Die Wochenfrage!

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Es gibt 5.020 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • So richtig versaut nicht. Aber Bücher "Gegen das Vergessen" können mich schon mal runterziehen.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Ich überlege gerade, ob ich mich über ein Buch schon mal so geärgert habe, dass ich richtig schlechte Laune davon bekommen habe.


    Heulen tu ich beim Lesen durchaus mal gerne, das fällt für mich nicht unter "Tag versaut".

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ja!

    Ich las ein Buch, in dem der Protagonist im Zeugenschutzprogramm war, aber er war ein ziemlich blödes Arschloch. Nach und nach bekam die Mafia durch die irrwitzigsten Verkettungen von Zufällen heraus, wo er steckt, und kreiste ihn immer weiter ein.


    Ich habe richtiggehend auf das Ende hingefiebert, denn da der Typ so ein Arsch war, hiess das für mich, die Mafia könnte durchaus auch gewinnen.


    Morgens auf dem Weg zur Arbeit blätterte ich gespannt um, die Mafia schlich sich gerade mit gezückten Waffen an ihn heran, die Zeugenschutzleute auch mit gezückten Waffen auf der Pirsch nach den Mafiosos, und -----

    plötzlich wechselt die Erzählperspektive in die ICH-Form, und wir lesen den ganzen Showdown in der Vergangenheit aus dem Tagebuch des Protagonisten.


    Äh. Also hat er es auf jeden Fall überlebt. Und das wusste ich jetzt, ohne den Showdown überhapt im geringsten angelesen zu haben. Also SPOILER hoch 10. Das hat mich so unendlich geärgert, dass ich das Buch im allerletzten Kapitel wütend abgebrochen habe, und es von 3-4 Sternen schlagartig auf 0-1 Stern sprang.


    Das hat mir echt den Tag vermiest. Der Schriftsteller ist bei mir auch unten durch. Der hat sein eigenes Buch, und damit mein Lesevergnügen, total versaut.

  • Sehr selten.

    Aber eins, das ich rezensieren musste (es kam vom Verlag und sowohl Autorin als auch Verlag sind seither für mich tabu - untendurch oder wie man es nennen mag). Es war derart bescheuert, dass ich es ansonsten abgebrochen hätte und es wimmelte davon nur so von Klischees und einer dummgeilen Frau (sorry, aber ein anderer Ausdruck fällt mir gerade nicht ein). Ich hatte wirklich schlechte Laune und war dermaßen froh, es "hinter mir zu haben".


    Ansonsten kenne ich das aber eher nicht - normalerweise kann ich mich auf meine Wahl verlassen. "PP" - persönliches Pech gehabt ;)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Es passiert schon hin und wieder, dass mich Bücher wirklich verärgern und meine Laune verderben. Vor allem, wenn es sich um Bücher handelt, die Dummheiten über Themen, die mir am Herzen liegen verbreiten. Da fange ich dann schon an vor mich hin zu schimpfen. Vor allem, wenn alles irgendwie in esoterisches Geschwurbel absinkt...:evil:


    Bescheuerte Bücher wie sie Sagota treffend beschrieben hat, könnten mich auch auf die Palme bringen - wenn ich sie lesen müßte!


    Und sehr ärgerlich finde ich, wenn bei einem Krimi am Schluss ein Täter wie ein Hase aus dem Zaubererhut auftaucht - aber das ärgert mich dann nur kurz.

    Aber ganz allgemein: bevor ich mir die Laune verderben lasse, wird das Buch abgebrochen:buchalarm:

  • Hat Dir schon einmal ein Buch den ganzen Tag versaut? (Warum?)

    Nein. Manche Bücher fallen mir schwerer als andere, manchmal ärgert mich ein Handlungsverlauf, aber den Tag versauen? Da muss viel mehr passieren.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Den Tag verdorben hat mir ein Buch, glaube ich, noch nicht. Aber für den Rest des Tages mitgenommen / traurig gemacht schon.


    Gerade in der Jugendzeit ist das oft passiert. Ich war tagelang in einer Trauerphase als ich mit 12/13 Jahren den letzten "Herr der Ringe" Teil beendet hatte :D



    Bevor mir ein Buch richtig den Tag verderben kann breche ich es ab.




    (EDIT: Es kann natürlich sein dass mich ein Buch "triggert" und ich merke dass an dem Tag kein guter Tag ist, das Buch weiterzulesen. Dann lege ich eine Pause ein da mir das Buch aufgrund der herbeigetriggerten Gedanken vielleicht den Tag verderben könnte. Aber soweit ist es noch nie gekommen. Kann mich zumindest nicht daran erinnern.)

  • Ich ärgere mich zwar gerne über schlechte Bücher, aber tatsächlich kann ich das dann mit einem schönen Verriss ganz gut verarbeiten :lachen:

    Dafür kann mir ein richtig gutes Buch den Tag retten. Ich bin z.B von meiner derzeitigen Lektüre so verzückt, das mein Herz quasi überquillt. Es ist so schön so ein Buch zu finden. (Dabei gehts eigentlich um einen Mord :lachen: )

  • Haha, ja, ein guter Verriss macht richtig Spaß :teufel:

    The west-winds blow, and, singing low,
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    (John Greenleaf Whittier)




  • Nein, bevor mir ein Buch den Tag versauen könnte, breche ich es einfach ab. Ich finde es nur manches Mal ärgerlich, wenn mich das Ende nicht zufrieden stellt. Aber das ist reine Empfindungssache.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Richtig verdorben noch nicht, aber meine Stimmung können Bücher schon beeinflussen.

    Als ich "Afrikanische Tragödie" von Doris Lessing gelesen habe, wollte ich einfach nur noch zum Ende kommen, weil die Spannung kaum noch auszuhalten war. Dabei weiß der Leser von Anfang an, dass ein Mord geschieht, auch der Mörder ist bekannt, und trotzdem liegt eine fast greifbare Anspannung in der Luft. Der ganze Roman hat sich sehr stark auf meine Stimmung ausgewirkt, ich habe das Belastende so stark gespürt wie selten in einem anderen Roman.

    Ein Buch, das mir so richtig unter die Haut gegangen ist und selbst schöne Sommertage verdüstert hat.

  • Hallo Urlaubsvertretung!


    Nein. Sonst verpasse ich ja eventuell etwas Wichtiges. Aber ich lese oft quer.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich mache das wie sandhofer...überspringen ist mir "zu gefährlich", aber ich lese schon mal quer.


    Besonders gerne bei gehäuft ausführlichen Sexszenen...oder bei Folterpassagen.

  • Heutzutage nicht nehr - ausgenommen einer gewissen "lokalen Variation der Lesegeschwindigkeit".

    Ich muss allerdings zugeben, dass ich früher bei Karl May immer die Landschaftsbeschreibungen übersprungen habe.. (Jugend, diese undisziplinierte.. :breitgrins: )

  • Dass ich Passagen komplett überspringe, kommt auch bei mir sehr selten vor (es sei denn, es ist ein Buch, das ich eher häppchenweise lese und es gibt Kapitel, die mich thematisch nicht interessieren).


    Quergelesen werden auch bei mir gelegentlich Ekel-/Gewaltszenen oder doof geschriebene Sexszenen. Oder der Rest eines Buches, das mir nicht gefällt, wenn ich zwar eigentlich abbrechen will, aber trotzdem wissen möchte, wie es ausgeht (oder ob sich meine Vermutungen, was noch passieren wird, bestätigen).

    The west-winds blow, and, singing low,
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    (John Greenleaf Whittier)




  • Sobald ich anfange, Abschnitte zu überspringen, ist es nicht mehr weit bis zum kompletten Abbruch, der dann meist zeitnah erfolgt. Oft lese ich dann nicht mal mehr das Ende.

    :lesen:





  • Ich überspringe tatsächlich manchmal Abschnitte (man schaut ja trotzdem flüchtig drüber und sieht, ob man was Relevantes verpasst - also eine Art Schnell-Querlesen). Dabei handelt es sich überwiegend um ausschweifende Landschaftsbeschreibungen, Verfolgungsjagden, Sex- oder Kampfszenen.