Die Wochenfrage!

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 5.422 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Sagota.

  • Gute Frage!


    Ich lese selten Kurzgeschichten, das liegt aber weniger daran, dass ich sie prinzipiell nicht mag, sondern dass ich "aus dem Bauch" raus immer eher nach einem Roman greifen würde.


    Dabei habe ich auch schon sehr schöne Kurzgeschichtenbände gelesen und mir dann jedesmal gedacht, dass ich das doch öfter mal tun sollte. Kurzgeschichten sind nicht schlechter oder besser als Romane, nur einfach eine andere Erzählform. Ich habe sogar den Kurzgeschichten-Podcast des "New Yorker" abonniert. In der Printausgabe ist ja immer eine Kurzgeschichte abgedruckt, die im Podcast vom Autoren/der Autorin gelesen wird. Da waren schon großartige Entdeckungen dabei.


    Das einzige, was ich bei Kurzgeschichten manchmal schwierig finde, insbesondere an Tagen mit viel Lesezeit: ich mag es nicht, zu viele hintereinander zu lesen, weil sich dann die einzelnen Eindrücke verwischen. Lieber lese ich nur eine oder zwei und lasse sie erst mal sacken. Deshalb sind Kurzgeschichtenbände bei mir meist eher Parallellektüre zu einem Roman.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich lese eigentlich selten Kurzgeschichten. Irgendwie mag ich es, mich auf eine längere Geschichte einzulassen und nicht immer wieder neu anfangen zu müssen, mich mit Handlung, Orten und Figuren vertraut zu machen. Und ich mag es, nach Ende der Geschichte das Buch abgeschlossen zu haben. Bei Kurzgeschichten habe ich ja viele Enden bis ich das Buch tatsächlich als gelesen zuklappen kann.

    Jetzt zum "eigentlich" :breitgrins:: Ich habe momentan drei Kurzgeschichtensammlungen (verschiedener Autor*innen) auf dem SUB und erst letzten Monat einen wunderbaren Kurzgeschichtenband (einer Autorin) gelesen ( Claudia Starke - Jenseits der Dunkelheit ).

    Ich merke aber, dass ich die Sammlungen schon wieder vor mir herschiebe, obwohl ich sie schon letztes Jahr "ganz bald" lesen wollte :hm:

  • Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten. (Wenn ich auf meinem Blog so schaue, ist das Verhältnis von Drama : Kurzgeschichte : Lyrik : Roman in etwa = 0.4 : 1 : 0.6 : 3.5) Was auch daran liegt, dass mir das "Eintauchen" in eine Geschichte nichts sagt. Selbst mit Schnorchel kann ich nicht tauchen ... =O

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)


  • sandhofer

    Welche Kurzgeschichte hat Dir in letzter Zeit am besten gefallen?


    Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag


    Die grünen Brüste waren auch nicht schlecht


    "Rameaus Neffe" von Diderot natürlich


    Mit Borges kann man eigentlich nie etwas falsch machen


    Mit Philip K. Dick ebenso wenig


    Die Kalenderbeiträge Hebels (aka. Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes") dürfen auch nicht fehlen


    und als letztes noch James Tiptree jr. ...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Für mich transportieren Kurzgeschichten etwas ganz anderes als der Durchschnittsroman, den ich lese. Eine Kurzgeschichte regt mich zum Nachdenken an und ich erfreue mich an besonders schöner Sprache. Das kann ein Roman zwar beides auch, aber da steht für mich Unterhaltung an erster Stelle und die muss nicht unbedingt nachdenklich oder in einem stilistisch schönen Gewand daher kommen. Deswegen kann ich auch nicht so viele verschiedene Kurzgeschichten hintereinander lesen. Wenn ich also viel lesen möchte, greife ich zu einem Buch. Wenn ich etwas "Anregendes" suche, ist eine Kurzgeschichte wahrscheinlich passender.

  • Wie bei einem Roman auch kommt es bei mir auf vieles an, warum mir eine Geschichte gefällt oder nicht gefällt. Im letzten Monat habe ich zwei Bücher mit Kurzgeschichten gelesen, von denen mir das eine sehr gut, das andere überhaupt nicht gefallen hat. Vom Thema her waren sie ähnlich, aber eine Sammlundg kam vor, als ob sie schnell heruntergeschrieben wären (was sie sicherlich nicht waren). Auch wenn die Geschichten abgeschlossen waren, hatte ich den Eindruck, als ob sie ineinander über gehen würden. Keine wirklichen Kurzgeschichten, aber auch kein Roman und das hat mich gestört.


