Die Wochenfrage!

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 4.033 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Annette B..

  • Ich war sowohl in Frankfurt als auch in Leipzig. Dabei auch immer wieder auf Literaturschocktreffen, sofern welche geplant waren. In einem Jahr z.B bin ich bei Suse mitgefahren und auch Odenwaldcollies. Die Jahre und Erinnerungen vermischen sich dabei zunehmend :lachen: Ich habe dabei auch verschiedene Foris kennengelernt, manche davon sind inzwischen nicht mehr so im Forum, manche andren dafür schon^^



    Aber eine Leipziger Buchmesse werde ich wohl nie vergessen:


    Leipzig 2010


    Die Anreise:

    Die ganze damalige Buchmesse hatte für mich schon bei der Anreise denkwürdig begonnen:

    Ich hatte einen Super Sparpreis ergattert und für 10 Euro mehr die erste Klasse gebucht, weil es da normalerweise so schön ruhig war. Joah diesmal nicht, ich konnte nicht mal lesen, weil die Leute an meinem Sitzplatz sich permanent unterhalten haben. Nicht mal beschwerden von anderen Reisenden konnten das beenden. Der Schaffner war nur ganz kurz mal da und blieb verschwunden, das lag daran das schlauerweise zur Buchmesse ein verkürzter ICE fuhr und der Rest des Zuges mega voll war, wie ich beim Austeigen bemerkte.


    Die nettesten Menschen der Welt:

    Ich hatte eine Karte für eine Markus Heitz Lesung - ja, ich mag die Bücher des Autors nicht, aber dafür die Band die damals seine Lesereise zu Judassohn begleitet hat (Persephone). Daher war ich dann auch auf der Buchmesse, damit sich das lohnt. Das Ganze werd ich nicht nur wegen dem tollen Abend nicht vergessen... Denn ich hatte ein Hotel gebucht, dabei aber nicht so gut aufgepasst, was die Lage des Ganzen betraf... Ich landetete also in Sichtweite der Messe - allerdings an einem Autobahnhotel und weit weg von jeglicher vernünftiger Busverbindung.

    Aaaber ich hatte Glück. Denn morgens beim Frühstück vielen mir einige schwarzgekleidete Menschen auf (so wie ich *gg*) und daher traute ich mich sie anzusprechen. (Man fühlt sich dann doch als Teil einer großen Gothicfamilie manchmal :lachen: ) und schwupp hatte ich einen Sitzplatz in einem Auto: die Leute von Werkzeugs (die sicher einige regelmäßige Messegänger von der Phantastikinsel kennen) waren nämlich auch in diesem Hotel. Und sie waren auch die Mitveranstalter für die abendliche Markus Heitz-Lesung.Diese war an einem der Veranstaltungsorte des Lesefests,das ja schon länger paralell zur Buchmesse stattfindet- So hatte ich nicht nur eine Mitfahrgelegenheit für die Messe,sondern auch eine nach der Lesung zurückb zum Hotel. Dafür kam ich umsonst zur Messe (ich hatte dann eine übriggeblieben Mitarbeiterkarte^^) und sogar am Sonntag zurück z um Hauptbahnhof.



    Habe ich Judassohn gelesen?

    Ja, aber nur weil die Lesung so toll war. Das Buch selbst hat mich dann nicht überzeugt. Aber die Lesung war wirklich gelungen und die ausgewählten Lieder perfekt auf die gelesenen Abschnitte abgestimmt. Dazu gab es auch eine tolle Bauchtänzerin, die zum Teil auch die Lieder begleitet hat. In dieser Konstelalltion würde ich sogar noch einmal eine Lesung von Heitz besuchen. Aber ich denke, so eine besondere Veranstaltung sollte eher einmalig bleiben. Manches lässt sich einfach nicht wiederholen.

  • Bei einer Frankfurterbuchmesse habe ich zufällig eine ehemalige Praktikantin mit der ich gemeinsam ein Praktikum im Literaturarschiv wärend meiner Ausbildung gemacht hatte, wieder getroffen. Wir hatten nie Kontaktdaten ausgetauscht und werden uns sicher auch nicht nochmal treffen, aber fanden es beide amüsant, das wir uns ausgerechnet im Gewühle der Frankfurterbuchmesse doch noch mal über den Weg liefen.

  • Wir hatten nie Kontaktdaten ausgetauscht und werden uns sicher auch nicht nochmal treffen, aber fanden es beide amüsant, das wir uns ausgerechnet im Gewühle der Frankfurterbuchmesse doch noch mal über den Weg liefen.

    Das sind Zufälle, die das Leben einem gibt. Ich staune auch immer wieder, wo ich bekannte Menschen treffe, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Eine alte Schulfreundin , mindestens 10 Jahre nicht mehr gesehen, an einem Granatapfelsaftstand in der Türkei zum Beispiel.

  • Womit auch diese Rätselfrage gelöst ist: Was haben deutsche Buchmessen und türkische Granatapfelsaftstände gemeinsam? :evil:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich war auch mal auf einer Buchmesse. Ich glaube es war 2004 oder 5 oder 6.. hmmm... müsste ich wohl googlen.

    Einer der Stargäste war Mark Medlock, das ist einer von den Sängern, die von Dieter Bohlen entdeckt und dann als One Hit Wonder wieder verschwunden sind. Er hatte seine Memoiren in ein dickes Buch gefasst und warb auf der Messe dafür. Da war tatsächlich eine Menschentraube, die ihn sehen wollte. Wir haben versucht an ihnen vorbeizukommen, was aber sehr schwer war.


    Negativ war der Stand von "Carlsen". Es gab total süße Sachen zum Mitnehmen. Wir waren eine Gruppe Studentinnen und Schülerinnen, aber eben alle schon erwachsen. Die Standbetreuung riss mir eine der Giveaway-Tüten aus der Hand mit den Worten: "Das ist nur für Kinder!" Dass mein Neffe bald Geburtstag hätte und er sich wahnsinnig gefreut hätte, hat die Frau nicht interessiert. Doof war die.


    An einem anderen Stand gab es handgemachte indische Kladden und Kunstobjekte. Ich hatte ein grünes Buch in der Hand, das total hübsch war. Der Standbetreuer erklärte mir umständlich auf englisch, dass nur am Sonntag verkauft werden dürfe. Aber weil (wenn ich ihn damals mit meinem Schulenglisch richtig verstanden habe) meine Ausstrahlung so positiv ist, schenkte er mir das Buch, das immerhin 20 Euro kosten sollte. Voll toll. Das war danach mein Tagebuch, ich hab es so geliebt :love:

  • Warum die Leute immer direkt ihre Memoiren schreiben müssen, wenn sie ein bisschen im Licht stehen :rolleyes: Ich bin auf der Buchmesse an David Lama vorbei gekommen, der auch seine Biografie vorstellen wollte. Damals war er gerade Anfang Zwanzig (wenn überhaupt). Er saß da und keiner der Vorbeigehenden wusste wer er war. Man konnte ihm deutlich ansehen, dass er lieber woanders wäre.

    I'm young enough to still see the passionate girl that I sued to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.

  • Mit zwanzig Memoiren schreiben ist ja auch etwas albern.


    Mein Vater ist Ende 70 und hat seine jetzt geschrieben, allerdings verschenkt er sie nur an Freunde und Bekannte. Er ist Tenor und hat sie "Memo-Arien" genannt. Da stehen lauter interessante Abenteuer aus seinem Berufsleben drin. Kann mir nicht vorstellen dass man mit zwanzig schon genügend interessantes erlebt hat um ein Buch zu füllen.

  • Kirsten Wer ist David Lama??? :lachen:


    Jeder Z-Promi der heute was auf sich hält schreibt seine Biografie...


    Manche find ich ja ganz interessant. Aber nicht bei so Jungspunden wo die Hälfte der "Handlung" der Kindergarten und die Grundschulzeit ausmacht...

