Eva Pfeiffer - New York Pretty: Nur wir beide

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    Eva Pfeiffer - New York Pretty: Nur wir beide

    Piper, 2018

    264 Seiten; 13.99 EUR (Taschenbuch)

    EAN 978-3-492-50129-3


    Zugegeben, dieses Buch hatte es einfach bei mir, denn da steht groß und ganz deutlich New York im Titel. Diese sieben Buchstaben mit einem Leerzeichen dazwischen lösen bei mir seit jeher eine Faszination bei mit aus - folglich musste ich dieses Buch lesen!


    Rebecca reist als Praktikantin in die Stadt, in der sie geboren wurde: New York. Die junge Frau bewegt sich in der Weltmetropole nicht nur zwischen Welten - auf der einen Seite die Hipster, die dank sozialer Medien reich geworden sind, auf der anderen Seite die Sorge, dass das eigene Geld kaum für das Nötigste in dieser teuren Stadt reicht, sondern verliebt sich auch in den zurückhaltenden Alex. Die beiden und Alex’ Zwillingsbruder Jeremy führen uns nicht nur durch New York, sondern auch durch ihre eigenen Befindlichkeiten.


    Mir hat die Erzählweise der Autorin sehr gut gefallen, denn sie lässt ihren Figuren Raum, schafft durch die Perspektivwechsel mehr Tiefe und schildert die Suche junger Menschen nach ihrem eigenen Weg - und ein Stück weit auch sich selbst - sehr realistisch.

    Dabei verliert Eva Pfeiffer auch die Stadt nicht aus den Augen, so dass ich dank der Streifzüge ein bisschen New Yorker Luft zu schnuppern meinte…

    Dennoch muss ich gestehen, dass ich mit dem Roman nicht so zufrieden bin, wie ich es mir erhofft hatte. Ein wenig zu einfach fügt sich alles - Rebecca, die junge Frau aus einer deutschen Kleinstadt, die Anpassungsprobleme in NYC hat. Der stille Alex, der nach wie vor unter dem frühen Verlust der Eltern leidet, und sein Zwilling Jeremy, der das glatte Gegenteil ist: extrovertiert und stets auf der Suche nach einer Eroberung. Und zu guter letzt Chloe, die im Grunde die ordnende Hand ist… in meinen Augen fügt sich das alles ein wenig zu gekonnt zueinander.


    Die Autorin versteht ihr Handwerk - nach einem etwas ruhigeren Beginn steigert sie die Geschehnisse und steuert auf ein schönes Ende zu, was durchaus auch zu begeistern weiß. Das große Plus ist vor allem ihr Gespür für die Charaktere und deren Emotionen. Wenn diese sich nur nicht ganz so reißbrettartig ergänzen würden… Ach und hey, last but not least: ein Punkt alleine geht an die Beschreibungen dieser großartigen Stadt!


    Fazit: Ein netter, sehr flüssig zu lesender Roman für zwischendurch - bestens geeignet für ein paar schöne Stunden in der Sonne. Hinterher kann man dann noch ein bisschen weiter von New York träumen…


    4ratten

    Liebe Grüße

    Tabea