Die Wochenfrage!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 4.840 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von sandhofer.

  • Ich bin auch für alle Handlungsorte offen, allerdings bewege ich mich buchtechnisch auch meist in den gleichen Gefilden - Europa und natürlich Japan, das mag ich im Unterschied zu einigen hier sehr gerne. Bücher aus Japan gefallen mir fast immer. In Europa bin ich am liebsten in Frankreich, Großbritannien, Sizilien und Island unterwegs.


    Mit den Regionalkrimis ist das so eine Sache - mittlerweile wird da so viel auf den Markt geworfen, dass leider wirklich einiges an Murks darunter ist. Davon lasse ich auch eher die Finger.


    Was mir noch auffällt - ich bin jetzt nicht so ein Fan von Büchern aus den USA. Obwohl ich einige auf dem SUB habe, werden diese immer mehr zu Buchleichen, weil ich sie vor mir herschiebe.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Mir geht es da wie HoldenCaulfield , mit den Franzosen kann ich so gar nicht warm werden. Ich hätte schon ein paar, aber das lesen ist für mich eine Qual. Wenn ich nicht richtig Namen, Orte oder der gleichen aussprechen kann, mag ich es nicht lesen. Ich habe mir dann schon für Namen und Orte Abkürzungen ausgedacht, aber das ist nicht Sinn und Zweck und macht kein Spaß beim lesen.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Kessi69 Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben :P

    Mir ging es so mit den isländischen Büchern - ich wusste bei den Namen nicht mal, wer Männchen und Weibchen ist. Mittlerweile geht's.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Kessi69 Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben :P

    Mir ging es so mit den isländischen Büchern - ich wusste bei den Namen nicht mal, wer Männchen und Weibchen ist. Mittlerweile geht's.

    Ja so kann es einem mit den französischen Namen auch gehen. Ist nicht förderlich, wenn man raten muss ob Männlein oder Weiblein.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Was mir aber tatsächlich gar nicht gefällt sind die Romane von Rita Falk. Die wurden total flach und nur noch auf schlechte Schenkelklopfer ausgerichtet. Das ist auch ein Grund weshalb ich Regionalkrimis meide. Da ist auch immer soviel witzig gemeinter Quark dabei.


    Rita Falk: Da habe ich mal bei einem Buch etwa drei willkürlich gewählten Absätze gelesen (aufgeblättert und reingeschnuppert). Das war tatsächlich richtig abschreckend.:Kreuz:



    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Rita Falk: Da habe ich mal bei einem Buch etwa drei willkürlich gewählten Absätze gelesen (aufgeblättert und reingeschnuppert). Das war tatsächlich richtig abschreckend.:Kreuz:




    Mit der Autorin kann ich auch nix anfangen!

  • Regionalkrimis finde ich tatsächlich furchtbar.

    Kennst du die Krimis von Monika Geier? Die spielen im Neustadter Raum, aber die Gegend steht nicht so im Vordergrund wie die Palski-Krimis. Da finde ich den Lokalkolorit tatsächlich zu dick aufgetragen.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Rita Falk: Da habe ich mal bei einem Buch etwa drei willkürlich gewählten Absätze gelesen (aufgeblättert und reingeschnuppert). Das war tatsächlich richtig abschreckend.:Kreuz:




    Mit der Autorin kann ich auch nix anfangen!

    Ich mag Rita Falk sehr gerne. Ihre ernsten Bücher sind klasse, und die Eberhofer-Krimis höre ich als Hörbuch, genial gelesen von Christian Tramitz - da wird die flache Handlung total egal. :zwinker:

  • Ich mag Rita Falk sehr gerne. Ihre ernsten Bücher sind klasse, und die Eberhofer-Krimis höre ich als Hörbuch, genial gelesen von Christian Tramitz - da wird die flache Handlung total egal. :zwinker:

    Okay...vielleicht sind sie gehört besser als gelesen. Da ich nie Hörbücher höre, kann ich das nicht beurteilen.

  • Und hast Du eine Ahnung, warum nicht? Richtig begründen kann ich das nämlich nicht. Es ist ja nicht so, dass mich nicht interessiert, wie die Menschen da leben.
    Ich bin gespannt, ob ich mit meinem DDR-Projekt jetzt einige osteuropäische Länder kennenlerne. Am Wochenende bin ich gerade über Eliza Orzeszkowa gestolpert, eine polnische Schriftstellerin.

    Da geht es mir ähnlich wie dir. So richtig plausibel begründen kann ich das auch nicht. Es ist aber so das ich mir bei den osteuropäischen Ländern die Namen der Dörfer oder der Figuren schon nicht richtig merken kann. Das erschwert das Lesen für mich. Häufig sind die Menschen auch als Schwermütig beschrieben und die Atmosphäre in der Handlung ist recht dunkel.

    Das ist dann kein Lesevergnügen, durch solche Bücher quäle ich mich nur durch.

    Zu Japan, China und Vietnam kann ich sagen, dass ich vor ca. 35 Jahren mal sehr angefixt war von diesen Ländern. Ich hatte die Schneesturm Trilogie von A.E. Johann gelesen und war verzaubert von seinen Beschreibungen der Landschaft und der Menschen. Die Höflichkeit der Menschen und die Schönheit der Landschaft wurden von A.E. Johann wirklich positiv dargestellt.

    Dann bin ich in die Bücherei und habe weitere Bücher ausgeliehen die in diesen Ländern spielten. Diese Bücher waren von Grausamkeiten durchzogen und stellten die Menschen als hinterhältige Ausbeuter oder militärische Verbrecher da.

    Drei verschiedene Bücher habe ich versucht und dann einen Schlussstrich gezogen.

    Lesen ist für mich Entspannung, wenn mir ein Buch das nicht bieten kann hat es mit samt dem Autor bei mir verloren.

    Da bin ich gnadenlos. Meine Lesezeit ist kostbar.

    P.S.

    Die Bücher von A.E. Johann habe ich fast alle verschlungen, egal in welchem Land sie spielten. China, Kanada, Russland, Schlesien, Kongo, Afrika das war mir total egal, er hat die Orte und die Menschen so beschrieben wie sie waren und nicht übertrieben. Obwohl es auch in seinen Büchern auch Missetäter gab.

  • Ich bin auch für alle Handlungsorte offen, allerdings bewege ich mich buchtechnisch auch meist in den gleichen Gefilden - Europa und natürlich Japan, das mag ich im Unterschied zu einigen hier sehr gerne. Bücher aus Japan gefallen mir fast immer. In Europa bin ich am liebsten in Frankreich, Großbritannien, Sizilien und Island unterwegs.


    Mit den Regionalkrimis ist das so eine Sache - mittlerweile wird da so viel auf den Markt geworfen, dass leider wirklich einiges an Murks darunter ist. Davon lasse ich auch eher die Finger.


    Was mir noch auffällt - ich bin jetzt nicht so ein Fan von Büchern aus den USA. Obwohl ich einige auf dem SUB habe, werden diese immer mehr zu Buchleichen, weil ich sie vor mir herschiebe.

    Da bin ich sehr ähnlich "gepolt" :breitgrins:

    Wir teilen unsere Vorliebe(n) für französische Krimis; französische Literatur und AutorInnen i.Allgemeinen mag ich meist auch sehr und schätze sie, statt Sizilien und Island ist es dann bei mir krimitechnisch (und sonstige Literatur) Irland, Schottland und Großbritannien sowie seit einiger Zeit Schweden (Larsson) und - besonders Norwegen.

    Reizvoll ist es für mich besonders, Bücher zu lesen, die dort verortet sind wo ich bereits war - oder noch hinreisen möchte. Mit (deutschen) Regionalkrimis kann man mich meist jagen - doch die Hamburg-Krimis von Simone Buchholz möchte ich alle noch lesen - diese Autorin finde ich klasse und herrlich erfrischend! Ist aber eine der wenigen Ausnahmen...

    Weniger interessieren mich Südamerika (hab da bereits bei einigen Autoren Schiffbruch erlitten bzw. konnte mit dem Geschriebenen wenig anfangen), Indien und auch Asien. Japan hingegen gefällt mir als literarischer Ort, da möchte ich noch einige Autoren kennenlernen :zwinker:


    Bei der Bücherflut der Neuerscheinungen finde ich es übrigens auch total in Ordnung, seine Interessen dem jeweiligen Handlungsort, der einen interessiert oder den man bereits kennt, "anzupassen" - wo käme man sonst hin?? :entsetzt::breitgrins:

    Für Offenheit bin ich allerdings auch - und probiere dies nach Möglichkeit mal wieder aus, ein Land oder eine Gegend zu wählen, die mich eigentlich nicht sehr reizt, aber......

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Ich mache gerade genau das Gegenteil.


    Ich unternehme literarische Rundreisen (hier ist der Link). Da ist einmal meine Süsdeekreuzfahrt durch Polynesien, die schon recht fortgeschritten ist. Ausserdem eine Reise durch die französischen Departements (vor der Zusammenlegung), und als Langzeitprojekt eine Europa-Reise durch 44 Länder.


    Entscheidend ist dabei der Handlungsort, nicht die Herkunft des Autors.


    Es gibt bei mir natürlich eine Menge Bücher die in England oder dem sonstigen Westeuropa spielen, die sind dann halt automatisch schonmal abgehakt. Aber für Albanien und Armenien habe ich mir z.B. gezielt Bücher herausgesucht (ich habe einfach bei A angefangen), und beide waren toll.

  • Katjaja Solche literarischen Rundreisen finde ich ganz toll. Ansatzweise habe ich das auch schon probiert, aber ich halte nie lange durch. Immer kommen irgendwelche anderen Bücher in die Quere X/ Aber das heißt ja nicht, dass ich es nicht irgendwann wieder mal probieren werde :)

  • Katjaja

    Danke für diesen Link! Total interessant und ich werde bei Gelegenheit eine Tour de France unternehmen:flirt:


    Die aktuelle Wochenfrage finde ich übrigens sehr interessant - ich hab nämlich vorher noch nie darüber nachgedacht. Jetzt wird mir allerdings klar, dass ich China und Japan ziemlich vermeide. Dabei hab ich keine Ahnung, warum mich diese Regionen anscheinend so vermeide:confused:

    Vielleicht sollte ich diesbezüglich meine Vorurteile überdenken:lesen:

  • Bei mir ist es so, dass ich Erzählungen über oder von Menschen ganz anderer Kultur und Mentalität zuweilen genieße und dann im Einzelfall als sehr aufschlussreich empfinde, großteils aber Romane im "gewohnten, gekannten" Milieu als für mich wertvoller empfinde, da ich die psychologischen Nuancen da von vorne herein einfach besser verstehen kann (?).


    (Also auch wenig Ostasien und Afrika.. auf einen einfachen Nenner gebracht.)

  • Ich mache das auch so für meine eigenen Reisen. Die Autorenherkunft ist dabei nicht so wichtig, wichtig ist mir normalerweise, dass das Buch dort spielt wohin ich reisen möchte. Dafür habe ich mir letztes Jahr (im Zug meiner Vietnam/Kambodscha-Reise) das Buch "Reading on Location" von Luisa Moncada und Scala Quin gekauft. Da stehen wirklich spannende Buchtipps für alle möglichen Länder drin.

    Bei mir ist es so, dass ich Erzählungen über oder von Menschen ganz anderer Kultur und Mentalität zuweilen genieße und dann im Einzelfall als sehr aufschlussreich empfinde, großteils aber Romane im "gewohnten, gekannten" Milieu als für mich wertvoller empfinde, da ich die psychologischen Nuancen da von vorne herein einfach besser verstehen kann (?).


    (Also auch wenig Ostasien und Afrika.. auf einen einfachen Nenner gebracht.)

    Da stimme ich auch ganz zu. Ich lese ja normalerweise Fantasy, aber Bücher von Menschen vollkommen anderer Kultur sind super aufschlussreich und holen mich immer wieder in die Realität zurück. Ich war absolut begeistert von den vietnamesischen Autoren, die eine völlig andere Schreibkultur haben als wir. Wirklich spannende Lektüre. Ich finde das immer ganz wichtig für meine Reise und dient mir zur Vorbereitung auf Kultur und Menschen.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"