Leserunden mit Autoren: Ehrliche Kritik (un)erwünscht?

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 43 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Imperator T. Validior.

  • Hallo ihr Lieben,


    die Leserunden mit Autorenbeteiligung werden ja immer mehr und eine Meinung, die ich immer wieder auch in anderen Foren lese:


    "Ich mache nicht bei Leserunden mit Autoren mit, weil da nur gelobhudelt wird, um den Autoren den Bart zu kraulen".


    Ich frage nicht nur die Leser(innen), sondern in erster Linie auch die Autor(innen), die hier im Forum präsent sind.


    Wie seht ihr das? Gibt es hier Leute, die aus dem oben genannten Grund nicht an Leserunden teilnehmen - etwa, weil sie zu viel Rücksicht nehmen müssten und Angst davor haben, ehrlich zu sein?


    Was erwarten die Autoren von den Leserunden? Nehmen sie negative Kritik persönlich oder nehmen sie sich die Kritik einfach nur zu Herzen, um die Eindrücke der Leser ins nächste Buch mit einfließen zu lassen?


    Ich finde solche Leserunden wichtig und nehme bei meinen Diskussionsbeiträgen kein Blatt vor den Mund. Dabei ist mir aber sehr sehr wichtig, dass man bei einer konstruktiven Kritik bleibt und nicht wettert "Das ist das schlechteste Buch und Du kannst ja überhaupt nicht schreiben blablabla". So etwas will ich in den Leserunden hier nicht lesen! Von niemandem!


    Besonders aufgefallen ist mir der Umschwung bei Monika Felten. Viele Punkte, die uns Lesern bei der ersten Diskussion aufgefallen ist, lies die Autorin in das nächste Buch einfließen - und das begeisterte schließlich in der zweiten Runde. So etwas finde ich absolut klasse!


    Aber wie gesagt: Kritik immer oberhalb der Gürtellinie - so, wie man das auch selbst über sich hören wollte.


    Liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Hallo,


    gleich vorneweg: ich hab bislang erst an einer Leserunde teilgenommen und mich für drei weitere in den nächsten Wochen/Monaten angemeldet.
    Aber das habe ich getan, WEIL AutorInnen mit an den Runden teilnehmen (bis auf einen "Fall", bei dem dies nicht möglich ist...)! Ich persönlich finde es nämlich klasse, wenn man Fragen stellen kann oder auch einfach Dinge, die man loswerden möchte, schreiben kann - und der Autor/die Autorin beantwortet einem das ein oder andere bzw. nimmt Kritik, Anregungen etc. sogar an (wie wohl bei Monika Felten passiert...).


    Deshalb (und wegen der guten Diskussion innerhalb der Lesrunde) würde ich auch niemals mit meiner Meinung/Kritik hinterm Berg halten - und die findet definitiv immer über der Gürtellinie statt!
    Klar, ich hab bei meiner ersten (abgeschlossenene) Leserunde auch gesagt, dass ich das Buch nur toll fand - aber das hab ich auch so gemeint! Und wenn es mir anders gehen würde, dann würde ich mein "Urteil" auch begründen bzw. es versuchen zu begründen.


    Und noch was: anfangs (als ich mich in diesem Forum angemeldet habe) habe ich lange gar nicht im Leserunden-Bereich mitgelesen, da ich mir diese Art zu lesen gar nicht richtig vorstellen konnte. Erst als ich gemerkt habe, dass teilweise auch AutorInnen teilnehmen wurde ich neugierig - und ich wurde während der Runde überzeugt... oder besser gesagt: begeistert!


    Liebe Grüße
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Hallo zusammen,


    ich habe bisher erst an einer Leserunde mit Begleitung durch Autorin teilgenommen. Ich fand das sehr konstruktiv und interessant, denn wann hat man schon die Gelegenheit so in Kontakt mit den Autoren zu treten? So bekommt man bestimmt öfters Hintergrundinfos und das finde ich schon spannend. Ich begrüße diese Art von Leserunden. Ich kann mir auch vorstellen dass sämtliche Autoren sehr wohl froh über Kritik sind. Sie begleiten die Runden ja nicht um ihr Selbswertgefühl zu steigern, sondern um von Lesern in einem Leseforum, einen Eindruck des Buches geschildert zu bekommen. Das Buch von Monika Felten kenne ich leider nicht, aber ist doch super wenn sie sich die Ratschläge zu Herzen genommen hat. Das zeugt doch von Interesse an unserer Meinung.
    Sind die Runden denn tatsächlich in Lobhudelei "ausgeartet", oder ist das nur ein Vorurteil? Ich hüpf nachher mal rüber zu den Runden und linse in begleitete Threads!

    LG, resca

  • Ich habe den Eindruck, dass negative Kritik bei autorInnorenbegleiteten Leserunden etwas netter verpackt wird, also nicht "Ich fand's Schrott, weil..." sondern eher "Es hat mir nicht so gut gefallen, weil...", und das finde ich okay so. Nur manchmal habe ich den Eindruck, es würde etwas zu vorsichtig kritisiert.
    Wichtig ist, dass kritisiert wird, was missfallen hat, aber wichtig ist auch, das nicht in zu harten Worten zu tun. Ich denke, wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn an unserer Arbeit herumgenörgelt wird.
    Andererseits ist es auch wichtig, dass die AutorInnen diese Kritik nicht übel nehmen. Wer es nicht erträgt, sein/ihr Werk kritisiert zu bekommen, sollte die Finger von Leserunden halten.
    Kritik muss erlaubt und erwünscht sein!

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Der einzige Grund weshalb ich noch nicht an einer Leserunde mit Autor teilgenommen habe liegt einfach daran das bis jetzt noch kein Buch dabei war das mich interessiert hat. Prinzipiell finde ich die Idee aber sehr gut. Ich finde es schon interessannt wenn man mit dem Autor eines Buches persönlich diskutieren kann. Es bringt ja auch dem Autor etwas wenn er weiß was seine Leser über die Bücher denken die er oder sie so schreibt. Wie man an nimues Beispiel sieht bringt das ja auch was.

  • Hallo,


    für mich sind die von Autoren begleiteten Leserunden hier wirklich die interessantesten! Man bekommt unheimlich viele Hintergrundinformationen und hat so endlich auch mal die Gelegenheit, Fragen, die direkt beim Lesen auftauchen, gleich beantwortet zu bekommen.


    Ich finde aber auch die Kritikäußerungen wichtig. Zum einen möchte ich einfach eine ehrliche Beurteilung des Buches abgeben, (sonst könnte ich mir ja die ganze Leserunde gleich schenken :lachen: ) eben keine Lobhudelei um jeden Preis, zum anderen kann diese Kritik doch auch für den Autoren hilfreich sein. Ich denke, daß das doch für die Schriftsteller vermutlich den Reiz an Leserunden ausmacht - hautnah beim Lesen zu sein und zu wissen, wo die Klippen und Schwächen liegen. Eine faire Kritik sollte meiner Meinung nach auch jeder vertragen können...

  • Die autorenbegleiteten Runden sind auch für mich ein Highlight hier auf literaturschock! Ich liebe es alle meine Fragen an den Autor, die Autorin richten zu können und viele Hintergrundinfos zu bekommen. Dieser direkte Kontakt scheint auch den AutorInnen Spaß zu machen.

    Zitat von "Bianca"

    Eine faire Kritik sollte meiner Meinung nach auch jeder vertragen können...


    Dies ist nicht immer der Fall (einmal hatte ich den Eindruck, jemand fühlte sich angegriffen) aber meistens und ich nehme auch bei den autorenbegleiteten Runden kein Blatt vor den Mund, wenn mir Dinge nicht gefallen. Ich versuche allerdings die Kritik höflicher zu verpacken und möchte mich da Saltanahs Aussage anschließen ;-)


    Schön wäre es natürlich hier in diesem Thread auch Antworten von AutorInnen zu bekommen :-)

  • Von einem meiner Bücher steht ja nun bald eine Leserunde an und da freu ich mich schon tierisch drauf. Das wird für mich der erste richtige Kontakt mit Lesern, die ich nicht kenne und da bin ich wahnsinnig gespannt, wie mein Roman auf sie wirkt ( Feedback bekam ich bisher nur aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ).


    Ich wünsche mir dafür ehrliche Kritik; egal ob positiv oder negativ. Denn wenn etwas nicht gut genug ist, dann muß ich doch wissen, was das genau ist und schauen, dass ich das im nächsten Buch verbessern kann.


    Ich hoffe auch sehr auf ausführliche Kritiken; also auch, wie die einzelnen Charaketre wirken, ob sie glaubwürdig und sympathisch rüberkommen, die Handlung spanend ist, inwieweit mein Schreibstil als angenehm zu lesen empfunden wird, etc.


    liebe Grüße
    Maren

  • Hi!


    Ich liebe die Leserunden mit den Autoren ebenfalls. Ich finde, man sollte weder mit Lob noch mit Kritik sparen - je nachdem, was angebracht ist. :breitgrins:


    Ich habe aber gemerkt, dass ich mich mit Kritik schwer tue - schliesslich will ich niemanden beleidigen oder persönlich angreifen. Darum formuliere ich - wie Saltanah - Kritik wohl ein bisschen sanfter im Ton als in einer Leserunde ohne Autor. Inhaltlich sage ich jedoch, was ich denke.


    :winken:


    Alfa Romea

    Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.

  • Zitat von "Ingroscha"

    Schön wäre es natürlich hier in diesem Thread auch Antworten von AutorInnen zu bekommen :-)


    Weshalb ich diesen Thread jetzt mal ein bißchen anders platziert habe :winken:

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Hallo :winken: ,
    ich melde mich jetzt mal als Autorin.
    Für mich kann ich sagen: Kritik ist vollkommen in Ordnung, so lange sie nicht unter die Gürtellinie geht. Als Autorin wünsche ich mir, dass ich etwas mit der Kritik anfangen kann, dass sie mich anregt, besser zu werden. Mit Pauschalurteilen wie „Das ist der größte Schrott seit ...“ kann man eher nix anfangen ... Sagen wir mal, ich möchte spüren, dass sich jemand Gedanken gemacht hat bei seiner Kritik.


    Liebe Grüße


    Kirsten (die Harmoniebedürftige ;-))


    P.S. Als Leserin habe ich mir übrigens vorgenommen, keine Pauschalurteile (mehr) zu schreiben (habe ich, glaube ich, allerdings auch noch nicht ...) – was du nicht willst das man dir tu usw.

  • Ich mag Leserunden mit Autorenbegleitung auch sehr, weil man einfach viel mehr Hintergrundinformation bekommt. Mir geht es wie den meisten anderen: Wenn ich eine Kritik habe oder mir etwas unklar ist, dann äußere ich das auch - und ich hoffe, daß ich das immer höflich tue, ob mit oder ohne Autorenbegleitung :smile:

    viele Grüße<br />Tirah

  • Hallo!


    Ich bin auch der Meinung, dass Kritik etwas sehr Vernünftiges ist, solange sie konstruktiv ist und der Kritisierende über oder von sich und seiner Ansicht / seinem Eindruck redet. Das finde ich bei Meinungen über Büchern genauso wie generell im Leben.


    Daher bin ich auch immer gewillt, meine Kritik konstruktiv zu gestalten. Beleidigungen find ich völlig unpassend und sind für mich keine Kritik, sondern Beleidigungen (egal ob über oder unter der Gürtellinie). Sie führen nämlich nur dazu, dass die Aussage nicht ernst genommen werden kann oder der Kritisierte sogar verletzt wird, was ich nicht als Berechtigung eines Kritisierenden empfinde.
    Und gerade auch bei Buchkritiken sollten sich die Kritiken mMn auch in Richtung Buch bewegen und auf keinen Fall Richtung Autor. Daher auch "Buchkritik".


    Ich liebe die Leserunden mit Autoren und find es sehr toll, wenn sich Autoren so nah an die Leserschaft begeben. Und mutig (man weiß ja nie, was sie so alles wissen wollen...*g*). Ich denke auch, dass ich meine Meinung kundgebe, egal ob Autor/in präsent oder nicht. Aber nur meine Meinung. Ich hoffe, es wird noch viele solcher Leserunden geben und viele AutorInnen mit dem Mut zur Begleitung.


    Zitat von "nimue"

    Besonders aufgefallen ist mir der Umschwung bei Monika Felten. Viele Punkte, die uns Lesern bei der ersten Diskussion aufgefallen ist, lies die Autorin in das nächste Buch einfließen - und das begeisterte schließlich in der zweiten Runde.


    Das find ich toll!


    Liebe Grüße,
    melima, die sich demnächst an die Bücher von Frau Felten macht, damit sie auch so eine Leserunde mit Veränderungspotential mitmachen kann

  • Für mich stellen die Leserunden mit Autorenbegleitung ein echte Bereicherung dar. Wie oben schon mehrfach erwähnt: ich kann Fragen stellen, ich kann Unklarheiten abklären, ich kann Kritik äußern. Mit einigen Autoren (z.B. Tobias Meißner) kommt es dabei zu richtig interessanten Diskussionen, das ist kein einseitiges Feedback von seiten der LeserInnen, sondern auch besagte Autoren geben uns etwas zurück.


    Da ich jemand bin, der anderen nicht ins Gesicht lügen kann, aber dennoch ein großes Harmoniebedürfnis hat (und man ja auch nie wissen kann, ob man den Autor/die Autorin mal auf der Buchmesse trifft :redface: ), versuche ich, meine Kritik möglichst neutral zu formulieren. Vor allem, wenn ich den Autor / die Autorin schon in früheren Leserunden schätzen gelernt habe. Aber ehrlich bin ich trotzdem mit meiner Meinung, egal ob positiv oder negativ. Sie wird vielleicht nur etwas vorsichtiger formuliert.


    Zu Monika Felten: ich gehörte wohl bei der ersten Leserunde zu den strengsten Kritikerinnnen. Als ich hörte, daß sie sich die Kritiken aus der Leserunde zu Herzen genommen und als Anregung für den zweiten Band verwendet hatte, war ich hin und her gerissen. Zum einen tat es mir leid, daß ich so streng mit ihr ins Gericht gegangen bin, zum anderen freute ich mich darauf, den zweiten Band zu lesen (was ich aber bisher noch nicht getan habe :redface: ). Da ich selber sehr unter Kritik von anderen leide, finde es umso erstaunlicher, daß Monika Felten so konstruktiv damit umgehen kann und auch noch Gewinn daraus zieht. Respekt.


    Es gibt allerdings auch Autoren, auf deren Teilnahme könnte ich verzichten, weil kein Dialog zustande kommt, sondern jedes Posting nur ein "Fishing for Compliments" ist. Ich habe da einen bestimmten Herrn im Visier, dessen Namen ich nicht nennen, dessen Bücher ich aber auch nicht mehr lesen werde :zunge: (was aber eher an den Büchern als an dem Herrn liegt - der war bloß noch der letzte Tropfen, der das Faß gesprengt hat).


    Jede Leserunde ist eine neue Erfahrung und ich freue mich, daß es sie gibt.


    LG, Rio

  • Ich habe erst einmal an einer Leserunde mit Autor teilgenommen. Die war allerdings sehr interessant. Der Autor erzählte woher er seine Ideen, wo er Recherchen betrieben und was er selber dazu erfunden hat.


    Leider wird im Moment nicht wirklich was mit einem Autor gelesen was mich interessiert. Das nächste kommt erst wieder im Oktober: Das Sakriversum. Auf das bin ich schon gespannt.


    Ich finde, man kann sehr wohl kritisch sein und auch sagen, was einem nicht gefällt. Man muss es eben nur begründen können. Ich kann ein Buch sehr wohl als schlecht bezeichnen, wenn ich sagen kann, warum ich so denke.


    Lobhudeleien helfen weder dem Autor noch denen, die nur die Beiträge lesen um sich ein Bild zu machen. Ich lese manchmal Bücher aufgrund einer Rezi und wenn dann nur geschrieben wird, wie super das Buch ist, obwohl es alle total blöd finden, dann finde ich das einfach nur total arg. Immerhin hat man als Kritiker meiner Ansicht nach auch eine Verantwortung.


    Katrin

  • Ich glaube schon, dass ehrliche Kritik gewünscht ist, deshalb machen die Autoren ja unter anderem bei unseren Leserunden mit.
    Klar ist es nicht toll kritisiert zu werden. Ich fühle mich zB auch etwas verletzt, wenn jemand etwas von mir nicht so gut findet, so ist das nun mal.

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Liebe Nimue,
    schwierige Frage ... welcher Autor hört schon gerne - und dann auch noch live -, dass sein Roman den LeserInnen NICHT gefällt?
    Anderseits: wo gibt es die Möglichkeit, das Ohr so nah am Puls der Leserschaft zu haben?


    Kann nur f. mich antworten: Diese - von Ihrer Seite - sehr ehrliche Art, die Eindrücke und Meinung sehr frisch von Leber weg zu sagen, kann manchmal schon dazu führen, dass man sich als Autor unverstanden fühlt (so viel überlegt, so viel hineingedacht: und dann das!). Anderseits funktioniert genauso Lesen (auch bei mir!).
    Ich würde sagen: versuchen, diese Spannung auszuhalten und sich freuen, wenn Intention und Ausformulierung gut ankommen. Und: überlegen, woran es gelegen hat (besomnders für das nächste Buch), falls es nicht der Fall ist ...


    Dazu dieser schöne Spruch, den Sie alle sicherlich kennen:


    Herr, gib mir die Stärke, zu ertragen, was ich ertragen muss; den Mut, mich gegen etwas zu wehren, das mir nicht gefällt - und die Weisheit, das eine von anderen zu unterscheiden.


    In diesem Sinne: Ultreja!

  • Ich habe zwar noch nie an einer Leserunde mit einem AutorIn teilgenommen, aber solange es konstruktive Kritik ist, ist es ja eigentlich okay.
    Ich denke jedem Autor/jeder Autorin ist bewusste, dass nicht jedem sein/ihr Werk gefällt. Aber das ist ja auch völlig natürlich. :)

    Wirklich reich ist,<br />wer mehr Träume in seiner Seele hat,<br />als die Realität zerstören kann.

  • Jeder Autor, der sich einer Leserunde stellt, muss sich bewusst sein, dass die Geschmäcker der LeserInnen nun einmal unterschiedlich sind und sein Werk sowohl auf Zustimmung wie auch auf Ablehnung stoßen kann. Ein Gebot der Fairniss wäre es allerdings, wenn die Kritik sachlich begründet würde. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Wenn Leserunden allerdings zum Niedermachen von Autoren benutzt werden, sollten sich die LeserInnen Gedanken machen, ob damit auch andere Autoren verscheucht werden.


    Gheron

  • Zitat von "Gheron"

    Wenn Leserunden allerdings zum Niedermachen von Autoren benutzt werden, sollten sich die LeserInnen Gedanken machen, ob damit auch andere Autoren verscheucht werden.


    Stimmt. Das kommt wohl in einem anderen Forum häufiger vor. Ich merke das in der letzten Zeit immer öfter, wenn ich Autoren anschreibe und sie erst mal antworten "Ich habe schon bei XYZ eine Leserunde begleitet und da habe ich gemerkt, dass das nichts für mich ist, weil....". Sehr schade :-(

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.