Die Wochenfrage!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 4.781 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • Bei mir sind es auch ein paar, und zwar:


    John Boyne

    Nina Blazon

    Julie Kagawa

    Kai Meyer

    Kerstin Gier


    Allen voran John Boyne ist einer meiner liebsten Autoren und konnte mich bislang mit jedem seiner Bücher begeistern. Der Schreibstil ist immer flüssig und so fesselnd, dass ich nie aufhören kann zu lesen.

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Stimmt, Boyne ist auch so einer, der über ganz verschiedene Themen schreibt und mich bisher mit jedem Buch fesseln konnte. Allerdings kenne ich erst drei Werke von ihm.

    If you get tired, learn to rest, not to quit.

    (Banksy)

  • Ich bitte euch die Diskussionen zu der vorangegangenen Wochenfrage nun als abgeschlossen zu betrachten, damit sich die Themen nicht vermischen!

  • Hier die neue Wochenfrage:


    Beteiligt ihr euch gerne bei Leserunden? Wenn ja, was gefällt euch daran? Wenn nein, was hindert euch...warum eher nicht? Vielleicht wolltet ihr auch schon lange mal ausprobieren, ob Leserunden was für euch wären?

  • Früher habe sehr oft an Leserunden teilgenommen. Vor allem hier im Forum, teils auch auf Leserunden.de, aber dort war ich nicht so aktiv und dann ist es ganz eingeschlafen.

    Im Forum wurde es immer weniger, da sich oft Teilnehmer nach Anmeldung schnell ausklinkten oder erst gar nicht mitlasen. Eine Leserunde habe ich sogar einmal ganz alleine bestritten. ^^ Dann habe ich mich nur noch angemeldet, wenn ich sicher war, dass sichere Mitleser dabei waren. Inzwischen lese ich wieder öfter mit. Besonders bei Leseprojekten wie Ein Tanz zur Musik der Zeit von Anthony Powell oder die Thursday Next Reihe.


    Das gemeinsame Lesen, besonders von dicken Wälzern zusammen mit anderen hat mir immer viel Spaß gemacht. Jeder hat eine andere Sicht auf die Geschichte, bringt eine andere Meinung ein. Überlesenes kommt manchmal zutage, Unverstandenes wird oft geklärt, mancher bringt Hintergrundwissen ein und dann natürlich die herrlichsten Diskussionen über Inhalt und auch Stil des Romans. Mir macht es dann auch nichts aus mit meiner Meinung auch mal alleine da zu stehen. Ich sage immer, man darf sich so viel streiten wie mal will, Hauptsache es bleibt sachlich und wird nicht persönlich.


    Ein großer Vorteil des gemeinsamen Lesens ist für mich, dass man sich auch mal an Bücher herantraut, die man alleine vielleicht nie lesen würde. Die Elenden von Victor Hugo würden heute noch ungelesen im Regal stehen, wenn es nicht diese Leserunde dazu gegeben hätte. Manchmal habe ich mich auch spontan zu einer angebotenen Runde hier im Forum gemeldet. Weil mich das Buch ansprach, ich es auf dem SuB und ich Zeit hatte.

    Wichtig finde ich, ist eben auch dass sich jeder bis zuletzt an der Runde beteiligt und nicht einen Nachzügler allein zurücklässt. Schließlich hat nicht jeder das gleiche Lesetempo.

  • Ich hab früher ab und zu mal bei Leserunden mitgemacht, aber für mich festgestellt, das ist einfach nicht mein Konzept.Vor allem weil ich sehr schnell lese und Leserunden ein Stück weit das Tempo vorgeben. Was ok ist, aber für meinen ganz persönlichen Lesefluss etwas störend war. Ich hab mir zwar Notizen gemacht und dann halt trotzdem schnell gelesen,aber es hat mich selbst auch gestört, das ich beim Diskutieren ja dann trotzdem schon mehr wusste als für den Abschnitt. Insgesamt hab ich dann für mich eben festgestellt, das ist nicht mein Ding und das ist auch ok so. Ein Austausch findet für mich hier im Forum trotzdem statt und ich vermisse da auch nichts.

    Deshalb fand ich die Testleseaktionen für mich immer passender.

  • Ich hab früher ab und zu mal bei Leserunden mitgemacht, aber für mich festgestellt, das ist einfach nicht mein Konzept.Vor allem weil ich sehr schnell lese und Leserunden ein Stück weit das Tempo vorgeben. Was ok ist, aber für meinen ganz persönlichen Lesefluss etwas störend war.

