Jasper Fforde - Wo ist Thursday Next?/One of our Thursdays Is Missing

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

  • Stimmt, das hatte ich schon wieder vergessen. Ich sage ja, dieser Band bleibt nicht in Erinnerung.

  • Ah, ok, ich hatte irgendwie in Erinnerung, dass Tuesday und Jenny nicht so weit auseinander waren. Oder dass Jenny sogar die Ältere war. Aber dann weiß ich auch gar nicht mehr, wieso ich davon ausging... Es passt also wohl, dass Jenny acht ist. ;)

    Ich weiß auch ehrlich gesagt jetzt schon nicht mehr genau, wieso sie bei Buch-Thursday aus dem Schrank kam. Ich fange wohl an, Dinge zu überlesen und hoffe, dass wird wenigstens beim Ende des Buches besser!

  • Bis einschl. Kapitel 27 gehört:


    Professor Plum ist ja echt gut darin, diejenigen, die in die Realwelt reisen wollen, zu beruhigen und zu ermuntern =O


    Was ich aber nicht so ganz verstehe: warum musste Thursday so vieles erstmal in der Realwelt erlernen, das war doch bei Hamlet seinerzeit auch nicht der Fall.

    Außerdem erzählte Agent Square etwas davon, dass man, wenn man für immer in der Realwelt bleibt, ganz normal altern und sterben würde. Aber die geschriebene Thursday erwähnte doch zuvor, dass sie, genauso wie ihr echtes Vorbild, altern würde, was uns ja eh schon verwundert hat.

    Hier wird der Autor meiner Meinung nach etwas inkonsequent.


    Wie blöd, dass Thursday ausgerechnet der größten Klatschtante von Swindon in die Arme laufen muss. Und die echte Thursday scheint ja wirklich ziemlich "begehrt" zu sein: Reporter, Toast-Kommission, die Stiltonister, Goliath natürlich und der Präsident mit seinen Leuten. Thursday erlebt in den paar Stunden in der Realwelt mehr als in einem ganzen Buchleben, würde ich mal behaupten :D


    Aber über das Verschwinden von der echten Thursday, weswegen sie überhaupt in die Realwelt gereist ist, erfährt sie enttäuschend wenig. Sie muss also irgendwo in der Buchwelt sein. Ich war ja die ganze Zeit überzeugt davon, dass mal wieder Goliath hinter ihrem Verschwinden steckt, aber diesmal scheinen sie tatsächlich ahnungslos zu sein.


    Wo zum Geier ist Thurday aber dann in der Buchwelt? Und warum hat sie niemanden Bescheid gesagt? Ich könnte mir zwar schon vorstellen, dass sie vor dem ganzen Rummel in der Realwelt geflüchtet ist, aber dass sie ihre Familie so im Ungewissen hängen lässt, kann ich mir wiederum nicht vorstellen. Irgendwie hänge ich immer noch an meiner Theorie, dass die geschriebene und die echte Thursday ein und dieselbe Person sein könnten, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das vonstatten gegangen sein könnte.

    Aber die geschriebene Thursday zeigt ja doch einige Male erstaunliche Parallelen zur echten Thursday, z.B. bei ihrem coolen Auftritt diesem Blackpot (oder hieß er Potblack?) gegenüber, das hätte die Kräutertee-Thursday doch niemals geschafft, oder?


    Außerdem konnte Thursday Jenny sehen. Jennys Argumentation, warum ihre Mutter noch am Leben sein muss, fand ich übrigens sehr schlüssig.


    Wie fies, dass Thursday ausgerechnet in dem Moment in die Buchwelt zurück katapultiert wird, als Landon sie küssen will.


    Ob die Tatsache, dass es sich bei Jack Shitt um Adrian Dorset handelt, dessen Buch-Unfall die geschriebene Thursday untersucht, noch eine Rolle spielen wird oder nicht, weiß ich auch nicht. Das wird gerade etwas verwirrend.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Uff, der Ausflug in die echte Welt hatte es ja in sich. Und dann diese abrupte Ende. Buch-Thursday tat mir da schon etwas leid.

    Ja, mir hat Thursday auch leid getan, den Kuss hätte ich ihr wenigstens noch gegönnt.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Was ich aber nicht so ganz verstehe: warum musste Thursday so vieles erstmal in der Realwelt erlernen, das war doch bei Hamlet seinerzeit auch nicht der Fall.

    Das ist eine gute Frage. Ich könnte es mir nur damit erklären, dass Hamlet als Bühnenfigur seit Jahrhunderten zum "Bodenpersonal" gehört und dadurch "geerdet" ist.

    Aber im Grunde bin ich deiner Meinung, dass der Autor hier einfach nur inkonsequent war.


    Auch warum die Buch-Thursday Jenny sehen kann, wo sie in ihren Büchern nicht einmal Kinder hat, verstehe ich nicht. Genau wie die anderen Geister. Oder liegt es daran, dass auch sie nur Erfindungen sind?

  • Auch warum die Buch-Thursday Jenny sehen kann, wo sie in ihren Büchern nicht einmal Kinder hat, verstehe ich nicht. Genau wie die anderen Geister. Oder liegt es daran, dass auch sie nur Erfindungen sind?

    Ich meine, an einer Stelle erwähnte Square das auch so, wie du schreibst: dass sie die Geister deswegen sieht, weil sie ebenfalls Erfindungen sind.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Bis zum Ende gehört:

    Zwischendrin hat sich mir die Handlung auch ein wenig zu sehr gezogen, aber dass Fforde trotzdem noch so viele Ideen hat, verblüfft mich immer wieder.


    Die echte Thursday saß also tatsächlich in dem abgestürzten Taxi. Und die Buchwelt hat einen neuen Bösewicht: den roten Hering ^^ Auch mal schön, dass es kein Shitt oder weiterer Hades ist, das hätte sich inzwischen echt abgenützt gehabt. Und da dieser Fiesling untergetaucht ist, könnte er durchaus noch für Ärger sorgen.


    Die geschriebene Thursday hat sich wirklich gemausert, wie sie den Dingen auf den Grund gegangen ist und in die richtige Richtung kombiniert. Wobei ihr Sprockett eine große Hilfe war, aber das ist ja auch in Ordnung, wenn man sich austauschen kann. Es war auch clever, dass sie an Bord der Metaphoric Queen eigenmächtig die Kiste mit den angeblichen Geschenken für Muffler aufgebrochen, denn Jobsworth hätte ihr sonst eh nie zugehört.


    Das ganze Drumherum um die Metaphoric Queen hat mir übrigens ziemlich gut gefallen, vor allem die Passagiere, die irgendwelche üblichen Klischees bedienten, vor allem der RPK 12, der rätselhafte Passagier aus Kabine 12, der auf jedem Schiff dabei sein muss :D


    Den Stress, den Thursday mit ihrem Ensemble hat, hätte es für mich nicht gebraucht, aber so wissen sie am Ende doch, was sie an ihr haben.


    Dass sich die geschriebene Thursday jedoch so wandeln kann und der echten Thursday damit sehr ähnlich wird, hat mich aber auch überrascht, im letzten Band sah es doch eher danach aus, als ob bei ihr Hopfen und Malz verloren sind. Aber vielleicht musste sie wirklich ins kalte Wasser geworfen werden, um ihre Qualitäten zu erkennen. Und am Ende dürfte die echte Thursday die Geschriebene deutlich mehr mögen, schätze ich mal.


    Raffiniert war auch die Spur, die Thursday in die Psychothriller gelegt hat; die geschrieben Thursday ist keine Sekunde zu früh gekommen. Ich bin froh, dass die echte Thursday überlebt hat - Jenny hatte also tatsächlich recht!


    Ich hätte es Thursday wirklich gegönnt, wenn sie mit Wittby (?) endlich ihren Landen in der Serie bekommen hätte, zumal sie jetzt die Handlung nach Belieben ändern darf, aber dass Sprockett dafür dessen Vorgeschichte übernimmt, hätte ich auch traurig gefunden. Sprockett hat sich als ein sehr zuverlässiger Freund erwiesen und ich bin froh, dass er weiterhin an Thursdays Seite sein wird.

    Liebe Grüße

    Karin

  • BIs zum Ende


    Ich bin jetzt auch durch und... joa, es war okay, aber es konnte mich bis zum Ende weder fesseln noch begeistern, so dass ich nur immer ein paar Kapitel weiterlas.

    Es war jetzt nicht schlecht, aber eben der schwächste Teil bislang. Dabei gefielen mir manche Ideen durchaus gut.

    Das ganze Drumherum um die Metaphoric Queen hat mir übrigens ziemlich gut gefallen, vor allem die Passagiere, die irgendwelche üblichen Klischees bedienten, vor allem der RPK 12, der rätselhafte Passagier aus Kabine 12, der auf jedem Schiff dabei sein muss :D

    Der Aussage kann ich mich anschließen. Gerade in den Szenen waren wieder einige lustige Kleinigkeiten.

  • Die Metaphoric Queen hat mir auch gefallen, vor allem die Klischeeverkörperungen :lachen:


    Insgesamt fällt mein Urteil zu diesem Band etwas zwiegespalten aus. Ideenfeuerwerk wie immer klasse, viele kleine Schmunzelmomente am Rande, aber der Plot hat mich nicht wirklich überzeugen können und mich streckenweise auch etwas überfordert bzw. verloren. Ich hätte oft während des Lesens nicht sagen können, worum es eigentlich gerade geht :gruebel:


    Aber Sprockett fand ich super, der ist mir echt ans Herz gewachsen und ich war froh, dass er am Ende doch nicht Whitbys fiese Backstory mit den angezündeten Nonnen übernommen hat!

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich hätte oft während des Lesens nicht sagen können, worum es eigentlich gerade geht :gruebel:

    Ja, so ging es mir streckenweise ebenfalls.


    Aber Sprockett fand ich super, der ist mir echt ans Herz gewachsen und ich war froh, dass er am Ende doch nicht Whitbys fiese Backstory mit den angezündeten Nonnen übernommen hat!

    Das hat er echt nicht verdient, daher war ich auch froh, dass Thursday Whitby ins Gewissen geredet hat.

    Liebe Grüße

    Karin