als erst mal klargestellt wurde, WER hier WEN bezahlt. :breitgrins:


    Hardy hat keine Ahnung, wie er nach San Francisco kommen soll. Da kommt ihm der Zufall zu Hilfe. Ihm wird ein Auto zur Verfügung gestellt - unter einer Bedingung. Eine ehemaliger Polizist als Drogenkurier - herrliche Vorstellung.
    Bei der Übergabe der Ware trifft er zufällig auf die Frau, die er suchen soll. Dass sie kurz darauf stirbt, führt bestimmt zum nächsten Fall. Den Erpressungsfall löst er souverän. Zum Brüllen auch, dass er Maud in den Duschvorhang einwickelt! Er hat ein Begabung für spontane, ungeplante Aktionen!


    Pepper hat es ihm angetan! Es hat den Anschein, als würden sich die beiden kennen. Sie hat ihn anfangs angelogen, sagt sie denn jetzt die Wahrheit? Wird aus den beiden ein Paar?

    Wie wird Fritz Roth auf die Beschädigung an seinem Auto reagieren? Aber Hardy ist jetzt ja steinreich, da ist die Reparatur sicherlich kein Problem.


    Eines meiner Highlights: „....dass in Gegenden, wo dermaßen viel Sonnenschein herrschte, vor allem drei Dinge gut gediehen: Orangen, die Filmindustrie und Arschlöcher.“ totlach

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Geil - Beiträge ohne Smileys, sondern nur mit deren HTML-Codierung zu lesen, ist wirklich, wirklich witzig! :D


    Okay, nun aber zum Thema. Eigentlich wollte ich den Abschnitt schon gestern Abend zu Ende gelesen haben, aber dann kam mir Netflix dazwischen. Aber so sind wir ja eigentlich auch direkt beim Thema. Bei Netflix kenn ich mich herrlich aus - aber beim Hollywood der 20er Jahre hört es schon auf. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob es sich bei den auftauchenden Personen um reale Personen gibt und ja, siehe da, ihr gebt mir direkt die Antwort auf die Frage. Außer Charlie Chaplin war mir keiner ein Begriff. Aber aktiv habe ich die Filmindustrie auch einfach erst ab den 2000er Jahren verfolgt - ich mein, als Kind interessiert einen das (oder zumindest mich ;) ) einfach nicht die Bohne.


    Der melancholische Schreibstil ist mir anfangs auch ein wenig schwer gefallen. (Ein Grund auf jeden Fall, warum ich abends dann doch zu Netflix gewechselt bin.) Aber ich mag ihn! Da ich aber in letzter Zeit viel seichtes (Jugend-)Zeug gelesen habe, ist das schon eine Umstellung, an die ich mich erstmal gewöhnen musste. Doch passt das alles herrlich zum Inhalt, die Buchaufmachung in gold/schwarz ist auch herrlich - also alles stimmig. Das gefällt mir wirklich gut!


    Aber die Szene im Hotel mit der weggetretenen Frau, die über Schmerzen klagt. Die war sehr schräg und mir ist nicht klar, was die Frau hatte. Und jetzt ist sie tot. Da steckt noch mehr in der Sache und Hardy interessiert sich sehr dafür. Und hat der Filmmogul sie wirklich vergewaltigt oder ist hier schon eine neue Erpressung im Gange?

    (Danke Suse für die neue Zitierfunktion, sie ist ja himmlisch!!)

    Ich habe den Vorfall jetzt mit dem Prolog zusammen geführt und dachte, sie wäre die Frau, die wegen einer Ginflasche (?), die in ihre Vagina eingeführt wurde, gestorben ist. Da stellt sich nur die Frage, (wenn es sich tatsächlich bei dieser Frau um Virgina Rappe handelt) wer die Flasche in sie eingeführt hat. Fatty? Oder dieser ominöse Arzt, der meinte, das, was Hardy da gesehen hat, wäre eine Sonde.


    Wie wird Fritz Roth auf die Beschädigung an seinem Auto reagieren? Aber Hardy ist jetzt ja steinreich, da ist die Reparatur sicherlich kein Problem.

    Da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Reicht das Geld wirklich, um das Auto zu reparieren? Wobei Reparaturen damals wohl noch nicht so teuer waren wie heute. Heute kauft man sich - wirtschaftlich gesehen - ja meistens besser einen Neuwagen. Ich bin auchmal gespannt, wie viel Hardy am Ende von seinem Reichtum bleibt. Irgendwie läuft das alles ja nicht soo gut ab. Auf den ersten Blick vielleicht schon, aber immerhin ist die Frau, die er beschatten sollte und die Verlobte der Universalstudios tot. Das ist doch eher kein gutes Ergebnis, oder?

  • Der melancholische Schreibstil ist mir anfangs auch ein wenig schwer gefallen.

    Interessant, dass du den Schreibstil melancholisch findest! Ich empfinde ihn nicht so.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Reicht das Geld wirklich, um das Auto zu reparieren? Wobei Reparaturen damals wohl noch nicht so teuer waren wie heute. Heute kauft man sich - wirtschaftlich gesehen - ja meistens besser einen Neuwagen.

    Wenn man überlegt, dass der als privater Ermittler sieben Dollar pro Tag bekommt und jetzt 200 in der Hand hat, sollte eine Reparatur drin sein.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Interessant, dass du den Schreibstil melancholisch findest! Ich empfinde ihn nicht so.

    Vielleicht ist melancholisch das falsche Wort. Ich kann es gerade nicht besser beschreiben, aber ich empfinde ihn eher als "schwer". Also nicht als schwer verständlich, sondern schwer eher im Sinne von schwerem Rotwein. (Oh je, ob es diese Beschreibung gerade besser macht? :D )

  • Prost! ^^

    Ich weiß, was du meinst, mir fällt aber auch kein besserer Ausdruck ein. Vielleicht schwerfällig? Klingt auch nicht wirklich passend.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Außer Charlie Chaplin war mir keiner ein Begriff. Aber aktiv habe ich die Filmindustrie auch einfach erst ab den 2000er Jahren verfolgt - ich mein, als Kind interessiert einen das (oder zumindest mich ;) ) einfach nicht die Bohne.

    Hier gibt es einen "Senioren"-Bonus. :D :S

    Also alle, die zwischen 40 und 60 sind haben es hier leichter mit der Zuordnung von Fakten und Fiktionen. Aber da helfen wir den jungen doch gerne aus. Also die Darsteller und Filme sind schon mal echt. Ein Teil der Studiobosse auch - oder sie sind an reale angelehnt. Ansonsten kann man natürlich auch lebhaft googeln. Eine Runde mit Autor wäre hier tatsächlich ein Traum gewesen.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Interessant, dass du den Schreibstil melancholisch findest! Ich empfinde ihn nicht so.

    Melancholisch finde ich ihn auch nicht. Lakonisch durchaus. Auch ein bisserl sarkastisch und mit einer Prise schwarzem Humor. Früher nannte man das ja Crime Noir. Oder gibt es den Begriff sogar noch heute?

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Hier gibt es einen "Senioren"-Bonus. :D :S

    Also alle, die zwischen 40 und 60 sind haben es hier leichter mit der Zuordnung von Fakten und Fiktionen. Aber da helfen wir den jungen doch gerne aus. Also die Darsteller und Filme sind schon mal echt. Ein Teil der Studiobosse auch - oder sie sind an reale angelehnt. Ansonsten kann man natürlich auch lebhaft googeln. Eine Runde mit Autor wäre hier tatsächlich ein Traum gewesen.

    Das stimmt! Mit Autor wäre es um Welten besser gewesen. Aber wir Senioren schaffen das. :D

    Melancholisch finde ich ihn auch nicht. Lakonisch durchaus. Auch ein bisserl sarkastisch und mit einer Prise schwarzem Humor. Früher nannte man das ja Crime Noir. Oder gibt es den Begriff sogar noch heute?

    Der Begriff ist mir ein Begriff. ^^ Ob er heute noch verwendet wird, weiß ich nicht. Der Humor ist wirklich zum Brüllen! Auch im zweiten Abschnitt lache ich mit schon mal ‘nen Ast!

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Ich hatte schon die Leseprobe zuvor gelesen und wusste daher in etwa, was mich erwartet. Der Schreibstil finde ich einfach toll.


