Die Wochenfrage!

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 3.747 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Igela.

  • Ich klaue mal beim BBC-Podcast "Desert Island Discs" - da wird eine ähnliche Frage gestellt, allerdings darf man sich nur ein Buch aussuchen (es geht vorwiegend um Musik) und bekommt zusätzlich eine Shakespeare-Gesamtausgabe und die Bibel. Die Bibel würde ich mir auch mitnehmen, weil ich die eh mal ganz lesen wollte. Der Shakespeare wäre eventuell auch eine Option, oder aber ...


    - Herr der Ringe

    - John Irving: Owen Meany

    - Meine Gesamtausgabe der Gedichte von William Butler Yeats

    - Einen englischen Klassiker, aber da kann ich mich gerade nicht zwischen "Jane Eyre", einem Buch von Thomas Hardy oder George Eliots "Middlemarch" entscheiden.


    In Fragen, auf die es eine zahlenmäßig begrenzte Auswahlantwort gibt, bin ich echt nicht gut ...

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Keine leichte Frage (bei der Auswahl, die zur Verfügung steht :-)


    Aber dabei wäre auf jeden Fall


    Caroline Ronnefeldt - Quendel 2 (gerade frisch gedruckt)

    Tamara Ramsay - Die Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott (als reread)

    Fred Vargas - Die drei Evangelisten (three in one :-)

    Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna (steht schon seit Jahren im Regal... :verlegen:)

    und so einiges von Thomas Montasser - zum Aufmuntern, falls nötig :breitgrins:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Ich bitte euch die Diskussionen zu der vorangegangenen Wochenfrage nun als abgeschlossen zu betrachten, damit sich die Themen nicht vermischen!

  • Von der einsamen Insel zu der Urlaubsplanung... hier die neue Wochenfrage:


    Ihr plant euren Urlaub - benutzt ihr dafür noch die klassischen Reiseführer (oder auch Wanderführer o.ä.) in Buchform? Kommen diese dann mit in den Urlaub? Leiht ihr sie aus, kauft ihr sie, behaltet sie anschließend als "Andenken" oder verkauft ihr sie dann weiter?

  • Ja, ich nutze tatsächlich gerne Reiseführer in Buchform, um schon mal vorab ein bisschen zu schmökern, Ausflüge u.ä. zu planen. Auch auf der Reise schaue ich dann gerne nochmal rein, ebenso wie natürlich vor Ort. Außerdem finde ich die Karten, die meistens beiliegen sehr praktisch! Ich kaufe mir die Reiseführer und behalte sie anschließend. :-)


    Liebe Grüße
    Larna

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Ihr plant euren Urlaub

    Da hakt es schon. Ich plane meinen Tagesablauf im Job. Das muss sein und ist ok so. Aber ich werde den Teufel tun und auch noch meinen Urlaub verplanen. Natürlich google ich das eine oder andere zu der Gegend, in die wir fahren. Mag sein, dass ich vor 50 Jahren auch Reiseführer gekauft und genutzt habe; ich meine mich schwach an solche bunte Büchlein erinnern zu können. Ich glaube nicht, dass sie die Reise überlebt haben. Jedenfalls nicht lange.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ja, ich kaufe und behalte Reiseführer ebenfalls. Nächstes Jahr gibt es aber zum ersten Mal einen Urlaub bei dem ich auch einen digitalen Reiseführer erworben habe (zusätzlich zum Buch-Reiseführer). Meistens habe ich sogar noch mindestens ein Buch zur Gegend zusätzlich, derzeit meist "101 Orte, die man besucht haben muss" für den jeweiligen Ort. Ich habe damit für Malta gute Erfahrungen gemacht, da waren wirklich nette Tipps drin.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Das finde ich spannend. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob das Berufsleben Einfluss auf die Planung des Urlaubs hat. Ich bin Intensivmedizinerin und kann meinen Alltag meistens nur in groben Zügen planen. Es gibt natürlich Dinge, die gemacht werden müssen - aber der Zeitpunkt, wann das im Tagesverlauf passiert, ist sehr variabel. Denn Aufnahmen aus dem OP oder Notfälle wirbeln häufig alles durcheinander. Da muss man wirklich flexibel sein. Allerdings ist Flexibilität tatsächlich eine meiner Eigenschaften, so dass es mir nicht schwer fällt. Daher plane ich meinen Urlaub trotz Reiseführer nicht durch. Ich lasse mich mehr inspirieren und überlege, was ich alles gerne machen würde. Wie und in welcher Reihenfolge, dass ist oft spontan. Je nach Lust und Laune. Mein Mann überlässt mir gerne die Auswahl und schließt sich meinen Vorschlägen meistens an - das ist sehr praktisch. ;-) Wenn wir allerdings vor Ort noch über interessante Dinge stolpern, die nicht im Reiseführer stehen, dann entscheiden wir uns auch oft dafür und lassen was anderes weg. Was ich an Reiseführern mag, sind die Tipps zu Land und Leuten, die auch oft drin stehen - die finde ich immer sehr hilfreich.

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Ich habe damit für Malta gute Erfahrungen gemacht, da waren wirklich nette Tipps drin.

    Oh, Malta, da fliege ich dieses Jahr auch noch hin und freue mich schon sehr drauf! :-)

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Reiseführer nicht immer, da kommt es darauf an, ob wir das erste Mal in dieses Land/Region fahren. Manches wird online nachgelesen, aber was eigentlich immer muss, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, das ist eine vernünftige Landkarte. Ja, wir haben auch ein Navi, aber eine Karte ist eine Karte. Basta!

    Ich plane gerne im groben vor, aber wenn sich unterwegs was Interessantes auftut, dann wird auch alles über den Haufen geworfen. Manches ist ja auch wetterabhängig. Die Urlaubsplanung oblag schon immer mir. Es musste ja für jeden was dabei sein. Mein Mann war beruflich ständig unterwegs, hat nur den Kofferinhalt gewechselt und sich überraschen lassen. Inzwischen darf er fleißig mitplanen, aber vor Ort wird dann nach Lust und Laune verworfen oder neu geplant. Und da verlassen wir uns lieber auf Tipps von Einheimischen oder Info-Material, das vor Ort erhältlich ist.


    Die meisten Heftchen oder auch Bücher haben den Urlaub nicht überlebt, wurden weitergereicht und nur sehr wenige haben den Weg in den heimischen Bücherschrank gefunden. Das sind dann meist kleinere Bildbände oder auch Sprachführer.

  • Manches wird online nachgelesen, aber was eigentlich immer muss, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, das ist eine vernünftige Landkarte. Ja, wir haben auch ein Navi, aber eine Karte ist eine Karte. Basta!

    So geht's mir ebenfalls. Und auch für Wanderungen vor Ort braucht's immer ne aktuelle Karte.


    Da ich persönlich am liebsten irgendwohin fahre, wo ich mich schon auskenne, braucht's idR keinen (ausführlichen) Reiseführer.

  • Bei mir unterschiedlich. Ich habe erst einmal eine Reise genau durchgeplant, und zwar als ich mit meinem damals noch-nicht-Verlobten über Sylvester 2000 zu meiner Familie nach Paris gefahren bin. Er wollte so viel sehen wie möglich, und war noch nie dort gewesen. Da wir im Februar ausgewandert sind, war es auch erstmal die letzte Möglichkeit Paris zu besuchen für die vorhersehbare Zukunft. Also habe ich mir alle Öffnungszeiten herausgeschrieben, und dann alles nach Metrolinien sortiert, und dann jeden Tag volles Programm gemacht. Das hat auch sehr gut geklappt, aber generell bin ich auch eher jemand, die sich einen Bulli mietet und 3 Wochen durch die Gegend fährt und einfach überall anhält wo ein Schild an der Straße steht.


    Reiseführer besaß ich trotzdem, habe die aber gerade letzte Woche alle aussortiert.

  • Ich hab gerne einen Überblick wenn ich eine Stadt zb nicht kenne, und daher hab ich auch einen älteren Reiseführer von London, den ich nimmer brauche ^^

    Ansonsten leih ich mir aus der Bibliothek schon auch mal den ein oder andren aus. Vor Ort bin ich aber spontan in dem was ich dann wirklich machen will. Das hab ich von meinen Eltern die das genauso machen. Wobei mein Papa nie ohne Reiseführer wegfahren würde. Wärend ich da durchaus auch auf digital umsteigen, vorallem London.

  • Ich mag es sehr, mich mit Hilfe von Reiseführern schon mal auf ein Reiseziel einzustimmen und mir auch den einen oder anderen Tip zu holen. Klar kann man auch online sehr viel nachlesen, aber das nutze ich dann eher, wenn ich schon vor Ort bin und Dinge wie Öffnungszeiten oder aktuelle Veranstaltungen recherchieren möchte. Zur Vorbereitung schmökere ich gerne mal im Reiseführer rum. Wenn es mir am Reiseziel gut gefallen hat, darf er auch in meiner Sammlung bleiben :)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Mir ist " Urlaub nach Reiseführer" ein Greuel. Ich mag keine Orte besuchen, die in Reiseführern beschrieben werden. Bin der Typ " ich fahre da nal hin und schaue, was ich mache". Wenn überhaupt. Denn ich fahre nicht wirklich gerne in Urlaub. Und wenn dann an einen " No Name Ort" wo keiner je war oder hin will. Ich kann problemlos 2 Wochen mitten in der Schweizer Pampa abhängen ohne " was gesehen" zu haben. Für mich ist das Erholung von meinem stressigen Alltag. Dazu kommt, dass ich aus klimatechnischen Gründen nicht mehr per Flugzeug verreise...

    Daher : Besitze und will keine Reiseführer. Im Notfall habe ich ein Handy, mit dem google ich das Nötige

  • Ich finde ja generell diese Fixierung auf Urlaub (welche Bücher nehmt ihr mit in den Urlaub?) und andere Ausnahmesituationen (welche Bücher nehmt ihr mit auf eine einsame Insel?) so lustig. Vielleicht ist das so, weil wir im Alltag nicht einfach lesen können; wir müssen auch unsere Lektüre planen. Wir führen Listen. Und Listen der Listen. Und eine Masterliste. Wir haken Lektüre ab, wie wenn es Hausaufgaben in der Schule wäre. Mathe? Yep, alle drei Aufgaben gelöst. Der neueste Donna Leon? Yep, gestern fertig gelesen. Häkchen dran. Nächste Aufgabe ... äh ... nächstes Buch.


    Also müssen wir wohl auch Urlaub planen. Schliesslich gibt es auch da Dinge, die gemacht werden müssen. Tower in London? Gesehen, abhaken. Typisches Londoner Pub? Gesehen, abhaken. (Und links und rechts weitere 350 Touristen, die das in ihrem Büchlein ebenfalls abhaken...) :D

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Also, ich verbringe meinen Urlaub eh zu 99% allein zuhause. Ausschlafen, in meiner Bibliothek stöbern, Rasen mähen, mitten am Tag gemütlich zum Laden gehen, anstatt nach der Arbeit kurz vor Ladenschluss angeprescht zu kommen, lesen worauf ich Lust habe, keinem Rechenschaft schuldig sein...


    Ich verreise überhaupt nicht gerne. Ich schlafe ungern in fremden Betten, und empfinde auch die An- und Abreise als verlorene Zeit, die ich weder dem zuhause, noch dem Urlaub zurechnen kann. Und ich finde es blöd, meine Bibliothek nicht zur Verfügung zu haben wenn ich verreist bin, denn ich habe fast keine Leselisten, und plane auch nie, was ich als nächstes lese.


    Deshalb habe ich auch vorhin geschrieben, dass ich jetzt alle Reiseführer aussortiert habe.

  • Mir geht es überhaupt nicht drum, irgendwas abzuhaken (im Gegenteil, ich finde die Vorstellung ziemlich grässlich, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen, nur, damit ich sagen kann, dass ich mal dort war). Aber ganz unbeleckt irgendwo hinfahren möchte ich eben auch nicht - und ich mag es, wie gesagt, mich schon ein bisschen auf die Gegend einzustimmen und zumindest grob zu wissen, was es da so alles gibt, zumindest, wenn ich dort noch nicht war und noch nicht viel darüber weiß. Ein guter Reiseführer zählt ja nicht nur Sehenswürdigkeiten auf, sondern vermittelt Wissen über Land, Geschichte, Kultur und so weiter.


    Ob ich das Vorgeschlagene am Ende dann auch mache, steht auf einem ganz anderen Blatt, das entscheidet sich vor Ort nach Lust und Laune. Ich lasse mich im Urlaub auch sehr gerne treiben :)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich verreise überhaupt nicht gerne.

    Hallelujah! Eine Gleichgesinnte! Im Familien und Freundeskreis gelte ich als Urlaubsmuffel schlechthin. Wenn überhaupt, dann maximal 1 Woche .... und ja nicht mit dem Flugzeug, und am liebsten in einem Schweizer Winzig- Bergdorf wo sich Fuchs und Hase Gutenacht sagen, bitteschön. Aber am liebsten bleibe ich zu Hause und muss nicht arbeiten.

    Zu Hause habe ich meine Bücher, meine Küche, mein Bett, mein Sofa, meine Tiere, meine Familie. Ich bin wohl leicht unsozial was Urlaub betrifft.


    sandhofer Ich gestehe, ich bin, was das Lesen betrifft auch ein Listenmensch. Einfach, weil ich sonst doppelt kaufe oder mein SuB mir über den Kopf wächst. So habe ich wenigstens das Gefühl, den im Griff zu haben. Allerdings "muss" ich nicht den neusten Donna Leon gelesen haben (habe ich von ihr überhaupt schon was gelesen? :/), sondern was Spass macht.

  • Reiseführer nicht immer, da kommt es darauf an, ob wir das erste Mal in dieses Land/Region fahren. Manches wird online nachgelesen, aber was eigentlich immer muss, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, das ist eine vernünftige Landkarte. Ja, wir haben auch ein Navi, aber eine Karte ist eine Karte. Basta!

    Kann ich so unterschreiben. Ich nutze zwar Google Maps zur Routenplanung, aber unterwegs lasse ich mich fast nie vom Navi leiten. In vielen Fällen reicht es, wenn ich mir die Route gut einpräge, ansonsten helfen Notizen und Karte.

    Reiseführer habe ich mir inzwischen so gut wie abgewöhnt, ich muss eh im Internet gucken, wenn ich sicher sein will, dass die Informationen auf dem neuesten Stand sind.

    :angst:Vorsicht, Schreiberling! Wer es wagen möchte, einen Blick zu riskieren, klickt hier.