Die Wochenfrage!

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 4.035 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Minou76.

  • " Die Säulen der Erde" das habe ich von meiner Freundin bekommen, die ich heute nur noch selten sehe. Sie hat mich mit diesem Buch ins historische Gerne geschupst, wofür ich ihr heute noch dankbar bin. Sie meinte damals, du musst mal was anderes als Krimis , Abenteuer oder Kinder und Jugendbücher:D

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Etwas bleibt von jedem Menschen, den man liebt - es geht im Buch um die Liebe in all ihren Spielarten: Schön, dass sie mit dem Tod eben NICHT stirbt: Sie lebt weiter... im Herzen derer, die sich an den geliebten Menschen erinnern. Meine Mutter hat ein sehr ähnliches Schicksal erlitten. Sie kämpfte ein Jahr lang - und obgleich ihr Tod schon 34 Jahre zurückliegt, ist sie (auch durch mein Tun, besonders wenn ich stricke) dennoch bei mir...


    Ganz ähnlich ist es jetzt bei meiner "großen" Schwester (sie war kleiner als ich ;), beim Lesen schaut sie mir über die Schulter - und schmunzelt mit...


    Mein Beileid, auch noch von mir.


    Das sind so schöne Worte <3

    Ich hoffe ich werde auch so denken und so tapfer sein, sollte ich mal mir sehr nahe Menschen verlieren. Bisher blieb mir das erspart, zumindest was Versterben von Menschen angeht. Es sind zwar Menschen in meinem nahen Umfeld gestorben, aber denen stand ich nicht so nah dass es mich zerstören hätte können. Außer mein Opa, der ist gestorben als ich 12 Jahre alt war aber ich denke das habe ich mit der Resilienz eines Kindes verarbeitet. Ich hoffe ich kann auch so denken wie du, sollten meine Eltern eines Tages mal sterben (was hoffentlich erst frühestens in 40 Jahren passieren wird D:)



    Zitat


    Nennt ein Buch, das euch an einen ganz bestimmten Menschen erinnert? Wenn ja, welches Buch und an wen ( wenn ihr das hier teilen möchtet, ansonsten nur die Buchangabe)?


    Schwierig...also wenn ich die Namen David Safier und Noah Gordon höre dann denke ich an meine Mutter, weil sie die Bücher von ihnen sehr gerne liest. Bei allen Scheibenweltromanen denke ich an meinen Vater. Benedict Wells' Bücher verbinde ich stark mit meinem Exfreund, mit ihm auch sehr stark den Roman "Raum".

    Das Buch "Eine Flaschenpost voller Träume" von Penelope Stokes werde ich für immer mit meiner Oma in Verbindung bringen: Es war das erste Buch dass sie mir jemals ausgeliehen hat. Ich war noch recht jung und hatte bis dahin gedacht dass sie nur alte Bücher in schörkeliger Schrift liest. Dieses Buch hat mich davon überzeugt, dass das definitiv nicht der Fall ist ;)



    Ich selbst lese selten Romanzen, aber wenn mir eine Liebesgeschichte in die Hände gerät denke ich als erstes an meine jüngste Schwester, da sie gerne Liebesromane liest.



    Und natürlich denke ich bei vielen Kindern meiner (frühen) Kindheit an die Personen, die sie mir zum Beispiel vorgelesen haben :) Oder die mir diese Bücher empfohlen haben.

  • Da gibt es so einige....

    Meine Lieblingsjugendbücher (Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott von Tamara Ramsay und die Märchen aus 1001 Nacht, illustriert) erinnern mich an meinen Vater, da er sie mir beide schenkte...


    Und es gibt ein Buch, das ich mir neulich nochmal kaufte, weil es mir so gut gefiel wie einer früheren Freundin von mir, die es mir auslieh: "Jacke wie Hose" von Rita Mae Brown: Muss ich unbedingt mal wieder lesen!

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Rita Mae Brown mag ich auch gerne, bei mir ist es die Päpstin - das hat meine Mutter gelesen und mir gegeben, das behalte ich mit Gedanken an sie.

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Was für eine schöne Frage :)


    Auch wenn meine Beziehung zu meinem Ex grandios gescheitert ist, meine Harry Potter Bücher werden mich wohl für immer daran erinnern, das es auch mal gute Zeiten gab. Er hat mir nämlich nach und nach alle Bände geschenkt, weil ich sie in einer ganz bestimmten Ausgabe haben wollte.


    Dann hab ich ein paar Bücher die meinem verstorbenen Onkel gehört haben. Das sind die Kinderausgaben von Die Schatzinsel, Robinson Crusoe und Tom Sawyer, da es so gekürzte Ausgaben sind, lese ich sie nicht. Aber ich verbinde sie einfach mit ihm und würde sie daher nie aussortieren. Ich weiß noch sehr wie er sie mir ein bissl aufgedrängt hat :lachen: weil er ausgemistet hat und sie loswerden wollte :lachen:
    Da ich ihn sehr sehr mochte, erinnern mich die Bücher an ihn, vor allem wenn ich in meinem Regal herumräume, dann hab ich sie manchmal plötzlich in der Hand. Er hatte einen tollen Humor und meistens fallen mir dann sofort ein paar witzige Situationen mit ihm ein.

  • Ganz spontan fällt mir da Na servus!: Wie ich lernte, die Bayern zu lieben von Sebastian Glubrecht ein.

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    Da denke ich sofort wieder an unser letztes Fan Treffen, des alten Corvus Corax Fan-Clubs auf dem Wäscherschloss in Wäschenbeuren 2008. So wie damals wird es nie wieder sein. Super Konzert, extrem entspannte Musiker, liebe Freunde mit denen wir getanz, gelacht und um liebe Freunde und alte Weggefährten getrauert haben. Am nächsten Morgen sind wir zum Frühstück runter in den Ort gefahren und haben dort Nico getroffen. Der gute Mann hat damals den Merch betreut. Der saß bereits in einem Cafe, bei einem Kaffee und lass in eben diesen Buch. Und wie ich nun mal bin hab ich ihn gleich darüber ausgefragt und es mir ein paar Tage später gekauft.

    An all das denke ich sofort zurück, wenn ich das Buch in meinem Regal sehe.

    It is the quality of one’s convictions that determines success, not the number of followers! *Remus Lupin*

  • Ja, sehr schöne Wochenfrage :)


    Ich habe die Kinderbücher von Anneliese Umlauf-Lamatsch aus den 50er Jahren. Die hat meine Oma gesammelt, weil sie aus ihrer Kindheit stammen und ich habe sie übernommen. Heutzutage würde man sie nicht mehr als sonderlich kindgerecht ansehen.

    Und dann habe ich noch Michael Ende "Die unendliche Geschichte" und zwar die Ausgabe aus der uns meine Mama immer vorgelesen hat als wir noch klein waren. Außerdem "Das große und das kleine Pfüh" von Christine Rettl aus demselben Grund.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich habe ja gerade mal wieder eines von Lindgrens "Kalle Blomquist"-Büchern gelesen, und wie immer musste ich dabei an meinen Neffen denken, dem ich die Bücher mal geschenkt hatte. Vor vielen Jahren, als er, soweit ich mich erinnere, im dritten Schuljahr war, besuchte ich meine Schwester und kam dort an, als sie und ihr Sohn sich gerade abwechselnd den Kalle vorlasen. Mein Neffe sagte da ganz stolz zu mir: "Ich lese nicht mehr die Buchstaben, jetzt lese ich die Wörter!"

    In einem Satz drückte er aus, was wirkliche Lesefähigkeit bedeutet: Nicht das mühsame Zusammenbuchstabieren der Bestandteile, sondern das Auffassen des ganzen Wortes.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Bei mir ist es das Buch "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler.


    Ich habe noch die Ausgabe, die meine Mutter als Kind geschenkt bekommen hat und ich habe es dann von ihr irgendwann bekommen und ich habe es als Kind schon so geliebt und heute immer noch. Es ist eine schöne Erinnerung an meine Mutter. So hab ich sie immer ein bisschen bei mir.

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Ich bitte euch die Diskussionen zu der vorangegangenen Wochenfrage nun als abgeschlossen zu betrachten, damit sich die Themen nicht vermischen!

  • Die neue Wochenfrage kommt wieder von Avila :


    Gibt es ein Thema, über das ihr gerne einen Roman lesen wollen würdet, aber dazu habt ihr noch keins gefunden? Oder die Umsetzung misslang oder ihr wollt noch mehr davon?

  • Mehr davon: spannende Bücher mit überraschenden Wendungen und Auflösungen! Mich langweilig es so, wenn alles vorhersehbar ist.

    Und gerne mehr queere Protagonist*innen.

    Liest du Krimis und Thriller? Ich letzter Zeit habe ich den Eindruck, kein Ermittler ist mehr 08/15. Die sind sehr oft queere und speziell.

  • Ich hätte gerne tatsächlich gerne mehr Bücher in denen Bestatter eine wichtige Rolle einnehmen. Ein kleines bisschen war das mal ein gewisser Trend, flaute aber für meinen Geschmack viel zu schnell ab. Außerdem war die Hälfte der Bücher die ich in Erinnerung habe, zu sehr in der witzigen Ecke. Und ich hätte gerne einen ernsthaften Hintergrund. Ich find das super interessant und hätte da gerne mehr :err:


    Cool fände ich auch Totengräber in einem historischen Roman oder Leichenfledderer (das sind diejenigen die früher Leichen aus den Gräbern gestohlen haben um sie an Medizinstudenten und Ärzte zu verkaufen).

  • Hmm, schwierig.


    Mein erster Gedanke war, dass ich gerne mehr von dicken Protagonist*innen lesen würde die "sogar" insgesamt glücklich und erfolgreich sind/werden. Gerne auch in einem Fantasysetting. Die gibt es bestimmt aber mir fallen sie nicht so in die Hände. Vor allem nicht wenn es keine Liebesromane sein sollen.

  • Mein erster Gedanke war, dass ich gerne mehr von dicken Protagonist*innen lesen würde die "sogar" insgesamt glücklich und erfolgreich sind/werden.

    Und die ihr Selbstwertgefühl nicht aus ihrer Kleidergröße beziehen! Ich finde alle Geschichten, wo Frauen abnehmen (absichtlich oder unabsichtlich) und dann erfolgreich und glücklich sind so unsagbar öde, falsch und sexistisch! <X

  • Ich hätte auch gerne mal Diverse Hauptfiguren in Jugend/Fantasyromanen. Meistens sind sie nur Nebenfiguren und dann wird das Ganze trotzdem als ach sooo Divers gefeiert. Es gibt ja grade erste Ansätze (Six of Crows z.B.) aber insgesamt werden einfach auch noch weiter zu wening Own-Voices Autoren*innen veröffentlicht. Vor allem in Deutschland muss da noch viel mehr passieren.

  • Liest du Krimis und Thriller? Ich letzter Zeit habe ich den Eindruck, kein Ermittler ist mehr 08/15. Die sind sehr oft queere und speziell.

    Krimis lese ich nicht; Thriller in letzter Zeit nicht mehr, weil sie mich eben so gelangweilt haben und weil es immer dasselbe war. Spätestens ab dem dritten Mal ist der imaginäre Freund eben keine Überraschung mehr. :rolleyes: Und ein Kommissar wie Kluftinger mag zwar speziell sein, aber nicht auf die Art, von der ich lesen will ;) Queere Ermittler sind mir noch nie begegnet. Hast du da Beispiele?

  • Hmm, schwierig.


    Mein erster Gedanke war, dass ich gerne mehr von dicken Protagonist*innen lesen würde die "sogar" insgesamt glücklich und erfolgreich sind/werden. Gerne auch in einem Fantasysetting. Die gibt es bestimmt aber mir fallen sie nicht so in die Hände. Vor allem nicht wenn es keine Liebesromane sein sollen.

    Probiers mal mit "Alben und Trolle" und Max Heubeck :)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"