02 - Seite 87 bis Seite 159 (Kapitel 3 und 4)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 87 bis Seite 159 (Kapitel 3 und 4) schreiben.


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  • gagamaus

    Hat den Titel des Themas von „02 - Seite 87 bis Seite 159 (Kapitel 3 bis Kapitel 4)“ zu „02 - Seite 87 bis Seite 159 (Kapitel 3 und 4)“ geändert.
  • Und das Gift von Ian beginnt zu wirken.

    Als Dee von O umgeschubst wird, habe ich mich richtig erschreckt. O wirkt wie umgewandelt. Bisher ein ruhiger, zurückhaltender, freundlicher Junge, aber als er das Mäppchen bei Blanca sieht, ist es zu viel. Das zusammen mit der Verdächtigung, dass Dee etwas mit Casper hat, hat das Fass zum Überlaufen gebracht.


    Dass aber auch keiner von Ihnen etwas sagt. Zum Haare raufen ist das.

    Mimi erwähnt das Mäppchen gegenüber Dee nicht. Dee erzählt O nicht, dass sie das Mäppchen vermisst. O erzählt Dee nichts von seinen Vermutungen, dass Dee etwas mit Casper hat.


    Ich mag gar nicht daran denken, was jetzt im letzten Abschnitt passiert. Immerhin ist es ja eine Othello-Adaption...

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Ich habe gerade auch das 3. Kapitel gelesen und finde die Struktur interessant: Passenderweise beschreibt bisher jedes der (insgesamt) 5 Kapitel ("Othello" hat ebenfalls 5 Akte - hab nachgeschaut.. ;)) das Geschehen in Zeitspannen außerhalb des Unterrichts, den Pausen, in denen sich das "Sozialgeschehen" ungehemmt von irgendwelchen Lehrkräften entfalten kann; wirklich eine Art "Miniatur-Othello" in vieler Hinsicht.


    Beeindruckend fand ich in diesem Teil die Beschreibung von Oseis Reaktion auf das Zurückbleiben seiner Schwester in New York. Hier wird völlig klar, dass die Mobbing-Aktionen an den diversen Schulen den Jungen lange nicht so unberührt lassen, wie er nach außen erscheinen mag, sondern ihn doch sehr belasten.

    Ohne dass Dee etwas davon mitbekommt, beginnt vor dem Hintergrund dieser Unsicherheit das ihm von Ian eingepflanzte Misstrauen zu wirken - in (wiederum verkleinerter..) Shakespeare'scher Parallele..

  • Ians Intrigen funktionieren erschreckend gut und schön langsam wächst Misstrauen und Eifersucht, wo eigentlich Übermut und Fröhlichkeit sein sollte!


    Einerseits macht Osei einen sehr souveränen und ruhigen Eindruck, aber durch seine inneren Monologe und Erinnerungen erfährt man, dass er schon zahlreiche Verletzungen und Demütigungen erleben musste. Das erklärt vielleicht ein wenig seine Bereitschaft Dee zu misstrauen.


    Ich muss mir auch immer vor Augen halten, dass das bis jetzt gerade mal ein halber Tag ist. Es war ja gerade erst die Mittagspause. Vielleicht hat Tracy Chevalier dieses Drama der extremen Gefühle deshalb auch in eine Schule verlegt: es ist das Alter der extremen Gefühle, die schnell aufflammen, intensiv und weltbewegend empfunden werden. Mimi geht ja mit Jan gerade mal einen Vormittag lang und trotzdem macht sie sich viele Gedanken drum, erleidet Ängste. Und für Dee und Osei ist auch schnell alles klar. Ebenso schnell und leicht wird Eifersucht und Misstrauen provoziert.

    Müsste man Othello in unserer Zeit und mit Erwachsenen "erfinden", dann würde es vielleicht eher ein Krimi werden.