    Wenn ich nur wenig Zeit am Stück habe, greife ich eher zu Kurzgeschichten. Bei einem Roman würde ich den eher den Faden verlieren.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Ich habe noch nie Kurzgeschichten gelesen. Das ist einfach nichts für mich. Ich mag gerne Bücher die schön dick sind, da stören mich auch keine 1000 Seiten. Es ist einfach mehr Handlung vorhanden. Bei einer Kurzgeschichte steig ich ein uns schwups ist sie schon wieder zu Ende, nö, dass möchte ich nicht^^

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Kurzgeschichten lese ich nur selten. Es gibt zwar durchaus gute, aber in Anthologien trifft man leider zu oft auf Textsegmente, die keine vollständige Kurzgeschichte sind, sondern aus dem Zusammenhang gerissene Stücke eines Romans, die hier nochmal verwurstet werden und allein nicht wirklich stehen können. Das finde ich ärgerlich.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Wenn ich so darüber nachdenke, lese ich derzeit wenig Kurzgeschichten. Früher waren es mehr.

    Warum? Weil mich Kurzgeschichten nicht mehr so reizen. Manchmal passiert mir zu wenig, ich verstehe nicht, was man mir damit zum Ausdruck bringen will, besonders wenn es wie Kiba schrieb im Grunde nur Fragmente einer längeren Geschichte sind. Inzwischen lese ich auch lieber Geschichten, die mehr Seiten umfassen, deren Figuren mich länger begleiten.

  • Ich gehöre wohl auch zu der Fraktion, die gerne "taucht" (mit und ohne Schwimmflossen oder Schnorchel). Konnte sogar zuerst tauchen, bevor ich schwimmen lernte (wirklich)... - Mama Sagota stand jedes Mal Todesängste aus (sie wusste ja nie, wo ich wieder auftauche 8o)


    Wer weiß, vielleicht spielt diese elementare Erfahrung auch eine Rolle bei meinen bibliophilen Vorlieben? :D


    Ich habe es öfter mit Kurzgeschichten probiert; auch einige gelesen, die mir wirklich gefallen haben. Aber ich lese schon sehr lange kaum noch welche, die Tendenz geht gegen null. Romane lassen mir mehr Raum, "zu tauchen", mitzugehen und Entwicklungen interessiert zu registrieren. Dies alles kommt in fast jeder Kurzgeschichte für mich eben "zu kurz".

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Es gibt zwar durchaus gute, aber in Anthologien trifft man leider zu oft auf Textsegmente, die keine vollständige Kurzgeschichte sind, sondern aus dem Zusammenhang gerissene Stücke eines Romans, die hier nochmal verwurstet werden und allein nicht wirklich stehen können. Das finde ich ärgerlich.

    Das ist mit ein Grund, warum ich Anthologien nicht so mag. Wenn ich Kurzgeschichten lese, sind es so gut wie immer Kurzgeschichtenbände aus der Feder eines einzigen Autors.

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    (John Greenleaf Whittier)




  • Anthologien sind nochmals ein Thema für sich. Die lese ich auch sehr ungern - vor allem aber, weil da, selbst dann, wenn es offiziell um ein bestimmtes Thema geht, meistens Kraut und Rüben durcheinander liegen. Und auch die Qualität der einzelnen Texte ist nicht immer über jeden Zweifel erhaben.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich mag Kurzgeschichten.


    Ich finde es ist eine Kunst für sich auf weniger Seiten einen Schauplatz zu etablieren, Charaktere darzustellen (mehrschichtig oder abstrakt, wie auch immer) und einen Plot bzw eine Begebenheit darzustellen. Und wenn das gelingt dann finde ich das sehr schön zu lesen für mich persönlich. Und ich habe viele Kurzgeschichten gelesen bei denen das gelungen ist, besonders vor ein paar Jahren.



    An meine letzte Kurzgeschichte kann ich mich nicht erinnern. Es sei denn "Das Mädchen mit dem Fingerhut" von Köhlmeier gilt als eine. Die fand ich prima.

  • Kurzgeschichten lese ich nur selten. Es gibt zwar durchaus gute, aber in Anthologien trifft man leider zu oft auf Textsegmente, die keine vollständige Kurzgeschichte sind, sondern aus dem Zusammenhang gerissene Stücke eines Romans, die hier nochmal verwurstet werden und allein nicht wirklich stehen können. Das finde ich ärgerlich.

    So etwas habe ich bisher zum Glück selten erlebt. In dem Fall würde ich auch schnell aussteigen.


    Davon ab mag ich durchaus gern Kurzgeschichten. Trotzdem lese ich selten Anthologien, irgendwie habe ich so ein Gefühl, sobald ich da die erste gute gelesen habe, können mich die nächsten nicht mehr reizen, auch wenn sie in Wahrheit gut sind und mir wahrscheinlich gefallen hätten, wenn ich sie als Erste gelesen hätte. Kurzgeschichten von einem Autor gehen da schon eher, zum Beispiel die Satiresammlungen von Efraim Kishon.


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    Davon ab lese ich Kurzgeschichten gern online, zum Beispiel regelmäßig die Beiträge eines Wettbewerbs in einem anderen Forum, aber auch auf Portalen, auf denen jeder seine Geschichten einstellen kann. Auch aus dem Literaturautomaten habe ich schon die eine oder andere schöne Geschichte geholt.

    :angst:Vorsicht, Schreiberling! Wer es wagen möchte, einen Blick zu riskieren, klickt hier.

  • Ich finde es ist eine Kunst für sich auf weniger Seiten einen Schauplatz zu etablieren, Charaktere darzustellen (mehrschichtig oder abstrakt, wie auch immer) und einen Plot bzw eine Begebenheit darzustellen.

    Dem kann ich mich nur anschließen! lch finde es faszinierend, wie viel auf weniger Seiten erzählt werden kann, wie viel da auch oft zwischen den Zeilen transportiert wird.

    Die Geschichten von W Sommerset Maugham gehören zum Beispiel zu meinen all-time favourites und werden immer wieder mal gelesen (und ich freu mich jedesmal, dass es sie gibt!):)

  • ........ich freue mich trotz Corona noch auf die neue Wochenfrage........:freu:;)<3

    Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark.Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.Hermann Hesse

  • Für mich transportieren Kurzgeschichten etwas ganz anderes als der Durchschnittsroman, den ich lese. Eine Kurzgeschichte regt mich zum Nachdenken an und ich erfreue mich an besonders schöner Sprache. Das kann ein Roman zwar beides auch, aber da steht für mich Unterhaltung an erster Stelle und die muss nicht unbedingt nachdenklich oder in einem stilistisch schönen Gewand daher kommen. Deswegen kann ich auch nicht so viele verschiedene Kurzgeschichten hintereinander lesen. Wenn ich also viel lesen möchte, greife ich zu einem Buch. Wenn ich etwas "Anregendes" suche, ist eine Kurzgeschichte wahrscheinlich passender.

    Dem habe ich nichts hinzuzufügen! ✌🏻

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


    Help me, help me ~ Won't someone set me free? ~ There's no right side of the bed ~ With a body like mine and a mind like mine

    ~ IDLES ~


  • ........ich freue mich trotz Corona noch auf die neue Wochenfrage........:freu:;)<3

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Igela im Moment andere Sorgen. Gerade wegen Corona. Stell doch einfach selber eine neue Wochenfrage! ;)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • ........ich freue mich trotz Corona noch auf die neue Wochenfrage........:freu:;)<3

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Igela im Moment andere Sorgen. Gerade wegen Corona. Stell doch einfach selber eine neue Wochenfrage! ;)

    Nein, das hast du falsch interpretiert. Ich habe zwar Sorgen mit dem Corona Virus. Da hätte ich trotzdem eine Wochenfrage einstellen können.

    Ich ziehe mich für eine Weile aus dem Forum zurück, weil mich hier ärgert, wie ich provokativ von dir beschuldigt werde!

    Sammy Jeder darf hier eine Frage einstellen, von mir wird es nächstens keine mehr geben!