Die Wochenfrage!

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Es gibt 5.015 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ysa.

  • Die heutige Wochenfrage dreht sich um :

    Was bedeutet euch das Lesen ? Könntet ihr ohne sein ohne zu lesen oder braucht ihr das "wie zum Luft zu atmen"?

  • Ich lese gerne, wie wahrscheinlich alle hier im Forum ^^, außerdem sehr viel (zeitweise waren es über 200 Bücher im Jahr). Aber wenn ich so konkret drüber nachdenke, könnte ich natürlich auch ohne Bücher leben. Es gibt genug anderes zu tun, da würde ich schon was finden. Anders sieht es mit der Fähigkeit zum Lesen selbst aus. Ich habe vor kurzem eine Dokumentation über Analphabeten gesehen. In unserer Gesellschaft ohne ausreichende Lesekompetenz zurecht zu kommen, stelle ich mir extrem schwierig vor. Auf das Lesen von alltäglichen Dingen (wie Schildern etc etc etc) könnte ich also nicht verzichten.

  • Harper Lee hat das in "Wer die Nachtigall stört" so schön ausgedrückt: "Until I feared I would lose it, I never loved to read. One does not love breathing." Scout braucht das Lesen in dem Buch also wie die Luft zum Atmen, und mir geht es doch sehr ähnlich.


    Nein, ich könnte und wollte nicht ohne Bücher leben. Warum auch, wenn es mit so viel schöner ist? ;) Das Lesen ist mein liebstes Hobby und auch mein konstantestes. Andere Interessen sind gekommen und gegangen, manche habe ich irgendwann wieder aufgenommen, aber gelesen habe ich schon immer, seit ich es mit vier Jahren gelernt habe. Lesen tut mir gut, beruhigt mich, erdet mich. Wenn ich längere Zeit nur wenig zum Lesen komme, merke ich, dass ich knatschig werde, weil es mir so fehlt.


    Es lässt außerdem mich in andere Lebensstile, Denkweisen, Länder, Zeiten eintauchen und, um mal einen abgedroschenen Ausdruck zu gebrauchen, erweitert immer wieder meinen Horizont. Dem Lesen verdanke ich nicht nur viel (nützliches und "unnützes") Wissen, sondern ich habe dadurch auch gelernt, andere Lebensentwürfe zu verstehen, Andersartigkeit zu akzeptieren und die eher konservative Denkblase des Umfelds, in dem ich aufgewachsen bin, zu durchbrechen.


    Und ich genieße gerne schöne Sprache.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich habe diese Wochenfrage eingestellt, weil ich je länger, je stärker merke, dass ich abhängig vom Lesen bin. Mir geht es nur gut, wenn ich meine "Dosis" Literatur pro Tag hatte. Ich werde ungeniessbar, wenn ich zb abends vor dem einschlafen nicht noch ein paar Seiten lesen kann. Werde gestresst, wenn ich sehen muss, dass ich keine "Leseinseln" habe. Denn lesen ist für mich eine Flucht vor der realen Welt, auch abschalten, vergessen und zur Ruhe kommen. Tönt doof...denn irgendwie müsste es ja gehen...aber leben ohne zu lesen, kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen.

  • Das Lesen ist mein liebstes Hobby und auch mein konstantestes. Andere Interessen sind gekommen und gegangen, manche habe ich irgendwann wieder aufgenommen, aber gelesen habe ich schon immer...

    Das ist bei mir genau so...ich kann mich nicht erinnern, wann ich einen Tag in keinem Buch gelesen habe. Das muss Jahre...Jahrzehnte her sein.

  • Das Lesen ist mein liebstes Hobby und auch mein konstantestes. Andere Interessen sind gekommen und gegangen, manche habe ich irgendwann wieder aufgenommen, aber gelesen habe ich schon immer...

    Das ist bei mir genau so...

    Geht mir auch so, aber ich habe in den letzten zwei Jahren gemerkt, dass ich durchaus ohne Lesen leben kann. Durch mein Kind habe ich dafür einfach nicht mehr so viel Zeit und ich zeige keine Entzugserscheinungen, wenn ich mal ein paar Tage nichts lese. ;) Ende letzten Jahres hatte ich ja eine Lesekrise und konnte mich für kein Buch begeistern. Das war blöd, aber mehr auch nicht.

    trotzdem lese ich total gern und gerade ein paar Seiten vor dem Einschlafen sind mir wichtig. Ich würde auch niemals ohne Lesestoff in den Urlaub fahren.

  • Früher hätte ich sofort geschrieben, dass ich ohne Lesen nicht gut durch den Alltag kommen oder gar leben könnte.


    Inzwischen weiß ich, dass beides gut ohne Lesen klappt. Ich habe mehrere Hobbies und mehrere Möglichkeiten, mich dem Eskapismus hinzugeben. Lesen ist mir sehr wichtig und ich vermisse es mal mehr mal weniger wenn es nicht möglich ist, aber mein Leben ist davon nicht abhängig.

