Leserunden mit Autoren: Ehrliche Kritik (un)erwünscht?

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 43 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Imperator T. Validior.

  • Ich hab bisher eigentlich auch noch bei (fast) keiner Leserunde mitgemacht, wo mir das Buch nicht gefallen hat.
    Bei "Vampyr" von Brigitte Melzer war das anders. Da habe ich dann aber auch geschrieben, warum es mir nicht gefällt. Wobei es mir schon fast peinlich war, ehrlich gesagt, weil alle anderen das Buch so toll fanden. :redface: Brigitte Melzer hat das zum Glück gut aufgenommen.

  • Ich finde so lange die Kritik nicht beleidigend ist kann und soll man sie auch sagen. Es nützt einem Autor ja wenig wenn die Leser ihre Meinung nicht sagen wenn sie negativ ist.


  • Der Ton macht die Musik. Natürlich darf in einer autorenbegleiteten Leserunde auch Kritik üben, wenn einem etwas nicht gefällt, aber höflich formuliert und sachlich begründet sollte sie eben sein.


    Genau so sehe ich es auch.
    Ich kann mich an zwei Leserunden erinnern, wo mir die Bücher absolut nicht gefielen und ich es auch gepostet habe.
    Einmal war die Autorin sehr deutlich "not amused" und ihre Anworten diesbezüglich hatten einen deutlich agressiven Unterton.
    Bei der zweiten Leserunde konnte der Autor sehr gut mit der Kritik umgehen, denn ich bin mir sicher, dass er ganz genau wusste,
    das er eine treue und begeisterte Fangemeinde hat. Er konnte es locker verkraften, dass ich mich dem nicht angeschlossen habe.


    Es versteht sich von selbst, dass ich meine Kritik möglichst freundlich verpackt hatte, obwohl ich mich eigentlich gerne direkter
    geäußert hätte.

    Liebe Grüße

    SheRaven


  • Ich finde so lange die Kritik nicht beleidigend ist kann und soll man sie auch sagen. Es nützt einem Autor ja wenig wenn die Leser ihre Meinung nicht sagen wenn sie negativ ist.


    Völlig richtig. Und natürlich wissen wir auch, dass wir es nicht allen Lesern recht machen können und dass sich über Geschmack nicht streiten lässt. Ich habe sogar schon eine Leserunde gesehen, bei der sich zwei Teilnehmer schwer in der Wolle hatten, weil der eine den Stil des Autors schrecklich, der andere großartig fand. Was soll der arme Autor da nun machen außer sich zurückzulehnen und zu beobachten, wie die ausgerissenen Haare den Bildschirm verdunkeln...?

    &quot;Cessent iam nunc rapaces officialium manus, cessent inquam!&quot;<br />&quot;Zurück, ihr gierigen Beamtenhände, zurück, sag ich!&quot;<br />&nbsp;&nbsp; - Konstantin der Große