Die Wochenfrage!

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 5.422 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Sagota.

  • Bisher habe ich das erst einmal gemacht und zwar im letzten Urlaub. Da habe ich den ersten Teil der Krimi-Reihe von Marsali Taylor gelesen und mir dann natürlich auch die Schauplätze angesehen. War ein interessantes Erlebnis. Besonders ein Hotel, das erwähnt wurde, hätte ich sonst wohl nie gesehen. Dabei hatte das einen großen Garten mit altem Baumbestand - toll!


    Sonst wähle ich die Bücher nicht nach dem Urlaubsort aus. Das wäre dann reiner Zufall, wenn eines dort oder in der Nähe spielen würde.

  • Die Bretagne hab ich auch schon durch die Augen von Dupin oder eher von Nolwenn gesehen (die beiden haben völlig recht!;)) und wenn in irgendeinem Titel "Wien" vorkommt, muss ich fast automatisch zugreifen. Ich mag diese Stadt und kenne sie mittlerweile auch ein wenig (viel zu wenig eigentlich... ich muss bald wieder ein paar Tage hinfahren...)


    Gerade wollte ich schreiben, dass ich noch nie bewusst in einem Urlaubsland so ein Buch über dieses Land gelesen hätte. Da muss ich mich korrigieren:

    In Bonifacio hab ich mit Begeisterung "Astérix en Corse" gelesen... faktisch ein Sachbuch der Landeskunde!;)

  • Vor Ort habe ich schon einige Bretagnebücher gelesen, das hat schon was. Commissaire Dupin hat uns sogar schon zum einen oder anderen Ausflug inspiriert (manchmal frage ich mich ja, ob der Autor vom bretonischen Tourismusverband gesponsert wird :lachen: ).

    Immerhin erhielt der Autor die Auszeichnung "Mécène de Bretagne"/"Mäzen der Bretagne"...

    und außerdem ist er Ehrenmitglied der Assoziation bretonischer Kriminalautoren aus dem Finistère

  • Und im L'Amiral hängt ein Dupin-Cover an der Tür :lachen:

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Hmm, ich glaube ich habe noch nie bewusst Bücher nach meinen Urlaubsort ausgewählt. Da hatte ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht. So wie du es beschreibst gagamaus klingt es aber nach einem doppelt schönen Erlebnis!

    Ich lese aber auch im Urlaub nicht so viel wie manche hier. Das ist eher ein quer-durchs-Land-Backpacken und jeden Tag was Neues erleben. Da bleibt nur bedingt Zeit zum lesen.


    Wie gut mir ein Buch gefällt, hängt aber nicht davon ab, wo ich es gelesen habe. Da zählt wie bei jedem anderen Buch auch nur Inhalt und Stil.

    Würde ich (eigentlich) sofort so unterschreiben.

    Wegen der Wochenfrage viel mir dann doch noch ein Beispiel ein. Nachtzug nach Lissabon war eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen hatte. Ich fand keinen Zugang, hat mich einfach nicht abgeholt. Bei einer Portugalreise hab ich dem Buch dann noch mal eine Chance gegeben und irgendwie hat das alles so perfekt zusammengepasst und ich war sofort drinnen in der Geschichte. Da wurden Orte beschrieben, an denen ich gerade war und dazu die Anmerkungen zur portugiesischen Sprache. Auf einmal fühlte es sich stimmig an.

    Ich würde eigentlich auch sagen für mich zählt nur Inhalt und Stil, aber in dem speziellen Fall hat mich der Inhalt und Stil einfach am richtigen Ort plötzlich mitgenommen. Ich war selbst überrascht.


    Ich kriege mittlerweile Ausschlag von den vielen Krimis mit Lavendelfeldern auf dem Cover. Die sind ja en mode!

    :breitgrins: Ich hab meiner Mama mal zwei Bücher einer solchen Krimi-Reihe geschenkt, die gefielen ihr gut. Letztens wollte ich im Geschäft schauen, ob es einen neuen Band gibt und da waren gefühlt zehn Autoren mit ähnlichen Titeln und fast gleichen Cover. Das hat mich so verwirrt, dass ich mich nicht erinnern konnte, welchen Autor ich eigentlich suche :spinnen:

  • Welche positiven oder negativen Erfahrungen hast Du mit Urlaubsbüchern gemacht, die genau am Ort deines aktuellen Urlaubs spielen?

    Die beste Erfahrung (und hinterher meine persönliche Odyssee, da ich auf die falsche Fähre stieg, die gen Kreta auslief - ich aber eigentlich nach Leros wollte) hatte ich mit "Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway - Dieses Buch verbinde ich immer mit einer durchlesenen Nacht am Hafen von Kos, da alle Zimmer dieser ziemlichen Touri-Insel ausgebucht waren - und viel Café.....


    Ich versuche eigentlich oft - und gerne, Bücher in den Urlaub mitzunehmen, die dann "vor Ort" spielen: Hat was Besonderes, Magisches für mich....

    In Edinburgh (als ich es dann endlich mit eigenen Augen sah) dachte ich an die Ian Rankin-Krimis und an eines meiner Lieblingsbücher, die in EDI verortet sind

    Anthony O'Neill - Der Hüter der Finsternis - The Lamplighter.... - Wenn ich nochmal hinfahre, werde ich es mitnehmen und ausnahmsweise ein Buch zweimal lesen :breitgrins:


    "Die Nähmaschine" verbinde ich auf alle Zeiten mit Glasgow, in dem es auch spielt: Ich habe noch nie so viele tolle alte Nähmaschinen "auf einen Haufen" (bzw. hinter Glas über 3 Stockwerke/Fensterpositionen) gesehen und hätte mir jede einzelne gut und gerne mindestens 15' angeschaut - wenn ich alleine gewesen wäre... - das hat das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht (auch wenn ich es etwas später gelesen hab, war ich dadurch nochmal in der tollen Stadt).

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Das stimmt, Bücher, die ich im Urlaub lese, bleiben mir auch stärker im Gedächtnis. Ich glaube, ich weiß noch bei sämtlichen Urlaubsbüchern, wo ich sie gelesen habe und wie sie mir gefallen haben. Das gilt dann aber für alles an Urlaubslektüre, nicht nur das, was ich vor Ort gelesen habe.

    Ist bei mir auch so.Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich jetzt nicht sooo oft weg bin, das ganze also recht überschaubar ist.

    Wegen der Wochenfrage viel mir dann doch noch ein Beispiel ein. Nachtzug nach Lissabon war eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen hatte. Ich fand keinen Zugang, hat mich einfach nicht abgeholt. Bei einer Portugalreise hab ich dem Buch dann noch mal eine Chance gegeben und irgendwie hat das alles so perfekt zusammengepasst und ich war sofort drinnen in der Geschichte. Da wurden Orte beschrieben, an denen ich gerade war und dazu die Anmerkungen zur portugiesischen Sprache. Auf einmal fühlte es sich stimmig an.

    Das ist doch mal ein schönes Beispiel, wie es gehen kann :thumbup:.

    In Edinburgh (als ich es dann endlich mit eigenen Augen sah) dachte ich an die Ian Rankin-Krimis und an eines meiner Lieblingsbücher, die in EDI verortet sind

    Anthony O'Neill - Der Hüter der Finsternis - The Lamplighter.... - Wenn ich nochmal hinfahre, werde ich es mitnehmen und ausnahmsweise ein Buch zweimal lesen :breitgrins:

    Dito.Und wegen Edinburgh habe ich mir letztens noch ein Buch mit genommen, um im Nachhinein darüber zu lesen.


    Soll heißen: Es passt nicht immer zeitlich genau im Urlaub, aber mich interessiert es und ich finde es spannend, auch mal vielleicht "Bekanntes" zu lesen.

    Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark.Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.Hermann Hesse

  • yanni Jetzt hast du mich neidisch gemacht, Sheltand steht nämlich auch noch auf unserer Liste<3

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Zur Frage:

    Ausschließlich positive - das geht soweit, daß ich mir für den Urlaub inzwischen oft auch noch ein, zwei Bücher zulege (falls nicht auf dem SuB vorhanden) die in der Gegend oder zumindest in dem Land spielen, in das ich reise, gern dann auch mit etwas geschichtlichem Hintergrund oder einfach etwas um noch tiefer in die Lebensart der Leute dort einzutauchen. "Hamlet" hab ich z.B. in Dänemark gelesen ! Hat was :)

    “There is a crack in everything, that’s how the light gets in.” (Leonard Cohen)

  • yanni Jetzt hast du mich neidisch gemacht, Sheltand steht nämlich auch noch auf unserer Liste<3

    Es hat uns dort sehr gut gefallen. Viel besser als auf den Orkney Inseln. Wir würden am liebsten gleich wieder hinfahren. <3

  • Sheltand steht nämlich auch noch auf unserer Liste <3

    Jetzt dachte ich zuerst - weil ich den Zusammenhang nicht hatte - Du sprichst von einer Fantasy-Reihe oder so, die Du noch lesen möchtest...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich suche nicht krampfhaft nach einem Buch, das an meinem Urlaubsort spielt, aber wenn es sich anbietet, würde ich eher danach greifen. Als ich im September bspw. in Neapel war, habe ich "Meine geniale Freundin" angefangen. (Allerdings bald abgebrochen, weil ich es langweilig fand.) Übrigens haben wir da auch die Serie "Gomorrha" angefangen. Ich mag sowas gerne! Das Buch "Pompeji" von Robert Harris wanderte auf meine Wunschliste.

    Als wir vor einem Jahr in Dänemark (u.a. Kopenhagen und Odense) waren, habe ich mein Märchenbuch von Hans Christian Andersen mitgenommen. In Kopenhagen haben wir passend zur Meerjungfrauenstatue "Die kleine Meerjungfrau" gelesen (ich habe meinem Mann vorgelesen) und in Odense dann weitere Märchen - die wir teils auch im Märchenmuseum dort gesehen haben. Dadurch bekamen die Orte auch eine tiefere Bedeutung.


    Es kommt aber auch immer ein wenig darauf an, ob der Ort mich anspricht. In der Regel mag ich aber Bücher, die an Orten spielen, die ich kenne gerne. Ich bin auch ein Fan von Regionalbüchern. Mittelalterliche Histos, die im Rheinland spielen, finde ich großartig!

  • Ich bitte euch die Diskussionen zu der vorangegangenen Wochenfrage nun als abgeschlossen zu betrachten, damit sich die Themen nicht vermischen!

  • Ein klares Nein - von einem Buch würde ich mir nie den Tag versauen lassen - dazu ist es nicht wichtig genug...für mich. Wenn ich es doof finde wird es abgebrochen, vielleicht ärgere ich mich kurz über die Geldausgabe aber das wars dann schon

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Mein erster Impuls wäre der von JaneEyere gewesen.


    Tatsächlich könnte mir aber ein super gutes Buch, das dann ein für mich unbefriedigendes Ende nimmt, schon ein bisschen den Tag vermiesen...ein Beispiel fällt mir aber gerade nicht ein.

    Früherer Nutzername "Alexa" :)

  • Jein!

    Wenn ich ein Buch lese, das mich nicht packt und ich immer denke, dass es besser wird. Was es oft ja nicht wird...da denke ich rückblickend schon, was ich da alles hätte lesen können in der Zeit. Und so verdirbt dieses Buch in gewisser Weise rückblickend meine Lesestunden. Versteht ihr, was ich meine?

  • Mir haben Bücher dann schon mal den Tag versaut, wenn ein Charakter stirbt, den ich ins Herz geschlossen hatte oder etwas passiert, was mich auch nach dem Zuklappen des Buches noch mitnimmt.


    Trotzdem fällt mir spontan konkret etwas ganz anderes ein: "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy Mongomery. In dem Buch erzählt die Autorin von ihren "Treffen" mit Kraken in einem Aquarium und es geht vor allem darum, wie sensibel diese Tiere sind. Mir wurde das Buch von einer Freundin geliehen, die es geliebt hat, und ich fand es zum Teil ganz schrecklich. Einerseits erfahren wir, wie empfindsam und freiheitsliebend Oktopoden sind, anderseits wird der Umgang mit ihnen in Aquarien null kommentiert, außer dass sie ständig versuchen, dort auszubrechen und dass es zeigt, wie intelligent sie sind. :rolleyes: Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil ich viele interessante Fakten gelernt habe, anderseits hat es mich auch echt fertig gemacht und ich denke man kann sagen: mir den Tag versaut.

    ~ The world is quiet here ~