  • sandhofer ich gehe davon aus, dass du dich in der Rangliste der Wandsportler gut genug auskennst, um diese Aussage zu treffen ;-)

    I'm young enough to still see the passionate girl that I sued to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.

  • Ach ja, die "Promis". Wir sind in Leipzig an einem Stand vorbei gekommen, an dem gerade Thomas Rath signiert hat. Der saß mal eine Zeitlang in der Jury von Germany's next Topmodel. Ich glaube, er ist Designer. Auf jeden Fall liefen Mr Zank und ich dort vorbei und ich sagte zu ihm im Spaß mit total übertriebener Quitschestimme "oh mein Gott, das ist Thomas Rath. Aaaah." Eine Frau die gerade ebenfalls vorbeikam, guckte mich sehr mitleidig mit so einem ohje-diese-Fangirls-Blick an. ^^

  • ich gehe davon aus, dass du dich in der Rangliste der Wandsportler gut genug auskennst, um diese Aussage zu treffen ;-)

    Nein. Ich kenne auch Thomas Rath nicht. Das ist, was ich meine: Bekanntheit in einem bestimmten Segment, für Kenner dieses Segments, macht aus niemand eine "echte" Prominenz. Gottschalk kennt - zumindest im deutschen Sprachraum - wohl fast jeder, so etwas ist für mich A. Jener unnennbare Brasilianer ist zumindest in der Buchwelt überall bekannt, international. Ob er global gesehen A ist, wäre zu diskutieren. Aber zumindest für eine Buchmesse wäre er es - egal, wo die stattfindet.


    Und, um etwas aufs Thema zurück zu kommen: Ich gehe nicht auf Messen, um Bücher signieren zu lassen. Obwohl ich auch schon welche dort bzw. in Rahmenveranstaltungen habe signieren lassen.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich gehe nicht auf Messen, um Bücher signieren zu lassen.

    Wenn ich ein Buch dort gekauft und die Möglichkeit hätte, es signieren zu lassen, würde ich das tun. Wann hat man sonst schon die Gelegenheit?


    David Lama kenne ich nicht. Ich könnte in Hollywood auf dem roten Teppich stehen und würde keinen Menschen kennen :breitgrins:. Na, Tom Hanks vielleicht.

  • Ich gehe nicht auf Messen, um Bücher signieren zu lassen.

    Wenn ich ein Buch dort gekauft und die Möglichkeit hätte, es signieren zu lassen, würde ich das tun. Wann hat man sonst schon die Gelegenheit?


    Na ja, wenn mir das Autor übern Weg laufen würde oder umgekehrt und ich nicht zu lange anstehen muss, ja. Aber extra zur Messe wegen einer bestimmten Lesung, einem bestimmten Autor oder weil ich mir Bücher signieren lassen will, eher weniger.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • David Lama kenne ich nicht. Ich könnte in Hollywood auf dem roten Teppich stehen und würde keinen Menschen kennen :breitgrins:. Na, Tom Hanks vielleicht.


    Ich glaube Tom Hanks ist gestorben.

    Aber ich verwechsele die Schauspieler auch alle. Haben so oft schon einen Film gestartet und immer wenn ich total stolz bin, Matt Damon oder Ben Affleck oder sonstwen zu erkennen, dann sagt Herr Bina: "Ja, und Matt Damon hat sich als Jake Gyllenhall verkleidet" oder sowas. Ich bin froh, dass ich meine realen Mitmenschen erkenne...


    Ich gehe nicht auf Messen, um Bücher signieren zu lassen.

    Ich auch nicht. Tatsächlich haben mich auch schon manche Autoren auf Lesungen von sich selbst nicht überzeugt.

  • Irgendwie kann ich diese Woche nicht finden, welche Frage eigentlich gestellt wurde. Da ihr aber alle von der Buchmesse redet, wird es wohl in diese Richtung gehen.

    Ich war bisher noch auf keiner Messe und wenn alles glatt läuft, werde ich das nächstes Jahr ändern :freu::freu::freu: