Die Wochenfrage!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6.505 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Ich bin Ernest, einer der Söhne von Edward, eines Sippenoberhauptes, der beschlossen hat den Fortschritt voranzutreiben und vor kurzem das Feuer zu uns gebracht hat. Seidem leben wir recht komfortabel in einer Höhle und gehen auf die Jagd. Wider der Natur nennt es Onkel Wanja, der dann wieder mit dem Ausruf "Back to the trees!" im Wald verschwindet. Ach ja, wir leben irgendwann im Pleistozän.


    Tauschen? Ach, nein, das muss jetzt nicht sein.

  • Mein Hauptcharakter ist in einem kleinen englischen Dorf gestrandet, nachdem er wohl eine Art mittleren Wirtschaftscrash (?) durch ein mathematisches Modell verursacht hat. Die Dorfatmosphäre ist zwar sehr heimelig, aber Verluste in Millionenhöhe zu verantworten macht sicherlich ein eher mulmiges Gefühl - also bleib ich vorsichtshalber lieber erst mal, wer ich bin.. ^^

    Ah, ich weiß, was Du liest. Eines meiner Jahreshighlights. ;)


    Ich bin irgendwo ziemlich abgelegen in Norwegen und habe gerade zugesehen, wie zwei Brüder einen Dorfpolizisten zerlegt und in Säure entsorgt haben. Ich hoffe mal, man kommt uns nicht doch noch auf die Schliche. :D Der Typ hatte den Verdacht, die Eltern der Brüder könnten nicht bei einem Unfall gestorben sein. Wie kommt der bloß da drauf. :S:saint:

    :lesen:





  • Ich bin ein kleiner, harmloser Taschendieb in Kapstadt. Aber nun ist ein Killer hinter mir her!


    Ausserdem befinde ich mich im Weltkrieg in einem Schützengraben an der Westfront. Hier sterben alle wie die Fliegen.


    Und zum dritten befinde ich mich in Ankh-Morpork, das sich auf einen Krieg gegen Klatch vorbereitet.


    Verständlicherweise ziehe ich mein langweiliges Leben in Stockholm allen obigen Alternativen vor.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Mein Hauptcharakter ist in einem kleinen englischen Dorf gestrandet, nachdem er wohl eine Art mittleren Wirtschaftscrash (?) durch ein mathematisches Modell verursacht hat. Die Dorfatmosphäre ist zwar sehr heimelig, aber Verluste in Millionenhöhe zu verantworten macht sicherlich ein eher mulmiges Gefühl - also bleib ich vorsichtshalber lieber erst mal, wer ich bin.. ^^

    Wir lesen gerade das gleiche Buch ^^

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • Wo befindest Du Dich gerade, wie fühlst Du Dich, was machst Du? Und vor allem, wärst Du grade gerne an Stelle dieser Figur?


    Ich, Signe Munch, Nichte des berühmten Edvard Munch, habe mich gerade Hals über Kopf so richtig verliebt, mit allem drum und dran. Und das, wo ich aus einer unglücklichen Ehe ausgebrochen bin, mir geschworen habe, nur noch für die Malerei zu leben, und nicht mehr die Jüngste (Ende 30) bin. Und der Mann meiner Begierde (das schreibt Anne ganz bewusst) wohl etliches jünger ist als ich.


    Tja, die Gefühle der ersten Liebe noch einmal spüren - ja, warum nicht.

    DDR-Buch-Blog

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

  • Ich habe so das Gefühl, dass die überwiegende Mehrheit von uns nicht mit ihrem Hauptcharakter tauschen möchte. Wo sind die ganzen "Wohlfühlbücher"??

    So was gibt es bei mir nur ab der Adventszeit 8o

    Früherer Nutzername "Alexa" :)

  • Ups, eine gespaltene Persönlichkeit. :D

    :lesen:





  • Die Falco-Krimis sind für mich durchaus Wohlfühlbücher, aber eher, weil ich sie so gerne lese und die Figuren sehr mag, als weil es in den Büchern so wohlfühlig zugeht. In diesem Band hat Falco sogar Stress mit seiner Helena :(

    The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.

    E. L. Doctorow





  • Keine Wohlfühlbücher für mich - ich bin gerade im literarischen Nirvana zwischen zwei Büchern.

    Und beide haben den ersten Weltkrieg zum Thema. Deshalb ganz eindeutig: nein! ich möchte keinesfalls mit den Protagonisten tauschen!:entsetzt:

  • Ich bin gerade im Hamburg der Weimarer Republik und sitze im Gespräch mit Haarmann, einem Mann den ich verdächtige ein Mörder zu sein (von 12 Jungs... auch wenn ich noch nicht weiß, ob alle davon tot sind, spricht einiges dafür) und habe gerade Gulasch gegessen, von Fleisch das er geliefert hat. Musste mich im Nachinein auf den Apport bewegen... Sicher ist sicher.


    Tatsächlich würde mich das Verhör an sich mit Haarman schon sehr interessieren. Ich wäre zwar ansonsten nicht so gerne in der Haut des Ermittlers, aber diese Situation und das Verhör, die Person Haarmanns zu erleben. Das fände ich durchaus interessant. Dieser Mörder ist nämlich tatsächlich einer der bekanntesten Serienmörder des heutigen Deutschlands. Da ich mich sehr für historische Kriminalfälle und True Crime im allgemeinen interessiere, ist dann ja klar warum ich das wollen würde. :lachen:


    Den Rest muss ich aber nicht haben, zu Mal der Ermittler im ersten Weltkrieg Soldat war, Frau und Kind durch einen Unfall verloren hat und auch sonst ganz schön zu Kämpfen hat sich auf seiner neuen Dienstelle zu behaupten.

  • Ich bin, glaub ich, am Flughafen und denke darüber nach, wie sich mein Leben so entwickelt hat, wie mein Vater gestorben ist, wie wir in Wien groß geworden sind, nachdem meine Familie das damalige Jugoslawien verlassen hatten.


    Ich möchte nicht tauschen, weil ich noch keine Ahnung habe, wo das ganze hinführt... alles ein bisschen wirr im Moment. Und in so ewig langen Sätzen möchte ich auch nicht denken 😅

  • Ich hatte das Glück, aus Auschwitz in ein Arbeitslager umgesiedelt zu werden. Aber nur, weil mir eine junge Frau zuflüsterte, dass ich mit meinem Alter "15" angeben solle - ich bin eigentlich erst 13.


    Nein, ich möchte mit der Protagonistin (die ihr autobiografisches Hörbuch selbst liest) nicht tauschen; allerdings habe ich selten ein ehrlicheres, bewegenderes und tiefgreifenderes Buch aus der Sicht der Verfolgten (und Ermordeten) gelesen.

    Ich wünschte, alle Menschen, die hier so rechtsreaktionär unterwegs sind, würden dieser Autobiografie 30 Minuten ihrer Aufmerksamkeit (pro Tag, Fortsetzung folgt bei SR2 Kulturradio) widmen... - frommer Wunsch, ich weiß.....

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Ich wünschte, alle Menschen, die hier so rechtsreaktionär unterwegs sind, würden dieser Autobiografie 30 Minuten ihrer Aufmerksamkeit (pro Tag, Fortsetzung folgt bei SR2 Kulturradio) widmen... - frommer Wunsch, ich weiß...

    Ich fürchte, diese Leute würden das Buch ganz anders aufnehmen als Du. Sie würden sich freuen über alle, bei denen es gelungen ist, sie zu eliminieren, und sich ärgern über jene, die das Lager doch lebend verlassen konnten. Sie würden sich wohl eher schwören, dafür zu sorgen, dass diese Leute (bzw. deren Nachkommen) doch noch erwischt werden können. Sowie sich schwören, das nächste Mal alles besser zu machen, so dass von Anfang an niemand entkommt.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • sandhofer


    Da magst Du leider recht haben; aber verallgemeinern würde ich Deinen comment nun auch nicht.... - Die Autorin hat sogar heute von einem solchen Dialog (1986 in D) erzählt, den sie in einer Drogerie hörte....


    Es wären wohl noch mehr gerettet worden, wenn es in den Nachbarländern anders gewesen wäre - auch an der Grenze zur Schweiz wurden die meisten Flüchtenden zurückgewiesen. Leider.

    Aber es gab einen Schweizer Zöllner, der vielen geholfen hat - dieser verdient meinen Respekt... Mögen sich diese dunklen Zeiten nie mehr wiederholen!


    Hier nicht, und nicht woanders. Obwohl, wenn man derzeit nach Belarus blickt.....

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)