    Bei Hardy Engel läuft es nicht so toll, weder als Schauspieler noch als Detektiv. Als Pepper dann in seinem Zimmer auftaucht, ist nicht nur der Job interessant, da er ziemlich pleite ist, sondern auch Pepper selbst. Ich hatte gleich das Gefühl, dass Pepper nicht mit offenen Karten spielt.


    Hardy hat schon einiges hinter sich und auch in USA läuft es für den Deutschen nicht so gradlinig, das muss er sich wohl auch schön trinken.


    Dann darf ich Hardy begleiten durch die Studios. Als ich vor zig Jahren dort war, sah das schon ganz anders aus und heute wird sich noch einiges getan haben. Auf jeden Fall toll, dass man die Berühmtheiten so auf der Straße sehen kann. Das ist heutzutage wohl eher nicht der Fall. Selbst wenn man die Tour durch die Wohngebiete der Prominenten macht, sieht man eigentlich nichts. Die Häuser sind von Hecken abgedeckt oder ganze Straßen von Sicherheitsdiensten abgesperrt.


    Durch einen anderen Deutschen, Fritz Roth, hat Hardy plötzlich nicht nur einen, sondern gleich zwei Jobs. Praktisch, dass sich die beiden Ermittlungen so gut verbinden lassen und dass er gleich ein Gefährt bekommt. Fritz Roth hat es im Gegensatz zu Hardy zu etwas gebracht.


    In San Francisco liefert Hardy die Drogen für Fatty ab und sieht dann zufällig auch noch Virginia, die er für Pepper ausfindig machen soll. Virginia ist nackt, weggetreten und klagt über Schmerzen. Was ist da geschehen?


    Das schöne Auto ist leider lädiert, als Engel zurück nach Hollywood kommt.

  • Das Büro ist allerdings nicht so einfach zu betreiben, da die Vermieterin (Mrs Balzheimer, herrlich!!) Damenbesuche verbietet. Ich musste laut lachen, als erst mal klargestellt wurde, WER hier WEN bezahlt. :breitgrins:

    Ja das waren noch Zeiten, als Vermieterinnen aufgepasst haben, dass nicht Unmoralisches passiert.

    Also alle, die zwischen 40 und 60 sind haben es hier leichter mit der Zuordnung von Fakten und Fiktionen.

    Und wenn man noch älter ist? Nun mal ernsthaft, man kennt manche Namen, aber früher ging man selten ins Kino und ich erinnere mich auch noch gut an Zeiten ohne Fernseher, da war Hollywood, Film und die Stars ziemlich weit weg.

  • Und wenn man noch älter ist? Nun mal ernsthaft, man kennt manche Namen, aber früher ging man selten ins Kino und ich erinnere mich auch noch gut an Zeiten ohne Fernseher, da war Hollywood, Film und die Stars ziemlich weit weg.

    Ich verstehe jetzt zwar nicht ganz, worauf die hinaus willst, aber ich bin ziemlich Filme-affin und habe die ganzen alten Schinken in meiner Jungend gesehen. Ich war der totale Cary Grant Fan und liebe auch diese alten Screwball-Komödien. (Nicht ohne Grund bin ich auch beruflich beim Fernsehen gelandet.) Aber viele der alten Stars kennen auch meine Söhne. Als die jünger waren habe ich mit ihnen die Filme teilweise nochmal angeschaut.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Ansonsten kann man natürlich auch lebhaft googeln.

    Kann man, ist mir aber hier zu anstrengend. :P


    Das ist heutzutage wohl eher nicht der Fall. Selbst wenn mandie Tour durch die Wohngebiete der Prominenten macht, sieht man eigentlichnichts. Die Häuser sind von Hecken abgedeckt oder ganze Straßen vonSicherheitsdiensten abgesperrt.

    Im Gegensatz zu früher stehen die Stars wohl auch noch mehr in der Öffentlichkeit durch all die Social-Media-Kanäle und das einfache Teilen von Fotos etc. Teilweise finde ich dieses Gieren nach Informationen und "Sichten" eines Stars auch richtig schrecklich und abstoßend. Im Endeffekt sind es auch alles nur Menschen, die einen Beruf ausüben.


    Fritz Roth hat es im Gegensatz zu Hardy zu etwasgebracht.