    Vorletztes Jahr habe ich insgesamt sehr wenig gelesen und habe es kaum vermisst (es gab zu viele tolle andere Dinge), aber jetzt zum Beispiel bin ich die letzten Tage kaum zum Lesen gekommen und habe diese Tatsache bedauert.

    Spaß gemacht haben die Tage trotzdem :)


    Es ist aber auch ein bisschen so eine Definitionssache: ich lese immer mal wieder in irgendwelchen Zeitschriften oder so (in Wartezimmern, im Büro,...), das ist kurzer Eskapismus der auch Spaß machen kann. Selbst wenn ich also nichts lese, lese ich dich irgendwo immer irgendwas :P selbst wenn es nur Schilder sind.

    So gesehen: nicht lesen zu können (im Sinne von die Fähigkeit nicht zu besitzen) wäre schön ziemlich schlimm. Da stimme ich Zank zu.

  • Bei mir ist es so, wenn ich eine richtige Leseflaute habe, also das Lesen irgendwie nicht klappt, ist das ein Anzeichen dafür, das es mir nicht gut geht. Das geht sogar soweit, das ein sehr guter Freund von mir grade letzte Woche erst anmerkte, ob es mir nicht gut gehe, weil ich erzählt habe, das ich grade nicht Lesen kann.


    Ich habe keine Hobbies die nicht mit Büchern und dem Lesen in Zusammenhang stehen. Alles andere sind Studiumsinteressen :lachen: daher ist das für mich schon immer eine Umstellung, wenn ich nicht lesen kann. Ich hab einfach nicht so das Bedürfnis nach irgendwelchen andren Hobbies oder sportlichen Aktivitiäten etc. Und ja, mir fehlt das Lesen momentan sehr, aber ich merke auch, es geht grad eben einfach nicht. Das ist dann halt so und auch das überlebe ich. Ich höre eben grade Podcasts und das klappt ganz gut. Hörbücher dafür weniger. Auch das nehme ich jetzt einfach mal hin.


    So an sich, kann und will ich nicht ohne Lesen oder Bücher. Das war schon immer so, auch als Teenager hatte ich da nie Einknicke - wie viele andre Leseratten das oft dann haben. Wenn alles normal läuft, lese ich mindestens einmal am Tag. Ohne fühl ich mich nicht gut - weshalb das grad schon ein bissl eine Wechselwirkung ausgelöst hat... Aber auch diese Phase geht wieder vorbei. Früher hab ich dann sofort versucht mich zum Lesen zu zwingen, damit das Ganze doch bitte vorbei geht. Heute kann ich damit ganz anders umgehen. Wenn ich lesen will, probiere ich es und akzeptiere dann eben, wenn es doch nicht klappt (so wie das am Wochenende z.B der Fall war).

    Die Erfahrung zeigt mir, das kommt schon von alleine irgendwann wieder. Manchmal dauert es halt länger. Und manchmal lese ich dadurch dann eben ganz andere Dinge z.B auch Zeitschriftenartikel oder andere Sachhinhalte. Romane klappen grad weniger gut, dafür eben Sachbücher und Sachtexte. Auch ok. ^^

  • Ich habe keine Hobbies die nicht mit Büchern und dem Lesen in Zusammenhang stehen. Alles andere sind Studiumsinteressen :lachen:


    Du schaust gerne Serien, oder? Aus reiner Neugierde: ist das kein Hobby bei dir oder hat das mit deinem Studium zu tun?

    Off topic aber für mich amüsant: "House of Cards" habe ich nur für die Uni angeschaut *g* Das war echt schlimm für mich :D

    Uni-literatur hingegen fand ich eigentlich selten doof...

  • Hm, das ist eine schwierige Frage. Ich glaube ich kann schon ohne Bücher :/ Ich lese erstaunlicherweise zB im Urlaub relativ wenig. Und auch wenn es stressig ist auf der Arbeit, greif ich abends nicht zum Buch. Andererseits mag ich meine Fantasy-Welten sehr und wenn ich nicht gerade im Urlaub bin, reise ich damit an fremde Orte. Ich hab immer schon gelesen, und als ich es noch nicht selbst konnte, wurde mir vorgelesen. :S

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Echte Lesekrisen hatte ich tatsächlich noch nie. Wenn ich mal nicht lese, dann höchstens aus Zeitgründen oder weil ich richtig krank bin (kommt zum Glück sehr selten vor).


    Kritty : Zeitschriften liegen bei mir auch überall rum :breitgrins: Notfalls lese ich auch das Kleingedruckte auf der Shampooflasche oder auf der Cornflakespackung :elch:

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Kritty Sehe ich tatsächlich anders als beim Lesen. Sicher auch weil sich meine Interessen nicht so stark an Serien festmachen, wie das beim Lesen der Fall ist. Ich schreibe darüber z. B. nicht oder nur mal hier beim Plaudern. Auch meine Gefühle zu Serien sind anders. Es hat auf jedenfall nicht diesen all umfassenden Stellenwert.

  • Ich würde sagen mal mehr, mal weniger. Es gab und gibt auch immer mal wieder Zeiten, da fand ich keinen Zugang zu Büchern. Wenn es mir dann besser geht, klappt es auch mit dem Lesen wieder. Entweder greife ich dann gar nicht zum Buch oder merke dass ich nichts vom Inhalt behalten habe. Dann gibt es Zeiten, in denen ich ohne Buch nicht auskommen würde. Aber ganz ohne Bücher könnte ich mir mein Leben nicht vorstellen. Da würde mir entschieden etwas fehlen.

  • Kritty Sehe ich tatsächlich anders als beim Lesen. Sicher auch weil sich meine Interessen nicht so stark an Serien festmachen, wie das beim Lesen der Fall ist. Ich schreibe darüber z. B. nicht oder nur mal hier beim Plaudern. Auch meine Gefühle zu Serien sind anders. Es hat auf jedenfall nicht diesen all umfassenden Stellenwert.


    Ah, interessant.

    Ich zum Beispiel würde alles, was ich gerne und oft in meiner Freizeit mache als Hobby bezeichnen, unabhängig davon wie häufig ich es im Vergleich zu den anderen Aktivitäten mache.


    Ich lese sehr gerne und schaue aber auch gerne Serien und spiele gerne Computer- sowie Brettspiele.

    Auf alles könnte ich jeweils irgendwie eine Zeit lang verzichten (nicht aber auf alles zusammen gleichzeitig). Wenn ich das jetzt Staffeln müsste auf was ich am ehesten oder schlechtesten verzichten könnte würde mir das aber schwer fallen.

  • Ohne Lesen geht bei mir nicht. Eventuell eine kleine Pause von zwei drei Tagen, aber dann ist es auch genug. Ich gebe aber zu, wenn ich Bücher erwische, die mich nicht packen oder ich sogar abbreche, fehlt es schon ein wenig an Motivation.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Kritty

    Ich mache es in dem Fall tatsächlich an meinem Gefühl dazu fest. An sich bin ich schon genauso ein Junkie mit Serien wie mit Büchern :lachen: Aber irgendwie würd ich das glaube tatsächlich nicht so sehr als Hobby bezeichnen, was eigentlich etwas unlogisch ist, es ist ja nur eine andere Art von Medium.

  • Schöne Frage! :)

    Wenn ich müsste, könnte ich auch eine Zeit lang ohne Bücher auskommen. Dann bräuchte ich aber andere Beschäftigungen, die mich begeistern, und das wird auf die Dauer schwer. Für mich gehört es aber zum Leben dazu, also finde und nehme ich mir die Zeit dafür. Lesen bringt mich dazu, mir Gedanken über alles mögliche zu machen, das in meinem Leben sonst nicht stattfindet. Andererseits macht es meinen Kopf frei von meinem täglichen Einerlei und lässt mich Dinge miterleben, die ich zum größten Teil selbst nie machen werde. Es verschafft auf angenehme Art neues Wissen. Ein bisschen hat es etwas von einer Droge: Wenn es unbedingt sein muss, geht es auch mal ohne, aber ich werde ständig rückfällig :zwinker:

  • Ein bisschen hat es etwas von einer Droge: Wenn es unbedingt sein muss, geht es auch mal ohne, aber ich werde ständig rückfällig :zwinker:

    Da gibt's schlimmere Drogen ;) Unwillkürliches Lernen als Nebenwirkung ist ja nicht das Schlechteste :breitgrins:

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich habe diese Wochenfrage eingestellt, weil ich je länger, je stärker merke, dass ich abhängig vom Lesen bin. Mir geht es nur gut, wenn ich meine "Dosis" Literatur pro Tag hatte. Ich werde ungeniessbar, wenn ich zb abends vor dem einschlafen nicht noch ein paar Seiten lesen kann. Werde gestresst, wenn ich sehen muss, dass ich keine "Leseinseln" habe. Denn lesen ist für mich eine Flucht vor der realen Welt, auch abschalten, vergessen und zur Ruhe kommen. Tönt doof...denn irgendwie müsste es ja gehen...aber leben ohne zu lesen, kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen.

    Bin ich total bei Dir. Ich habe das Gefühl, mit einem Buch in der Hand geboren worden zu sein. Ein Grund, dass ich Bücher liebe und im Haus haben möchte.

    Seit ich Korrektur lese, habe ich das Gefühl, regelrecht lesesüchtig zu sein. Nicht allein aufs Buch bezogen. Wenn ich irgendwo warten muss, lese ich alle Anschläge an den Wänden. Aber ich habe immer noch das Gefühl, dass ich die Bücher der Bücher wegen lese und nicht, weil ich irgendwas lesen muss. Das beruhigt mich dann doch.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst