Die Wochenfrage!

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 5.288 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • Eine schöne Frage, Igela:

    Bei mir war das nicht die Mutter (die hatte keine Zeit zum Vorlesen, da sie im zarten Alter von nur 27 Jahren 4 Kinder hatte *räusper* sowie einen ewig hungrigen Mann :-)

    Dafür war aber mein Vater in jeder freien Minute am Lesen: Fachliteratur (Gartenbücher), Geschichte (Römer, Kulturgeschichte, Geschichte, Adel...) und er förderte auf jeden Fall das Lesen bei mir: Er schenkte mir wundervolle Bücher (1001 Nacht; Die wundersame Reise der Kleinen Dott), später auch mal einen Maigret) und ließ mich in die Welt der Bücher eintauchen. Als Kind war ich jede Woche mindestens einmal in der Bibliothek und lieh mir alle Bände von "Die Drei ???" und viele andere Bücher aus nirak: Hanni und Nanni ist mir natürlich auch ein Begriff, ich mochte die Bücher! ;) und hörte eigentlich nie auf zu lesen. Mit 17 oder 18 hatte ich dann eine Lovecraft und Konsorten-Phantastische Literatur-Phase und ich liebe diese Bücher heute noch :-)


    Aber in gewisser Weise hat auch die Schule eine Rolle gespielt; im Deutschunterricht lasen wir mal (12. Kl.) "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll - und manche Nachkriegsliteraten, ihn ganz besonders, mag ich auch heute noch. Auch FreundInnen können das Leseverhalten beeinflussen, denke ich: Meine Studienfreundin packte unzählige Bücher ein (ich fünf, glaube ich) für 4 Wochen Leros/Griechenland: Ergebnis: Schwimmen, schwätzen, sonnenbaden, chillen, in der Kneipe (katheneion) sitzen und: lesen (Bierchen trinken dabei); schlafen (wenn es nicht zu heiß war, es war im August und über 40°...) frühstücken, ganz schnell wieder zum Meer... - usw. usf. (siehe oben). Ich weiß nicht, was die Griechen dachten, als wir immer mit Buch in der Kneipe auftauchten - aber das war uns völlig egal :breitgrins:

    Upps, spät geworden - drum sag ich mal kalì nýchta!! :abinsbett:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Igela : das ist eine tolle Idee:thumbup: Ich bin gespannt, welche Fragen noch auf deiner Liste stehen.

    Dienstag 15.5.2018:


    Wie stark hat das Elternhaus euer heutiges Leseverhalten beeinflusst/ gefördert? Kommt ihr aus einem Elternhaus, in dem viel gelesen wurde...oder eher nicht ?

    Ich bin mit meiner Mutter regelmäßig in die Bücherei gegangen. Bei uns um die Ecke war eine kleine Gemeindebücherei. Die hatte nur Montags offen und da durfte ich die Bücher abstempeln und natürlich auch ausleihen. Meine Mutter hat gelesen, mein Vater nicht. Meine Schwester und ich haben mit den klassischen Mädchenbüchern angefangen: Hanni und Nanni, Trixie Belden ... später haben wir uns auseinander entwickelt, was die Lektüre betroffen hat. Rückblickend denke ich, dass ich schon immer mehr gelesen habe als der REst der Familie, aber der Eindruck kann nach der Zeit auch täuschen.


    Woran ich mich nicht erinnern kann ist, dass wir uns über Bücher unterhalten haben. Wir haben zwar oft die gleichen Bücher gelesen, aber nicht darüber gesprochen. Auch ans Vorlesen oder gemeinsam Lesen kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht lag das daran, dass ich eine ältere Schwester hatte, die das vielleicht übernommen hat. Deshalb kann ich nicht sagen, dass mein Leseverhalten gefördert wurde. Ein Grundstein wurde gelegt, der Rest kam von alleine.


    Als ich die Frage gelesen habe, habe ich mir überlegt was meine Tochter irgendwann wohl antworten wird. Vielleicht sollten wir die Frage in zehn Jahren nochmal stellen ;-)

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Dienstag 15.5.2018:


    Wie stark hat das Elternhaus euer heutiges Leseverhalten beeinflusst/ gefördert?

    Nein. Ich bin autochthoner Leser.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • In unserer Familie konzentriert sich das Lese-Gen auf die Frauen, die Männer lesen nur Zeitung, Bedienungsanleitung und Sparbücher...


    Meine Mutter liest gerne Liebesromane und was zum Schmunzeln, meine Schwester konsumiert jede Menge Krimis, meine Nichte ist für den Fantasy-Bereich zuständig, und ich hüpfe querbeet überall mal rein.


    Merkwürdigerweise geht keine von uns in eine Bücherei. Wir kaufen die Lektüre und leihen sie dann untereinander aus. Vielleicht liegt es daran, dass die nächste Bücherei nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar in der nächstgrößeren Stadt lag/liegt und uns das seinerzeit zu weit und umständlich war? So wurde es dann beibehalten, eigentlich schade.

    In eurer Familie seid ihr ja sehr geschlechtstypisch unterwegs Punkto Leseverhalten.:PSchmunzeln musste ich über die Sparbücher!

  • Moreland Vorab, das finde ich eine schöne Idee für einen neuen Thread!

    Darf man fragen, aus welchem Forum du inspiriert wurdest, oder wäre das Schleichwerbung? :S (In dem Fall würde ich die Frage freilich zurückziehen.)


    Klar darfst du. Da dieses Forum hier sogar einen eigenen Tread hat, denke ich ich kann das bedenkenlos nennen.;) Bei vorablesen.de gibt es einmal pro Woche die Freitagsfrage, die das Team an die User stellt. Ich finde das eine interessante Idee, mache dort auch regelmässig mit und bin gespannt was die anderen User so antworten.

  • HoldenCaulfield Meine 18jährige Tochter war der Bücherfresser schlechthin. Heute muss sie für die Schule so viel lesen, dass die Zeit fehlt um " zum Vergnügen" zu lesen.


    Dolly? Kenne ich gar nicht!

    ..ich denke die Internatsphase macht wohl jedes Kind durch?

    Dolly ist auch von Enid Blyton und im Grunde fast wie Hanni und Nanni. Bloß ohne die Zwillinge *gg*


    Das Teenaer oft dann nicht mehr viel lesen ist eine statistische Beobachtung vieler Bibliotheken. Da diese Nutzergruppe oft die ist mit der niedrigsten Ausleihzahl. Ausnahmen gibt es da natürlich immer^^

  • Katjaja Deine Lesegeschichte finde ich toll. Ich habe zwar keine Buchstabensuppe im Haus, aber die Tafeln vom Augenarzt hätte ich auch genommen. :thumbup:

    Genau das habe ich auch gedacht. die Tafeln müssen toll aussehen neben vollen Bücherregalen!

  • Mal sehen wie viele Fragen ich so zu beantworten schaffe.


    Meine Mutter hat uns als Kind vorgelesen - Märchen, auch andere Bücher, wobei ich mich da jetzt nicht so sehr an Details erinnere. Lesend kenne ich meine Eltern jedoch kaum, außer die Tageszeitung. Meine Mutter liest höchstens mal im Urlaub ein Buch, mein Vater außer Garten- und Lanzbüchern gar nichts.

    Mein Opa, der mit bei uns im Haus wohnte, hatte einige Bücher. Stolz war er vor allem auf Bücher die in der DDR nicht erlaubt waren, aber die haben wir als Kinder auch nicht zu Gesicht bekommen.

    Im Teenager-Alter war ich bekannt dafür alle im Unterricht zu lesenden Bücher als Film zu schauen - ich habe oft wirklich nur die Teilstücke gelesen, die wichtig waren oder die wir lesen mussten. Es gab mal das eine oder andere Buch, dass ich als Teenager von meinen Freundinnen empfohlen bekam - Steven Kings ES z.B. aber das wars dann auch.


    Zum Lesen gefunden habe ich dann eigentlich erst im bzw. zum Ende des Studiums hin, weil mir bei der BWL irgendwie doch der Deutschunterricht und die Abwechslung der schulischen Fächer gefehlt haben und über historische Romane und Fantasy bin ich zur ausgiebigen Leserin geworden...

    Meine Kinder kennen mich lesend, mal sehn ob es bei ihnen anders verläuft.


    Grüße

    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%

  • schokotimmi Was sind den "Lanzbücher"...kann mir da grad nix drunter vorstellen?


    Mit Märchen vorgelesen bekommen beginnt wohl so manche "Lesekarriere"...und gehört bei vielen zu den ersten Erinnerungen. Bei mir hat immer meine Grossmutter und Märchen vorgelesen. Das war immer ein Fest!

  • Ach ja vorgelsen wurde mir auch sehr viel, als ich noch nicht selbst lesen konnte. Ich kann mich z.B total gut erinnern das mein Papa mir Jim Knopf und die Wilde Dreizehn vorgelesen hat. Aber bei mir haben beide Elternteile vorgelesen. Meist der oder diejenige die ich mir grade gewünscht habe. Mein erster Buchabbruch war auch ein Vorgelesenes Buch :lachen: Ich selbst war sicher auch dadurch super scharf darauf selbst lesen zu können. Ich war dann mega neidisch das einige Mitschülerinnen dann in der ersten Klasse schon lesen konnten.

  • Meine Eltern lesen nicht, bzw. nur die Tageszeitung/ Zeitschriften ;).

    Von vier Kindern lesen nur meine Schwester und ich.

    Und leider, leider lesen auch meine beiden Kinder nicht ;(- und ich glaube auch nicht an Gene, die diesbezüglich weitervererbt werden, was das Lesevehalten betrifft.Dazu gibt es schon alleine in meinem Bekanntenkreis zu wenig Beispiele die weder das eine, noch das andere bestätigen.

    Mit dem Bücherbus fing es an, danach kam der Bücherei- Ausweis.Ab ca Ausbildung habe ich dann fast nur noch gekauft.Hanni und Nanni wurden meist ausgeliehen, Dolly besitze ich- und natürlich: Die Pucki Bände :love:.Würde heute wohl kaum noch jemand lesen wollen ......

    Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark.Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.Hermann Hesse

  • Sammy Ich würde da auch nicht von Genetischer Übertragung sprechen^^ da spielen ja noch ganz andere Umstände eine Rolle. Ich persönlich bin wohl schon als Kind meinem Papa sehr ähnlich gewesen, das äußert sich auch heute noch im Aussehen aber auch in Charaktereigenschaften. Sicher hat diese Zusammensetzung auch dazu geführt das ich zufällig ähnliche Interessen habe, zumindest was das Lesen an sich betrifft. Aber meine Leseentwicklung selbst hat sich insgesamt trotzdem in eine ganz andere Richtung weiterentwickelt. Die eigenen Interessen und auch andere Erlebnisse spielen da ja auch eine große Rolle.

  • Sammy ..auch ich glaube nicht an die genetische Vererbung...übrigens auch nicht daran, dass man das Lesen " anerziehen" kann. Denn sonst würden meine Kinder beide lesebegeistert sein. Mein Sohn las nie gerne und liest heute mit 16 gerade mal den Sportteil. Meine 18 jährige las immer gern und viel. Auch wenn dieses Hobby momentan aus Zeitmangel zurückstecken muss.

  • Ja ich denke anerziehen kann man das nicht. Sonst gäbe es ja auch fast keine Leser'innen aus Familien in denen sonst niemand gerne liest. Klar kann man das Hobbie seines Kindes dann unterstützen, aber das ist ja noch mal was andres. Wichtig für mich ist da dann eher das überhaupt in irgendeiner Weise dann die Möglichkeit gegeben ist, das ein Kind oder Teenie Zugang zu Büchern haben kann, auch dann wenn dafür eigentlich kein Geld da ist. Sicher ein Grund weshalb in vielen Bibliotheken der Zugang genau für diese Altersgruppe die Mitgliedschaft vollkommen kostenlos ist. Wichtig ist hier halt, das die Familien davon überhaupt wissen. Aber das kann auch über die Schule mit verbreitet werden, auch über ein Angebot vor Ort. Leider hat nicht jede Schule eine eigene Schulbibliothek z.B. als Teilbibliothek der örtlichen Stadtbibliothek.