    Ja, er hat eine feste Anstellung in einer Filmfirma. Aber als Sicherheitschef - und dann muss er in dieser Position die Schauspieler mit Drogen versorgen... Also meine persönliche Definition zu "es zu etwas bringen" sieht da anders aus. Für mich sind beide Männer eher traurige Gestalten, die desillusioniert durchs Hollywoodleben schwanken.

  • Und wenn man noch älter ist? Nun mal ernsthaft, man kennt manche Namen, aber früher ging man selten ins Kino und ich erinnere mich auch noch gut an Zeiten ohne Fernseher, da war Hollywood, Film und die Stars ziemlich weit weg.

    Ich verstehe jetzt zwar nicht ganz, worauf die hinaus willst, aber ich bin ziemlich Filme-affin und habe die ganzen alten Schinken in meiner Jungend gesehen. Ich war der totale Cary Grant Fan und liebe auch diese alten Screwball-Komödien. (Nicht ohne Grund bin ich auch beruflich beim Fernsehen gelandet.) Aber viele der alten Stars kennen auch meine Söhne. Als die jünger waren habe ich mit ihnen die Filme teilweise nochmal angeschaut.

    Vielleicht ist das einfach nicht so mein Thema. Aber ich lese jetzt gerne darüber, auch wenn ich nicht alle erwähnten Prominenten kenne.

  • Ich mag zwar Humphrey Bogart nicht besonders (keine Ahnung was die Frauen an dem verknitterten kleinen Kerl mit den feuchten Lippen so fanden :breitgrins:) aber ich sah sofort die Szene vor mir, als Lauren Bacall zum ersten Mal in sein Privatdetektiv-Büro stöckelte. Alles in schwarz-weiß, versteht sich. Wobei das schade wäre, denn Pepper (hier musste ich natürlich erst mal an Iron Man denken :zwinker:) kommt in Farbe mit ihrem roten Haar sicher besser.

    Ja, ich weiß sofort was Du meinst! Auch wenn ich jetzt kein ausgemachtes Faible für das Filmgeschäft der 20er Jahre habe, so mag ich zumindest Schwarzweiß-Filme. Pepper stelle ich mir dabei übrigens auch in S/W vor - bis auf die Haarpracht, versteht sich.:breitgrins: Wie hieß denn nochmal diese Comicverfilmung, der ein paar Jahre alt ist und in S/W ist, aber mit roten Farbtupfern? Oh mensch, ich komme nicht drauf.:gruebel:

    Hat jemand von Euch Chandler gelesen? Keine Ahnung, ob der auch so lakonisch schreibt. Aber ich bin total begeistert von diesem lakonischne Erzählstil. :klatschen:

    Chandlers Marlow ist toll - allerdings mochte ich Dashiell Hammett und seinen Sam Spade immer noch lieber! Bitterböse, lakonisch und eben hardboiled sind sie aber beide.

    Dazu kommt dann noch das Flair vom Hollywood der 1920er. Genau mein Fall. Die vielen Kleinigkeiten sind Klasse, ich schwelge darin. Ganz egal, ob es Dinge sind, wie das Blinken im Auto mit Handzeichenm oder "Ich gehe meilenweit für eine Camel", oder dass Buster Keaton mal eben so im Oldtimer (der ja noch keiner ist) vorbei fährt.

    Die Atmosphäre und die Details stimmen definitiv. Ich mochte schon die Szene, wie Hardy Pepper das erste mal in sein "Büro" lässt und schnell ein paar Klamotten vom einzigen Stuhl räumt. Alles einen Tick zu schäbig, aber der Schein nach außen ein anderer - und dann der ganze Alkohol! Für mich alles glaubhaft und irgendwie auch ein bisschen amüsant.

    Dennoch muss ich auch gestehen, dass ich nicht so einfach in die Lektüre kam. Es liegt - nach einigem Sinnieren - aber eher daran, dass ich gerade ganz andere Bücher lese. Obwohl ich ja auch einen Krimi aus den Goldenen Zwanzigern in Berlin lese... keine Ahnung, ich glaube, es liegt an diesem hardboiled-Stil.

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Wie hieß denn nochmal diese Comicverfilmung, der ein paar Jahre alt ist und in S/W ist, aber mit roten Farbtupfern? Oh mensch, ich komme nicht drauf. :gruebel:

    Roger Rabbit vielleicht?:breitgrins:

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen