Die Wochenfrage!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6.505 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Da kommt ja auch auf die Schulform an. In der Realschule war das echt wenig. Wärend es dann im Abi geballte Lektüre war und wir quasi kaum etwas andres gemacht haben. Neben ein bisschen Literaturgeschichte.

    Das war auf dem Gymnasium.... aber ich gebe zu, ich hab gleich am Anfang der 11. Klasse hingeschmissen und habe die Oberstufe nicht mehr gemacht, insofern ist mir jegliche Abilektüre ferngeblieben.


    Jetzt hole ich mein Abi nach, und soll gleich 'Arnes Nachlass' lesen. Ist eben mit der Post eingetroffen, bin gespannt!

  • Katjaja

    Viel Erfolg fürs Abi!


    In der Elften haben wir Katz und Maus von Günter Grass gelesen, das werd ich wohl nie vergessen. Es gibt da so viele Insider die damit verknüpft sind, das jeder von uns sofort grinsen muss, wenn jemand das Buch erwähnt. (Oder ich mitten am Tag mal eine Nachricht bekam: Ich hab grad an Mahlke gedacht :lachen: )

    Außerdem hat einer meiner Mitschüler eigentlich immer gefragt, ob es eine Lektüre auch als Hörbuch gibt. Das ging soweit, das meine Lehrerin von sich aus immer zu ihm meinte: Keine Angst, sie können auch das Hörbuch nehmen.

  • Keshia sicherlich alles richtig. Ich sollte vielleicht noch ergänzen, dass wir ein Englisch-Leistungskurs waren. Man durfte uns also schon etwas mehr zutrauen als Standbilder. ;)

    Ich war auch im Leistungskurs. Nach meiner Erinnerung befassten wir uns mehrere Monate (können aber auch Wochen gewesen sein) mit Macbeath, wobei wir NIE das ganze Stück lasen, sondern ausschließlich dieses spezielle Begleitbuch (Shakespeare und seine Zeit oder so ähnlich, jedenfalls wurde dort Zeit, Politik, Theater und das Stück im Besonderen behandelt). Wir lasen dann in wenigen Stunden auszugsweise Szenen aus dem Stück und ja, es gab einen Rap über eine Szene.

    Vermittelt wurde damit leider natürlich: Shakespeare ist selbst für euch zu schwierig, ihr versteht das gar nicht, daher lesen wir nicht das ganze Stück.

    Mich hat das nachhaltig beeinflusst; ich hatte später eine Gesamtausgabe von Shakespears Stücken und ein Buch "Shakespeare's language" (war wohl mal ein Bestseller). Das Buch habe ich sofort gelesen, das war auch sehr interessant, an die Stücke habe ich mich laaaange Zeit nicht rangetraut!


    LG von

    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • eben ein bisschen Literaturgeschichte.

    Absolut. So hat meine Deutschlehrerin unsre Klasse dazu gebracht Faust zu lesen. Sie hatte in der elften so oft Faust eibgestreut Zb Ach das Thema taucht in Faust auch auf. Das wir einstimmig dafür abgestimmt haben, als wir gefragt wurden welche Zusatzlektüre wir lesen wollen, neben der Pflichtlektüre fürs Abi.

    Haha, witzig, diese Methode wurde in "Dangerous Minds" vorgestellt (Buch), so hat die Lehrerin die eher bildungsfernen Jugendlichen zum Shakespearelesen überredet.:D

    Jetzt hole ich mein Abi nach, und soll gleich 'Arnes Nachlass' lesen. Ist eben mit der Post eingetroffen, bin gespannt!

    Es ist bestimmt sinnvoller, diese Bücher als Erwachsene, jedenfalls nicht mehr als 16 oder 17jährige, zu lesen, weil man schon mehr Lebens- und Leseerfahrung und damit vermutlich auch mehr Interesse am Text hat. Als jüngerer Schüler fragt man sich ja oft, warum man den Kram überhaupt lesen soll. Ich habe mit Begeisterung Byatts "Posession" gelesen und war entsetzt als ich von Schülern hörte, die das in der Oberstufe lesen "durften" und nur qualvoll fanden (zu lang, zu antiquiert, zu langweilig ;().

    Teilweise merkt man schon, dass das Niveau angehoben wurde, wir hatten im Leistungskurs "Educating Rita", "Animal Farm", "An inspector calls". Also sehr, sehr kurze und sprachlich eher einfache Texte! Möglicherweie noch andere, an die ich mich nicht mehr erinnere, aber so viel mehr werden das nicht gewesen sein!

    Da ist ein 600 Seiten starker Roman schon eine ganz andere Hausnummer, auch fürs Durchhaltevermögen der Schüler!


    LG von

    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Ich war auch im Leistungskurs. Nach meiner Erinnerung befassten wir uns mehrere Monate (können aber auch Wochen gewesen sein) mit Macbeath, wobei wir NIE das ganze Stück lasen, sondern ausschließlich dieses spezielle Begleitbuch (Shakespeare und seine Zeit oder so ähnlich, jedenfalls wurde dort Zeit, Politik, Theater und das Stück im Besonderen behandelt).

    Ich weiß gar nicht mehr, ob wir das Buch zu Hause komplett lesen sollten (für den Unterricht war es wie gesagt egal). Meine Freundin und ich haben uns damit auf jeden Fall in den Freistunden in den Stadtpark gesetzt und laut in verteilten Rollen den ganzen "Macbeth" gelesen. Hat viel Spaß gemacht und die Passanten haben immer ganz merkwürdig geguckt :totlach:

  • Ich habe zwei Gymnasien besucht, das erste von 2003 - 2010, das zweite vom Herbst 2010 - Frühjahr 2012. ich habe trotz wiederholter 11. Klasse wegen Krankheit nur die Fachhochschulreife geschafft.

    Mein erster Kurs musste ab der 12. Klasse, also ab Herbst 2010, für ein Semester ein Lesetagebuch über alle in der Freizeit und im Unterricht gelesenen Bücher führen. :love::love:

    Mein Kumpel Max hatte große Schwierigkeiten damit, da er nie freiwillig ein Buch las. Jetzt macht er gerade den Bachelor auf Lehramt Biologie und Geschichte. Er meinte neulich zu mir, er suche sich das bestbewertete Sachbuch aus der Leseliste der Professoren raus und damit sei er fertig. =O=O=O

  • Lykantrophin ich sehe das mittlerweile nicht mehr so kritisch, wenn jemand nicht liest. Da gibt es dann sicher ein anderes Hobby, in dem dein Kumpel aufgeht. Und wenn er mit seinem Plan, nur ein Buch zu lesen, Erolg hat, warum nicht?

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • ch bitte euch die Diskussionen zu der vorangegangenen Wochenfrage nun als abgeschlossen zu betrachten, damit sich die Themen nicht vermischen!

  • So, nun bin auch ich wieder im Alltag angekommen und damit pünktlich die neue Wochenfrage, die heute von Avila :


    Gibt es Autoren, von denen ihr euch eine Sammlung zugelegt habt? Von dem ihr alle Bücher besitzen wollt? Wenn ja, von wem?

  • Oh ja, von Walter Kempowski habe ich bis auf zwei oder drei Titeln alle Bücher. Ich hatte mal vorgehabt ein Kempowski-Jahr zu machen, hat aber noch nicht so richtig geklappt.

    DDR-Buch-Blog

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

  • Richard Katz. Da fehlen mir, glaube ich, nur 2 seiner Bücher. Seine schwächsten. (Ich kenne sie, habe sie schon gelesen, aber aus irgendeinem Grund nicht gekauft oder wieder verloren...)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Spontan sind mir ein paar Namen eingefallen, aber dann habe ich bei allen festgestellt, dass sie auch Bücher geschrieben haben, die ich nicht besitze und die ich jetzt auch nicht zwingend haben muss :breitgrins:


    Doch, einen gibt's noch: Pat Conroy. Von dem habe ich inzwischen fast alle Bücher, und es wird ja auch leider keine neuen mehr geben.

    The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.

    E. L. Doctorow





  • Von Susanne Gerdom, Anne Tyler und John Irving habe ich ziemlich viel, vielleicht sogar alles, habe gerade etwas den Überblick verloren.


    An Antonia Michaelis arbeite ich noch, und Peer Martin habe ich vollständig - der hat ja noch nicht so viel geschrieben :)

  • Hm, (so fast) alles habe ich von Agatha Christie, Anne Tyler, Robert Seethaler, Edward Rutherfurd, Hilary Norman und Kerstin Ekman. Ach ja, alles von Mary Scott.