Die Wochenfrage!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6.928 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Sagota.

  • Bei meinen Lieblingsautoren kaufe ich das neueste Buch immer (oder lassen es mir schenken;)), Cover, Thema, Klappentext - alles wurscht. Da ich aber so viele Lieblingsautoren nicht habe, ist das nur ein kleiner Teil der Bücher.


    Die meisten Bücher finde ich beim Stöbern in Buchläden, Flohmärkten oder auf diesen Bücherplattformen für Mängelexmplare, da kann das Cover natürlich ein Eyecatcher sein, dass ich das Buch überhaupt in die Hand nehme, kaufen tue ich sie aber nur, wenn mich der Klappentext überzeugt, oft lese ich die Rezensionen bei Amazon, und entscheide dann.


    Empfehlungen von Personen sind eher selten, ich habe zwar ein paar lesebegeisterte Freundinnen, jedoch mit ganz anderem Geschmack. Gerne lasse ich mich aber auch vom Feuilleton inspirieren. Blogs, Leseproben sind nicht so mein Ding.

  • Leseproben lese ich auch NIE... ich könnte anhand der ersten 20 Seiten ohnehin nicht entscheiden, ob es mir gefällt oder nicht. Da müssten sie mir schon die letzte Seite als Leseprobe geben :D

    Damit stehst Du nicht allein da. Genau deshalb habe findige Leute das Projekt Seite99 aus der Taufe gehoben, wo man sich eben die 99. Seite eines Buchs geben konnte. Die Seite ist leider seit einem Jahr "kurzfristig" offline, und inzwischen glaube ich auch nicht mehr, dass sie noch mal zurückkommt.

    :angst:Vorsicht, Schreiberling! Wer es wagen möchte, einen Blick zu riskieren, klickt hier.

  • René Bote , sehr interessant. Danke für die Info. Werde die Seite mal im Auge behalten, falls sie doch wieder online geht.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Leseproben lese ich auch NIE... ich könnte anhand der ersten 20 Seiten ohnehin nicht entscheiden, ob es mir gefällt oder nicht.

    Das finde ich sehr interessant, wie unterschiedlich Leser sind. Wenn mich ein Buch nach 20 Seiten nicht in den Bann gezogen hat, dann schafft es das meistens auch im Verlauf nicht mehr. Es wird dann höchstens noch ein "so la la - Buch". Bücher, bei denen ich nach den ersten paar Seiten schon gefesselt bin, haben mich hingegen bisher nur extrem sehr selten enttäuscht!


    Liebe Grüße

    Larna

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Was verleitet euch zu einer Kaufentscheidung? Autor, Titel, Cover, Kurzbeschreibung, Empfehlung?

    Die Kaufentscheidung treffe ich nach einem Mix aus verschiedenen Gesichtspunkten. Dabei kommt es auch auf meine jeweilige Stimmung an, ist es ein geplanter Kauf oder eher eine spontane Eingebung.

    Das Cover und der Titel sind beim Stöbern und Spontankauf nur der erste Anlaufpunkt. Wirklich entscheidend ist dann der Klappentext. Leseproben interessieren mich nicht, denn dafür bin ich zu ungeduldig. Spontankäufe sind bei mir allerdings auch mittlerweile sehr selten.


    Gezielte Käufe stützen sich meist auf Empfehlungen in Form von Podcasts, Literatursendungen, Rezensionen oder Literaturlisten. Mir macht es dabei auch nichts aus, wenn ich den Inhalt und das Ende schon kenne.


    Die Auswahl des für mich passenden Buches ist schon so eine Art genussvolles Erlebnis. :breitgrins: Immerhin ist mein SUB schon so groß, dass nur noch gezielt ausgewählte Perlen einen Platz finden werden. :breitgrins:

  • Die neue Wochenfrage kommt von mir :breitgrins:


    Welche Konstellationen innerhalb einer Handlung könnt ihr so gar nicht leiden? (Oft merkt man das ja leider erst in der Handlung selbst und nicht schon am Klappentext).


    Grüßle


    Holden

  • Mich nerven diese Dreiecksgeschichten ziemlich. Sie (weibliche Protagonistin) hat einen gutaussehenden, tollen Freund bzw. einen Typen, den sie gut findet und der sich auch für sie interessiert. Und auf einmal taucht noch ein mindestens genauso gutaussehender Typ auf (oder es ist ihr bester Freund, der schon immer auf sie steht, aber es ihr nie gesagt hat) und sie ist zwischen beiden hin- und hergerissen. Üblicherweise entpuppt sich dann einer von beiden als Volldepp oder sie küssen sich und merken dann, dass sie doch nicht zusammenpassen; so dass sie am Ende glücklich und ohne Zweifel mit dem anderen der beiden für alle Ewigkeit zusammen sein kann...

  • Zank, das klingt furchtbar <X

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Mich nervt dabei vorallem das es nie die Variante ist 2 Frauen und ein Mann, oder mal eine Pan/bisexuelle Variante, das würde das Ganze wenigstens aufpeppen. Zudem gewinnt 😜 immer der brave langweilige Part. Und der andre ist dann immer der Böse. Es wãre auch interessanter wenn dann wenigstens mal der nicht ganz so brave gewinnen würde.

  • Oh ja, Untote mag ich auch nicht (weder in Vampir- noch in Doch-nicht-tot-Form). Allzu zufällige Zufälle sind ebenfalls blöd, insbesondere, wenn sie sehr gehäuft auftreten.


    Die bereits genannten Dreiecksgeschichten finde ich nicht per se schlimm, aber es ist nervig, dass man in den allermeisten Fällen schon ganz zu Beginn genau weiß, wie das Ganze ausgehen wird. Ungefähr wie in den Pilcher-Filmen, wo die Frau ja auch meistens anfangs mit einem Vollidioten zusammen ist, bis dann der nette Handwerker/Künstler/sonstwieunorthodoxeTyp auftaucht :elch:


    Was mir auch immer mehr auf den Geist geht: Stereotypen aller Art, oft in humorigen oder Chick-Lit-Geschichten - da weiß man auch ganz oft schon sehr früh, wer sich wie entwickeln wird.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Kiba


    Was mich tatsächlich nervt, sind momentan vor allem die Depressiven Ermittler und das deren Privatleben soooooooooooooo oft in den Fall verwickelt wird. Ja es war ja früher ganz cool, das es mal mehr Tiefe gab bei den Ermittler*innen. Aber inzwischen fehlt mir die Ausgewogenheit. Es gibt quasi kein normales Privatleben ohne größere Probleme mehr. Es muss imemr gleich das gaaaaanz große Drama drinhängen. Und wenn der Serienmörder nicht mindestens die Tochter, Großonkel oder gar den die Ermittler*in selbst entführt geht eh mal gar nix.

    Inzwischen finde ich es fast schon erleichternd, wenn einfach mal eine sture Mordermittlung stattfindet. Es wäre ja schon ein Anfang, wenn einfach keine private Verwicklung in den Mordfall wäre... das finde ich sooooo extrem unrealistisch.

  • Das stimmt, die ewigen Super-Depri-Ermittler nehmen inzwischen ziemlich überhand, und manchmal hat man das Gefühl, dass sie absichtlich in diese Richtung konstruiert sind.


    Da ist es tatsächlich erfrischend, wenn einer nach dem Dienst nach Hause geht und keine größeren Probleme hat als eine kaputte Waschmaschine oder einen motzigen Teenagersohn.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Gerade bei Teenager-Fantasy fände ich im deutschen Raum übrigens auch generell mehr Diversität toll und auch, wenn die Figuren einfach mal keine Beziehung außer Freundschaften haben. Oder zumindest dann am Ende einfach mal wieder Single sind und damit absolut glücklich. Das wär mal was.

  • Jaaa.... psychisch kaputte Ermittler nerven ungemein! Ich mag es schon, wenn auch das Privatleben der Ermittler irgendwie mitspielt, aber dann muss es nicht gleich so extrem kaputt sein! Der kleine menschliche Dachschaden reicht da schon!

    Von hysterischen Frauen mag ich nicht lesen, auch nicht von Hausmütterchen oder Dulderinnen und schon gar nicht von den"Nur-superguten-Menschen" - sooo langweilig!

    Stereotypen aller Art, oft in humorigen oder Chick-Lit-Geschichten - da weiß man auch ganz oft schon sehr früh, wer sich wie entwickeln wird.

    Stimmt, die mag ich auch gar nicht, werden folglich nicht gelesen <X

    Und was auch recht nervig ist für mich: wenn Oberflächliches als tiefe Lebensweisheit verkauft wird, dann wird das Buch meist recht schnell als "Zeitverschwendung" weggelegt.

    Vernunft, Vernunft...

  • Gerade bei Historischen Romanen:


    - Weibliche Protagonistin wird von männlichem Antagonisten vergewaltigt.


    Ich kann's nicht mehr lesen. Vor allem, wenn das quasi Alleinstellungsmerkmal zu sein scheint und der Kerl sonst nur ein Dummschwätzer ist, aber nicht wirklich böse... :-/



    Beim zweiten bin ich mir nicht sicher, ob es nicht eher bei Videospielen so ist, da ist es mir leider zuhauf aufgefallen, aber egal, es geht ja um Handlungen im Allgemeinen:


    - Antagonisten verraten Protagonisten ihre Pläne.


    Warum? Erklärt mir mal einer die Logik dahinter, ich versteh's echt nicht.

  • Beim zweiten bin ich mir nicht sicher, ob es nicht eher bei Videospielen so ist, da ist es mir leider zuhauf aufgefallen, aber egal, es geht ja um Handlungen im Allgemeinen:


    - Antagonisten verraten Protagonisten ihre Pläne.


    Warum? Erklärt mir mal einer die Logik dahinter, ich versteh's echt nicht.

    :totlach: Wirklich bescheuert.

    Ich kenne das vor allem aus Filmen. In Büchern gibt es das aber auch.

  • ...auch, wenn die Figuren einfach mal keine Beziehung außer Freundschaften haben. Oder zumindest dann am Ende einfach mal wieder Single sind und damit absolut glücklich. Das wär mal was.

    Ja!

    Nicht jede Frau wartet zitternd und bebend darauf, dass ihr der Held auf Knien einen Antrag macht.

    Nicht in jedem Buch muss die Hauptfigur sich verlieben.

    Und wenn, dann muss es auch nicht gerade für die Ewigkeit sein...

    Gähn.


    Weiterhin nervig:

    - zu viele als Junge/Mann verkleidete junge Frauen

    - zu viele Familiengeheimnisse, die mehrere Generationen später aufgedeckt werden

    - Und wenn der Bösewicht praktischerweise bei einem Unfall stirbt und die arme Unschuld sich deshalb die Hände nicht schmutzig machen muss, dann kann ich das schon überhaupt nicht leiden...

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.