    Passenderweise beschreibt bisher jedes der (insgesamt) 5 Kapitel ("Othello" hat ebenfalls 5 Akte - hab nachgeschaut.. ;) )

    Das ist interessant! Danke für den Hinweis. Ich bin sicher, dass es absolut kein Zufall war!


    das Geschehen in Zeitspannen außerhalb des Unterrichts, den Pausen, in denen sich das "Sozialgeschehen" ungehemmt von irgendwelchen Lehrkräften entfalten kann; wirklich eine Art "Miniatur-Othello" in vieler Hinsicht.

    Dabei denke ich mir allerdings, dass es fast besser ist, dass die Lehrkräfte sich nicht allzu sehr einmischen. Ich fürchte, Mr Brabant würde nur negativ beeinflußen. Allerdings... Othello endet dramatisch. Deshalb fürchte ich den letzten Abschnitt schon ein wenig!

    Vernunft, Vernunft...

  • Was mir gerade im 4. Abschnitt besonders gut gefällt, sind die Überlegungen zum Thema "Zorn".

  • Ich muss mir auch immer vor Augen halten, dass das bis jetzt gerade mal ein halber Tag ist.

    Wirklich krass, ne? Wie alles an einem Tag passiert. Aber auch hier sind wir ganz nah bei den Dramen. Dramen haben im Allgemeinen nicht nur fünf Akte, sondern spielen auch an einem Tag und haben meistens auch nur einen Handlungsort. Also Chevalier schreibt hier - wenn man vom epischen Schreibstil, im Gegensatz zum Skriptähnlichen Text mit hauptsächlich wörtlicher Rede, absieht - ein ziemlich klassisches (modernes) Drama.


    Mir gefällt das Drama auch immer besser. Es ist toll, wie sich die Spannung langsam aufbaut und dann sowas ein Strudel errichtet wird, der droht, alles mit sich zu reißen. Ian ist auch ein großartiger Bösewicht, so durchtrieben und verschlagen.



    Mimi erwähnt das Mäppchen gegenüber Dee nicht. Dee erzählt O nicht, dass sie das Mäppchen vermisst. O erzählt Dee nichts von seinen Vermutungen, dass Dee etwas mit Casper hat.

    Das ist wirklich gut gemacht. Ich denke zwar auch immer: Komm, redet miteinander! Aber ich kann die Gründe immer verstehen. Dee will O nicht enttäuschen, weil sie ihre Mappe schon nach zwei Stunden verschludert hat. O hat schon so viele Ungerechtigkeiten und Intrigen gegen sich erlebt, dass er schnell glauben mag, dass auch Dee ihn nur veräppeln wollte. Und Mimi erwähnt nichts, weil sie ein schlechtes Gewissen hat und ja, Dees Freundschaft verraten hat. Sie will diese natürlich nicht verlieren, auch wenn das wohl am Ende die Konsequenz sein wird.



    Ich mag gar nicht daran denken, was jetzt im letzten Abschnitt passiert. Immerhin ist es ja eine Othello-Adaption...

    Ich habe bei dem Sturz schon um Dee gebangt und hatte fast befürchtet, dass sie durch ihren Sturz auf den Kopf vielleicht schon gestorben wäre. Aber vielleicht werden einfach am Ende alle im Streit sein und wir müssen keine Toten beklagen... Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • Wie alles an einem Tag passiert. Aber auch hier sind wir ganz nah bei den Dramen. Dramen haben im Allgemeinen nicht nur fünf Akte, sondern spielen auch an einem Tag und haben meistens auch nur einen Handlungsort. Also Chevalier schreibt hier - wenn man vom epischen Schreibstil, im Gegensatz zum Skriptähnlichen Text mit hauptsächlich wörtlicher Rede, absieht - ein ziemlich klassisches (modernes) Drama.

    Coole Info! Danke! Das war mir so nicht klar! Mit solchen Zusatzinformationen ausgestattet, gefällt mir das Drama gleich noch besser. Denn bis jetzt bin ich begeistert von dieser Othello-Variante!

    Dazu passt auch der Schulhof, als Ort der raschen und intensiven Gefühlsanwandlungen - Drama ist da ja eigentlich täglich am Programm.


    Ich denke zwar auch immer: Komm, redet miteinander! Aber ich kann die Gründe immer verstehen

    Das denke ich mir auch die ganze Zeit: warum reden die nicht miteinander! Vor allem Osei und Dee. Aber sogar bei diesen beiden spielen alle ziemlich gegensätzlichen Erfahrungen eine wichtige Rolle, dass dieses Miteinander Reden nicht einmal kurz überlegt wird. Wie traurig!

    Hätte Othello mit Desdemona geredet und ihr geglaubt, gäbe es allerdings kein Drama!

    Ian ist ein bemerkenswerter Bösewicht und er ist eigentlich der einzige hier, der sich nicht altersgemäß verhält. Oder hab nur ich dieses Bild von ung. 12jährigen? Weil seine Intrigen doch wirklich sehr durchdacht sind!


    Ich habe bei dem Sturz schon um Dee gebangt und hatte fast befürchtet, dass sie durch ihren Sturz auf den Kopf vielleicht schon gestorben wäre.

    Na ja - ein Sturz kann ja noch lange Zeit danach zu Einblutungen führen. Dee kann also noch immer wegen diesem Schubs versterben. Ein allgemeiner Zwist wäre mir allerdings auch wesentlich lieber!

    Vernunft, Vernunft...

  • Vor allem Osei und Dee. Aber sogar bei diesen beiden spielen alle ziemlich gegensätzlichen Erfahrungen eine wichtige Rolle, dass dieses Miteinander Reden nicht einmal kurz überlegt wird.

    Und wenn man sich mal in seine erste Schwärmerei und Teenieliebe hineinversetzt, dann merktman ziemlich schnell, dass man so reflektiert niemals mit seinem Freund/seiner Freundin geredet hätte. Das war ja peinlich! :D

    Ian ist ein bemerkenswerter Bösewicht und er ist eigentlich der einzige hier, der sich nicht altersgemäß verhält. Oder hab nur ich dieses Bild von ung. 12jährigen? Weil seine Intrigen doch wirklich sehr durchdacht sind!

    Empfinde ich genauso. Er denkt viel weiter als ich und kann die Handlungen seiner MitschülerInnen sehr gut voraussehen.



    Coole Info! Danke! Das war mir so nicht klar! Mit solchen Zusatzinformationen ausgestattet, gefällt mir das Drama gleich noch besser.

    Aber gerne. So ganz wurde mir das alles auch erst klar, als das hier Erwähnung fand. :)

  • Denn bis jetzt bin ich begeistert von dieser Othello-Variante!

    Ich auch :five:

    Ian ist ein bemerkenswerter Bösewicht und er ist eigentlich der einzige hier, der sich nicht altersgemäß verhält. Oder hab nur ich dieses Bild von ung. 12jährigen? Weil seine Intrigen doch wirklich sehr durchdacht sind!

    Empfinde ich genauso. Er denkt viel weiter als ich und kann die Handlungen seiner MitschülerInnen sehr gut voraussehen.

    Das habe ich auch so empfunden. Wie durchtrieben und planend für einen 12-jährigen.

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Ians Intrigen funktionieren erschreckend gut und

    Ich hatte ja eher das Gefühl, Ian wäre eine "Dumpfbacke" aber wie er hier Intrigen spinnt ist ganz große Kunst. Und leider reagieren alle genauso, wie er es geplant hat.

    Das ist wirklich gut gemacht. Ich denke zwar auch immer: Komm, redet miteinander! Aber ich kann die Gründe immer verstehen. Dee will O nicht enttäuschen, weil sie ihre Mappe schon nach zwei Stunden verschludert hat. O hat schon so viele Ungerechtigkeiten und Intrigen gegen sich erlebt, dass er schnell glauben mag, dass auch Dee ihn nur veräppeln wollte. Und Mimi erwähnt nichts, weil sie ein schlechtes Gewissen hat und ja, Dees Freundschaft verraten hat. Sie will diese natürlich nicht verlieren, auch wenn das wohl am Ende die Konsequenz sein wird.

    Gerade in diesem Alter trauen sich die Jugendlichen ja nicht, über alles zu reden und sie sind sich auch oft noch unsicher über ihre eigenen und die Gefühle der anderen. Hier hat Ian leichtes Spiel. Toll ist auch, dass nicht nur die Hauptcharaktere wichtig für die Handlung sind sondern gerade die Nebendarsteller oft ein entscheidendes Steinchen ins Rollen bringen.

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  • Das habe ich auch so empfunden. Wie durchtrieben und planend für einen 12-jährigen.

    Also es gibt ein paar Dinge, die ich einfach so hinnehme. Nicht, weil ich sie alle für realistisch halte aber einfach, weil dieses kleine Büchlein nur so funktioniert. Dazu gehört das Alter aber auch, dass alles an EINEM Tag passiert. Mir eigentlich viel zu schnell und seltsam aber es geht ja nicht darum, hier eine reale Geschichte zu erzählen sondern um das Drama an sich. Und das funktioniert hervorragend, finde ich.

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  • Dazu gehört das Alter aber auch, dass alles an EINEM Tag passiert. Mir eigentlich viel zu schnell und seltsam aber es geht ja nicht darum, hier eine reale Geschichte zu erzählen sondern um das Drama an sich.

    Aber es gab vor allem in der Schule auch schon mal diese Tage, wo so viel passiert ist, dass ich später zu Hause war und dachte: WTF? Was für ein Tag! Schulen und ihre Klassengemeinschaften sind ja schon ziemlich besonders und funktionieren ziemlich einmalig in ihrem Gruppengefüge.

  • Aber es gab vor allem in der Schule auch schon mal diese Tage, wo so viel passiert ist, dass ich später zu Hause war und dachte: WTF? Was für ein Tag! Schulen und ihre Klassengemeinschaften sind ja schon ziemlich besonders und funktionieren ziemlich einmalig in ihrem Gruppengefüge.

    Ich meinte mehr dieses Liebes-Hin-und-Her. Also, dass sie sich SOFORT verlieben und SOFORT miteinander gehen. Das ist unrealistisch. Bei mir meinerzeit ;) dauerte das Wochen, bis einer sich getraut hat, den anderen mal zu fragen. Oder man fragte gar nicht und ging einfach IRGENDWIE miteinander.

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  • In Bezug auf O und Dee vielleicht. Aber das sich Beziehungen in dem Alter schnell entwickeln, man schnell verliebt ist und sich schnell wieder trennt, ist ja schon normal. Ich gebe dir aber Recht, dass man meistens nicht direkt am ersten Kennenlerntag sofort zusammen kommt.

  • Ian ist trotz seines jungen Alters ein Naturtalent im Spinnen von Intrigen. Ich musste mich stellenweise schütteln, als mir klar wurde, wie durchtrieben dieser Kerl ist. Wobei ich sicher bin, dass das sein Charakter ist und nicht alles immer zu hundert Prozent überlegt und zu Ende gedacht ist. Dass er damit erfolgreich ist, verwundert ihn wohl selbst auch ein wenig.

    Warum muss die Handlung eigentlich an einem Tag spielen? Das ist doch bei der Shakespear'schen Vorlage nicht so, oder? Während ich die schnell entflammten Gefühle noch glaubhaft finde, erstaunt es mich, dass die Intrigen so schnell fruchten und Misstrauen ausspucken... Aber nun gut - Teenager sind zu einigem in der Lage, auch zu dieser Zeit.;)

    Sobald ich diese Fixpunkte akzeptiert habe, liest sich die Geschichte wirklich sehr gut. Ich mag diese Art, wie Chevalier ihre Figuren gestrickt hat und finde ihr Agieren durchaus glaubhaft. Hinzu kommt die Spannung, die unweigerlich entsteht - auch wenn man dank des Originals zumindest grob weiß, was kommen wird.=O

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Einerseits macht Osei einen sehr souveränen und ruhigen Eindruck, aber durch seine inneren Monologe und Erinnerungen erfährt man, dass er schon zahlreiche Verletzungen und Demütigungen erleben musste. Das erklärt vielleicht ein wenig seine Bereitschaft Dee zu misstrauen.

    Genau diese "Innenansicht" ist Chevalier meiner Meinung sehr gut gelungen. Vielleicht bin ich manchmal gewillt, mir Osei ein klein wenig älter vorzustellen - aber nein, eigentlich passt es schon. Je älter eine Person wäre, desto mehr würde ich verlangen, dass sie sich nicht von äußeren Einflüssen und Gerede in seinen Gefühlen irritieren lässt.

    Vielleicht hat Tracy Chevalier dieses Drama der extremen Gefühle deshalb auch in eine Schule verlegt: es ist das Alter der extremen Gefühle, die schnell aufflammen, intensiv und weltbewegend empfunden werden. Mimi geht ja mit Jan gerade mal einen Vormittag lang und trotzdem macht sie sich viele Gedanken drum, erleidet Ängste. Und für Dee und Osei ist auch schnell alles klar. Ebenso schnell und leicht wird Eifersucht und Misstrauen provoziert.

    Hier bin ich wirklich etwas hin und her gerissen: eine Schule finde ich als Handlungsort großartig, die aufflammenden Gefühle, die rasch in eine Teenie-Beziehung münden, empfinde ich noch als realistisch - die Tatsache, dass zu diesen Entwicklungen binnen eines Tages auch noch Misstrauen und allerlei negative Gefühle hinzukommen, finde ich zeitlich sehr eng getastet. Aber ja, als eine Art (dramatisches) Kammerspiel kann ich es akzeptieren.

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Aber auch hier sind wir ganz nah bei den Dramen. Dramen haben im Allgemeinen nicht nur fünf Akte, sondern spielen auch an einem Tag und haben meistens auch nur einen Handlungsort. Also Chevalier schreibt hier - wenn man vom epischen Schreibstil, im Gegensatz zum Skriptähnlichen Text mit hauptsächlich wörtlicher Rede, absieht - ein ziemlich klassisches (modernes) Drama.

    Ah, danke für die Info! Offensichtlich habe ich im Deutschunterricht nicht aufgepasst - damals, als die Dramen dran waren.8o Mir war jedenfalls nicht klar, dass sie generell an einem Tag spielen.

    Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich nie eine Shakespeare-Freundin war...

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Aber auch hier sind wir ganz nah bei den Dramen. Dramen haben im Allgemeinen nicht nur fünf Akte, sondern spielen auch an einem Tag und haben meistens auch nur einen Handlungsort. Also Chevalier schreibt hier - wenn man vom epischen Schreibstil, im Gegensatz zum Skriptähnlichen Text mit hauptsächlich wörtlicher Rede, absieht - ein ziemlich klassisches (modernes) Drama.

    Ah, danke für die Info! Offensichtlich habe ich im Deutschunterricht nicht aufgepasst - damals, als die Dramen dran waren.8o Mir war jedenfalls nicht klar, dass sie generell an einem Tag spielen.

    Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich nie eine Shakespeare-Freundin war...

    Das mit dem einen Tag ist mir auch nicht bewusst. Bei Romeo und Julia waren es auf jeden Fall mehr als ein Tag. Da bin ich sicher.;)

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  • Das sind auch keine steifen Regeln und diese ein Tag, ein Ort-Sache kommt auch nicht von Aristoteles, sondern (bin mir aber nicht mehr ganz sicher jetzt) das wurde von oder zumindest zu Lessings Zeit so gehandhabt. Dramentheorie hat sich mit den Zeiten auch immer weiter entwickelt.


    Und ich hab das Wissen aus meinem ersten Studienjahr der Germanistik. :P Für irgendwas muss das ja gut gewesen sein.