    Das löse ich so, indem ich zu dem Leserundenbuch noch ein anderes parallel lese um die Zeit zu überbrücken.

    Wobei hier ja pro Tag ein Leseabschnitt gepostet werden sollte. Das ist für mich ok. Es gibt Foren, da wird pro Woche ein Leseabschnitt frei geschaltet. Dort würde ich nie eine LR mitmachen...das zieht sich ja über Wochen.

  • Das unterschiedliche Lesetempo ist schon etwas problematisch.


    Aber auch ich fand es sehr hilfreich und motivierend gerade bei etwas schwierigeren Büchern. Beispielsweise bei Anna Karenina - da gibt es so viel Stoff zu bereden. Oder bei der Turm-Reihe von Stephen King, wo nach Ende des 1. Teils mehr Fragen offenblieben, als beantwortet wurden. Jede Menge Deutungspotential. ;)


    Da ich aber meistens Bücher lese, die schon etwas älter sind, und mich zudem nur anmelde, wenn ich halbwegs glaube, dass kein Abbruch droht, hat es bei mir in den letzten Jahren nicht viele LR gegeben.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Ich mag das Konzept der Leserunden sehr - Ich bin vor Jahren auf dieses Social Reading aufmerksam geworden und mich fasziniert daran vor allen Dingen, dass man seinen Lesegenuss einfach so teilen kann - und auf menschen trifft, die das Buch ebenso genial finden (oder eben nur bestimmte Aspekte daran). Aber man kann sich immer über das, was einem gerade im Kopf herum schwirrt, austauschen - und das finde ich einfach nur klasse. Natürlich ist es auch von Buch zu Buch unterschiedlich. Manchmal hat man Themen, die einem unter den Nägeln brennen und die man einfach diskutieren muss, und manchmal liest man das Buch auch nur weg und es fällt einem kaum etwas ein, über das man diskutieren kann. Deshalb treffe ich meine Leserunden-Wahl auch immer recht sorgfältig - und melde mich nur für solche an, die auch interessant zu werden versprechen.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Das möchte ich gerne unterteilen in offizielle Leserunden (autorenbegleitet und ohne Autor) und selbst organisierte.


    Zu ersterem:

    Ich mag Leserunden und habe hier bzw. drüben auf Leserunden.de schon bei so einigen mitgemacht.

    Allerdings haben mich die letzten beiden autorenbegleitenden Leserunden enttäuscht - in der einen hatte die Autorin dann doch keine Zeit (kann man nicht ändern, aber schade war es) und in der anderen hat sich die Autorin aus allen Diskussionen herausgehalten und nur allgemeine Fragen beantwortet (sie wollte nicht versehentlich zu viel verraten; aber dann verstehe ich nicht, warum sie sich überhaupt für die Runde zur Verfügung gestellt hat). Ich habe aber auch schon ganz tolle Leserunden mit Autoren mitgemacht und dadurch sehr interessante, lustige Menschen ein kleines bisschen persönlicher kennengelernt.

    Die Runden ohne Autor fand ich durchweg schön. Auch wenn es manchmal Meinungsverschiedenheiten gab, ist der Tonfall hier im Forum doch immer sehr freundlich und da die meisten zuverlässig mitlesen, können sich tolle Diskussionen ergeben. Auch dass die Runden hier vergleichsweise klein sind, mag ich sehr gerne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in einer Runde mit 30 Leuten noch vernünftig aufeinander eingehen kann. Und auch wenn ich schon Runden zu ganz schrecklichen Büchern mitgemacht habe, die ich allein direkt abgebrochen hätte, waren die Gespräche das "Durchquälen" doch wert.

    Im Moment fehlt mir die Zeit für Leserunden, aber ich hoffe, das wird auch wieder besser.


    Zu den selbst organisierten Runden:

    Da habe ich bisher erst bei einer Runde mitgemacht - und da waren wir auch nur 2 oder 3 Leute. Insofern gab es keine wirkliche "Struktur", sondern jeder hat einfach nach Lust und Laune gelesen und ein paar Eindrücke aufgeschrieben. Hat aber Spaß gemacht.

    Ab 31.8. fangen wir ja mit unserem Harry-Potter-Leseprojekt an und da freue ich mich schon sehr drauf :) Gerade da die Runde sehr gemischt sein wird (wer will, darf sich gerne noch anmelden *Schleichwerbung*), möchte ich versuchen, ein bisschen Ordnung reinzubringen, damit niemand versehentlich gespoilert wird. Anonsten wird es hoffentlich eine unterhaltsame Runde und für mich persönlich eine Reise zurück in meine Kindheit und Jugend.

  • Mir waren vor dem Forum hier, die Leserunden verleidet. Ich war damals noch in einem anderen Forum aktiv und was ich dort erlebt habe in LR, war teilweise schlimm. Der Umgangston teilweise sehr grenzwertig. Leser, die Bücher abgestaubt haben und nur, wenn überhaupt, die Rezension eingestellt haben. Auch das Nacherzählen des Gelesenen, ohne Kommentar oder Meinung dazu, kam sehr regelmässig vor.

    Nun habe ich hier...ich glaube 2 LR.... mitgemacht und bin positiv überrascht. Wie im ganzen Forum, ist auch bei den LR der Umgangston sehr gut. Fact ist, dass ich nicht jeden Monat eine LR machen möchte, da ich dann parallel lesen muss und ich das Grundsätzlich nicht so mag. Ab und zu und zu bestimmten Büchern ist das jedoch ok. Bisher habe ich mit meinem eigenen Buch mitgemacht, da ich "unabhängig" sein und mich nicht verpflichtet fühlen wollte. Nun habe ich mein Interesse bekundet, im September bei einer LR mit Freiexemplar, was eine neue Erfahrung sein wird. Bin gespannt!

  • Ich hab früher ab und zu mal bei Leserunden mitgemacht, aber für mich festgestellt, das ist einfach nicht mein Konzept.Vor allem weil ich sehr schnell lese und Leserunden ein Stück weit das Tempo vorgeben. Was ok ist, aber für meinen ganz persönlichen Lesefluss etwas störend war.

    Das löse ich so, indem ich zu dem Leserundenbuch noch ein anderes parallel lese um die Zeit zu überbrücken.

    Wobei hier ja pro Tag ein Leseabschnitt gepostet werden sollte. Das ist für mich ok. Es gibt Foren, da wird pro Woche ein Leseabschnitt frei geschaltet. Dort würde ich nie eine LR mitmachen...das zieht sich ja über Wochen.

    Das wäre nicht das Problem, ich lese ständig paralell. Aber bei mir hat das mein Leseverhalten das zum Teil auch mal sehr sprunghaft sein kann, einfach nicht positiv beeinflusst. Deshalb hab ich dann für mich entschieden: nicht mein Konzept und das ist auch ok so. Jeder soll so lesen wie sie/er das passt und wenn es Dir Spaß macht ist das toll - nur für mich passt es eben einfach nicht und das ist dann eben auch gut so^^

  • nicht mein Konzept und das ist auch ok so. Jeder soll so lesen wie sie/er das passt und wenn es Dir Spaß macht ist das toll - nur für mich passt es eben einfach nicht und das ist dann eben auch gut so^^

    Ich wollte dir keinesfalls was aufdrängen, oder hier besserwisserisch rüber kommen. Tut mir leid, es war eher als Nachfrage gedacht! Wenn es nicht passt, passt es nicht!

  • Ich merke an mir gerade wieder ganz deutlich, dass ich für geplantes Lesen viel zu sprunghaft bin. Durch eine Blogaktion habe ich hier einige Bücher liegen, die ich zeitnah lesen müsste, und laufend kommt mir ein anderes dazwischen, auf das ich Lust habe.

    So ist mir das in der Vergangenheit oft gegangen. Ich habe mich für Leserunden angemeldet und dann war es für gerade diesen Termin das falsche Buch. Ist irgendwie komisch.

    Bei einigen Runden, wo ich dann aber doch mal zumindest mit begonnen habe, sagten mir die Diskussionen nicht zu. Da habe ich unangenehme Erfahrungen mit Leuten gemacht, die sich von Berufs wegen mit Literatur beschäftigen. Ich bin eine einfache Leserin, kann mich nicht so gewählt und gekonnt ausdrücken - da habe ich mich dann absolut nicht wohl gefühlt. Es gibt ja Leute, die einen so etwas auch spüren lassen.

    Um aber nicht nur zu nörgeln: Eine Leserunde habe ich mal erlebt, die so richtig Spaß gemacht hat. Mit zwei Frauen habe ich Kristin Lavranstochter von Sigrid Undset gelesen. Das war ein richtiges Vergnügen. Und ich denke heute noch gerne an diesen Austausch zurück. Obwohl wir dort auch viel zum Inhalt geschrieben haben.


    Von daher denke ich ein bisschen nervös an unser Harry-Potter-Lesen, aber ich hoffe einfach mal, dass das richtig toll wird.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Da habe ich unangenehme Erfahrungen mit Leuten gemacht, die sich von Berufs wegen mit Literatur beschäftigen. Ich bin eine einfache Leserin, kann mich nicht so gewählt und gekonnt ausdrücken - da habe ich mich dann absolut nicht wohl gefühlt. Es gibt ja Leute, die einen so etwas auch spüren lassen.

    Ich finde das grenzwertig, wenn in einer LR Leser einen anderen spüren lässt, wenn er sich anders ausdrückt. Das habe ich auch schon in LR erlebt. Leute, die meinen die Weisheit mit den Löffeln gegessen zu haben und auf andere hinabschauen.

    Ich reihe mich auch unter "einfache Leserin "ein. Trotzdem können doch auch Leser, die keine fundierte Ausbildung in dem Metier haben, ihre Meinung kund tun und mitdiskutieren. Wer sich da " besser" fühlt, hat vielleicht in einer LR nix verloren?

    So was nervt mich tierisch...und nicht nur in LR, sondern auch im realen Leben.

  • Bei einigen Runden, wo ich dann aber doch mal zumindest mit begonnen habe, sagten mir die Diskussionen nicht zu. Da habe ich unangenehme Erfahrungen mit Leuten gemacht, die sich von Berufs wegen mit Literatur beschäftigen. Ich bin eine einfache Leserin, kann mich nicht so gewählt und gekonnt ausdrücken - da habe ich mich dann absolut nicht wohl gefühlt. Es gibt ja Leute, die einen so etwas auch spüren lassen.

    Das ist mies, denn ich finde gerade wegen der verschiedenen Hintergründe und Lebenserfahrungen, die die Teilnehmerinnen in ihrem Leben haben, wird die Geschichte immer anders aufgenommen. Je gemischter eine Leserunde desto spannender wird sie für mich, weil jede anderes Wissen mitbringt und einen anderen Blickwinkel auf die verschiedenen Situationen hat, was die Diskussion lebendiger macht.

  • Ich mache gerne Leserunden, allerdings nur selten, weil nicht oft Bücher gelesen werden, die mich wirklich interessieren. Die richtigen Leute dabei sind genauso wichtig, mit denen eine echte Diskussion zustande kommt. Wenn in Beiträge nur der zuletzt gelesene Inhalt wiedergegeben wird, bringt mir das nichts. Ich finde es anregend, wenn unterschiedliche Meinungen auftauchen und nicht alle unisono derselben Ansicht sind. Oft tun sich Gedanken bei mir auf, die mir alleine nicht gekommen wären. Und zu guter Letzt bleiben Leserundenbücher bleiben viel intensiver im Gedächtnis.

  • Keine Sorge Anne  :bussi: Wir sind hier alle ganz lieb und professionelle Lektoren o.Ä. sind mir hier auch noch nicht begegnet (und wenn, verstecken sie es gut :zwinker: ). Ich finde es toll, dass du trotz deiner Erfahrungen beim Leseprojekt mitmachst! Ich denke, das wird eine sehr lockere, lustige Runde und wenn du dich unwohl fühlen solltest, meld dich einfach, dann schauen wir alle zusammen, was man tun kann. Es soll ja Spaß machen.

  • Übrigens fragte ich mich heute zum wiederholten Mal, ob es nicht besser wäre, für jede Wochenfrage einen eigenen Thread anzulegen. Es gibt bestimmt immer wieder User, die neu ins Forum kommen und auch ihre Meinung abgeben möchten, was bei der jetzigen Form nicht möglich ist. Und auch für aktuelle Teilnehmer an der Diskussion bestünde die Möglichkeit, bei Bedarf noch weiterzu diskutieren oder das Thema bei gegebenem Anlass wieder aufzugreifen.


    (Ich finde leider grade den Thread nicht, wo die Anregung zur Wochenfrage das erste Mal aufgegriffen wurde, um meine Frage dort zu stellen.)